Bew.anschreiben Praktikumsplatz beim Hörfunk - Bitte helft mir mal!

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Beitrag von -seesternchen- - 26.01.12 - 11:13 Uhr

Hallo,

mein Mann ist bereits längere Zeit daheim. In dieser Zeit hat er versch. Weiterbildungen gemacht, die leider nicht zum Erfolg auf einen Arbeitsplatz führten, da es kaum Stellen für seinen Beruf gibt. Er hat hier auch Kurse und Ausbildungen in anderen Zweigen gemacht, was ebenso nicht zum Erfolg führten. Daher versucht er auf einem ganz neuen Zweig, Fuß zu fassen, denn wir geben nicht auf, dass irgendwas mal klappt.

Er strebt nunmehr ein Praktikum beim Hörfunk an. Lest doch mal bitte das Schreiben durch und gebt uns Eure EHRLICHE Meinung dazu. Wir wollen eigentlich bewusst den vorherigen Lebensweg nicht mit einbringen, da dies sicherlich Verwirrung auslöst. Hier meine ich die Frage, ob er nicht bei EINER Sache bleiben kann. Das kann er schon, nur denken bzw. dachten wir immer, wenn aufgrund von Weiterbildungen (die er übrigens immer mit 1 oder 2 abgeschlossen hat) nichts fruchtet, muss man es auf einer anderen Basis versuchen. Ich hoffe, ihr versteht wie ich das meine. Wäre schön, wenn ihr uns auch diesbezüglich Eure Meinung mitteilt, ob es vielleicht doch besser wäre, einen Satz diesbezüglich unterzubringen.

Hier das Anschreiben:

"Sehr geehrte Frau ....,

unter Bezugnahme auf ein Telefonat vom heutigen Tage mit einer Mitarbeiterin von Ihnen, bewerbe ich mich um einen Praktikumsplatz, gerne bereits ab 01.02.2012, bei „Radio.....“.

Ich wurde bereits sehr oft auf meine „durchdringende und interessante Stimme“ angesprochen, meist mit dem Nachtrag, dass ich diese nutzen sollte, um auf beruflichem Wege Fuß zu fassen. Hierbei ist mein Interesse zum Hörfunk entstanden.

Ich selbst höre sehr gerne Radio und verfolge mit großer Begeisterung die Ansprachen an die Hörer, wie beispielsweise: Nachrichten, Werbung, Aktivitäten in der Region Main-Rhön sowie allgemeine Informationen.

Mein Interesse wächst stets und ständig, einmal hinter die Kulissen des Hörfunks zu schauen, um mir ein genaues bzw. spezifisches Bild dieser Arbeit machen zu können.

Speziell interessiert mich hier die Arbeit, in der den Hörern Ereignisse und Themen in der Region Main-Rhön nahegebracht werden.

Zu meiner Person möchte ich kurz erwähnen, dass ich ein offener und kreativer Mensch bin, der mit viel Leidenschaft an seine zu bewältigenden Aufgaben geht. Hierbei ist mir eigenständiges Arbeiten ebenso wichtig, wie mit dem Team gemeinsam, an Lösungen bzw. produktive Ergebnisse zu gelangen. Des Weiteren bin ich ein sehr humorvoller Typ, was von meinen bisherigen Kollegen immer sehr geschätzt wurde.

Ich hoffe, Sie geben mir die Möglichkeit, einander kennen zu lernen, um meinem Traum ein Stück näher zu kommen."

Ich muss dazu sagen, dass seine Stimme wirklich außergewöhnlich ist. Er wird wirklich ständig damit "konfrontiert". Der Wunsch mit dieser etwas zu machen, ist schon ewig vorhanden, nur hat immer der Mut gefehlt, dies auch umzusetzen.

Ich bin Euch sehr dankbar für Eure Hilfe.

Maria

Beitrag von hedda.gabler - 26.01.12 - 12:08 Uhr

Hallo.

Das grundsätzliche Problem ist, dass er, um on air gehen zu können, eine "Sendezulassung" benötigt, sprich Sprechtrainings etc. Das machen die Sender aber nicht mit Praktikanten, sondern mit ihren Voluntären, die sie gleichzeitig als Redakteure ausbilden (also eine journalistische Ausbildung - der andere Weg dorthin ist ein Studium plus dann eben die Sprechausbildung als angestellter Journalist im laufenden Betrieb). Radio heißt nämlich nicht nur sprechen, sondern es gehört auch und vor allem die journalistische Arbeit dazu. Also die Texte recherchieren und schreiben, die man dann spricht.

Natürlich gibt es auch Quereinsteiger mit einer markanten Stimme, aber da werden dann Leute wie z.B. Mark Leon Grosch (der von DSDS) eingesetzt, die über eine gewisse Bekanntheit ziehen - aber auch der benötigt die Sendezulassung.

Möglicherweise kann Dein Man bei diesem Sender ein Praktikum machen. Dass er aber in seinem Alter noch ein Volontariat angeboten bekommt, ist eher weniger zu erwarten - zumal die Stellen sehr begehrt sind und sich viele jüngere Leute bewerben, die z.B. schon journalistische Erfahrungen vorweisen können.

LG

Beitrag von -seesternchen- - 26.01.12 - 12:18 Uhr

Hallo,

vielen Dank für deine ehrliche Meinung. Wahrscheinlich hast du auch zu hundert Prozent Recht damit.

Problem ist, dass wir so langsam nicht mehr weiter wissen und uns an jeden Strohhalm hängen.

Und das Schreiben? Wäre das soweit in Ordnung oder ist es zu lari-fari?

Maria

Beitrag von hedda.gabler - 26.01.12 - 12:40 Uhr

Hallo.

Ich finde, dass das Anschreiben nicht zu einem 37-jährigen Mann passt.
Es klingt total naiv, fast schon verträumt (und man bekommt so ne komische Vorstellung von ihm - ich musste irgendwie an einen großen, eher kräftigen Mann mit Bärenstimme und einem eher schlichten, rustikalen Humor und Charme denken - keine Ahnung warum) ... und ich erfahre überhaupt nichts über berufliche Hintergründe, bzw. Qualifikationen.

LG

Beitrag von -seesternchen- - 26.01.12 - 12:43 Uhr

Genau das war meine Befürchtung. Danke für deine Meinung :-)

Beitrag von pinacolada68008 - 26.01.12 - 12:35 Uhr

Soweit ich weiß ist dein mann schwer depressiv.

Der ist der extremen Arbeitsbelastung die es in der Medienbranche gibt doch gar nicht gewachsen.

Er sollte sich villeicht erst mal um seine Genesung kümmern. Soweit ich weiß wurde Dir gestern ausführliches Informationsmaterial zugesannt, so das doch theoretisch, so es Dein Mann erst mit seiner Therapieabsicht ist, gar keine Zeit für ein Praktikum ist, da ein längerer Klinikaufenthalt ansteht.

Pina

Beitrag von -seesternchen- - 26.01.12 - 12:42 Uhr

Hallo Pina,

schwer depressiv ist er nicht. Er ist depressiv und hat am 27.02. einen Termin bei einer Therapeutin, die sich mit Heilmedizin und Hypnose beschäftigt. Ob und wann dann ein Klinikaufenthalt zur Debatte steht, wird sich zeigen.

Er hat vom Amt die Auflage, sich um ein Praktikum zu kümmern. Die fragen nicht danach, wie es ihm momentan geht. Wenn er dies nicht macht, gibts kein Geld. Der Hausarzt wird ihn sicher aufgrund seiner momentanen psychischen Angespanntheit nicht krankschreiben, oder?

Des Weiteren ist er selber der Auffassung, dass er sich was suchen MUSS, denn zufliegen tut einem nichts. Seine Depression rührt allem Anschein daher, dass er länger schon Arbeit sucht. Eine Arbeitsaufnahme hilft in diesem Fall vielleicht sogar, oder?

Versteh mich bitte nicht falsch. Die Gesundheit meines Mannes steht natürlich an oberster Stelle. Der Termin hierfür ist allerdings erst Ende Februar. Er kann sich nicht in sein Loch zurückziehen. Dann wird alles nur noch schlimmer. Und ich finde es toll, dass er trotz alle dem nicht aufgibt und sich durchzieht.

Naja, momentan ist alles sehr schwierig. Ich suche auch extrem nach einer Stelle. Aber auch mir fliegt es trotz guter Ausbildung im kaufmännischen Bereich nicht zu. Wir kämpfen. Was anderes bleibt uns nicht übrig.

Beitrag von pinacolada68008 - 26.01.12 - 13:28 Uhr

Natürlich wird ein Arzt ihn krankschreiben, nur nicht der Hausarzt. Psychiater oder Neurologe wäre da der Ansprechpartner.

Es gibt keinen Sinn dahinter, Deinem Mann Frust- um Frusterlebniss zu verschaffen, das senkt immer weiter seine Motivation und verstärkt die Depressionen noch.

Natürlich "fliegt" einem nichts zu, aber alles zu seiner Zeit: Ich denke das weitere berufliche Mißerfolge seine Erkrankung verschlimmern werden. Da muß er sich zuerst drum kümmern. Da wäre der erste Schritt, statt des Hausarztes einen Facharzt zu kosultieren, bevor der HP zur Hypnotherapie überhaupt in Erwägung gezogen werden kann. Von den Kosten, die Ihr ja im Moment kaum tragen könnt mal ganz abgesehen - so ruht auf der Therapie noch der zusätzliche Stressfaktor , aus rein moneytären Gründen rasche Erfolge liefern zu müssen. Keine gute Ausgangsbasis für Erfolg!

Ist er medikamentös eingestellt??? - das geschiet in der Regel auch erst bei einem Klinikaufenthalt.

Sorry, aber ihr packt das alles vollkommen falsch an und das wird deinem gesundheitlich innerhalb kürzester Zeit den Hals brechen. Eine Depression verschwindet nicht, blos weil man sich anderwertig beschäftig. Das führt nur zum kompletten Zusammenbruch.

Pina

Macht doch erst mal eine Sache zu ende, ehe ihr Euch immer neue Baustellen an bein bindet. Daran würde ja ein gesunder Mensch schon knabbern

Beitrag von manavgat - 27.01.12 - 13:30 Uhr

Ich würde die Bewerbung per Audio-Message schicken (mail) und die Unterlagen separat.

Gruß

Manavgat