Wie unterstütze ich unsere Kleine ihren Schlafrhythmus zu finden?

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Beitrag von anka1978 - 24.01.12 - 15:53 Uhr

Unsere Tochter ist jetzt 4 Wochen alt. Noch schläft sie natürlich wie sie will und das ist in dem Alter ja auch ok. Ich würde jedoch gerne wissen, wie ich sie langfristig dahingehend unterstützen kann, ihren Schlafrhythmus zu finden. Wie stelle ich es am geschicktesten an?
Die Hebamme meinte ab ca. 3 Monaten werden die Schlafphasen länger und wir sollen versuchen die Zubettgehzeiten an unsere Bedürfnisse anzupassen. Wir gehen in der Regel gegen 23:00 Uhr ins Bett und stehen gegen 7:00 Uhr oder 7:30 Uhr auf. Wenn ich sie nun also gegen 21:00 Uhr hinlege gehe ich davon aus, dass sie ca. gegen 2:00 Uhr gestillt werden muss und dann wieder gegen 7:00 Uhr. Im Augenblick gehen wir noch alle gemeinsam gegen 23:00 Uhr ins Bett, aber auf Dauer möchten mein Mann und ich natürlich auch gerne mal abends ein Stündchen zusammen haben. habt Ihr Tips für uns? Wie bekomme ich sie abends ins Bett (das Problem ist immer das einschlafen, auch nachts). Ist es schlau sie tagsüber zu wecken, wenn sie zu lange schläft um zu verhindern, dass sie abends nicht müde wirdi? Wie bekomme ich sie nachts nach dem stillen ruhig und wo lasst Ihr Eure Kleinen tagsüber schlummern?
Bin gespannt auf Eure Erfahrungen.
Liebe Grüße
Anne

Beitrag von corinna.2010.w - 24.01.12 - 16:06 Uhr

huhu =)

nen patentrezept gibt es nicht.

Aber du kannst laaangsamm anfangen ein Abendritual einzuführen.

Ins Zimmer gehen, alles abdunkeln, ne kleine lampe an, es gibt welche die machen massagen vorm zu bettgehen oder knuddeln, stillen o. Flasche...

Wir machen des schon immer so das wir alles abdunkeln. licht an das ich das abschätze wie er ca hunger haben könnte und so machen wir ihn fertig. Er ist schon in einem alter wo er weiß wenn der schlafsack an ist ist schlafen angesagt.

Wir ziehen deshalb nur den schlafi zum schlafen gehen an :D

Abendrituale sind weit auch im internet verbreitet. tipps und dinge die du tun kannst damit ein rhthymus rein kommt :)

Aber hab geduld... gaanzz langsaamm viel wirst du in dem alter noch nich machen können.

GLG
Corinna
mit Leon ( 29Wochen) #verliebt

Beitrag von eichkatzerl - 24.01.12 - 16:29 Uhr

#winke

Wir haben es so gemacht:

Wir haben unseren Sohn anfangs sehr gut beobachtet und festgestellt, dass er bereits mit 4 Wochen (also im Alter eurer Tochter) sowas wie einen Rhythmus hatte.

Er wurde immer zwischen 19.00-20.00 Uhr müde.
Von dem Zeitpunkt an, haben wir ihn um 19.00 Uhr in sein Bettchen gelegt.

Anfangs so:
Gegen 18.30 Uhr wickeln, waschen, singen und dann im Schlafzimmer stillen (nicht Einschlafstillen!) und dann halbwach in sein Bettchen legen und seine Spieluhr angemacht. Anfangs bin ich noch geblieben, bis Söhnchen eingeschlafen war.

Nach weiteren 4 Wochen (also als Söhnchen ca. 8 Wochen alt war) haben wir dann versucht nach dem ins Bettchen legen rauszugehen, als Söhnchen noch wach war. Hat gut geklappt.

Inzwischen ist unser Sohn schon ein Jahr alt und er geht immer noch gegen 19.00 Uhr ins Bett und schläft alleine ein. Aufstehen tut er gegen 6.00 Uhr, manchmal früher, manchmal später.
Er hat da bisher noch nie zicken gemacht, was uns natürlich freut, da wir so abends Zeit für uns haben.

Unser Ritual heute (alles ca. Zeiten):
17.30 Uhr gemeinsames Abendessen
18.00 Uhr aufräumen und noch was spielen
18.30 Uhr waschen, wickeln, massieren usw.
hinterher ein Buch angucken und auf der Couch kuscheln
19.00 Uhr ab ins Bett, Bussi, Gute-Nacht, Spieluhr an und fertig.

Manchmal babbelt er nochwas, steht im Bett auf und läuft im Kreis oder spielt mit seinem Kuschelesel "Ferdl". Spätestens nach 10 Minuten legt er sich aber hin und schläft.
Nachts wacht er noch hin und wieder einmal auf und will etwas Wasser trinken.
Das wars aber schon.
Wir haben viele Schnuller im Bett, die sucht er sich selber, wenn er einen braucht.

Also ich würde es immer wieder so machen und ihn wieder so früh daran gewöhnen zu einer festen Zeit schlafen zu gehen. Wir haben nur gute Erfahrungen damit gemacht.

ABER:
Jedes Kind ist anders. Es gibt Kinder die brauchen mehr Nähe zum Einschlafen als unser Sohn. Da geht das dann nicht so einfach.

Aber ich sage immer: Probieren geht über studieren :-)

LG
Eichkatzerl

Beitrag von sim123 - 24.01.12 - 17:28 Uhr

Du hast viele Fragen und ich hätte mir gewünscht genau die Fragen in dem Alter deiner Tochter gehabt zu haben, dann wäre mir ein wenig Stress erspart geblieben ;-)

Ich kann dir diese beiden Bücher empfehlen. Da wirst du auf alle Fragen Antworten finden:
http://www.urbia.de/archiv/forum/th-3433595/Buchempfehlungen.html

Beitrag von bine3002 - 24.01.12 - 17:37 Uhr

Am Schlauesten ist es vermutlich, sich nicht allzu viele Illusionen zu machen, dass man wirklich Einfluss darauf nehmen kann. Das würde nämlich im Umkehrschluss bedeuten, dass alldiejenigen, bei denen es nicht so klappen will, irgendwas falsch machen. So ist es aber nicht.

In Wahrheit bestimmen nämlich sehr viele Faktoren das Schlafverhalten von Kindern. Wir Eltern sind nur ein kleiner Teil davon.

U.a. spielt aber auch der Hormonhaushalt eine große Rolle, also der Melatoninspiegel im Blut. Dieser kann gestört werden durch ungünstige Lichtverhältnisse, vor allem bläuliches Sicht wie z. B. durch den Fernseher (selbst wenn das Baby gar nicht direkt hinschaut). Rötliches Licht dagegen wirkt sich positiv aus.

Auch die Milch beeinflusst den Melatoninspiegel. Und wenn Du stillst, überträgt sich dein Melatonin auf die Milch. D.h. wenn Du "aufgekratzt" bist, dann ist es auch dein Kind. Insofern hilft deine Ruhe und Ausgeglichenheit auch deinem Kind besser zu schlafen. Da hat man aber manchmal nur bedingt Einfluss drauf. Und wenn dein Kind einen aufregenden Tag hatte, kannst Du selbst noch so ruhig und ausgeglichen sein.... das Kind schläft trotzdem nicht.

Und dann gibt es da noch Wachstums- und Entwicklungsschübe. Ersteres bezieht sich auf das rein körperliche Wahcstum, was manchmal mit Schmerzen einher gehen kann. Und letzteres ist die Entwicklung im Gehirn, die Kinder manchmal sehr unruhig macht.

So mit ca. 3 Monaten kann man dann auch mit dem Zahneinschuss rechnen, der ebenfalls schmerzhaft ist.

Wie Du siehst... in manchen Fällen kannst Du machen was Du willst, das Kind kann nicht schlafen und der "nette Abend mit dem Mann" ist mal wieder gelaufen. Das ist normal, das gehört dazu. Ihr seid nun Eltern! Aber diese Zeiten gehen vorbei, wenn sie auch manchmal noch so nervig und aufreibend sein können.

Trotzdem würde auch ich zu einem Abendritual raten. Es sollte sich aber so ergeben und nicht erzwungen werden. Kuschelt Euch zu einer gewissen Zeit gemeinsam bei gedimmten Licht ins Zimmer, unterhaltet Euch ruhig und leise und genießt einfach die gemeinsame Zeit. Ihr könnt Euer Baby auch streicheln und massieren, singen, summen, was immer Ihr mögt. So ein Ritual hilft einem Kind immer, den Tag gut zu beenden und zu erkennen, dass jetzt die Schlafenszeit gekommen ist. Und je mehr ein Kind vorher schon erahnen kann, umso weniger hat es Stress. Das gilt übrigens auch für kleine Rituale über den Tag verteilt.

Beitrag von seni1984 - 25.01.12 - 10:31 Uhr

Mein kleiner ist jetzt 19 Wochen alt und hat seinen Rhythmus ganz allein gefunden. Anfangs bis er drei Monate alt war ist er auch gegen 23 Uhr erst ins Bett gegangen bzw. Müde geworden. Und dann hat sich das auf 20 - 21.00 Uhr nach vorn verlegt. Ich habe meinen Sohn immer viel über den Tag beobachtet und ihn dann schlafen gelegt wenn ich gesehen habe, dass er müde ist, das war zum Teil auch mal abends um 18.00 Uhr wo er noch einmal für eine Stunde ein Nickerchen gemacht hat. Wir haben dann auch mal versucht ihn dann vorher zu wecken, aber das würde ich nie wieder tun, wir hatten das motzigste Kind überhaupt.

Also wie gesagt ich kann nur den Tipp geben, dass euer Kind seinen Rhythmus selber findet, denn er muss sich ja auch erstmal zu recht finden. Und, dass der kleine sich an euren Rhythmus anpasst ist aus meiner Sicht mehr als unrealistisch. Babys schlafen wenn sie müde sind und nicht wenn ihr eure Ruhe haben wollt. also gebt eurem Baby die zeit sich selbst zu finden.

Viele grüße