Arbeitsamt, Klage gegen Chef, kein Geld, meine Welt zerbricht

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Beitrag von *AEIOU* - 24.01.12 - 19:23 Uhr

Ich bin kurz vorm durchdrehen, ich habe 2 Kinder, bin seit dem 12.12.2011 arbeitslos, ich habe aber Kündigungsschutzklage eingereicht, da die Kündigung nicht rechtswirksam ist und wir, d.h. meine Kollegen und ich vom Chef, schwer gemobbt wurden, Donnerstag ist schon die Verhandlung.

Am 13. 12.2011 war ich direkt beim Arbeitsamt, wurde aber dort von ALG 1 zu ALG 2 geschickt, weil ich nur 11,5 Monate in dem Unternehmen war., vorher war ich in Erziehungszeit.

So, ich stelle mich in die wirklich lange Schlange, hat 1 Std. gedauert, habe keine Ausweise/ Geburtsurkunden mit, soll am 15.12.2011 mit den Ausweisen wieder kommen.

Ich wieder hin, am Empfang vorgesprochen, wieder ne knappe Std. gedauert. Oh, heute komme ich schon in den ersten Stock um ALG 2 zu beantragen, ich warte mit vielen anderen.

Ich werde aufgerufen, komme in einen riesen Raum, viele Leute, irgendwie kann jeder mein Problem mitbekommen. Fand ich nicht sehr angenehm. Ich trage mein Anliegen vor und soll meine Meldebescheinigung vorlegen. Wie sie haben keine? Dann müssen sie nochmal wieder kommen. Warum kann man mir das nicht vorher sagen? Mir jetzt alles aufschreiben lassen, was ich genau brauche.

1 Woche später, wohlgemerkt mir wurde ein Termin gegeben, wieder dahin. Nach langem warten kam ich erst in den großen Raum, dann nochmal in ein kleines büro. Ich muss nochmal zu den Kollegen von ALG 1, ich hätte wohl doch Anspruch, soll es klären lassen. Wenn kein Anspruch, dann soll ich bitte einen Ablehnungsbescheid bringen, vorher geht nichts.

Also wieder rüber zu den Kollgen. Komme wieder in ein Großraumbüro, erkläre mein Vorliegen zum 2. mal, die Dame gibt mir Unterlagen mit und einen Termin am 04.01.2012 zur Antragsabgabe

Ich war dann bei diesem Termin, witzig, er ist ein Jobvermittler/berater, für U25 im gewerblichen bereich, hat mit der Antragsabgabe gar nichts zu tun. Die Dame, die mir den Termin gemacht hat, hat wohl nicht aufgepasst. Er redet lange mit mir, macht einen Termin zur Antragsabgabe aus, für den

09.02.2012, vorher keine Möglichkeit. Er schickt mich aber trotzdem wieder zu den Kollegen von ALG 2, die sollen erstmal in Vorkasse gehen, er schreibt das auch so in das System.

Ich gehe rüber, komme nur an den Empfang, bekomme NUR einen Termin für den 16.01.2012. Toll, mir kamen die Tränen, ich habe versucht zu erklären, dass ich kaum Geld habe, mein AG mir mein Gehalt nicht überwiesen hat, die Dame schaute mich freundlich an und sagte: Da kann ich leider auch nichts machen, sie haben ja noch das Kindergeld!
Ich dann endlich mal zum Persönlichen AP, ja, er kann heute gar nichts machen, er wollte mich heim schicken, aber nachdem ich ihm erklärt habe worum es geht, gab er mir einen Termin für den folgenden Montag. immerhin schon der 23.01. Alles betteln half nichts, ich hatte die Unterlagen dabei, aber keine Möglichkeit sie jetzt schon abzugeben-

Ich bin dann gestern hin, Unterlagen abgegeben. Ja, sie gehen in Vorkasse. Ich habe kein Geld mehr, habe gebeten mir Geld "bar" auszuzahlen. Sowas würde nicht gehen, er gibt sich Mühe, dass ich Freitag das Geld auf dem Konto habe, ich könnte ja Lebensmittelgutscheine erhalten. Über einen Umzug sollte ich nachdenken, die Wohnung ist knapp 20 qm zu groß, auch wenn sehr günstig, günstiger als eine Wohnung mit 70 qm, da ich einen alten Mietvertrag übernehmen konnte. Das sah er auch, aber es sind halt 20 qm zu viel und ich sollte langsam nach was neuem suchen. Witzig, was neues wäre teurer!!!!

Ich kann nicht mehr, ich bekomme keinen Unterhalt, obwohl doch schon, der Vater zahlt die Krippengebühren von 250 € im Monat.

Ich fühle mich schlecht, an so einem Punkt war ich noch nie. Ich habe es immer gut hinbekommen. Ersparnisse gingen im ersten Jahr mit meinem kleinen drauf, seitdem er 12 Monate alt ist gehe ich arbeiten, Vollzeit um uns zu ernähren. Vom Vater habe mich in der Schwangerschaft getrennt, nachdem er mit einer meiner Freundinnen fremd gegangen ist, selbst davon habe ich mich nicht unterkriegen lassen, aber jetzt fällt alles über mir zusammen.

Am Donnerstag dann die Verhandlung, ich klage zwar, aber auch das belastet mich sehr

Ich will schnell arbeiten, aber jetzt muss ich Donnerstag erstmal überstehen , ist alles etwas komplexer, da wir- das komplette büro, nur gemobbt wurden, was nachweisbar ist- auch darum geht es in der Verhandlung. Ich habe Angst meinen Chef wieder zu sehen. Ich kann einfach nicht mehr

Beitrag von kanische - 24.01.12 - 20:15 Uhr

Au man das ist wirklich sehr hart gerade. Ich kann dich verstehn, ich wurde in meiner ersten Ausbildung auch gemobbt, deshalb musste ich die Ausbildung dann auch abbrechen, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe. Ja das ist ein rießen Wust mit dem Amt. Lass dich nicht unterkriegen. Du bist ja nicht alleine vor dem Gericht. ICh weiß es ist leicht gesagt, man hat Angst, obwohl man eigentlich genau weiß dass der Chef einem nichts kann. DU musst stark bleiben für dein KInd! Ich bewunder dich wirklich für das was du bis jetzt geschafft hast. Du hättest dich auch auf deine vier Buchstaben setzen können und nicht wieder arbeiten gehen können. Aber du bist stark und bist schon nach einem Jahr gegen alle Widrigkeiten wieder arbeiten gegangen um euch zu ernähren und deinem Kind ein VOrbild zu sein. Und es ist nun wirklich kein Zuckerschlecken mit einem KLeinkind vollzeit arbeiten zu gehen und auch noch allein erziehen zu sein. Ich denke wirklich du findest schnell wieder eine Arbeit. Wenn die vom Amt von dir verlangen umzuziehn, leg Widerspruch ein, denn was hat das Amt davon dir den Umzug zu bezahlen und dann noch eine teurere WOhnung nur weil deine jetzt günstigere Wohnung 20 m² größer ist als vorgeschrieben.

Ich wünsch dir ganz viel Kraft und Glück!!!!!

Beitrag von rittmeisters - 25.01.12 - 07:40 Uhr

Das ist wirklich Hart, und tut mir wirklich Leid.
Aber das ist der Alltag wenn man mit den sogenannten Jobcentern zu tun hat.
Und das was du Beschrieben hast war wirklich noch Harmlos, das kenne ich durchaus Schlimmer.....

Warte ab was das Arbeitsgericht am Donnerstag bringt.

Ein Rat für das Jobcenter, nimm dir jemanden mit, als Beistand, denn 4 Ohren hören besser als 2 und so hast du wenigstens auch immer einen Zeugen, denn die Sachbearbeiter erzählen gerne mal dinge die sie beim nächsten Termin dann vehement leugnen...
Erfahrungsgemäß dauern die Überweisungen vom Amt 3-5 Tage

Viel Glück

Beitrag von manavgat - 25.01.12 - 09:41 Uhr

Ich habe ehrlich gesagt wenig Verständnis für Leute, die sich nicht vorher informieren, welche Unterlagen sie brauchen!

Das Problem ist doch hausgemacht. Der KV hat im Übrigen vorrangig Unterhalt zu zahlen und erst im zweiten Schritt Kinderbetreuungskosten. Für letzteres kannst Du einen Antrag auf Kostenübernahme beim Jugendamt stellen.

Du kannst jetzt weiter jammern oder Du regelst Deine Angelegenheiten.

Gruß

Manavgat

Beitrag von *AEIOU* - 25.01.12 - 11:13 Uhr

Hättest DU es genau gelesen, dann hättest Du gewusst, dass es inzwischen geregelt ist, ALG 2 geht in Vorkasse und ich soll bìs Freitag das Geld auf dem Konto haben.

Das mit den betreuungskosten lief die ganze Zeit so, uns bisher ohne Probleme, da ich selber gearbeitet habe.

Morgen ist die Verhandlung, es macht mir Angst, da ich sowas noch nie hatte, aber auch das überstehe ich!