Hallo,
heute ist ganz unerwartet eines unserer Pensionspferde verstorben. Es war eine Stute älteren Semesters, welche heute morgen noch wie immer auf die Wiese ist. Heute nachmittag beim Beginn meines Kinderspazierganges war nichts unauffälliges auf der Wiese zu sehen. Eine halbe Stunde später auf einmal helle Aufregung in der Herde. Ich gehe zur Wiese, die Stute liegt flach auf dem Boden und kommt nicht mehr rauf. Tierarzt gerufen, zugedeckt da sie geschwitzt hatte und nicht mehr hochzubekommen war, die anderen Pferde reingebracht und dann erst mal gewartet. Der TA war auch recht schnell da. Diagnose Herzinsuffizienz und Kreislaufzusammenbruch. Sie hat dann noch einen Tropf bekommen, welcher lediglich ein letztes Aufstehen zuwege brachte, sie brach aber schnell wieder zusammen. In der Zwischenzeit das OK der Besitzer zum einschläfern. Das ging dann auch sehr schnell. Gar keine Gegenwehr mehr, das Herz hat wohl schon bei der Betäubung den Dienst eingestellt.
Auch wenn es sich erst mal schlimm anhört. Genau das wünsche ich mir für unsere Gnadenbrotpferde. Bis zum letzten Tag topfit und dann ein sehr eindeutiges Zeichen das nun Schluss ist. Der Tierarzt vermutet das sie ohne Hilfe wohl maximal einige Stunden noch gelebt hätte.
LG
Ein schöner Tod - wenn es das gibt
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Beitrag von tosse10 - 24.01.12 - 20:04 Uhr
Beitrag von purpur100 - 24.01.12 - 20:08 Uhr
"Gar keine Gegenwehr mehr,"
Beitrag von tosse10 - 24.01.12 - 20:11 Uhr
Ja, ich war schon mehrfach dabei wenn Tiere eingeschläfert wurden. Manche brauchen lange. Manche bäumen sich noch mal richtig auf. Diese Stute hat zwei tiefe Atemzüge genommen und hatte es dann geschafft. Sie wirkte auf einmal total entspannt (vor Todeseintritt), obwohl sie in der Zeit bis dahin sehr angestrengt geatmet hat und immer wieder versucht hat den Kopf zu heben, wozu ihr schlussendlich die Kraft fehlte.
Beitrag von windsbraut69 - 25.01.12 - 09:36 Uhr
Das Einschläfern war bei unserem letzten Rentner auch so "friedlich", zumal er den Tierarzt auch schon 20 Jahre sehr gut kannte und ihm genau so vertraut hat wie uns.
Das größere Problem bei einem Fluchttier, das festliegt und spürt, dass es nicht mehr kann, ist ja die Zeit vorher.
LG,
W
Beitrag von dore1977 - 24.01.12 - 20:58 Uhr
Hallo,
das war ein schönes Ende für das Pferd.
Meine Stute ist damals mit 28 Jahren einfach auf der Koppel eingeschlafen. Das fand ich auch sehr schön. Ich hatte immer Angst das ich irgendwann die Entscheidung treffen muss sie gehen zu lassen ich war sehr froh das es so gelaufen ist.
LG dore
Beitrag von tosse10 - 25.01.12 - 11:32 Uhr
Ja, friedlich einschlafen ist der größte Wunsch. Vor allem nach einem erfüllten Leben.
Die Stute war über 20. Bei ihr wurden schon früher Herzprobleme vermutet, deswegen war sie schon früh im Gnadenbrot. Ich finde es auch von den Besitzern super das sie ihr das gegönnt haben. Wieviele Sportpferde haben das Glück nicht. Das einzige Wehmutstropfen ist, das sie es nicht rechtzeitig herschaffen konnten um ihr selbst beizustehen. Umsomehr ziehe ich den Hut das sie nicht darauf bestanden haben so lange zu warten.
Bei meinem letzten Pferd habe ich mich lange mit der Entscheidung gequält. Und ihn halt auch. Er hat so gekämpft und sich irgendwie mit rausgeschleppt und solange das ging habe ich es nicht übers Herz gebracht. Erst als er das Fressen einstellte war es auch mir klar das es nicht mehr geht. Ich hoffe einen solchen Leidensweg nicht wieder begleiten zu müssen.
