Guten Tag!
Mein Hund (Schäferhundrüde - unkastriert, 2 Jahre) ist ein sehr kuscheliger, lieber Hund. Er mag Kinder, Besucher, Jogger, Fahrradfahrer, unsere Katze, Pferde, ...
NUR keine anderen Hunde.
Seit meine Eltern (gleiches Haus) vor kurzem eine kleine Hundedame (die er sehr liebt)aufgenommen haben , ist das Verhalten noch schlimmer geworden. Er bellt, zieht an der Leine, etc. Es ist schlicht peinlich.
Unser Hundetrainer meint, ich solle ihn kastrieren. Das möchten wir aber nur als letzten Schritt.
Nun meine Fragen:
1) Habt ihr Ideen, wie ich ihn friedlich bekomme?
2) Habt ihr Erfahrungen, ob kastrieren wirklich hilft?
3) Sollte ich erst mal den Hormonchip ausprobieren?
4) Wie verhalte ich mich, wenn (wie heute passiert) ein Walker am öffentlichen See mit Labrador und ohne Leine keinerlei Anstalten macht, seinen Hund zurückzurufen oder festgeleint vorbeizuführen, dieser Labrador aber schnurrstracks auf meinen Hund zukommt? Ich sagte deutlich: mein Hund ist wild.
Danke!
Rüde und andere Hunde
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von bettem - 27.01.12 - 12:15 Uhr
Beitrag von purpur100 - 27.01.12 - 12:43 Uhr
Hallo,
meine Empfehlung: Suche dir einen anderen Hundetrainer!
Und lies dir das hier bitte durch:
http://www.drc.de/gesund/kastratr.html
Beitrag von bettem - 27.01.12 - 15:13 Uhr
Ich bin ja auch nicht für das Kastrieren, eben aus den genannten Gründen. Ich glaube nämlich auch nicht, dass es nur damit zu lösen ist.
Andere Trainer gibt es hier meines Wissen nicht, aber ich werde mal schauen.
Danke für deine Antwort!
Beitrag von fiffifluffi - 27.01.12 - 13:03 Uhr
Hallo,
du solltest dir in der Tat einen anderen Hundetrainer suchen, aber nicht weil er dir die Kastration nahelegt, sondern weil er anscheint keinen anderen Lösungsansatz bietet.
Ich hate auch mal einen Schäferhundrüden übernommen der damals 8 Jahre alt war. war zu Menschen und anderen Tieren superbrav, hatte eine top Grundausbildung und hörte aufs Wort, Hündinnin mochte er ja, aber sobald er einen anderen Rüden nur von weiten widderte war sein Grundgehörsam verschwunden und man hing nur noch an der Leine. War bei Glatteis besonders lustig wenn als einziger Rettungsanker eine Straßenlaterne diente 
Naja, wie gesagt, der Hund war so ein Engel bis auf sein Rüdenproblem, wir haben damals erstmal eine Hormonelle Kastration ausprobiert (also den Chip) um zu schauen ob die OP überhaupt den gewünschten Erfolg bringen würde.
Na was soll ich sagen, er wurde zumindest ruiger und händelbarer mit anderen Rüden. Wir haben ihn dann letztendlich kastrieren lassen und mussten zwar trotzdem schauen wenn uns andere Rüden zu nahe kamen, aber er tickte nicht mehr so extrem aus und blieb händelbar.
Ich denke das es nicht unbedingt hilft zu kastrieren, daher haben wir auch erstmal mit Hormonen probiert, häätte das keine Veränderung gezeigt wäre der Ansatzpunkt ein anderer gewesen und wir hätten ihn mit 8 auch nicht mehr kastrieren lassen.
Danach hatte ich eine Staffihündin in Pflege vom Tierschutz, auch superlieb, hasste aber Artgenossen. Sie war kastriert und somit Hormonfrei... und als Hündin aber trotzdem mit allem unverträglich, auch Rüden. Mit der arbeitete ich wirklich 2 x die Woche mit einem sehr guten Hundetrainer. Nach 2 Mon. konnt man getrost mit ihr spazieren gehen ohne Leinenterror, klar, sie war nie so das man sie jetzt abgeleint hätte und sie friedlich mit anderen Hunden gespielt hätte, aber man konnte mit ihr in öffentlichen Verkehrsmitteln neben einem anderen Hund stehen ohne das gemuckt wurde. Aber das war auch echt ein Stück harte Arbeit, aber es lohnte sich soweit das der Hund in tolle Hände vermittelt wurde.
Die Lösung X wird es nicht geben und man muss es abhängig vom Hund machen und ebend schauen ob es "nur" die Hormone sind oder ebend einfach unsoziales Verhalten an dem man arbeiten kann.
LG
Beitrag von bettem - 27.01.12 - 15:15 Uhr
Danke für deine Antwort.
Demnach könnte der Hormonchip mir auf jeden Fall weiterhelfen.
Nämlich, dass ich erfahre, ob eine Hormonveränderung bei meinem Hund überhaupt eine Verhaltensänderung bewirken wird.
Welches Training hast du mit der Staff-Hündin gemacht?
LG
Beitrag von ironic666 - 27.01.12 - 14:09 Uhr
Ob eine kastration sinn macht ist fraglich, du solltest erstmal "ursachenforschung" (am besten begleitet von einem Profi) betreiben! Hat er Defizite in der sozialisierung? Schlechte erfahrungen, welche nie aufgearbeitet wurden? Es ist natürlich möglich, dass die testosteronmenge auch eine rolle spielt, aber ich halte es für unwahrscheinlich, dass es der einzige auslöser für seine aggressivität ist. Ist er nur leinen aggressiv oder generell?
Zu dem speziellen fall:
Generell ist er selbst schuld, wenn er seinen hudn nicht abruft, ich üersönlich würde meinen hund aber dann auch ableinen um den tieren die gelegenheit zu geben sich in einer normalen situation zu begegnen. Leine ist oft zusätzlicher stress- und aggressionsfaktor was hundebegegnungen angeht!
Beitrag von bettem - 27.01.12 - 15:10 Uhr
Danke für deine Antwort!
Unser Hund ist mE gut sozialisiert. Er kommt von einem VDH Züchter, wuchs mit Mutter und Geschwistern im Haus auf mit Katzen und Kindern, kam dann als Welpe zu uns und ist im Familienanschluss mit uns, anderem Hund, Kindern, Katze.
Seit er 9 Wochen alt ist geht er zur Hundeschule, wir beschäftigen uns täglich mit ihm.
Er kann allein bleiben, Autofahren, ist lieb zu jedem. Er hört sehr gut.
Soweit wirklich der perfekte Hund.
Außer bei anderen Hunden.
An der Leine macht er wirklich einen ganz fürchterlichen Aufstand. Aber ich lasse ihn nie frei, wenn mir andere Hunde entgegen kommen, deswegen weiß ich nicht, ob es nur an der Leine liegt.
Vielleicht sollte ich wirlich mal den Hormon-Chip versuchen.
Ach.
Beitrag von ironic666 - 27.01.12 - 15:39 Uhr
Ähm,.. an der Leine machen viele Hunde einen riesen Aufriss, es ist nicht wirklich die optimale Voraussetzunge wie sich zwei Hudne kenenlernen sollten! Versuch doch einfach mal deinen Hund unter kontrollierten Bedingugen mit anderen Hunden OHNE Leine zusammen zu lassen. Vielleicht gibt es dann ja gar ein problem!
Beitrag von hunaro - 27.01.12 - 17:01 Uhr
Es ist ganz natürliches und normales Hundeverhalten, das Rüden andere Rüden nicht gut leiden können, meistens jedenfalls. Nur macht es unsere derzeitige Lebensart mit Hunden nötig, dass die Tiere dem nicht nachgeben können, mit einander auskommen müssen und ihnen keine Ausweich- oder Meidemöglichkeiten gegeben werden.
Ggf. wirst du es nie hinkriegen, dass dein Rüde andere Rüden toll findet. Aber mit einem guten Trainer wirst du ihn so weit in deine Hand kriegen, das er sich weitgehend neutral verhält, WEIL DU DAS VON IHM WILLST. Quasi, das die Unterordnung zu dir seine Rüdenaggression zumindest etwas deckelt.
Probier den Chip aus, wenn du magst. Dann kann es aber sein, dass er für andere Rüden ein "es" wird. Möglich, damit Spannungen zu mindern. Möglich auch, neue damit aufzutun, wenn sie dann versuchen, ihn zu besteigen. Wäre nicht das erste Mal, dass ein hormonell toter Rüde von intakten für ne Hündin gehalten wird...
Ich plädiere für ne verbesserte Erziehung.
Ute
