Hallo!
Wir haben drei Kinder: eine Tochter (knapp 7) und dann mit je 3 Jahren Abstand zwei Söhne. Die Große war drei Jahre DER Mittelpunkt, da auch einziges Enkel- und Urenkelkind bis dahin. Mit dem ersten Bruder wurde sie quasi entthront und hat sich damals auch von mir "entfernt", wurde total zum Papa-Mädi. Sie war sehr eifersüchtig und wurde damals auch schon mal grob gegen ihren Bruder und es hat ca. 4 Monate gedauert, bis sie sich an die neue Situation gewöhnt hatte. Mit dem zweiten Bruder wurde alles irgendwie noch schlimmer. Seit dem hat sie Migräneanfälle und steht mit mir total auf Kriegsfuß. Es ist morgens bis abends ein Kampf. Was mich ärgert, ist, dass ich echt mein bestes gebe und sie als Große wirklich viele Privilegien hat, sich aber dauernd benachteiligt fühlt und ständig meckert. Nach wie vor tanzt der Papa nach ihrer Pfeife und wenn der halt nicht da ist und "nur" die "böse" Mama, kann sie echt ekelhaft werden und hat mich oft schon sehr gekränkt. Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Habt ihr auch Kinder, mit denen ihr irgendwie einfach "nicht könnt"? Sie wird eh schon so viel bevorzugt, und dennoch eifert sie so. Sind alle Erstgeborenen so? Mache ich was falsch?
lg maeusekrieger
Was, wenn man mit einem Kind "nicht kann"?
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Beitrag von maeusekrieger - 26.01.12 - 10:39 Uhr
Beitrag von widowwadman - 26.01.12 - 10:54 Uhr
Meine Grosse ist erst 3, aber nicht so wie du beschreibst. Sie hat ihre kleine Schwester (8 Monate) von Anfang an als "ihr Baby" betrachtet und hat einen riesengrossen Beschuetzerinstinkt ihr gegenueber - da gab es kein enthronen, weil sie bei Allem einbezogen wurde und wird.
Ich glaube nicht dass ein Kind unbedingt bevorzugt werden moechte, sondern einfach nur gleich behandelt - vielleicht wuerde es helfen, wenn du sie mehr mit einbeziehen wuerdest und deine Aufmerksamkeit nicht unter den Kindern aufteilen - sprich, wenn die Kleinen ne frische Windel oder was auch immer brauchen, lass sie helfen, uebertrage ihr Verantwortung und lobe sie wenn sie was gut macht.
Beitrag von swety.k - 26.01.12 - 10:57 Uhr
Ich weiß, Du meinst es nicht so. Aber mit seinem eigenen Kind "nicht können" find ich schon harten Tobak, vor allem für das Kind. Als ich die Überschrift gelesen habe, dachte ich, es ginge um ein fremdes Kind.
Erster Vorschlag: Zeit mit ihr verbringen. Nur Du allein. So ein richtiges Mutter-Tochter-Event. Das mache ich mit meiner Großen auch manchmal. Frag sie, was sie machen möchte und dann mach das. Geh mit ihr allein ins Kino oder Eis essen oder shoppen.
Zweiter Vorschlag: Nimm eine Erziehungsberatung in Anspruch. Vielleicht können die Dir helfen, wie Du mit Deiner Tochter besser umgehen kannst.
Liebe Grüße von Swety
Beitrag von coppeliaa - 26.01.12 - 11:01 Uhr
"Nach wie vor tanzt der Papa nach ihrer Pfeife und wenn der halt nicht da ist und "nur" die "böse" Mama, kann sie echt ekelhaft werden und hat mich oft schon sehr gekränkt."
hast du schon mal mit deinem mann geredet, dass ihr beide an einem strang ziehen solltet? eigentlich sollte es schon so sein, dass "gutes" wie "böses" (also einschränkungen oder was auch immer) von beiden eltern kommt. ist deinem mann bewusst, dass er töchterlein somit gelegenheit gibt einen keil zwischen euch zu treiben?
lg
Beitrag von alkesh - 26.01.12 - 11:16 Uhr
Viel zu wenig Infos um was sagen zu können!
Ich "beobachte" gerade wie eine Dreijährige entthront wird, wenn Die in vier Jahren gleiche Probleme haben, wundert's mich nicht. Das Mädl wird regelrecht abgeschoben 
LG
Beitrag von cooky2007 - 26.01.12 - 11:40 Uhr
Mal ein paar Tipps:
- Mutter-Tochter-Zeit starten und dann Mädels-Sachen machen (die Jungs sind dann evtl. bei einem Babysitter)
- mit dem Ehemann reden, dass ihr an einem Strang zieht
- mal die Jungs auch zurecht weisen (wenn sie dabei ist), so dass ihr immer wieder klar wird, dass auch diese Grenzen bekommen
- mit einer 6-jährigen kann man auch schon mal ernsthafte Gespräche führen
- evtl. Erziehungsberatung in Anspruch nehmen
Nein, nicht alle Erstgeborenen sind so.
Beitrag von binnurich - 26.01.12 - 11:56 Uhr
mein Tipp wäre Hilfe holen, weil es schon zu lange so geht und es zu nachhaltig ist, als das ich denke, dass ihr das allein in den Griff bekommt
weil du dich sicher nicht korrekt verhälst aber wenn du dieses Verhalten versuchen würdest zu änderen, es sicher längere Zeit dauert, bist deine Tochter sich auch anders verhalten würde und ihr dadurch wieder zueinander finden würdet
ich glaube, sowas geht nur mit Hilfe von außen
Beitrag von angel81 - 26.01.12 - 12:44 Uhr
Mein Tipp:
Kaufe dir unbedingt das Buch "Erstgeborene" von Jirina Prekop. Ich habe es nach der Geburt meiner 2. Tochter gekauft und es ist erstaunlich, wie falsch eine Mutter mit ihrer/m erstgeborenen Tochter/ Sohn ungehen kann. Auch das du beschreibst, dass sie sich jetzt beim Papa wohler fühlt, wird in dem Buch sehr ausführlich mit Beispielen dargestellt.
Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet und es gibt absolut keine Probleme mit Eifersüchteleien, oder ähnliches. Meine Große merkt dass ich sie genauso liebe wie die Kleine, auch wenn ich mit der Kleineren (z.B. beim Stillen etc) mehr Zeit verbracht hatte. (es gab immer irgendwie einen Ausgleich).
Es ist wichtig für sie zu hören, dass sie mein erstes Kind war und ich alle Dinge von und mit ihr gelernt habe. Sie ist unheimlich Stolz auf das. 
Hier mal ein link:
http://www.amazon.de/Erstgeborene-%C3%9Cber-eine-besondere-Geschwisterposition/dp/3466305292
Ich hoffe es hilft dir, wie es mir damals geholfen hat. Habe den Tipp auch von einer Urbianerin erhalten.
LG Angel mit 2 Mäusen an der Hand und Muckelchen im Bauch (20.SSW)
ps. Auch ich bin Erstgeborene und finde mich absolut wieder in diesem Buch
Beitrag von starshine - 26.01.12 - 13:14 Uhr
Der Vater und Du - Ihr zieht nicht an einem Strang und sie spielt Euch gegeneinander aus.
Ich würde mir für so einen Fall einen Psychologen dazu holen, denn Du nimmst es persönlich und Du leidest unter der Situation. Da würde ich nicht zuwarten bis die Pubertät noch dazu kommt!
Alles Gute für Euch!
Beitrag von sassi31 - 26.01.12 - 16:33 Uhr
Hallo,
verbringst du mit deiner Tochter auch mal Zeit ganz alleine? Ohne Vater und Geschwister?
Wie hast du sie nach der Geburt des 1. Bruders behandelt? Mit einbezogen oder eher nach dem Motto "Ich hab jetzt keine Zeit. Das Baby braucht mich. Du bist doch schon groß, beschäftige dich alleine."?
Warum ich frage? Meiner Cousine ging es ähnlich. Sie hat ihr Große ab der Geburt des zweiten Kinder überfordert. Rücksichtnahme erwartet und auch Hilfe bzw. Übernahme diverser Aufgaben. Mit dem 2. Geschwisterkind wurde es noch mehr, was sie von ihrer großen Tochter eingefordert hat. Die Folgen schreibe ich hier nicht detailliert auf. Nur soviel, dass sich die Beiden total voneinander entfernt haben.
Gruß
Sassi
Beitrag von hullifan - 27.01.12 - 09:00 Uhr
Ich hab mir die Antworten nicht durchgelesen, aber was mir dazu einfällt ist folgendes:
Mein Sohn ist ein Kind, welches eigentlich Geschwister bräuchte und sehr geeignet wäre, großer Bruder zu sein - das wird aber nix, weil ich ein Einzelkind möchte 
Dann gibt es Kinder, die zum Einzelkinddasein geboren sind, ich hab z.B. eine Freundin, gut das sie keine Geschwister hat (wollte sie auch nie), sie herrscht über ihren Vater und ihre Mutter ist, naja halt da, geduldet eben (mittlerweile). Sie ist so wie Du Deine Tochter beschreibst, mittlerweile halt erwachsen.
Augen zu und durch 
Menschen sind halt verschieben und vielleicht streichst Du ihr das ein- oder andere Privileg, dass sie mal merkt, wie gut es ihr geht
Beitrag von lukasfrance - 29.01.12 - 23:57 Uhr
Kinder spiegeln oft ihre Eltern. Ihr Verhalten sagt wahrscheinlich mehr über euch aus als über sie. Der Papa und seine Prinzessin, die böse Mama mit ihren Prinzen.
Ich denke ihr solltet euch darüber klar werden, wer welche Rolle in der Familie übernimmt und ob ihr nicht vielleicht daran etwas verändern solltet.
Die Kleine zeigt nur eure Verhaltensmuster auf - also, wenn du etwas ändern willst, ändere dich und nicht deine Kinder.
