11 Jährige will immer im Elternbett schlafen

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Beitrag von cadi9701 - 26.01.12 - 21:47 Uhr

Hallo,
bin schon völlig am verzweifeln.#heul Meine Mittlere(11 Jahre) will überhaupt nicht in ihrem Bett schlafen.Bin mit meinen Latein am Ende. jeden Abend das gleiche Theater.Sie findet ständig irgendwelche Ausreden warum sie nicht in ihrem Bett schlafen kann/will.Bauchschmerzen,Halsschmerzen etc.Wenn ich es dann mal geschafft habe das sie in ihrem Bett schläft dann dauert es nicht mal 2 Std. dann steht sie vor mir.Ich kann sie nicht mal schreien lassen(was sie macht wenn ich nein sage)denn es sind noch zwei weitere Kinder (15, und 10 Monate)da.Der Kinderarzt sagt es ist normal sein 15 jähriger Sohn schläft auch noch bei ihm. Ich finde es nicht mehr normal.Habe schon an Verlustängste gedacht.Was nicht hinhauen kann da sie den ganzen Tag keine nähe zu uns sucht.
Wer kann mir weiter helfen oder hat ähnliches erlebt?

Gruß cadi9701

Beitrag von morjachka - 26.01.12 - 22:06 Uhr

Hallo!

Keine Verlustsaengste, sondern andere Aengste wuerde ich sagen...
Allerdings weiss ich nicht, wie man solch eine Situation loest. Mit 11 waere ich auch am liebsten jede Nacht zu meinen Eltern gekrochen, habe mich aber nie getraut. Ich glaube, ich habe in dem Alter dann wochenlang nicht geschlafen, ohne mich meinen Eltern anzuvertrauen. Irgendwann waren die Aengste dann weg.

Beitrag von witch71 - 26.01.12 - 22:25 Uhr

Ich würde mich mal mehrere Tage intensiv mit ihr und dem Thema beschäftigen. Nimm alles aktiv auf was sie sagt. Und vor allem tu es nicht ab oder beschwichtige sie. Sie hat ein ernstes Problem und dass sie das alleine nicht bewältigt merkst Du ja.
Sachen wie: Mein Zimmer ist Abends unheimlich, ich habe Angst alleine im Bett, Monster, ein Film/Szene im TV die sie mal gesehen hat.. egal was es ist, hör es Dir an, nimm es ernst und reagiere erst einmal nur mit Verständnis.
Nacher überlegt gemeinsam, was man tun kann: Zimmer umräumen, Licht im Zimmer anlassen, Nachtlichter im Flur anbringen, Abends häufig nach ihr schauen (das muss man dann aber auch tun, selbst wenn sie es im Schlaf nicht mitbekommt).

Falls sie massiv unter Alpträumen leidet hilft es oft, diese am Tag zu erzählen oder gleich nach dem Aufwachen aufzuschreiben. Und dann kann man aus diesen Träumen oft auch schliessen, was in ihr vorgeht, vielleicht hat sie Probleme, von denen Ihr nichts wissen sollt?

Beitrag von jazzbassist - 27.01.12 - 00:54 Uhr

Wann fing das ganze denn an? Also hatten Sie diese »Schwierigkeiten« mit Ihrer Tochter schon immer? Fing das erst zu einem bestimmten Zeitpunkt - mit der weiterführenden Schule oder der Geburt des jüngsten Geschwisterkindes etc. - an? Also, was ist die eigentliche Ursache - respektive - was könnte sie sein? Zumal - Ihre Tochter ist ja schon in einem Alter, wo sie sich sehr gut artikulieren kann … haben Sie sie da schonmal gefragt, warum sie unbedingt bei ihnen im Elternbett schlafen möchte?

Ob das noch normal ist oder nicht … also wenn Sie mich fragen würden, wann ein Kind - von sich alleine aus - in seinem eigenen Bett schlafen möchte, würde ich sagen … irgendwann mit der Einschulung lernt ein Kind dann sein eigenes Bett zu schätzen. Theorie und Praxis gehen da halt oftmals auseinander. Also ich persönlich finde es bei einer 11-Jährigen zumindest schon mal sehr ungewöhnlich, wenn sich ein Kind das als Dauerzustand wünscht. Wenn es wirklich mal schlecht geträumt hat und da einfach mal 2-3 Tage wieder die Sicherheit von Mamas nähe braucht, okay … aber, dass scheint es ja bei Ihnen nicht zu sein.

Wobei wir … weiß nicht, wie ähnlich das ist: Der Hund meines Sohnes durfte immer bei ihm im Kinderzimmer schlafen, wenn es ihm mal nicht sooo gut ging. Das war auch mit 11 noch so … ich denke, was morjachka schreibt, da ist schon was dran. Also wenn ich das ganze pubertär-coole Getue von meinem Kurzen abziehe, bin ich mir sicher, dass er auch noch manchmal bei Mama im Bett schlafen könnte.

Beitrag von cadi9701 - 27.01.12 - 07:59 Uhr

Hallo,
angefangen hat das ganze wo sie 5 Jahre alt war.Immer mal ab und zu.Von Jahr zu Jahr immer intensiver.Jetzt ist es so das sie täglich bei uns ist. Ihr Zimmer wurde nach ihren Wünschen eingerichtet und gestellt.Als ihre kleine sis so etwa 3 Monate alt war kam sie bei ihr rein,auf wunsch von ihr.Dann kam die Ausrede sie könne nicht schlafen wegen der kleinen,weil sie immer schreit.Dann haben wir ein Zimmertauch vorgenommen(vorher war ihr Zimmer neben unserem)Jetzt haben wir das größere damit das Babybett bei uns reinpasst.Ihr Bruder ist jetzt direkt neben ihr.Bei uns schreit die kleine auch im Zimmer,jetzt aufeinmal stört es sie nicht.Der Bruder hat ihr schon angeboten bei ihr nachts im zimmer zu bleiben.Bringt nichts.Wenn eine Freundin,Cousine oder der bruder bei ihr schlafen ,dann kommt sie auch in unser bett.Sie kann nicht mal bei der Familie oder freunden schlafen,dann ruft sie nachts an und sagt das ihr irgendetwas weh tut.Nicht mal auf Klassenfahrt geht.Ich rede mit ihr ,bleibe mit im Zimmer bis sie eingeschlafen ist,habe wirklich schon alles ausprobiert.Keine ahnung was ich noch machen soll.Kein Arzt versteht mich.

Lg Bianca

Beitrag von jazzbassist - 27.01.12 - 12:51 Uhr

Das Sie das als ungemein belastend empfinden, kann ich total gut nachvollziehen ... meinen Sie denn, dass Ihre Tochter da eher "simuliert", um ihren Willen durchzusetzen, oder, bekommt sie dort dann wirklich jedesmal Bauschmerzen oder ein anderes Wehwehschen ... wenn auch nicht vom Kinderarzt feststellbar, aber eher rein psychischer Natur? Also das 11-Jährige auf einer Klassenfahrt noch heimweh bekommen können, kann ich total gut nachvollziehen ... nur ... gerade so eine Übernachtung bei der besten Freundin (o.ä.) => da fühlen sich Kinder eigentlich genausowohl, als wenn sie zu Hause schlafen würden.

Beitrag von katzeleonie - 28.01.12 - 15:32 Uhr

Hallo,

kommt mir sehr bekannt vor.

Meine Tochter ist jetzt grad 13 ich bin vor 3 Monaten aus unserem gem.Haus ausgezogen weil mein Mann eine Geliebte hatte.
Bis zum Auszug wollte unsere Tochter jede Nacht im Ehebett schlafen (mein Mann schlief das letzte Jahr auf der Couch).Aber auch als mein Mann und ich noch ganz normales Eheleben geführt haben, hat sich unsere Tochter ständig ihre Matratze rübergeholt und neben meinem Bett geschlafen. Auf Fragen warum, kam ähnliches wie bei Euch: Bauchweh, Kopfweh, Gewitter schläft nicht gut alleine usw.Mir war es unverständlich, denn sie hat ab ihrem 3. LJ alleine in ihrem Bett in ihrem Zimmer geschlafen und zwar ohne Probleme. Bei uns gab esauch kein Familienbett nur mal wenn sie eben krank war o.ä. Dann sind wir in unser Haus geogen, sie hatte im ersten Jahr leider kein eigenesZimmer und schlief auf der Matratze neben mir. Dann war sie happy als ihr Zimmer endlich fertig war, groß undwunderschön, und plötzlich kam jeden Abend was anderes warum sie bei uns/mir schlafen will.

Leider habe ich auch keine Ahnung warum, ich habe sie dann halt einfach gelaßen. Wenn Freundinne nda waren, hatte sie allerdings null Interesse bei mir zu schlafen, dann war drüben die Tür zu und fertig. Auch wenn sie bei Freundinnen pennt.

Unterhalte Dich doch mal mit der Beratungsstelle bei der Diakonie.

Manchmal gab es Ärger aber sie siegte dann immer, weil mein Mutterherz eben weich wurde. Laß sie! Versuch nochmal zu fragen warum, höre gut hin, aber sonst laß sie einfach irgendwann ist auch das vorbei. Aber ich versteh dich nur zu gut.

lg
Anja

Beitrag von katismarti - 27.01.12 - 19:23 Uhr

Ich würde sie in einer ruhigen Minute mal an die Seite nehmen und mit ihr sprechen. Ich würde ihr sagen dass dir aufgefallen ist, dass sie Probleme damit hat in ihrem Zimmer zu schlafen und sie fragen ob sie weiss woran das liegt. Am Anfang wird sie sicherlich abblocken aber damit merkt sie schonmal dass du das ernst nimmst und für sie da bist. Und dann würde ich versuchen mit ihr Alternativen zu erarbeiten. Wie wäre es wenn sie in ihrem Zimmer schläft aber die Tür aufbleibt? Oder wenn sie ein Nachtlicht bekommt? Ich war auch eines dieser Kinder die lange Angst hatte in ihrem Zimmer zu schalfen. Zum einen habe ich mich in meinem Zimmer nicht wohl gefühlt und zum anderen hatte ich einfach Angst. Aber ein Nachtlicht und Radio zum einschlafen haben schliesslich geholfen und irgendwann hat es mich von selbst genervt und ich habe alles aus gemacht. Und heute kann ich gar nicht mehr schlafen wenn irgendwas an ist :-D.

Ich hätte mir damals gewünscht, dass den Erwachsenen aufgefallen wäre dass ich so angst hatte und mich darauf angesprochen hätten. Wäre zwar unangenehm gewesen aber ich hätte mich verstanden gefühlt. Probier es doch mal...

Beitrag von kathrincat - 27.01.12 - 21:38 Uhr

kenne ich nur von kindern die das fam. am anfang gewöhnt waren, naja wenn dan er erste freund oder freundin kommt, ziehen sie aus. oder ihr bleibt hart und lasst ihn halt schein, ich frage mich dabei aber eh warum euer kind mit schrein weiter kommt.

Beitrag von minusch73 - 03.02.12 - 22:28 Uhr

Ich konnte nicht herausfinden, ob es Dich beim Schlafen stört, wenn Deine Tochter nachts zu Dir kommt, oder ob Du nur denkst, dass das nicht normal sein kann, und Dich vielleicht schämst.

Wenn Dein Schlaf gestört wird und Du es absolut nicht mehr willst, dann schließe ich mich den anderen an und schlage viele Gespräche und Rituale vor. Kündige es an und setze eine Belohnung aus. Bring sie immer wieder ins Bett, ganz lieb, ganz leise, aber bestimmt. Das Schreien müssen alle mal ein paar Tage bzw. Nächte abkönnen.

Wenn Du jedoch nur befürchtest, was "die anderen" denken, es Dich selbst aber nicht stört, dann lass sie doch! Es gibt immer ein paar Spätzünder unter den Kids. Manche Mütter stillen ihre Kinder auch länger als "normal".

Irgendwann wird sie ihr eigenes Bett bevorzugen. Ich habe noch von keinem Kind gehört, das mit 16, 18 Jahren noch bei den Eltern schläft.