Hausverbot vom Rektor

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von lockenlilly - 25.01.12 - 23:26 Uhr

Hallo,

ich hatte vor einiger Zeit berichtet, das mein Sohn in der Schule Augenärztlich untersucht wurde.
http://www.urbia.de/forum/6-kids-schule/3404762-augenarzt-untersucht-kind-aber-keine-einverstaendnis-gegeben/21621369

Nach diesem Thread bin ich zur Klassenlehrerin und sie hatte mir dann nach einigen zögern, den Namen genannt.

Ich habe rechtliche Schritte eingeleitet, da ich dieser Untersuchung nicht zugestimmt habe.

Heute wurde ich in die Schule zitiert und bekam vom Rektor ein Hausverbot erteilt.
Desweiterin legte er mir ein Schreiben vor, das ich es zu unterlassen habe, negative Vorfälle über diese Schule in die Öffentlichkeit bringe, ich darf mich mit niemanden darüber unterhalten, sonst höre ich von Anwälten, immerhin hätte er einen guten Ruf zu verlieren.

Dieses Schreiben habe ich als lächerlich betitelt und hab ihn gesagt, das ich auf dieser Ebene nicht bereit bin, weiter mit ihn zu kommunizieren.

Ich setze morgen alle Hebel in Bewegung, das mein Sohn aus der Schule genommen wird und der Rektor, die längste Zeit im Schuldienst war.

Ich bin so geladen, das kann sich keiner vorstellen..

LG, Lilly

Beitrag von kim68 - 25.01.12 - 23:46 Uhr

Hallo Lilly,

ich verstehe Dich gut und dass Du sehr aufgebracht bist. Das ist ein schlechtes Vorgehen der Schule. Bedenke aber bitte auch, dass Dein Sohn noch dort in der Schule ist und irgendwie seinen Schulalltag bestreiten muss. Das ist dann auch nicht leicht, wenn die Mutter im rechtlichen Streit mit der Schule liegt und Hausverbot vom Rektor hat. Bitte fühle Dich jetzt nicht angegriffen, da ich Deinen Ärger sehr gut verstehen kann, aber ich würde mich dennoch an Deiner Stelle Deinem Sohn zuliebe etwas zurücknehmen und in Ruhe für ihn eine neue Schule suchen. Aber bis er auf einer neuen Schule ist, muss er auf dieser irgendwie zurechtkommen.

Alles Gute und
LG
Kim

Beitrag von kawatina - 26.01.12 - 01:06 Uhr

Hallo,

ein unwiderbringlich nachhaltig gestörtes Verhältnis Eltern/Schüler zu Lehrer/Schulleitung
ist genau die ideale Begründung für einen raschen Schulwechsel.

Zum Schulamt musst du eh - denn wenn du die Schule auf Antrag wechseln möchtest muss nicht nur die neue Schule zustimmen, sondern auch die Alte.

Schreibe alles detailiert auf - auch Erinnerungsprotokolle über dein Gespräch mit dem Rektor. Aufsichtsbeschwerde geht auch - in der Regel verläuft die aber im Nirwana.
Würde ich aber erwägen, wenn der dir gleich mit Anwalt kommt.

Eventuell mal auf der Seite der emgs lesen. Drohungen dieser Art sind nicht neu
um Eltern mundtot zu bekommen.

Hausrecht darf der Rektor verhängen - allerdings kannst du dein Kind auch beurlauben lassen. Das muss eigentlich der Rektor genemigen.
Lass dich mal beraten, ob dein Kind erstmal als Gastschüler eine andere Schule besuchen kann. Das würde ich aber davon abhängig machen, wie man deinem Sohn nun begegnet.

Ein Wechsel kann gut gehen, wenn der alte Rektor nicht gleich auf der neuen Schule Stimmung gegen euch macht.
Viele Rektoren lassen sich aber davon nicht beeindrucken - aber es kann durchaus vorkommen

Viel Erfolg
tina

Beitrag von aylin80 - 26.01.12 - 07:02 Uhr

So einen Aufriss zu machen wegen einer Schuluntersuchung ist ja lächerlich. Du hast dich selber lächerlich gemacht und jetzt einen Schulwechsel wegen einer Augenuntersuchung????

Übrigens kannst du schon die Schule wechseln, dein Ruf wird dir aber ab jetzt immer vorauseilen. Denn die Rektoren und Lehrer von den diversen Schulen kennen sich sehr gut und tauschen sich aus. Viel Spaß an der neuen Schule. Dein Kind kann einem leid tun. Hoffentlich läßt ihn keiner das Verhalten seiner Mutter spüren.
Aber ich freue mich für dich, dass du keine anderen Probleme hast.

Beitrag von woodgo - 26.01.12 - 08:30 Uhr

Also wenn ich schon ein Schreiben bekommen, in welchem ich meine Zustimmung geben soll, dann sollte auch respektiert werden, wenn ich meine Zustimmung nicht gebe, das voraus.
Daß das Ganze jetzt so ausartet, ich weiß nicht, gut für das Kind ist es auf keinen Fall.
Eine Entschuldigung von Seiten der Schule hätte es vielleicht auch getan.

Ich jedenfalls würde mich in sochen Sachen nicht quer stellen, warum auch. Ich hätte der Untersuchung zugestimmt, meine Daten aber nicht preisgegeben.

LG

Beitrag von lena10 - 26.01.12 - 08:34 Uhr

Sehe ich auch so!

Nur aus Prinzip aus Kleinigkeiten eine riesige Welle machen - solche Leute hab ich gefressen! Und dann auch noch ohne Rücksicht aufs eigene Kind, das jetzt wegen einer dumm gelaufenen Schuluntersuchung Schule und Freundeskreis wechseln muss.
Aber ja, Hauptsache, Mutter fühlt sich im Recht!

Beitrag von zaubertroll1972 - 26.01.12 - 08:41 Uhr

Da stimme ich zu!

Beitrag von tammyli - 26.01.12 - 08:50 Uhr

Hallo,

soll das jetzt heißen als Eltern muss man sich alles gefallen lassen? Dieser Typ hat verdammt nochmal nicht das Recht gehabt dieses Kind zu untersuchen. Diese Veranstaltungen dienen nicht der Gesundheit, sondern um NEUE UNNÖTIGE Versicherungen abzuschließen!!!! Ich finde es unverschämt von der Schule so zu reagieren. Aber wahrscheinlich bekommt die Schule einen kleinen "BONUS" weil sie diesem unnötigen Mist zustimmt.

Ich würde auch nicht das Kind aus der Schule nehmen und gegen das Hausverbot anwaltlich vorgehen. Frechheit.

Beitrag von lena10 - 26.01.12 - 09:30 Uhr

Wie gesagt, Hauptsache aus Prinzip eine Riesenwelle machen - ohne Rücksicht aufs Kind....

Himmel noch! Es ging um eine Augenuntersuchung, bei der das Kind keinen Schaden davon getragen hat, nicht um eine Untersuchung des Intimbereichs!!!
Ach, ich vergaß - das Prinzip.....

Beitrag von schullek - 26.01.12 - 09:52 Uhr

es handelte sich um eine frriwillige unterschung die von einer versicherung durchgeführt wurde. das allein reicht mir um solch einer unterschung ohne mein beisein nicht zuzustimmen.
der arzt bzw. die aufsichtshabenden lehrer haben hier falsch gehandelt udn es wäre nun an diesen sich zumindest zu entschuldigen. damit hätte die sache beigelegt sein können. dafür haben sie aber keinen anlass gesehen.
und statt mit der mutter eine lösung zu finden, erteilt ihr der rektor hausverbot. was einfach nur lächerlich ist!

Beitrag von lena10 - 26.01.12 - 10:02 Uhr

Moment!

Darum geht es doch gerade (und schon lange nicht mehr um diese Untersuchung, die ich auch als unglücklich gelaufen empfinde)!

Anders herum: Anstatt friedlich und in angemessenem Ton eine Lösung mit dem Rektor zu suchen, hat diese Mutter erst einmal rechtliche Schritte eingeleitet! In meinen Augen mit Kanonen auf Spatzen geschossen ohne im Geringsten an ihr Kind zu denken.
Und dass der Rektor dann so reagiert - dafür habe ich Verständnis!

Beitrag von schullek - 26.01.12 - 14:40 Uhr

wie gesagt, ich glaube auch nicht, dass ich rechtliche schritte eingeleitet hätte.
dennoch hat sie die rechtlichen schritte gegen den arzt eingeleitet. udn nicht gegen die schule, oder?
natürlich ist erstmal ein ruhiges besprechen der angelegnheit die vernünftigere lösung. vor allem fürs kind. doch, es wäre interessant hier von der posterin ein paar details zu erfahren, was wenn sie von den verantwortlichen nicht ernst genommen wurde?

Beitrag von sparrow1967 - 26.01.12 - 09:41 Uhr

Die mutter wollte es nicht, das Kind wollte es nicht.

Beim nächsten Mal steht n Frauenarzt da und will die Mädchen untersuchen....und damit Mama keinen AUfriss macht, stimmt sie dann der Untersuchung zu oder was?

Geht's noch? Die Eltern bestimmen, welche Untersuchungen beim Kind gemacht werden- und nicht der Rektor, die Lehrerin oder irgendeine Versicherung.
Das ist eine freiwillige Untersuchung gewesen und demnach sollte der Rektor sich da mal ganz bedeckt halten.

Wäre ja noch schöner...nur weil die Schule gesponsert wird, müssen sich die Kinder von jedem Hinz und Kunz untersuchen lassen.

Beitrag von aylin80 - 26.01.12 - 13:58 Uhr

Bißchen arg weit hergeholt, oder??? Oder stand in deiner Schulzeit jemals ein Gyn da??

Beitrag von sparrow1967 - 26.01.12 - 14:20 Uhr

Ne- bei uns gab es nur den Zahnarzt. Es gab keine Augenuntersuchungen, die von irgendeiner Versicherung gesponsert wurden und wo man die Vertreter anschließend am Hals hatte.

Weit hergeholt oder nicht: ob nun Auge oder Brust - Untersuchung ist Untersuchung, oder? Und wenn ich die nicht möchte, dann hat man das zu akzeptieren! Darum geht es hier.

Beitrag von schullek - 26.01.12 - 09:49 Uhr

aufriss?
sie hat einer untersuchung nicht zugestimmt, die dann an ihrem kind vorgenommen wurde. im schlimmsten fall ist das körperverletzung.

alles was sie wollte, war gegen den arzt vorzugehen.
wer sich lächerlich verhält ist der rektor. er macht einen aufriss.
ich kann die mutter sehr gut verstehen. ob ich rechtliche schritte eingeleitet hätte weiß ich nicht. aber sicherlich hätte ich mir ebenfalls die verantwortlichen vorgeknöpft.

wenn nicht wir als eltern, wer dann ist verantwortlich für unsere kinder.?
und wenn ich aus guten gründen gegen eine untersuchung bin, dann hat diese auch nicht stattzufinden!

Beitrag von sashto - 26.01.12 - 11:09 Uhr

hauptsache immer schön die FR....halten.... wegen leute wie dir gibt es doch erst soviele missstände!

Beitrag von kleinerlevin - 26.01.12 - 11:48 Uhr

achso, lieber ordentlich die Fr.... aufreißen und die Kinder dann von Schule zu Schule schicken #kratz

Mir tut das Kind leid, dass es nun die Schule und seine Freunde wechseln muss. Für meinen Sohn würde eine Welt einstürzen.

Natürlich hätte es nicht gegen den Willen der Eltern passieren dürfen aber wenn ich hier schon von Körperverletzung lese #augen.
Die machen doch da nichts! Selbst bei diesen Zahnärztlichen Untersuchungen wird nur einmal in den Schnabel geguckt.

Also ich finde auch das war viel Wind für nichts.
Gruß Annette
Ich hätte an ihrer Stelle das Gespräch mit der Klassenlehrerin gesucht und meinen Unmut kund getan. Damit wäre es für mich getan

Beitrag von kawatina - 26.01.12 - 12:38 Uhr

Hallo,

das ist keine Schuluntersuchung, sondern von einer großen deutschen Versicherung, welche dann

die Ergebnisse telefonsich raus gibt und dir dann Versicherungen aufschwatzen will.
Nichts anderes ist das!

Mit einer seriösen Untersuchung hat das rein gar nichts zu tun!

Manchmal denke ich das Lehrer dafür eine Provision erhalten. Anders wäre es nicht zu erklären, wie sehr die sich sonst für diese Datensammler ins Zeug legen.

Wenn du dein Kind untersuchen läßt, damit die KKH allia** dich dann belästigen darf, ist das dein Ding.

Beitrag von trollmama - 27.01.12 - 07:29 Uhr

Aha! Ich spekuliere jetzt mal:
Ich stelle mir vor, daß Du eine Tochter hast (Dein GB gibt leider nichts her, also bin ich zu Spekulationen gezwungen) und in der Schule plötzlich gynäkologische Untersuchungen vorgenommen werden sollen. Die Schule bekommt dafür nicht Dein Einverständnis, setzt sich aber darüber hinweg und Deine Tochter muß trotzdem auf den Stuhl.

Würdest Du dann auch

>>So einen Aufriss zu machen wegen einer Schuluntersuchung ist ja lächerlich.<<

schreiben?

Und komm mir nicht mit 'das ist ja ganz was anderes!'

Untersuchung ist Untersuchung! Und ohne Einverständnis der Eltern darf sie nicht vorgenommen werden.

Davon einmal abgesehen: Welches Vorbild hat eine Schule, die sich so einfach über Gesetze hinwegsetzt und weiter, welches Vorbild bist Du, die eine Gesetzes brechende Schule nicht nur vollkommen in Ordnung findet, sondern ihrem Kind auch noch duckmäuserisches Verhalten vorlebt, denn

>>Hoffentlich läßt ihn keiner das Verhalten seiner Mutter spüren.<<

>>Dein Kind kann einem leid tun.<<

Warum, weil es eine Mutter hat, die für die Rechte des Kindes aufsteht und es nicht zu einem Obrigkeitsbuckler macht?

Beitrag von aylin80 - 27.01.12 - 07:53 Uhr

Absolut lächerlich und an den Haaren herbeigezogen. Sehr intelligent!!

Beitrag von babygirl2010 - 27.01.12 - 23:53 Uhr

Also bei einem muss ich dir zu stimmen:

Schulleiter und Lehrer kenne sich. Und das nicht nur in der eignen Schule. Man kennt sich so gut wie an jeder Schule untereinander.

Mein Mann ist Lehrer auf einem Gymnasium und in unsrer Stadt gibt es 11 Gymnasien. Er kennt von jeder Schule Kollegen und kennt alle Schulleiter. Auch persönlich.

LG

Beitrag von tauchmaus01 - 26.01.12 - 08:41 Uhr

Tja, auch wenn es für Dein Kind erstmal doof ist, finde ich dass Du richtig gehandelt hast. Schulkinder sind doch keine Versuchskaninchen für irgendwelche Versicherungen.
Ich würde mein Kind da auch nicht dran teilhaben lassen, denn wir sind regelmäßig bei den Vorsorgeuntersuchungen des Kinderarztes.
Sein guter Ruf ist eh im Eimer wenn er Versicherungen gestattet seine Schüler als Trittstein zu den Eltern zu missbrauchen um an empfindliche Daten zu gelangen oder gar VErsicherungen abzuschließen.

Schlimm wenn viele das mit sich machen lassen. Ich frag mich sogar ob das nicht Körperverletzung ist wenn die den Kindern Augentropfen reinmachen um sie untersuchen zu können, obwohl es kein Einverständnis dafür seitens der Eltern gibt.

Halt uns auf dem Laufenden......sowas darf einfach nicht sein.

MOna

Beitrag von thea21 - 26.01.12 - 08:41 Uhr

<<<Dieses Schreiben habe ich als lächerlich betitelt und hab IHN gesagt, das ich auf dieser Ebene nicht bereit bin, weiter mit IHN zu kommunizieren.>>>

Und das hast du SO gesagt?

Beitrag von maria335 - 26.01.12 - 08:46 Uhr

Hallo Lilly,

ich finde, Du hast genau richtig gehandelt. Schlimm, dass hier die Antworten in die Richtung gehen, dass Du Deinem Kind damit schadest! Man kann sich als Eltern doch nicht alles gefallen lassen, weil man Angst vor möglichen Maßnahmen der Schule haben muss! Wo bzw. wann leben wir denn???

Ich muss sagen, dass mich einige Antworten hier wirklich schockieren! Was ist denn das für ein Obrigkeitsdenken??? Es geht doch auch nicht nur um eine Untersuchung... Wenn ich dieser Sache als Mutter definitiv nicht zugestimmt habe, dann hat sich die Schule danach zu richten!

Ich wünsche Dir und Deinem Kind, dass Du eine gute Schule findest, in der man Dich respektiert. Wahrscheinlich wird das tatsächlich nicht leicht sein, aber dass die Schulleiter sich untereinander kennen und austauschen, muss ja nicht unbedingt heißen, dass sie sich auch gegenseitig zustimmen.

Viel Glück,
Maria