Hallo,
ich bräuchte mal euren Rat.
Ich habe mich letztes Jahr von meinem Mann nach 1 Jahr Ehe getrennt und meine Mutter hat mir damals sehr geholfen.
Meine Mutter und ich haben auch so ein sehr inniges Verhältnis, wobei sie schon eher der dominate Typ ist. Ich glaube, sie gibt sich ein bisschen die Schuld daran, dass sie nicht gesehen hat wie es mir in meiner Ehe geht.
Seit inzwischen 10 Monaten habe ich einen sehr lieben neuen Freund, er ist genau wie ich Lehrer. Jedoch sind meine Eltern im Gegensatz zu seinen Eltern keine Lehrer und kommen mit einigen Einstellungen von Beamten nicht so ganz klar.
Nun hatte ich gerade ein sehr langes Gespräch mit meiner Mutter, wobei sie immer wieder darauf zurück kam, dass man ja gar nicht wüsste, ob er nun der Mann fürs Leben sei und ich solle mich nicht so schnell binden (meinen Ex habe ich nach 6 Jahren geheiratet und danach hat er sich total verändert, also macht dieses Warten für mich irgendwie keinen Sinn mehr).
Zudem findet sie er wäre zu langweilig für mich, nur eine Art Notnagel.
Ich bin aber sehr glücklich mit ihm und wünsche mir bald Kinder mit ihm.
Aber dadurch das meine alte Beziehung auch kaputt gegangen ist (sie hatte mich damals auch gewarnt), bin ich jetzt doch etwas verunsichert.
Vielleicht könnt ihr mir einen Rat geben, wie ich damit umgehen kann?
Unsicher, bitte um Meinungen.
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Beitrag von Mutter vs. neuer Freund - 27.01.12 - 21:46 Uhr
Beitrag von Hmmm.............. - 27.01.12 - 22:15 Uhr
Hallo,
deine Mutter hat dich vor deinem Ex-Mann gewarnt, ihr wart jedoch sechs Jahre lang zusammen. Sooo falsch kann er dann wohl nicht gewesen sein.
Treff doch deine Entscheidungen für dich, ich glaube kaum, dass deine Mutter sich da einmischen sollte. Du bist erwachen.
Alles Gute.
Beitrag von roterschmetterling7 - 27.01.12 - 22:21 Uhr
ich bin mit einem Mann verheiratet, dessen Eltern mich nicht leiden können. Schwiegervater ist das Alfa-Tierchen der Familie und was er sagt ist auch Gesetz. Schwiegermutter kuscht nur, beugt sich ihm.
Und dann kam ich. Eine selbstbewuste Frau, mit beiden Beinen fest im Leben stehend, mit eigener Meinung, welche ich auch vertrete und zu der ich stehe. Zudem habe ich meinen Sohn als Alleinerziehende die ersten 7 Jahre auch allein groß gezogen, ging arbeiten usw...
Das heißt, ich habe in all der Zeit gelernt meine Ellenbogen vernünftig einzusetzen.
Ich hatte eine sehr schwere Kindheit, mein Mann dagegen ist behütet aufgewachsen. Ich sage was ich denke und stehe dazu.
Das meine Schwiegereltern mich nicht mögen ist das eine, aber das sie versuchen meinen Mann in dieser Beziehung zu beeinflussen finde ich nicht fair.
In eine Familie zu kommen, bereit sein sich ein wenig anzupassen und dann nicht geachtet zu werden finde ich nicht in Ordnung.
Vielleicht solltest Du Deine Mutter bitten, Deinen Freund aus einem anderen Blickwinkel zu sehen...
Viel Erfolg,
Christina
Beitrag von gh1954 - 27.01.12 - 22:53 Uhr
>>>Aber dadurch das meine alte Beziehung auch kaputt gegangen ist (sie hatte mich damals auch gewarnt), bin ich jetzt doch etwas verunsichert.<<<
Ich würde nichts darauf geben. Man kann im Vorhinein alles schlechtreden, nur um nachher sagen zu können: Siehst du, ich habe es dir ja gleich gesagt.
Beitrag von carrylind - 27.01.12 - 23:32 Uhr
Meine Mutter gibt mir zeitlebens gute Ratschläge die ich nie befolge. Und hinterher ist es oft so (nicht immer), das wir zu dem Entschluss kommen, dass sie in gewisser Weise doch recht hatte.
ABER: ich hab meine eigenen Erfahrungen gesammelt, hatte meinen Spass, und bin an allem gewachsen. Ich bin eigene Schritte gegangen, anstatt in Fußstapfen zu treten. Und bin mit jeder Erfahrung reicher geworden. Bin stolz auf meine eigene Meinung, auch wenn ich manchmal ne kleine Rebellin bin.
Will damit sagen: deine Mutter will dich vor allem Übel bewahren. Vielleicht sieht sie alles etwas realistischer als du in deiner Verliebtheit. Aber so what?! Es ist dein Leben, koste es aus. Und wenn es dir mit diesem Mann gut geht, warum nicht? Wer weiß, wie lange es dir gut geht, oder euch? Wer weiß, wie uns das Schicksal einmal zuspielt.
Und du kannst dir dennoch sicher sein, wenn es mal echt hart auf hart kommt, lässt dich deine Mutter nicht hängen (kann ich mir nicht vorstellen).
Meine tut es auch nicht.
(Lieb dich Mama!!!)
Alles Gute für dich! LG Carry
Beitrag von nick71 - 28.01.12 - 10:54 Uhr
Mit heiraten und kinderkriegen würde ich noch warten...oder gibt es einen Grund für die Eile nach zehn Monaten (!) Beziehung?
Und das hier:
"(meinen Ex habe ich nach 6 Jahren geheiratet und danach hat er sich total verändert, also macht dieses Warten für mich irgendwie keinen Sinn mehr)."
kann auch nicht wirklich dein Ernst sein. Sicher kann ein Mensch, den man bereits 6 Jahre kennt, sich nach der Hochzeit so sehr zum Nachteil verändern, dass es nicht mehr passt...aber das ist sicher nicht der Regelfall. Von daher, finde ich, solltest du euch auf jeden Fall Zeit geben, euch richtig kennenzulernen...so manche Heiratspläne erübrigen sich damit.
Ihr seid noch in der Verliebtheitsphase und natürlich der Meinung, dass es für ein ganzes Leben reicht...ob das so bleibt, bleibt abzuwarten. Ich sehe es grundsätzlich so, dass man weitreichende Entscheidungen wie Heirat und gemeinsame Kinder in dieser Phase nicht treffen kann und sollte...deshalb gehe ich mit deiner Mutter konform, nichts zu überstürzen.
"Aber dadurch das meine alte Beziehung auch kaputt gegangen ist (sie hatte mich damals auch gewarnt), bin ich jetzt doch etwas verunsichert."
Ich unterstelle, dass deine Mutter dich sehr gut kennt und noch mal einen anderen Blick dafür hat, ob dein jetziger Partner der richtige Mann für dich ist oder nicht. Mütter haben in der Hinsicht ein gutes Gespür...sie wäre nicht die erste, die schon längst geschnallt hast, dass es nicht passt, während du noch felsenfest davon überzeugt bist.
