Hallo,
ich habe ein echt doofes Problem. Bevor ich meinen Mann kennengelernt habe, hatte ich eine achtjährige Langzeitbeziehung.
In der hat mich mein damaliger Freund absolut dreist betrogen (Nachtschichten vorgespielt, wo keine waren, ging auf "Geschäftsreise" und ließ sich von mir noch zum Flughafen karren und abholen, ...). Ich hatte Jahre zu knabbern, als ich festgestellt habe, was da los war (habe mich sofort getrennt).
Die Frau, mit der er fremdging, hatte ich einmal am Telefon. Als ich es herausgefunden habe, musste ich noch drei Wochen dort ausharren, bis ich eine neue Bleibe hatte und sie rief dann ziemlich ungeniert an, fragte dann auch "wann ziehst du endlich aus?" oder sagte "ich habe eine Bild von dir gesehen, du bist so fett und eklig" und so. Es war echter Psychoterror. Nicht, dass ich länger mit ihr geredet hätte, ABER sie sprach in einem ganz bestimmten Dialekt. Ich habe sie nie gesehen, nur gehört.
Nun ist es so, dass immer, wenn ich diesen Dialekt höre, fährt es mir echt durch Mark und Bein. Ich habe eine supernette Arbeitskollegin, die auch so spricht und ich muss mich echt bei jedem Gespräch zusammenreißen. Ich sage mir immer, dass ich einfach doof bin, aber irgendwie verbinde ich das sofort mit der Demütigung von damals.
Was macht man da?
Stimme - Totalkrise
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Beitrag von kann das sein? - 24.01.12 - 21:24 Uhr
Beitrag von meje.8303 - 24.01.12 - 21:30 Uhr
Ich fürchte da kannst du gar nichts machen außer dir immer wieder zu sagen, dass nicht alle Frauen mit diesem Dialekt, dir den Mann ausspannen.
LG Melanie
Beitrag von vam-pir-ella - 24.01.12 - 21:34 Uhr
Hi!
Also, ich spreche eigentlich ganz "schlimmes" Schwäbisch ( fo drrr Alb rrraa
), aber wenn man mich ganz lieb darum bittet, dann kann ich durchaus auch Hochdeutsch reden...
Gruß,
v.
Beitrag von witch71 - 24.01.12 - 21:36 Uhr
Wenn Du Spätzle selbst schabst würd ich Dir das glatt verzeihen.
(Bin Unterfränkin, gell)
Beitrag von vam-pir-ella - 24.01.12 - 21:41 Uhr
I scherr moine Spätzla .
Zählt das auch, Fr. Unterfränkin
?
Beitrag von witch71 - 24.01.12 - 21:50 Uhr
Naja.. was gibtsn dazu?
Beitrag von witch71 - 24.01.12 - 21:35 Uhr
Die Tante von damals anrufen und ihr die Meinung sagen.
Im Ernst, das Problem ist ja nicht der Dialekt, sondern dass sie Dich damals fertig machen konnte. Normalerweise hättest Du ja cool reagieren können. Aufgrund der Verletzung durch Deinen Ex warst Du schon geschwächt und sie hat - aufgrund ihrer anscheinend abartigen Charakters - gemeint, wo jemand am Boden liegt tritt man nochmal kräftig nach.
Ich sage: Die haben sich verdient. Du musst lernen: Der Dialekt an sich wird Dich nicht verletzen und die Tante ist Geschichte.
Beitrag von guest70 - 24.01.12 - 21:49 Uhr
Ich kann dich verstehen. Im Zweifelsfall sind wir dann beide in wenig irre.......
Mein Mann hatte eine Geliebte und wenn wenn ich diesen Vornamen höre, wird mir fast übel und es ekelt mich irgendwie. Ich habe auch eine Kollegin (die ich aber sehr mag) mit diesem Vornamen und vermeide es, sie direkt mit Namen anzusprechen - ist wohl merkwürdig, aber ich kann es nicht ändern (bei uns zuhause heißt die Ex-Affäre deshalb auch nur "Die Else")
Deine Erfahrungen damals waren ein Trauma für dich. Da ist es nicht ungewöhnlich, dass dich eine Stimme oder ein Dialekt daran erinnern. Mit der Zeit wird es u. U. weniger werden. Solange du noch ungezwungen mit deiner Kollegin umgehen kannst, würde ich mir keine Gedanken machen. Solltest du feststelln, dass du dich verkrampfst und deine Kollegin darauf aufmerksam wird, kannst du ihr in Teilen dier Wahrheit erzählen. Dass dich ihr Dialekt an eine besonders negative Erfahrung erinnert, du mit ihr persönlich aber kein Problem hast und auch gern mit ihr sprichst. Sie wird bestimmt Verständnis haben.
