Hallo Ihr Lieben,
vor 2,5 Jahren habe ich mich von maxims Vater getrennt und gleich in eine neue "Beziehung geschlittert". ich wusste bis dahin nicht, was wahre Liebe ist.
Mein Sohn ist mittlerweile 7 jahre alt und versteht sich ganz gut mit meinem Partner. Maxim hat regelmäßig Kontakt zu seinem Vater, er wohnt 50 meter von unserer Wohnung weg (selbe Strasse) und sieht ihn in der Woche, sowohl auch alle 2 Wochenenden.
Nun zum eigentlichen Problem, seit Oktober 2011 steht fest, dass wir heiraten werden, Maxim war beim heiratsantrag dabei. Seit diesem Tag läuft nichts mehr gerade in maxims Leben. Er geht in die erste Klasse und hat bis dahin die Schule ganz gut absolviert, aber seit er es weiß, ist die Schule nur noch ätzend und auch die Leistungen werden schlechter.
maxim meint zu mir, dass ich ihn nicht mehr lieb habe und nach der Hochzeit würde es noch viel schlimmer werden. Er will absolut nicht, dass wir heiraten. Ich bin ganz schön geknickt und weiß nicht, wie ich reagieren soll. Ich möchte ja wirklich heiraten, aber mein Sohn scheint arg darunter zu leiden. Ich weiß nicht weiter.
Maxim ist zur Zeit sehr anhänglich und schmusebedürftig.
Er hat einen besten Freund, der auch einen guten Freund hat und Maxim reagiert extrem eifersüchtig auf den anderen Jungen. gestern Abend im Bett sagte er mir, dass er den anderen Jungen am liebsten Umbringen möchte......was soll ich dazu sagen??? ich habe maxim schon deutlich meine meinung erklärt und er hat es auch verstanden.
Warum denken die Kinder, dass der Partner die mama weg nimmt und ich mein Kind nicht mehr lieb habe??
ich bin völlig verzweifelt und überlege nun, die Hochzeit im Mai abzusagen.
Bitte helft mir und sorry, dass es lang geworden ist.
Katha 1234 mir Maxim
Mein Kind will nicht, dass wir heiraten....
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Beitrag von katha1234 - 25.01.12 - 16:21 Uhr
Beitrag von silver206 - 25.01.12 - 16:26 Uhr
Hallo katha,
Meine erste Idee war, Maxim zu erklaeren, dass heiraten eine Sache ist, die nicht's an deinen Gefuehlen zu ihm aendert.
Als zweites wuerde ich, in Absprache mit deinem Zukuenftigen, eine Situation schaffen, in der dein Freund Maxim sagt, wie sehr er ihn mag. Ihn also "mitheiratet". Weil er so ein toller Junge ist und es seine Mama ja sowieso nur im Doppelpack gibt 
Lg Irene
Beitrag von katha1234 - 25.01.12 - 16:32 Uhr
Hallo silver206,
die Idee mit dem Mitheiraten hört sich echt gut an.....kann das ja mal versuchen.
Und glaub mir, ich habe Maxim gaaaaaaaaanz oft erklärt, dass meine Gefühle die gleichen bleiben, aber er hat auf sturr gestellt und bleibt immer bei der gleichen meinung..
ich danke dir für deine Antwort!!!
Beitrag von meje.8303 - 25.01.12 - 16:31 Uhr
Hallo,
die Hochzeit würde ich nicht absagen.
Allerdings solltest du unbedingt ganz intensiv mit ihm sprechen. Er muss verstehen, dass der "Neue" ihm nicht die Mutter wegnimmt. Zeig ihm immer wieder wie lieb du ihn hast.
Macht gemeinsam, also auch mit deinem Partner, tolle Sachen, z. B. Ausflüge, Spieleabende usw. damit er merkt wie schön es auch zu dritt sein kann.
Außerdem solltest du ausschließen können, dass dein Sohn nicht noch immer die Hoffnung hat, das du vielleicht wieder mit seinem Papa zusammen kommst. Würdest du deinen neuen Partner heiraten, wäre diese Hoffnung zu nichte gemacht. Sollte sein Verhalten darauf beruhen, müsstest du und dein Ex unbedingt gemeinsam mit ihm sprechen.
LG Melanie
Beitrag von katha1234 - 25.01.12 - 16:35 Uhr
Hallo Melanie,
ich denke, schon dass mein sohn noch die Hoffnung hatte, dass sein Papa und ich wieder zusammen kommen. Letztens hatte maxim mich gefragt, warum ich Papa nicht heirate und habe ihm meine Gründe erklärt. das Problem ist das Maxim voll auf Durchzug stellt und ich sagen und reden kann, was ich möchte, es kommt beim ihm nicht an....
Danke für deine Antwort.
Beitrag von parzifal - 25.01.12 - 16:39 Uhr
Das Ergebnis muss doch jedenfalls sein, dass man keine Hochzeit absagt, weil ein 7 Jähriges Kind dagegen ist.
Also muss man viel Überzeugungsarbeit leisten.
Gleichzeitig aber keinen Zweifel daran aukommen lassen, dass die Heirat stattfindet.
Beitrag von nana141080 - 25.01.12 - 18:45 Uhr
Hallo,
ich denke nicht das dein Sohn einfach nur gegen die Hochzeit ist.
Sein extremes Verhalten auf "Nebenbuhler" zeigt das da noch viel mehr im argen ist. Ich würde mit dem Kinderarzt reden ob ein Gespräch im SPZ nicht sinnvoll ist. In diesem Maße, mit den für ihn nicht auszuhaltenden Situationen , ist es nicht mehr normal.
Ich habe jetzt seit gut 15 jahren mit Kindern und Jugendlichen zu tun. Ich finde das wirklich besorgniserregend wie dein Sohn reagiert.
VG Nana
Beitrag von katha1234 - 25.01.12 - 19:15 Uhr
Danke für deine antwort.Ich habe jetzt am freitag einen termin bei einer beratungsstelle,vielleicht können sie mir da weiterhelfen.Denn ich finde die situation auch sehr besorgniserregend.
Beitrag von fruehchenomi - 25.01.12 - 20:13 Uhr
Als mein jetziger Mann damals zu uns kam, hat mein damals 7jähriger Sohn ähnlich reagiert....Schulverweigerung, in die Hosen machen und ähnliches. Und geklammert.
War 2 Jahre Arbeit, auch mit Hilfe, es zu verbessern. Haben dann erst geheiratet. Hochzeit absagen würde ich nicht, aber es ist einiges zu tun. Sonst kann das sehr lange gehen.
Alles Gute
LG Moni
Beitrag von witch71 - 25.01.12 - 22:30 Uhr
"Warum denken die Kinder, dass der Partner die mama weg nimmt und ich mein Kind nicht mehr lieb habe??"
Meine Ferndiagnose/Theorie:
Dein Sohn hat einen schweren Verlust erlitten, vielleicht weiss er selbst nicht, dass er darunter leidet. Möglicherweise hat er erlebt, dass sein Vater (von dem er bisher glaubte, dass er unersetzlich für Euch sei) von heute auf morgen durch einen anderen Mann ersetzt wurde.
Nun zeigt sich das möglicherweise indem er glaubt, er könne selbst so problemlos ersetzbar sein. Durch eine Heirat oder eben durch einen neuen besten Freund seines Kumpels.
Beitrag von hullifan - 26.01.12 - 08:29 Uhr
Ganz ehrlich?
Ich bin 41 und verstehe nicht, wie Frau 2,5 Jahre nach der Trennung von wahrer Liebe spricht, wenn Du in 5,6,7 Jahren auch noch so denkst, dann würde ich eine Hochzeit verstehen, aber nach der kurzen Zeit nicht. Kinder haben noch Instinkte, die wir verloren haben... das fiel mir spontan ein.
Alles Gute!
Beitrag von liz - 26.01.12 - 09:41 Uhr
Hallo!
Also manchmal spürt man sowas einfach. Ich habe meinen Mann im Frühling 2005 kennengelernt. Im Juli kamen wir zusammen. Im August wusste ich: Der ist es. Im November zog ich zu ihm und im Dezember war ich schwanger.
Im Juni 2006 bekamen wir unsere Wohnung im Juli hatten wir ersten Jahrestag, im August kam Dominik zur Welt. Im Mai 2008 folgte ein zweites Kind und im Juli 2010 die Hochzeit.
In diesem Sommer bin ich nun also 7 Jahre zusammen und 2 davon verheiratet. Wir haben ein Kind gezeugt, obwohl wir uns kaum kannten. Aber wir WUSSTEN dass es passt. Natürlich, wir haben keine Garantie dass es für immer ist. Und wie in jeder Beziehung gibt es Reibereien. Aber wir sind zuversichtlich und lieben uns noch immer sehr.
Von daher kann ich schon verstehen dass die TE sagt, es ist wahre Liebe.
lg liz
Beitrag von katha1234 - 26.01.12 - 10:27 Uhr
Hallo liz,
ich danke dir für deine Worte. So wie du schreibst, weißt du was ich meine. Danke!!
Beitrag von cinderella2008 - 26.01.12 - 12:34 Uhr
Von daher kann ich schon verstehen dass die TE sagt, es ist wahre Liebe.
Aber muss man da gleich heiraten? Zumal wennn man schon eine gescheiterte Ehe hinter sich hat und auch ein Kind betroffen ist?
Beitrag von katha1234 - 26.01.12 - 13:35 Uhr
Ich war mit maxims vater nicht verheitatet!
Beitrag von liz - 26.01.12 - 14:48 Uhr
Wer sagt denn dass sie MUSS? Sie WILL es. Und von einem Kind würd ich mir meine Hochzeit sicher nicht "verbieten" lassen, genausowenig wie von irgendjemandem sonst.
Sie hat eine gescheiterte Beziehung hinter sich, aus der ein Kind hervorging, aber von einer Ehe kann ich nichts lesen.
Tut auch nix zur Sache. Denn es geht uns schlicht nix an. Das war auch nicht die Frage bzw. die Thematik die sie zur Sprache bring, sondern die Reaktion ihres Sohnes. Es steht uns schlicht nicht zu, zu Urteilen wie lange sie mit ihrem PArtner zusammensein sollte bevor sie heiratet. Das muss jeder selber entscheiden.
Es gibt keine Garantie. Sie kann jetzt heiraten und es kann scheitern, sie kann in 10 Jahren heiraten und es kann scheitern. Genausogut kann sie jetzt heiraten und ein 2 Jahren vor der Scheidung stehen. Wer weiß das schon? Wenn ich so gedacht hätte, hätte ich jede Entscheidung die ich bezüglich Familie traf überdenken müssen und mich im vorhinein mit Dingen beschäftigen von denen ich ausgehe dass sie nicht eintreffen (Fehlgeburten, scheiternde Beziehungen, Ehe und Scheidung). Aber so lebe ich nicht. Ich treffe Entscheidungen für UNSER leben, von denen ich glaube sie sind richtig. Das geht natürlich nicht immer konform mit dem was andere denken. Es muss auch niemand meine Entscheidungen verstehen, man muss sie einfach akzeptieren und respektieren.
Und genau das steht auch der TE zu. Niemand hier muss es verstehen warum sie nach 2,5 Jahren Beziehung heiraten will, aber es ist einfach zu akzeptieren und respektieren. Denn sie suchte Rat zu einer anderen Thematik.
Beitrag von katha1234 - 26.01.12 - 16:04 Uhr
hallo Liz,
vielen Dank für deine wahren Worte. Sicher geht es hier nicht um die Thematik, ob ich heirate oder nicht,denn ich bin sehr glücklich in meiner Beziehung und es ist meine Entscheidung, wie ich unsere/meine Zukunft plane.
mein Problem ist mein Kind, der mit der Situation nicht zurecht kommt und ich wollte mir Rat von euch holen, wie ich Maxim helfen kann...und nicht ob die heirat angebracht ist.....oder nicht.
Danke Liz!!
Beitrag von hullifan - 26.01.12 - 14:00 Uhr
Ja klar, mir ging es ähnlich, wir sind jetzt mittlerweile auch 6 Jahre zusammen, aber wer weiß denn, wie es läuft, wie oft ist es der Fall, dass nach 3,4 Jahren (nach der Zeit trennen sich die meisten Pärchen) nicht was ans Licht kommt oder sich was rauskristallisiert, was vorher nicht klar war. Und wieso muß man denn unbedingt heiraten????
Beitrag von liz - 26.01.12 - 14:40 Uhr
Niemand kann sagen wie es läuft. Und was nach 3 oder 4 Jahren raus kommt, kann auch nach 6 oder 8 Jahren kommen. Garantie gibt es NIE. Und sie schreibt ja nicht dass sie heiraten MUSS, sondern dass sie es WILL und das ist ja nun ihre Entscheidung. Man muss das auch nicht verstehen, sondern einfach respektierten.
Und es ist egal ob sie jetzt heiratet oder in 3 Jahren. Der Sohn kann zu jeder Zeit so reagieren. Es ist ja nicht gesagt dass er in 3 Jahren anders reagiert.
Ich und mein Mann haben nach 5 Jahren geheiratet und für heutige Verhältnisse relativ schnell eine Familie gegründet. Das hat auch nicht jeder gutgeheißen. Aber das ist mir egal gewesen. NIEMAND muss mit meinem Leben klar kommen ausser mir. 
Von meinem Ex-Freund die Eltern haben nach 9 Monaten Beziehung geheiratet. Mittlerweile sind beide über 50 (sie war bei Hochzeit 19 J) und sind immer noch glücklich. Denen kennt man richtig an, dass sie sich immer noch lieben.
Und Gegenteil. Der Freund meiner Schwägerin war mit seiner Ex fast 10 Jahre zusammen. Dann haben sie ein Kind bekommen, kurz vor Geburt geheiratet und das Kind war noch nicht ganz 2 kams zur Trennung. Es gibt einfach keine Garantie, den ultimativen Tipp für eine lebenslange Ehe/Beziehung.
Von daher finde ich es nicht richtig jemandem vorzuschreiben nach wievielen Jahren man heiraten soll/kann/darf. Da gibt es keine Grenze an der man das festmachen kann. Es kann gut gehen, es kann schief gehen, und das NICHTS damit zu tun wie lange man sich kannte als man heiratete oder Kinder bekam.
Beitrag von hullifan - 26.01.12 - 15:05 Uhr
Was Du alles schreibst ist ja schön und gut, hat aber nix mit dem eigentlichen Beitrag zu tu. ICH würde nicht heiraten, wenn mein Kind darauf so reagieren würde, weil kein Mann der Welt so wichtig wie mein Kind sein kann!!! Und eine Hochzeit schon gleich 3 x nicht!!!
Beitrag von katha1234 - 26.01.12 - 16:08 Uhr
Natürlich bin ich im Zwiespalt, ob die Heirat für mein Kind richtig ist oder nicht. Und mein Kind steht IMMER an der ersten Stelle...mein ganzes Leben dreht sich um mein Kind und nun treffe ich eine entscheidung, die mein Kind sehr belastet...und glaub mir, mir geht es nicht gut damit...nein, mir geht es schlecht!!!!!!Und andererseits möchte ich diesen Mann heiraten!!!!!
Beitrag von hullifan - 27.01.12 - 08:51 Uhr
Das tut mir sehr leid!
Aber mir geht einfach nicht runter, wieso Du heiraten möchtest... Du bist mit ihm zusammen und glücklich - was zum Teufel ändert ein Trauschein??? Das ist doch sowas von unwichtig
Beitrag von fruehchenomi - 26.01.12 - 17:48 Uhr
Na das ist Blödsinn. 
Ich lernte meinen Mann am 19. Februar 1980 kennen, 3 Monate später zog er bei mir ein - 2 Jahre später heirateten wir - und am 11. Februar haben wir 30. Hochzeitstag.
Meine älteste Nichte trennte sich von ihrem Mann nach 12 Jahren, die andere nach 10 Jahren.
Es gibt wohl absolut keine Regel dafür.
Mein Sohn machte zwar anfangs auch Probleme, aber bereits ein Jahr, nachdem wir alle zusammen lebten, wollte er Papa zum "Neuen" sagen....Da mein Ex sich ohnehin nie wieder blicken ließ, war das auch okay so.
LG Moni
Beitrag von xanadu1977 - 30.01.12 - 23:19 Uhr
Weil man es manchmal einfach spürt.
Mein Mann u ich lernten uns Ende Jan 08 kennen, kamen am 2.4.08 zusammen, zeugten im Juni 08 unser Wunschkind und sind seit 2.10.08 verheiratet. Eigentlich wollten wir schon im August heiraten und zu dem Zeitpunkt wußten wir noch nicht, dass das mit unserem Wunschkind schon geklappt hat.
Klar sind das "erst 3 Jahre" aber manchmal weiß man einfach, dass man das Richtige tut....
Beitrag von cooky2007 - 26.01.12 - 11:42 Uhr
Kannst du dich in ihn hineinversetzen?
Er wünschte sich sicher, dass Mama und Papa mal wieder zusammenkommen. das wünschen sich sicher 99% aller Kinder von getrennt lebenden Elternpaaren.
Jetzt merkt er, dass es nicht mehr so sein wird.
