Hallo zusammen,
ich wende mich an euch, da ich nicht weiter weiß. Ich bin 2-fach Mama. Mein Sohn ist 2,5 Jahre und meine Tochter 10 Wochen alt. Ich lass meinen Sohn fernsehen, obwohl ich genau weiß, dass das total sch.... ist und überhaupt nicht gut ist. Es geht im Grunde auch gegen meinen eigentlichen Erziehungsstil. Ich mache das um Ruhe zu haben, bzw. in der Zeit etwas erledigen zu können. Aber das muss doch auch anders gehen. Ich weiß nur nicht wie! Er hat sich früher, vor der Geburt und auch kurze Zeit danach, selbst beschäftigen können. Natütrlich nicht einen halben Tag, aber vielleicht schon mal eine Stunde. Oder wenn ich zu ihm gesagt habe, dass ich etwas tun muss, dann war es in Ordnung und er hat es mich erledigen lassen. Nur klappt jetzt nichts mehr. Da ich stille habe ich natürlich auch weniger Zeit insgesamt für die Dinge wie Haushalt und eben auch für meinen Sohn. Hat von euch auch jemand zwei Kinder mit dem Abstand und kann mir wertvolle Tipps geben meinen Alltag besser zu bewältigen und somit auch meinen Sohn nicht mehr fernsehen zu lassen? Mein Sohn ist noch nicht im Kindergarten. Ich habe mir schon überlegt neue Spielsachen zu kaufen, aber das kann ja nicht die Lösung sein. Zumal er im Grunde wahrscheinlich schon mehr als genügend hat. Aber nicht so gut damit spielt wie ich es mir wünsche. Rausgehen würde ich gern öfter mit ihm, bin erlich gesagt etwas ratlos was ich bei dem Wetter mit ihm draußen machen soll, da ich ja auch den Kinderwagen dabei habe.
Ich bin echt auch stinkig auf mich selber, dass ich es besser weiß, es aber nicht bewältige was ich mir so vornehme.
liebe Grüße
vere
bin verzweifelt, verärgert und hilflos
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von vere80 - 27.01.12 - 13:23 Uhr
Beitrag von marion2 - 27.01.12 - 13:26 Uhr
Hallo,
bei dem Wetter kann man immer noch gut spazieren gehen und die Natur beobachten.
Lass dir im Haushalt von deinem Sohn "helfen". Das würde ihn glücklich machen. BITTE ihn um Hilfe. Du arme gestresste Mutter schaffst das nämlich nicht allein. 
LG Marion
Beitrag von le_sheep - 27.01.12 - 13:49 Uhr
Hi,
es würde dich vielleicht entlasten, wenn du deine eigenen Ansprüche etwas herunterschraubst.
Schei**drauf, was andere vielleicht denken.
Gerade, wenn die Kinder mit so einem kurzen Abstand kommen, bedeutet das Veränderung.
Jetzt mal ehrlich, klar gibt es besseres, als den Kurzen fernsehen zu lassen, aber als zweifache mama lernt man auch, mal Fünfe gerade sein zu lassen, eben weil nicht immer alle perfekt sein kann.
Es ist ja nicht auf Dauer, sondern du befindest dich noch im Ausnahmezustand.
Wenn baby Nr 2 etwas größer wird, pendelt sich das langsam wieder ein.
LG
Sheep
Beitrag von mjfan - 27.01.12 - 13:56 Uhr
Wenn du stillst, kannst du ihm doch dabei eine Geschichte vorlesen. Oder ihr spielt mal, wenn das Kleine schläft, ein Gesellschaftsspiel zusammen oder spielt memory oder sowas. Besucht dein Sohn einen Spielgruppe? Hat er durch ne Krabbelgruppe oder durch Freunde von dir gleichaltrige Kinder zum Spielen? Wenn ja, könnt ihr euch ja verabreden und der große bleibt vielleicht mal ne Stunde odr 2 bei dem Freund?
Nur weil du stillst, heißt das nicht, das du automatisch weniger Zeit mitdeinem Großen verbringen kannst. Während des Stillens bist du doch körperlich und geistig trotzdem da. Frag ihn, ob er dir vielleicht ein Bild malen möchte. Bei dem Wetter kann man auch mit Kinderwagen und Kleinkind spazieren gehen, Enten füttern, auf den Spielplatz gehen. Grade auf Spelplätzen lernt man doch auch neue Leute kennen. Dein Sohn kann Freunde finden und du evtl. andere Mütter, mit denen du dich austauschen kannst.
Beitrag von sunflower.1976 - 27.01.12 - 14:12 Uhr
Hallo!
Als unser zweiter Sohn geboren wurde, war unser Großer 3 1/4 Jahre alt.
Unser Baby war anfangs viel im Tragesäckchen (Masupi plus), so dass ich beide Hände für meinen großen Sohn bzw. andere Tätigkeiten frei hatte. So konnte ich beiden Kindern gut gerecht werden. Beim stillen habe ich meinem großen Sohn vorgelesen, wir haben gepuzzelt o.ä.
Mir war wichtig, dass ich mich auch viel mit meinem großen Sohn beschäftige, wenn der kleine Bruder wach ist. So bekam er nicht das Gefühl, dass er nur wichtig ist, wenn das Baby gerade schläft.
Vielleicht kannst Du Deinen Sohn im Haushalt mit einbeziehen. Wenn Du z.B. Wäsche zusammen legst, kannst Du ihm ein paar Handtücher zum zusammen legen geben. Wenn Du kochst, kann er z.B. das geschnittene Gemüse für den Salat in die Schüssel füllen. Wenn Du putzt, gib ihm ebenfalls einen Lappen usw.
Meine Kinder fanden das in dem Alter toll. Dadurch hat v.a. mein großer Sohn Interesse am Kochen entwickelt und kann es mittlerweile richtig gut.
Eine Stunde alleine beschäftigen ist für ein 2,5 Jahre altes Kind schon sehr lange! Mehr Spielzeug bringt da aus meiner Sicht nichts. Auch für ihn ist die Geburt des Schwesterchens eine riesengroße Umstellung. Ihr alle müsst Euch erstmal dran gewöhnen und es wird auch wieder stressfreier!
LG Silvia
Beitrag von jezero - 27.01.12 - 17:45 Uhr
Hallo vere,
erstmal durchatmen. Du hast erst seit 10 Wochen zwei Kinder und der Unterschied zwischen einem und zwei Kindern ist einfach immens.
Bei uns gibt es Fernsehen auch nur dosiert, aber in manchen Situationen sage ich mir, es ist besser, die Kinder mal glotzen zu lassen und selber durchzuatmen, als völlig gestresst vermeintlich pädagogisch korrekt zu handeln. Es kommt immer auf das recht Maß an.
Gib dir einfach ein bisschen mehr Zeit. Und mache bitte nicht den Fehler, in den paar Minuten, in denen du durchschnaufen könntest, Haushalt zu machen. Deine Kraft ist endlich und wertvoll, der Haushalt läuft dir in diesen ersten Monaten/Wochen nicht weg.
Zum Thema Stillen habe ich damals von meiner Hebamme den entscheidenden Tipp bekommen: Wir haben eine Still-Kiste gepackt, in der superinteressante, teilweise auch neue Spielzeuge lagen; bei uns waren es damals so spezielle Autos mit Aufziehmotor. Diese Stillkiste wurde nur aufgemacht, wenn ich den Kleinen gestillt habe, und danach auch direkt wieder geschlossen. Dadurch wurde das Stillen für meinen Großen eher zum Highlight als zum gefühlten Mangel.
Auch wenn der Satz abgedroschen ist: Mit jedem Monat wird es besser gehen.
Alles Liebe,
Petra
Beitrag von babylove05 - 27.01.12 - 18:18 Uhr
Hallo
Mein Sohn war 2 1/2 als meine Tochter kam , ich war alleine ( da mein Mann damals schon im Ausland statoniert war ) . Was ich gemacht hab , den Haushalt dann wenn die kids geschlafen haben ... ich hab aber auch keine Probleme damit mal alles liegen zulassen , oder auch mal Tagelang nur des wichtigste zutun .
Ich denke auch des du deine Erwartungen an dich selber zutück schrauben musst . Hats du einen Mann ? wenn ja spann ihn in die Pflichten ein , wenn er Abends da ist , soll er sich mal um den grossen Kümmern , dann hast du für die Kleine zeit , und am nächsten Tag mal anderest rum . Er soll dich am Wochenende mal auschlafen lassen , den grossen schnappen und mit ihm raus , vieleicht zum Bäcker Brötchen holen , dazwiche noch mal zum Spielpaltz so des du zeit hast langsam in den Tag zukommen.
Lg Martina
Beitrag von widowwadman - 28.01.12 - 10:29 Uhr
Bei uns ist der Altersabstand genauso und ich hatte bislang keine Probleme, beziehe aber meine Grosse viel ein - z.B. wenn die Kleine ne Windel braucht dann darf die Grosse helfen - beim Saubermachen, frische Windel holen, schmutzige Windel wegschmeissen.
Wenn ich stille, habe ich wunderbar immer noch ne Hand frei um auch noch ein Buch zu halten, so dass ich der Grossen dabei vorlesen kann, oder ein Spiel mit ihr Spielen. Das Stillen ein Grund dafuer sein sollte dass man weniger Zeit fuer das aeltere Kind hat ist mir noch nie eingeleuchtet.
Wenn ich putze, druecke ich ihr einen Lappen in die Hand, so dass sie helfen kann, oder bitte sie ihre kleine Schwester zu bespassen.
Sie darf aber auch Fernsehen, ohne dass ich mir ein schlechtes Gewissen dazu mache - sie schaut groesstenteils deutsch-sprachige DVDs, schon allein dass sie die Sprache mehr hoert, also hat der Fernseher auch was Gutes.
Wenn wir rausgehen, gehen wir ueberall dahin wo wir auch vorher hin sind - Park, Spielplatz, Museum, Buecherei. Der Kinderwagen ist da kein Hindernis - im Gegenteil, durch das Buggyboard erhoeht sich die Reichweite die wir zu Fuss schaffen.
Mittlerweile schiebt sie auch gerne ihren Puppenbuggy, waehrend ich die Kleine schiebe.
