Hallo und guten Morgen zusammen,
mein Schwiegervater hat eine kleine Firma und sucht einen neuen Mitarbeiter.
Nun hat sich jemand beworben, mein SV ist aber nicht sicher wie er das Zeugnis deuten soll und hat mich um Rat gebeten. Ich fühle mich da aber auch etwas überfordert und dachte ich frag hier einfach mal, ihr wisst bei sowas immer so gut Bescheid.
Also:
Die Ausübung dieser unterschiedlichen Tätigkeiten erfordern eine präzise und selbständige Arbeitsweise sowie die Bereitschaft sich stets mit dem neuesten technischen Erkenntnisstand vertraut zu machen.
Hr. .... ist ein fleißiger und pflichtbewusster Mitarbeiter. Er bringt sich mit neuen Ideen ein und ist zudem jederzeit an Weiterbildungen interessiert.
Hr.... besitzt eine gute und schnelle Auffassungsgabe und zeichnet sich besonders durch Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft aus.
Die ihm übertragenen Aufgaben führt Hr.... mit der erforderlichen Sorgfalt stets zu unserer vollen Zufriedenheit aus.
Sein Verhalten gegenüber Kunden, Vorgesetzten und Mitarbeitern ist stets einwandfrei.
Was haltet ihr davon? Wie ist das zu werten?
Lieben Dank für´s helfen.
Ganz liebe Grüße
Arbeitszeugnis Deutungsfrage
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Beitrag von sugar653 - 27.01.12 - 11:46 Uhr
Beitrag von sonne.hannover - 27.01.12 - 11:58 Uhr
Hört sich nach einer guten Note "zwei" an.
Beitrag von bezzi - 27.01.12 - 12:06 Uhr
Ja, das ist gut. Eine 2.
Beitrag von manavgat - 27.01.12 - 13:15 Uhr
Redet lieber, als dass er arbeitet. Die Tätigkeit erfordert. o.k. Aber kein Satz darüber, dass er diese Anforderungen erfüllt.
Keinen Respekt vor Vorgesetzten (d. h. renitent). Die Reihenfolge im letzten Satz ist falsch.
Gibt es noch andere Zeugnisse?
Gruß
Manavgat
Beitrag von sugar653 - 27.01.12 - 13:20 Uhr
Hallo,
nein das ist alles. Welche Sätze deuten auf Deine Meinung hin?
Stimmt, da steht nichts das er das auch macht....
Grüße
Beitrag von manavgat - 27.01.12 - 13:37 Uhr
Der Verhaltenssatz ist in der Reihenfolge falsch.
Vorgesetzte muss immer zuerst stehen.
Erfordert Fähigkeiten usw. und dann kein Hinweis auf die Fähigkeiten dieses einen Mitarbeiters ist ein Hinweis auf Inkompetenz oder Unwillen.
Gruß
Manavgat
Beitrag von kaktuszahn - 27.01.12 - 19:17 Uhr
"Vorgesetzte muss immer zuerst stehen."
nicht so ganz- wenn man mit Kunden zu tun hat müssen diese an erster STelle sein.
Beitrag von manavgat - 27.01.12 - 19:24 Uhr
Nein, Du irrst.
In Zeugnissen ist den AGs der Satz hinreichend als Codierungsmöglichkeit bekannt.
Gruß
Manavgat
Beitrag von kaktuszahn - 27.01.12 - 19:39 Uhr
woher nimmst du das?
Beitrag von manavgat - 27.01.12 - 20:28 Uhr
aus meiner Arbeit in Personalabteilungen. Himmel, Herrgott.
Hasso kannst das Opfer wieder loslassen....
Gruß
Manavgat
Beitrag von kaktuszahn - 27.01.12 - 21:33 Uhr
warum wirst du so unhöflich?!
ich arbeite ebenfalls in einer solchen- zudem haben wir zwei anwälte in der firma deren fachgebiet arbeitsrecht ist - deine sichtweise ist mir völlig neu und daher fragte ich wie du darauf kommst.
Beitrag von terminor - 27.01.12 - 22:46 Uhr
Nein, da irrst Du. Und nur weil es bei Euch in der Perso so gehandhabt/gedeutet wird, ist es noch lange nicht richtig.
Beitrag von kaktuszahn - 28.01.12 - 13:12 Uhr
meintest du nun mich oder manavgat?
ich bin irritiert- denn ich kenne das so, dass man - sobald man kundenkontakt hat- im zeugnis dieses immer an erste stelle setzt.
Beitrag von terminor - 28.01.12 - 23:49 Uhr
ich meinte manavgat.
So wie Du es beschrieben hast, kenne ich es auch
Beitrag von kaaskop - 01.02.12 - 12:36 Uhr
Die Reihenfolge im letzten Satz ist richtig, wenn der Mitarbeiter in der Dienstleistung gearbeitet hat. Dann muss der Kunde an erster Stelle stehen, dann der Vorgesetzte und dann die Kollegen.
Die Formulierung "die Tätigkeit erfordert..." ist auch ganz gängig. Bin im Recruitment tätig und kann in der Bewerbung nichts Schlechtes lesen. Ist eine 2.
Schönen Gruß
Beitrag von .prinzesschen. - 27.01.12 - 13:32 Uhr
Für mich wäre dies auch eine gute zwei.
Mein Chef versteht auch nix von Arbeitszeugnissen und ruft einfach immer die vorherigen Chefs an und erkundigt sich. Wäre dies eine Möglichkeit?
LG
Beitrag von alexm1988 - 27.01.12 - 13:47 Uhr
"Die ihm übertragenen Aufgaben"- ich finde das hört sich an, als ob er nicht selbstständig arbeiten kann..
Beitrag von sugar653 - 27.01.12 - 13:51 Uhr
Das dachte ich auch schon, aber dann kommt ja dieser Satz
mit der erforderlichen Sorgfalt stets zu unserer vollen Zufriedenheit aus.
Beitrag von kaaskop - 01.02.12 - 12:38 Uhr
"Die ihm übertragene Arbeiten" ist absolut gängig und hat nix damit zu tun, ob jemand selbständig arbeiten kann.
In dem Zeugnis sind die regulären Formulieren benutzt. Das Problem ist, wenn man anfängt, ein Zeugnis eigenständig deuten zu wollen. Dann glaubt man immer, etwas Schlechtes zu finden.
Schönen Gruß
