Wie können wir helfen? Geht das überhaupt?

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Beitrag von showbizlizard - 25.01.12 - 22:34 Uhr

Hallo,

ich habe heute den ganzen Abend mit meinem Mann über seine Schwester gegrübelt.

Sie ist 15 Jahre alt, lebt noch bei der Mutter und möchte so schnell wie möglich dort ausziehen. Dafür würde sie sogar kein Abi und gleich eine Lehre machen.

Das Problem ist meine Schwiegermutter.

Sie ist alleinerziehend und hat meine Schwägerin in eine partner-ähnliche Rolle gedrängt, so wie früher die großen Brüder.

Sie kann auch nicht mit Geld umgehen - Lebensmittel und Haushaltsartikel können nur für 30 Euro pro Woche gekauft werden.

Meine Schwägerin hat zu ihrer Jugendweihe Geld bekommen. Das hat meine Schwiegermutter ausgegeben. Wir wissen nicht wofür. Das war nicht das erste Mal.

Das haben wir alles erst diese Woche erfahren - von meiner Schwägerin und meinem erwachsenen Schwager, der in der Nähe wohnt.

Meine Schwiegermutter spricht seit 10 Jahren davon, wieder auf die Füße zu kommen. Länger kenne ich sie nicht.

Ich habe aus diesen und schweren anderen Gründen vor 3 Jahren den Kontakt abgebrochen. Sie (die Schwiegermutter) tut mir nicht gut. Auch unser 5 jähriger Sohn hat keinerlei Kontakt. Mein Mann akzeptiert das, ist da mit mir auch einig, aber behält selber Kontakt, weil er Antworten für seine schlimme Kindheit will (nur 1 Beispiel: mit 2 Jahren hat er den Lebensmut verloren und einfach aufgehört zu essen - er wurde wochenlang zwangsernährt und wuchs danach ca 5 Jahre bei den Großeltern auf.

Die Frage, die ich euch nun stellen möchte, können mein Mann und ich uns nicht beantworten: Wie helfen wir seiner Schwester?

Der Vater ist manisch depressiv. Zu dem kann sie nicht ziehen.

Wir leben über 600 km weit weg.

Der andere Bruder hat ihr restliches Geld von der Jugendweihe genommen und verpulvert.

Was würdet Ihr tun? Mit der Mutter und dem anderen Brudr reden hat mein Mann probiert. Die schieben sich nur gegenseitig die Schuld zu, sehen es dann ein und ändern nichts.

Vom Typ Mensch her sehen sie sich als arme Opfer, die ihr Leben erleiden.

Mir und auch meinem Mann tut die Kleine leid. Ich komme selber aus so einer Familie. Ich habe es alleine geschafft, aber das waren harte 10 Jahre bis zu dem, was ich heute bin.

Leider haben wir auch beide Angst, dass seine Familie bei einem Hilfsangebot statt des kleinen Fingers die ganze Hand nimmt und sich auf uns ausruht -wie die Jahre davor.

Damals haben sie uns mit runter gezogen und liegen lassen, als es nichts mehr zu holen gab.

Das können wir nicht mehr zulassen. Wir haben selber Verantwortung als Eltern.

Bitte schildert mal eure Meinungen.

Vielen Dank schon mal.

sbl

Beitrag von witch71 - 25.01.12 - 23:07 Uhr

"Wie helfen wir seiner Schwester?"

Ich würde zum Jugendamt mit dem Kind und ihr einer Beratung beistehen. Vielleicht besteht die Möglichkeit einer Familienhilfe oder sie darf auf eigenen Wunsch in ein betreutes Wohnen oder ein Internat gehen.

Zumindest als Anlaufstelle und seelische Unterstützung - auch eine Form von Hilfe - könnt ihr jetzt schon immer für sie da sein.

Beitrag von karna.dalilah - 26.01.12 - 07:03 Uhr

Nehmt sie zu euch, damit sie einen vernünftigen Schulabschluss und eine vernünftige Ausbildung macht. Auch bei euch wird es wohl Schulen usw geben ...;-)

Wenn sie weit weg kommt von ihrem Bruder und ihren Eltern hat sie die Chance so wie ihr wieder "hochzukommen".
Freunde findet sie sicher schnell.

Gruss
Karna