BEl Geburt????

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Beitrag von mawidu - 24.01.12 - 15:51 Uhr

Hallo,

ich bin in der 37ssw und meine kleine Maus liegt in BEL und wird sich wohl auch nicht mehr drehen da sie schon die ganze SS in BEL liegt.

Möchte aber trotzdem normal entbinden wenn möglich.. aber auch mit dem Gedanke KS habe ich mich angefreundet trotzdem...

Hat jemandvon Euch in BEL entbunden oder Erfahrungen???

Lg

mawidu inside Leonie
#winke

Beitrag von olivia2008 - 24.01.12 - 16:29 Uhr

Erfahrungen habe ich nicht. Aber meine Tochter liegt noch mit dem Kopf nach oben. Ich habe zwar noch genügend Zeit, aber meine Hebamme sagte trotzdem: In Vierfüßlerstand gehen, auf Ellenbogen abstützen (also Po nach oben) und mit der Hüfte kreisen. Sieht merkwürdig aus, aber diese Stellung animiert Babys dazu, sich noch zu drehen. Mach das ab und zu, schaden kann´s nicht, vielleicht hilft das.
Meine erste Tochter lag erst ab der 37. SSW mit dem Kopf unten, vorher immer Kopf oben.

Sprich mit deiner Hebamme, man kann auch mittels Akkupunktur oder anderen schonenden Mittelchen die Drehung fördern. Etwas Zeit hast du ja noch :-)

lg

Beitrag von janimausi - 24.01.12 - 18:51 Uhr

Benutz mal die Suche, da hat eine Frau ihren Geburtsbericht von ihrer BEL Geburt gepostet...

Ich hoffe für dich das es auch so klappt.
Wie steht deine Hebamme und das Krankenhaus in dem du entbinden möchtest zu BEL Geburten?

LG

Beitrag von sabhent - 24.01.12 - 20:44 Uhr

huhu

ich hatte am 25.11 meinen KS wegen BEL und es war eine gute entscheidung, der Arzt meinte er lag drin wie ein Frosch und konnte sich nicht mehr drehen. Sie haben ihn einen Tag vor der OP noch ausgemessen und das wäre voll nach hinten los gegangen. Sie haben ihm einen KU von 34 ausgerechnet aber er hatte 36,5 und wäre damit voll stecken geblieben.

Mein FA meinte das ein Kopfdurchmesser von max. 11 cm durch ein normales Becken passen würde.

Mein Mann und ich wollten auf die letzten paar meter nichts mehr riskieren und haben uns deshalb für den Kaiserschnitt entschieden und das war auch gut so sonst hätten wir unseren kleinen Kerl heute nicht bei uns

lg Sabrina

Beitrag von hebigabi - 25.01.12 - 08:29 Uhr

Ob die 36,5 stecken geblieben wären bleibt eine Vermutung- ich hab schon BEL Kinder bekommen die einen größeren KU hatten und es lief ohne Probleme.

LG

Gabi

Beitrag von danisahne24 - 25.01.12 - 09:00 Uhr

hallo Gabi,

Ist nicht sowieso die Schulter bzw. Der Schulterumfang das Entscheidende?

lg Dani

Beitrag von hebigabi - 25.01.12 - 12:22 Uhr

Bei der BEL ist es meist der Kopf- weil der als letztes kommt, bei der SL eher die Schultern.

LG

Gabi

Beitrag von widowwadman - 25.01.12 - 12:26 Uhr

Aber ob sie steckenbleiben oder nicht weiss man auch erst hinterher. Klar muss es nicht schiefgehen, aber das heisst nicht dass das Risiko nicht besteht.

Beitrag von hebigabi - 25.01.12 - 12:55 Uhr

Dann darfst du auch nie spontan entbinden.

Gabi

Beitrag von widowwadman - 25.01.12 - 13:17 Uhr

Risiko-Abwaegung - das Risiko einer Dystochie bei einer vaginalen BEL ist hoeher als bei einer vaginalen SL, oder? Oder behauptest du tatsaechlich dass die Risiken bei BEL und SL genau gleich sind?

(Davon ab, habe ich mich beim zweiten Kind bewusst gegen die vaginale Entbindung entschieden, wobei die Entscheidungsfindung da auch noch durch andere Gruende unterstuetzt wurde)

Beitrag von hebigabi - 25.01.12 - 13:55 Uhr

Nein- sie sind nicht gleich, aber eine Schulterdystokie habe ICH bei einer BEL noch nie erlebt, eher eine erschwerte Schulterentwicklung durch hochgeschlagene Arme, weil der Gyn durch Ungeduld angefangen hat am Kind zu ziehen --> riesengroßer Fehler!

LG

Gabi

Beitrag von karbolmaeuschen - 30.01.12 - 10:11 Uhr

Toller Beitrag!#pro

Widowwadman kommt aus England und die da auf der Insel sind manchmal etwas merkwürdig mit ihrer Einstellung. #klatsch
Aber sie postet eh immer nur pro sectio... und wie gefährlich alles andere ist.
Da ist es schön, dass fachkompetenzen wie Du sie mal Mundtod machen.

LG Silke

Beitrag von muccilein - 24.01.12 - 21:25 Uhr

Also es gibt durchaus auch Frauen, bei denen sich das Kind auch in der 1.SS noch vor der Geburt oder währenddessen dreht. Es gibt auch noch so Tricks wie eben indische Brücke und Spielchen mit der Taschenlampe auf dem Bauch (immer den kürzeren Weg zur Seite mit der Taschenlampe nehmen) oder auch ein Versuch der äußeren Wendung, die soll aber wohl schmerzhaft sein #zitter Wenn das nicht klappt, du aber spontan entbinden möchtest, würde ich mir ein gutes KH aussuchen, in dem schon öfters BEL entbunden wurde. Es gibt sicher ein paar Risiken mehr als bei "normalen" Geburten, es sind eventuell Vorbereitungen zu treffen, US und so, evtl. musst du dann doch noch mit einem KS rechnen. Aber jede Wehe ist gut für dein Kind und bevor es nicht selbst bereit ist, würde ich keinen KS machen lassen, vorausgesetzt es geht deinem Kind gut.
Ob BEL schmerzhafter zu entbinden sind, wird dir sicher keiner sagen können, aber möglich ist es auf jeden Fall!
Lass dich ordentlich beraten!

Beitrag von zwei-erdmaennchen - 24.01.12 - 22:29 Uhr

Hi,

eine Spontangeburt aus BEL ist an sich nicht wirklich komplikationsreicher als eine Geburt aus Schädellage. Der Unterschied ist aber, dass im Falle des Falles bei SL noch gut gehandelt werden kann wohingegen bei BEL die Handlungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind.

Meine erste Tochter lag lange in BEL und ich habe tatsächlich mit dem Gedanken gespielt es spontan zu versuchen. Etliche wirkliche Experten auf dem Gebiet haben mir absolut grünes Licht dafür gegeben und überhaupt keine Probleme gesehen. Sie hat sich dann doch noch gedreht und kam spontan aus SL zur Welt. Die Geburt war der pure Horror, sie steckte vier Stunden im Beckenausgang fest. Das hätte bei einer Geburt aus BEL ihren absolut sicheren Tod bedeutet. Sie wäre im Geburtskanal jämmerlich erstickt. Für einen KS war es selbst in SL zu spät also hätte man bei BEL überhaupt nicht mehr schneiden können. Selbst die vorher so optimistischen "Experten" haben später kleinlaut eingeräumt, dass das nicht gut ausgegangen wäre.

Seitdem denke ich anders darüber und für mich käme nie wieder ein Geburtsversuch aus BEL in Frage. Klar kann sie gut gehen und die Chancen dafür stehen auch nicht schlecht. Aber wenn etwas ist dann hat man ein Problem.

Meine zweite Tochter kam übrigens per sekundärem KS zur Welt und ich fand den im Vergleich zur Spontangeburt so schön, dass ich nie wieder anders entbinden würde.

Viele liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von danisahne24 - 25.01.12 - 08:33 Uhr

hallo ina,

Rein intressen halber:

Deine Tochter war 4 stunden mit dem Kopf fest im becken verklemmt oder wie auch immer. Also der kopf was noch in deinem körper.

aber wie geht es dass dein kind andersrum erstickt wäre und auch da wäre de Kopf im körper von dir gewesen. Die babys atmen doch noch gar nicht, erst wenn die lungen entfaltet sind an der luft. Im Mutterleib bekommen sie den sauerstoff durch die nabelschnur.

kannst du mir das kurz erklären?
ich mein das jetzt nicht böse oder verurteilnt, auch wenn wir sonst ja nie einer meinung sind ;-)

LG dani

Beitrag von sonnnne - 25.01.12 - 11:39 Uhr

Hallo Dani,

wenn ich mich ranhängen darf:

Wenn ein Kind in SL mit dem Kopf nicht durchs Becken kommt, ist es über die Nabelschnur weiterhin ausreichend versorgt.

Bei einer BEL liegt in einem solchen Fall die Nabelschnur zwischen Kopf und Becken, so dass die Blutzufuhr fast bis ganz unterbrochen ist. Deswegen hat das Kind aus BEL nur ein paar Minuten Zeit, bis der Kopf geboren sein muss.

Normalerweise bleibt so schnell nichts stecken, weder Kopf noch Schulter (Wahrscheinlichkeit ist in Rückenlage arg erhöht). Es sind schon Kinder mit 40 cm (!) Kopfumfang auf die Welt gekommen. Nur verformt sich der Kopf auch in SL leichter, weil mehr Druck auf die Fontanellen trifft. Aber idR ist das halt auch bei BEL kein Problem.

LG, Sonnnne

Beitrag von danisahne24 - 25.01.12 - 13:24 Uhr

hallo Sonnnne,

Klar darrfst du dich ranhängen.

Ok, verstehe, was du meinst. Nur wenn das Baby unterhalb der Nabelschnur stecken bleibt, dann dürfte doch das Risiko nicht bestehen oder?

LG dani

Beitrag von sonnnne - 25.01.12 - 14:37 Uhr

Ja, aber bei BEL müssten dann ja Beine oder Hüfte stecken bleiben - seeeehr unwahrscheinlich. *g* Und da wäre dann auch noch genügend Platz zwischen Kind und Becken, so dass das Blut ungehindert durch die Nabelschnur gelangt.

Dass der Kopf stecken bleibt ist ja auch sehr selten (und von erfahrenen Geburtshelfern zu umgehen, wenn nicht im Vorfeld etwas gravierendes übersehen wurde), wenn dann aber für das Kind halt übel (und damit ja auch für alle Beteiligten). Unter anderem deswegen ist die Gebärhaltung so wichtig.
Die Rückenlage ist schon bei SL-Geburten oft ein Hindernis und Ursache z.B. dafür, dass die Schultern stecken bleiben. Der Beckendurchmesser ist im Liegen bis zu 1,5 cm kleiner als in aufrechter Haltung.

LG, Sonnnne

Beitrag von zwei-erdmaennchen - 25.01.12 - 22:29 Uhr

#sorry aber mich ärgern deine Aussagen in dem Thema echt gewaltig.

Klar sind schon Kinder mit 40cm KU geboren worden aber daraus kann man doch keine Regel ableiten. Es heißt doch nicht, dass jede Frau problemlos ein 40cm KU-Kind gebären kann #nanana

Und die Gebärhaltung ist wichtig kann aber auch nur bis zu einem gewissen Punkt helfen. Klar ist eine aufrechte Haltung das Beste. Bei mir hat sie aber rein gar nichts gebracht.

Und dein guter Dr. Krause ist einfach nur ein Schönredner - nichts anderes. Ein von ihm ausgebildeter Arzt hat mir damals absolut grünes Licht gegeben und eine Geburt aus BEL als komplett unbedenklich eingestuft - genau wie seine anderen erfahrenen Kollegen. Vorher hatten sie offenbar alles umfangreich geprüft und es schien als gäbe es niemanden auf diesem Planeten der sich besser für eine Geburt aus BEL eignen würde als mich - so ein Gefühl wurde einem vermittelt. Frag nicht wie sie dann nach der Entbindung kleinlaut gesprochen haben. Man KANN das Risiko eben nicht absolut sicher einstufen.

Wenn du eine Spontangeburt aus BEL für dich verantworten kannst ist das ja okay. Es aber anderen derart schön zu reden ohne wirklich auf unvorhergesehene Komplikationsmöglichkeiten hinzuweisen ist einfach nur falsch in meinen Augen.

Viele Grüße
Ina #winke

Beitrag von sonnnne - 26.01.12 - 09:25 Uhr

Das sollte kein Schönreden sein... Liest sich auch im Nachhinein nicht so für mich, ich verstehe aber, dass das in deinen Augen anders aussieht.

Meine Hebammen hätten auch beim ersten Kind eine BEL zu Hause betreut. Und ich selbst hätte auch keine Bedenken gehabt.

Mit Angst oder Bedenken sollte man da so nicht rangehen - und: Nein, keine Lebenssituation ist ohne Risiko. Ich steige aber auch ohne Angst ins Auto... ;-)

Wer hier im Forum mitliest, liest alle möglichen Ansichten und Meinung und wird sich etwas daraus zusammenbasteln, dass in sein Weltbild passt. Man holt sich doch meist nur das, was einen bestätigt, gelle?

Und: Ich schätze die Fähigkeit der Frauen, Gefahrensituationen während der Geburt selbst zu erkennen als recht hoch ein. Es gab schon einige, die (egal ob aus BEL oder SL) aus dem Bauch heraus *g* einen KS verlangt haben, der dann auch tatsächlich notwendig, die Notwendigkeit von außen aber nicht erkennbar war.

LG, Sonnnne #winke

Beitrag von zwei-erdmaennchen - 25.01.12 - 22:02 Uhr

Hallo Dani,

dadurch, dass die Nabelschnur ja am anderen Ende mit der Plazenta verwachsen ist führt sie am Kopf vorbei zum Bauch des Kindes und wird dadurch teilweise oder auch komplett im Becken abgeklemmt. Nach Geburt des Körpers soll der Kopf bei BEL-Geburten nach 3-5 Minuten folgen ansonsten droht dem Kind eine (massive) Unterversorgung.

Da meine Tochter sich durch nichts bewegen ließ (da halfen auch die als ultimative Waffe angepriesenen Positionswechsel nichts) wäre sie nicht gesund geboren worden. Das kann ich leider mit absoluter Sicherheit sagen.

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von sonnnne - 25.01.12 - 08:34 Uhr

Hallo!

Eine BEL ist eine Längslage und damit erstmal auch eine "normale", wenn auch seltene Geburtslage. Eine natürliche Geburt ist unter bestimmten Voraussetzungen ebenso möglich wie aus Schädellage und auch nicht riskanter (wird idR sehr sorgfältig abgeklärt).

Wenn dir Arzt und Hebamme grünes Licht geben und du keine Ängste, Sorgen, Bedenken hast, dann spricht wirklich nichts dagegen.

Wichtig ist, dass man durch Erfahrung und Wissen gelassene Geburtshelfer zur Seite hat, die ihre Hände in den Hosentaschen lassen - und dass man eine förderliche Geburtsposition einnimmt (am besten Vierfüßler, s. Link). ;-)

Schau mal in den Artikel hier von Dr. Michael Krause:

www.hebamme4u.net/uploads/media/bel.pdf

LG, Sonnnne

Beitrag von 03-2012 - 25.01.12 - 09:35 Uhr

Hallo,
bei meinem 3. Screening scherzte ich so mit meinem FA rum, das ich ja froh wäre, dass er den Kopf unten findet.
Er meinte warum denn? Erstens wäre ja noch Zeit für eine Drehung und 2. könnte man auch spontan mit BEL entbinden. Das "Problem" wäre nur, dass es nicht mehr viele Ärzte und Hebammen gäbe, die das Wissen, die nötige Ruhe und Nervenstärke dafür hätten.

Beitrag von jaco0409 - 25.01.12 - 11:09 Uhr

Wir haben uns auch seeeehr lange damit schwer getan. Und sind eigentlich fest entschlossen gewesen es spontan zu versuchen, da ich auch schon eine tolle, schnelle komplikationsfreie Spontangeburt hinter mir hatte. Auch die Messwerte von der Fä und vom KKH waren gut. Angeblich lag er genau richtig und von der Größe wäre auch alles super.
1 Woche vor ET habe ich ein ganz komisches gefühl gehabt und habe den Ärzten mitgeteilt,dass ich doch gerne einen Kaiserschnitt haben wollte.

Letzendlich war mein Bauchgefühl richtig. Wir konnten (obwohl es ein geplanter Kaiserschnitt) auf die Wehen warten und erst dann wurde geschnitten.
Als es dann los ging, kam raus, dass er doch nicht so lag wie er sollte. Er wäre nicht mit dem Po, sondern mit den Füßen gekommen. Das hieße er würde noch länger unter sauertstoffmangel leiden, als es schon bei der normalen und bei einer Steißgeburt der Fall wäre und er war 1kg schwerer als ausgerechnet. Mein Baby wäre wohl nicht gesund auf die Welt gekommen.

Er war dann 4000g schwer und hatte einen KU von 37cm und nicht 35cm.

Aber es gibt auch ganz viele tolle BEL Geburten. Nur wollte ich dieses Risiko meinem Baby nicht an tun. Für uns war es eine gute Alternative, dass wir ihn entscheiden lassen haben wann er kommen möchte. Wir beide so das oxytocin (Hormon) abbekommen haben und er nicht einfach so aus meinem Körper raus gerissen wurde, sondern er durch die Wehen auf die Welt da draußen vor bereitet war.

Vielleicht ist das auch eine Alternative. Mich hat nämlich auch im Falle eines Falles der NOtkaiserschnitt auch abgeschreckt.

Beitrag von ali939 - 26.01.12 - 22:15 Uhr

Hi

Ich habe mein 2. Kind spontan aus bel entbunden . Geburtsbericht lasst sich uber meine vk finden!

Alles Liebe und keine Angst!

Alexandra