Hallo Ihr,
ich muss mal Seelenmüll loswerden. Mein Mann (wir kennen uns seit 10 Jahren, sind seit 9 verheiratet, haben 2 kleine Kinder und letztes Jahr eine riesige Finanzierung für ein Haus aufgenommen) belügt mich ständig. Häufig geht es um völlig unwichtige Kleinigkeiten, selten um wirklich wichtige Dinge. Aber der Punkt ist, dass mir jegliches Vertrauen in ihn fehlt. Meistens merke ich, wenn er lügt, ich sehe ihm das an seiner Körpersprache an. Er leugnet dann meist noch lange und irgendwann gibt er eben doch zu, dass er wieder gelogen hat. Außerdem ist seine Körperhygiene mies, auch das ist ein großes Thema, seit wir uns kennen. Er putzt seine Zähne mit Glück alle paar Wochen (bringt uns auch immer wieder teure Zahnarztrechnungen ein), wäscht sich häufig nicht, wechselt seine Kleidung nicht sehr regelmäßig etc.
Ich bin ständig auf dem Grat und überlege, ob ich zur einen Seite (zieh es durch, bis die Kinder größer sind) oder zur anderen Seite (trenn Dich und leb Dein eigenes Leben) springen soll. Vor allein sein graut mir, zumal das finanziell wohl ein Desaster werden würde und ich ja trotzdem wg. der Kinder viel Kontakt zu ihm haben würde. Wäre also fraglich, ob ich mich dann über weniger ärgern würde.
Was ist Euer Eindruck, wenn Ihr das unbefangen lest`??
Danke fürs Abladen dürfen,
anonym
Er lügt mich ständig an.
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Beitrag von dasdanndochlieberschwarz - 24.01.12 - 16:37 Uhr
Beitrag von emily86 - 24.01.12 - 16:51 Uhr
Also ich finde das mit der Hygiene schlimmer als das Lügen
und das Lügen finde ich schon schlimm genug...
Ich würde ihn nicht mehr küssen
und sämtliche Zärtlichkeiten verweigern....
Ich würde ihm klipp und klar sagen,
dass es so nicht weiter geht.
Evtl. in Therapie schicken.
Muss ja alles irgendwo eine Ursache haben.
Beitrag von corny123 - 24.01.12 - 17:03 Uhr
Ich küsse ihn nur, wenns nicht anders geht, andere Sachen laufen schon länger nicht mehr. Therapie? Er sieht ja kein Problem. Wenn ich ihm sage, dass das so nicht weiter geht (habe ich schon 100 mal) müsste ich Konsequenzen ziehen und das traue ich mich (noch) nicht.
Beitrag von emily86 - 24.01.12 - 17:05 Uhr
Ich könnte mit so einem Mann nicht zusammen sein....
egal welche Konsequenzen daraus entstehen.
Beitrag von gh1954 - 24.01.12 - 17:10 Uhr
>>>Außerdem ist seine Körperhygiene mies, auch das ist ein großes Thema, seit wir uns kennen.<<<
Warum hast du ihn dann überhaupt geheiratet?
Nach zehn Jahren wirst du nichts mehr erreichen.
Ein unsauberer Mann, der mich auch noch belügt, wäre kein Mann für mich und ich gehöre nicht zu der Extremst-Hygiene-Fraktion bei urbia.
Beitrag von corny123 - 24.01.12 - 17:14 Uhr
Ich hab ihn geheiratet, weil ich in ihn verliebt war und dachte, dass er sich ändern würde.
Beitrag von gh1954 - 24.01.12 - 17:17 Uhr
>>>und dachte, dass er sich ändern würde.<<<
Den Fehler machen viele Frauen. WARUM hätte er sich ändern sollen, wenn du ihn so geheiratet hast, wie er war?
Du lebst jetzt also seit neun Jahren mit so einem Ferkel zusammen und jetzt willst du nicht mehr?
Beitrag von corny123 - 24.01.12 - 17:21 Uhr
Ích würde ihn heute nicht mehr heiraten und das war wohl ein Fehler, so weit ist mir das schon klar.
Ja, die Schlussfolgerung ist wohl richtig, anscheinend ist bei mir irgendein inneres Maß voll.
Beitrag von gh1954 - 24.01.12 - 17:47 Uhr
>>>bei mir irgendein inneres Maß voll.<<<
Kann ich verstehen, aber das bringt dich keinen Schritt weiter.
Du bist 31 Jahre alt, hast vielleicht noch gut 50 Jahre vor dir.... überleg dir gut, was du mit dieser Zeit anfangen willst.
Beitrag von sonne_1975 - 24.01.12 - 17:15 Uhr
Du weisst es von Anfang an und hast 2 kleine Kinder mit ihm. Wie sind sie denn entstanden, wenn du nach deinen Worten nichts mit ihm hast?
Genau so mit Lügen: dir fehlt das Vertrauen, aber du unterschreibst ein "riesiges" Kredit für ein Haus mit ihm zusammen?
Warum stört es dich erst jetzt?
Beitrag von corny123 - 24.01.12 - 17:23 Uhr
Aha. Jetzt hab ich auch kapiert, dass man seinen Namen jedesmal neu überschreiben muss. Na ja, egal.
Ich finde Deine Antwort nicht hilfreich, trotzdem danke dafür. Natürlich hatten wir früher öfter Sex, dafür hat er sich sogar vorher gewaschen. Das fehlende Vertrauen bezieht sich auf Kleinigkeiten im Alltag, die finanzielle Situation ist korrekt und kurz für mich durchzusehen.
Mich stört das keineswegs erst jetzt, nur beschäftigt mich das im Moment einfach stärker als früher, warum das so ist, keine Ahnung.
Beitrag von pcp - 24.01.12 - 17:52 Uhr
Nein, bleib bei ihm. In guten wie in schlechten Zeiten!
Macht doch noch ein paar Kinder oder Schulden, vielleicht wird es dann doch noch irgendwann "besser".
Beitrag von corny123 - 24.01.12 - 18:01 Uhr
Vielen Dank. Das einzige, was mir im Moment so richtig fehlt, sind im RL gefrustete Deppen, die zur Situation noch giftige Kommentare ablassen. Super. Wirklich. Solche Leute mag ich.
Beitrag von pcp - 24.01.12 - 18:16 Uhr
Sorry, aber der gefrustete Depp bist Du.
Wenn Du damals falsche Entscheidungen getroffen hast solltest Du vielleicht mal daraus lernen.
Aber so ist es natürlich leichter, Du wirfst Deinem Mann vor daß er lügt und stinkt, daß er sich nicht endlich "ändert". 
Nur vergißt Du eine Kleinigkeit: Du bist für Dein Leben selbst verantwortlich, nicht Dein Mann!
Beitrag von corny123 - 24.01.12 - 18:34 Uhr
Und inwiefern ist das jetzt hilfreich für mich?
Beitrag von pcp - 24.01.12 - 19:26 Uhr
Tja, diese Frage passt wirklich perfekt zu Deinem Schlamassel.
Was für Dich "hilfreich" wäre ist mit Dingen verbunden die Dir evt. schwerfallen, Du mußt Dir nämlich selbst helfen, stell Dir vor!
Beitrag von corny123 - 24.01.12 - 19:35 Uhr
Ich weiß leider immer noch nicht, was Du mir sagen möchtest. Vermutlich kapiere ich es nur nicht, weil Du irgendwie intelligenter bist als ich.
Beitrag von pcp - 24.01.12 - 19:40 Uhr
Oja, dieser Gedanke drängt sich auf.
Beitrag von ekelhaft - 24.01.12 - 18:22 Uhr
<<Vor allein sein graut mir, zumal das finanziell wohl ein Desaster werden würde und ich ja trotzdem wg. der Kinder viel Kontakt zu ihm haben würde>>
Kannst Du das mal näher erklären?
Du trennst Dich nicht weil es Dir vor dem Alleinsein graut? Wer sagt daß Du bis zum Ende Deiner Tage allein bleibst? Denkst Du es gibt in Deinem Leben nur einen lügenden, ungewaschenen Partner? Bist Du Dir nicht mehr wert?
Du trennst Dich nicht weil Du im Falle einer Trennung trotzdem Kontakt zu ihm hättest?
Muß man das verstehen?
Mein Eindruck ist daß es nur eine Frage der Zeit ist bis Du den Absprung schaffst, schade nur daß Du das mit der Finanzierung gemacht hast, das bindet Dich noch mehr an dieses Ekelpaket.
Beitrag von corny123 - 24.01.12 - 18:42 Uhr
Ja. Nein. Die Angst vor dem Alleinsein ist einer der Gründe, mich nicht zu treffen. Wahrscheinlich hoffe ich halt insgeheim auch noch, dass alles gut werden könnte. Er hat ja durchaus gute Seiten. Einen anderen Mann könnte ich mir nicht vorstellen.
Beitrag von lisasimpson - 24.01.12 - 18:30 Uhr
"Was ist Euer Eindruck, wenn Ihr das unbefangen lest"
mein eindruck ist, daß dein mann eine psychische störung hat.
was weißt du aus seiner vergangenheit?
gab es möglicherweise einen sexuellen mißbrauch?
psychische störungen in der familie?
Gesund hört sich das jedenfalls nicht an
Beitrag von nick71 - 24.01.12 - 18:30 Uhr
"Vor allein sein graut mir, zumal das finanziell wohl ein Desaster werden würde"
Ich gehöre nicht zu den Frauen, die lieber eine schlechte Beziehung haben als gar keine...von daher ist dein Einwand bzgl. des Alleinseins für mich nicht nachvollziehbar.
Es ist natürlich extrem dumm gelaufen, dass du eine Trennung nicht VOR dem Hauskauf durchgezogen hast...aber das ist jetzt nun mal nicht mehr zu ändern, und finanzielle Probleme (so unschön die sind) sollten kein Grund sein, in einer unglücklichen Ehe auszuharren.
"und ich ja trotzdem wg. der Kinder viel Kontakt zu ihm haben würde. Wäre also fraglich, ob ich mich dann über weniger ärgern würde."
Ich bin mir relativ sicher, dass du dich sehr viel weniger über ihn ärgern wirst, wenn ihr auf der Paarebene nichts mehr miteinander zu tun habt.
Aber ich lese auch raus, dass du Gründe suchst, dich nicht trennen zu müssen...und daraus kann ich leider nur schließen, dass dein Schnauze-voll-Punkt wohl erst noch erreicht werden muss, damit du Konsequenzen ziehst.
"Was ist Euer Eindruck, wenn Ihr das unbefangen lest`??"
Da ich keinen gesteigerten Wert darauf legen würde, mit einem hygieneresistenten Lügner verheiratet zu sein, wäre die Entscheidung für mich sonnenklar...
Beitrag von mond09 - 24.01.12 - 19:07 Uhr
Ich versteh nicht, wieso man das 10 Jahre mitmacht. Und ich versteh nicht, wie man sich (wenn man so genervt ist) eine Finanzierung aufhalst. Um alles noch schwieriger zu machen?!
Take it, change it or leave it.
Beitrag von corny123 - 24.01.12 - 19:36 Uhr
Aus Blödheit, mit viel Druck von außen, weil man denkt, alles wird besser?
Beitrag von kennichallesleider - 24.01.12 - 19:37 Uhr
Mein Ex war genauso!
Er hat ständig wegen Kleinigkeiten gelogen, völlig unwichtige Dinge. Er wollte sich immer "besser" präsentieren als er war und flunkerte im Alltag ständig. Ich konnte auch relativ bald seine Mimik und Körpersprache deuten wenn er gelogen hat, das war furchtbar.
Die Hygiene: daselbe!!! Er war Koch und hatte lange Haare, eigentlich ein MUSS täglich zu duschen, leider Fehlanzeige. Zahnpflege hin und wieder wenn er Sex wollte.
Leider war ich damals mental auch sehr schlecht drauf und hatte keine Kraft mich zu trennen. Ich wurde schwanger und kam endlich zur Vernunft, Trennung noch vor der Geburt.
Er hat dann auf meinen Druck hin mit einer Therapie begonnen (und bald wieder abgebrochen), da wurde relativ bald Borderline diagnostiziert. Im Nachhinhein war das schlüssig, er hatte alte Narben auf den Unterarmen, ständig Probleme im Job bzw. wechselte ständig, nahm sporadisch Drogen, trank oft Alkohol, alles in allem ein selbstzerstörerisches Verhalten.
Wie war denn das Verhältnis zu den Eltern? Mein Ex wurde als Kind von seinem Stiefvater regelmäßig schlimm verprügelt und war zudem total unerwünscht.
