Trennung, und dann?

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Beitrag von sevenstar - 27.01.12 - 11:29 Uhr

Hallo an Alle,

es wäre nett wenn sich Jemand findet, der sich die Zeit nimmt mir meine Fragen zu beantworten.:-) Aus verschiedenen Gründen überlege ich, mich von meinem Mann zu trennen ( mache mir die Entscheidung nicht leicht nach 18 Jahren Partnerschaft ). Ich habe nun aber ziemlich großen Respekt vor diesem Schritt unter anderem weil ich so gar nicht weiß was ich wie und wo zuerst machen muß. Ich habe überhaupt kein Einkommen, habe in den letzten Jahren nur immer mal wieder als 400 Euro Kraft gejobbt. Nein, ich bekomme auch kein Geld vom Amt, da mein Mann zu gut verdient und ich keine Berufsausbildung habe. Natürlich müßte mein Mann mir Trennungsunterhalt zahlen aber eine Anwältin bei der ich war hat mir ausgerechnet das ich nur 75 Euro im Monat von ihm bekommen würde, da er so viel andere Kosten im Monat begleichen muß. Aber mit 75 Euro im Monat und dem Kindergeld kann ich doch kein Essen für mein Kind kaufen, geschweige denn Miete und den Rest bezahlen. Gut, es kommt noch der Kindesunterhalt dazu aber das reicht ja hinten und vorne nicht. Natürlich muß ich dann arbeiten gehen aber da mir die Ausbildung fehlt sind meine Chancen nicht sehr hoch etwas zu finden. ( es war damals eine gemeinsame Entscheidung mit meinem Mann das ich zu Hause bleibe, da wir auch mehrfach umziehen mußten durch seine Versetzungen). Ich würde gerne eine Kinderpflegeschule besuchen um dort Kinderpflegerin zu werden. Allerdings erhebt diese Schule ein Schulgeld. Würde ich da Unterstützung vom Amt bekommen? Ich werde mich über alles noch selber vor Ort beraten lassen aber ein paar Infos vorab wären toll. Ich brauche keinen der mir sagt was ich alles falsch gemacht habe, denn das weiß ich und deswegen versuche ich nun es besser zu machen. Kann mir das Amt mit einer Wohnung unter die Arme greifen? Wie teuer oder groß darf sie für zwei Personen sein? Darf ich eine schulische Ausbildung machen oder muß ich so schnell wie möglich irgentetwas arbeiten? Wer kommt für die Betreuungskosten meiner Tochter nach der Schule auf? Bitte nicht falsch verstehen. Ich will nicht vom Amt leben aber ich würde schon gerne eine handfeste Ausbildung machen wenn sich die Chance so anbietet. Danke an Jeden der mir ein paar Fragen beantwortet!#danke Mir geht sooo viel im Kopf rum, tut mir leid das es so chaotisch geworden ist!

Beitrag von blaue-rose - 27.01.12 - 11:48 Uhr

Hallo,

dir dürfte Alg2 zustehen. Ich würde mich mit dem Amt in Verbindung setzen. Sie können dich auch über deine anderen Fragen beraten.

Ich denke wenn du keine Ausbildung hast dürfte die Möglichkeit bestehen das das Amt eine Ausbildung von dir fördert. Die Fragen wegen der Wohnung werden sie dir auch beantworten können. Die Höhe der zulässigen Miete hängt von der Region ab in der du wohnst. Die zulässige Große kenne ich leider nicht.

Eventuell kann es auch sein das du Wohngeld bekommen kannst.

Das Jugendamt wird die sagen ob und in welchem Umfang es für die Kinderbetretung aufkommt.

Freundliche Grüße blaue-rose

Beitrag von sevenstar - 27.01.12 - 13:01 Uhr

Danke für deine nette und schnelle Antwort!:-)

Beitrag von bruchetta - 28.01.12 - 13:32 Uhr

So einfach ist das nicht. Mein Mann hat auch keine Ausbildung und als er mal arbeitslos war und nach einer Ausbildung gefragt hat, wurde ihm geantwortet: "Tja, wenn Sie sich das leisten können!?".

Ich finde es ein bißchen unglücklich, sich seine Existenz erst NACH der Trennung und auf Kosten des Staates aufzubauen.

Sonst bleib doch noch da wo Du bist und machst erstmal die Ausbildung zur Kinderpflegerin.

BTW: Ich kenne das gar nicht so, dass bei Unterhaltsfragen Rücksicht auf die Kosten des Zahlers genommen wird.
Da wird sein Einkommen zugrunde gelegt und davon der Unterhalt berechnet.
Wenn er über dem Hartz IV Satz liegt, sollten das schon mehr als € 75,-- sein....

Beitrag von sevenstar - 30.01.12 - 13:17 Uhr

Erst einmal danke für deine Antwort. Sicher ist es unglücklich sich erst so spät eine eigene Existenz aufzubauen und dann auch noch auf Kosten des Staates. Das das nicht Ideal ist weiß ich selber. Aber hilft mir das weiter ? Nein. Ich möchte schließlich nicht auf Dauer vom Staat leben und ich tue ja schließlichj auch während der Ausbikldung etwas. Ich dreh ja nicht nur Däumchen. Es soll Menschen in unserem Staat geben die nicht arbeiten gehen ohne schlechtes Gewissen. Zu denen gehöre ich mit Sicherheit nicht. Du findest es also besser meinem Mann etwas vorzugaukeln und ihn finanziell auszunutzen und das ganze auch noch meinem Kind vorzuleben?

Zu dem Unterhalt kann ich nur sagen was meine Anwältin mir gesagt und ausgerechnet hat. Sie sagte mir das man schaut was der Partner verdient und was ihm davon nach Abzug aller laufenden Kosten noch bleibt. Ihm selber steht auch etwas zu, und von dem was dann noch übrig bleibt errechnet sich der Unterhalt. Da wir überschuldet sind ist das nicht viel.