Hallo,
ich bin seit 3 Monaten in einer festen Beziehung, die ich eingegangen bin nachdem die vorherige Beziehung nach 8 Monaten einvernehmlich beendet worden ist. Kurze Zeit später eröffnete mir meine Ex, dass sie mich immer noch liebe und mit mir an den Problemen arbeiten wolle. Ich war in meine neue Freundin zu der Zeit heillos verliebt und habe ihr gesagt, dass die Beziehung vorbei sei. Nun entdecke ich die ersten "Macken" bei meiner neuen Freundin und sehe gleichzeitig die Stärken meiner Ex. Ehrlich gesagt vermisse ich sie, teilweise, aber sehe auch nicht wie wir die alten Probleme lösen. Problematisch ist, dass meine neue Freundin in der Nähe wohnt und wir praktisch zusammen leben. Meine Ex hat noch 2 Kinder im Haushalt und wohnt 150 km entfernt, also könnten wir uns nur am WE und einmal kurz in der Woche sehen.
Ich merke wie ich mich von meiner jetzigen Freundin emotional entferne und weiß nicht ob ich ihr erzählen soll, was mich bewegt. Ich möchte ihr nicht weh tun, glaube aber nicht, dass ich eine tiefe Beziehung mit echtem Seelengleichklang haben werde.
Meine Frage: Lohnt es sich an der alten Beziehung zu arbeiten, ohne zu wissen, ob wir unsere Probleme in den Griff bekommen und dabei die Gewissheit zu haben, sich für die nächsten 4 Jahre nur unregelmäßig zu sehen? Oder sollte ich besser die Ansprüche an eine tiefe Beziehung zurückschrauben und mit der Nähe und Bequemlichkeit zufrieden sein, die ich in der jetzigen neuen Beziehung habe? "Arbeiten" werde ich wohl in jeder Beziehung müssen!
Reinhold
Von 2 Frauen geliebt! Aber lohnt sich ein Zurück?
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Beitrag von dirk-reinhold - 27.01.12 - 23:36 Uhr
Beitrag von Duckduck - 28.01.12 - 00:09 Uhr
Du entdeckst nach 3 Monaten Beziehung die Macken deiner Freundin und entfernst dich jetzt schon emotional?!
Bist du 90 und hast Angst allein zu sterben oder warum tust du dir das freiwillig an so eine Beziehung weiter führen zu wollen?
Wenn du mit der Ex glücklich bist sollte eine Km-Zahl kein Hibderniss für eure Liebe sein.
Nur mal so nebenbei,ich bin zwei Jahre und dann auch nur jedes zweite WE 250 km zu meinem Schatz gefahren
Lg
Beitrag von weltenbuergerin2 - 28.01.12 - 00:10 Uhr
Wäre er mit der Ex glücklich gewesen, wäre sie nicht seine Ex.
Beitrag von dirk-reinhold - 28.01.12 - 09:55 Uhr
nein, nicht 90 und froh über Ungebundenheit! Aber ehrlich: die Fernbeziehung hat ja auch etwas Gutes: Vorfreude, keinen Beziehungsalltag, der alles zur Selbstverständlichkeit werden läßt; "Freiheit" in der Woche...
250 km alle 2 Wochen: wie habt Ihr das hingekriegt und was ist daraus geworden?
Beitrag von duckduck - 28.01.12 - 10:33 Uhr
es hat seine Vor und Nachteile.Einmal so wie von dir beschrieben und der Nachteil;wenn man sein Partner mal wirklich braucht,weil es einem vllt mal total beschissen geht,dann kann die Entfernung einen ganz schön Belasten.
Wie es bei uns weiter ging? Nachdem wir immer mehr anfingen uns am Tele anzuzicken,bin ich von heut auf morgen zu ihm hin,hab seine Koffer gepackt,ihn mitgenommen und nicht mehr gehen lassen.Das ist jetzt zwei Jahre her und er ist immer noch nicht zurück 
Keine Ahnung welche Probleme ihr habt oder hattet,aber sie sind zu bewältigen wenn man sich liebt (ich spreche aus Erfahrung)
Beitrag von Meinung einer Frau.... - 28.01.12 - 00:17 Uhr
Also das ist so eine Sache... Und du bist der Einzige, der weiß, was er wirklich benötigt, um sich innerlich gut zu fühlen. Wenn du dich schon nach so kurzer Zeit "emotional von deiner neuen Freundin entfernst", dann ist das immerhin ein Zeichen.
Dass du aber nicht weißt, wie du die Probleme mit dir und deiner Ex lösen sollst, spricht auch für sich. Im schlimmsten Fall kann dich weder die eine noch die andere Frau wirklich in deinem innersten ergreifen und damit halten.... Ich würde die Nähe des Menschen wählen, der mich am meisten aufwühlt, mich am meisten zu dem Menschen macht, der ich gerne sein möchte und wo ich mich nicht verstellen muss...
Beitrag von holy_cow - 28.01.12 - 04:28 Uhr
Hola,
8 Monate ist ja nicht gerade eine lange Zeit, aber uebergangslos in die Naechste zu schwingen, halte ich persoenlich fuer falsch.
Meine Erfahrung ist, dass mit dem Tag der Beendung einer Beziehung nicht gleich auch emotionell die Sache verarbeitet ist.
Die Probleme liegen meist nicht nur bei einer Person, sondern auch bei einem selber. Mit ein bisschen Abstand und Reflexion erkennt man dann vielleicht die Fehler und kann daran arbeiten.
Viele meinen, mit dem Wechsel des Partners sind die Probleme vom Tisch.
Es ist meist eine Verlagerung der Probleme.
Du hast die Beziehung beendet und dich auf eine neue Frau eingelassen. Ecken und Kanten zeigen sich meist erst mit dem Alltag.
Gebt der Beziehung eine Chance und versucht gemeinsam die stoerenden Kanten zu schleifen.
Sprich mit ihr darueber.
Ob man nach 3 Monaten schon von einer Tiefe sprechen kann, schwer zu beurteilen. Aber Tiefe kann wachsen, wie Liebe und Vertrauen.
Hast du schon mal in Betracht gezogen, dass vielleicht keine der Beiden die Richtige fuer dich seub koennte und dir eine Auszeit gut tun wuerde?
Saludos
Beitrag von dirk-reinhold - 28.01.12 - 09:44 Uhr
Hi,
ja du hast wohl recht. Ich habe mich auf die neue Beziehung eingelassen, um mit der sich abzeichnenden Trennung von der Ex besser fertig werden zu können. Jetzt tut es mir echt leid und ich bedauere dass ich meiner Freundin weh tue, wenn ich ihr sage, dass ich noch tiefe Gefühle für meine Ex habe und einen 2. Versuch wagen möchte. Wenn der dann nicht klappt, hat es auch noch keinem Mann geschadet, einmal solo zu sein
. Für mich ist es wichtig mir treu zu sein und die zu finden, die mit meinen Lebensplänen am meisten übereinstimmt. An den Kanten des Alltags kann man feilen, wenn die Grundlage stimmt!
Beitrag von white-blank-page - 28.01.12 - 07:31 Uhr
Du hast Recht, Arbeit steckt in jeder Beziehung.
Niemand hier kann dir sagen, welcher nun dein Weg sein soll.
Allerdings bin ich der Meinung, dass Nähe und Bequemlichkeit keine wirklichen Gründe dafür sind, eine Beziehung aufrecht zu erhalten.
Das ist niemandem der Betroffenen gegenüber fair.
Sprich mit deiner neuen Freundin, rede mit der Frau auf Entfernung, denk aber vor allen Dingen zunächst einmal nach.
Was ist es, das dich zur Ex zurückzieht? Du kennst die Macken deiner Ex, wie steht es damit? Bist du dir sicher, die Beziehung noch einmal aufleben zu lassen, eure Probleme angehen zu wollen?
Du redest von Seelengleichklang, der dir hier bei der neuen Freundin fehlt. Hattest du ihn denn bei deiner Ex?
Denk darüber nach, ob du dich für die "ist ganz nett und doch so bequem"-Beziehung entscheiden kannst, wenn es da eine Wochenendbeziehung geben könnte, die dir das Gefühl gibt, angekommen zu sein, nur eben auf Entfernung.
Alles Gute bei der Entscheidung,
White.
Beitrag von dirk-reinhold - 28.01.12 - 09:49 Uhr
Mit deinen Fragen hast Du genau die Finger in die Wunde gelegt. Ja, die Fragen muß ich wohl für mich beantworten, aber ich glaube erst einmal mit offenen Karten mit meiner Freundin zu spielen ist das wichtigste und dann auf Augenhöhe die Problem mit meiner Ex zu lösen versuchen! Oder was ist deine Erfahrung?
Beitrag von white-blank-page - 28.01.12 - 10:51 Uhr
Ich habe diesbezüglich keine persönliche Erfahrung.
Ich habe mich nicht einvernehmlich getrennt, um dann nach drei Monaten neuer Beziehung festzustellen, dass ich den Ex noch liebe.
Aber es ist immer gut und richtig, Probleme auf Augenhöhe zu lösen. Es kann sein, dass es ein Fehler von dir war, die neue Beziehung einzugehen. So etwas passiert und kann von den Beteiligten umgekehrt werden.
Dass das der neuen Freundin weh tun wird, ist wahr. Aber besser jetzt als in 3 Jahren. Oder?
Einen wirklich richtigen weg gibt es übrigens nicht, meine ich. Du musst ausprobieren, was für dich geht. Was dir wichtig ist, was du willst, das gilt es, herauszufinden.
Viel Erfolg dabei
White
P.S. Die Kinder deiner Ex sind nicht deine Kinder, verstehe ich das richtig?
Beitrag von sussisorglos - 28.01.12 - 07:44 Uhr
Guten Morgen,
Aufgewärmtes ist nur bei Eintopf gut
. 3 und 8 Monate sind keine Zeit, dass man solche Probleme in den Griff bekommen sollte, da sollte die Beziehung einfach laufen....wenn es anfangs schon so kompliziert ist, dann würde ich keiner der Beziehung eine gute Chance geben.
Verbindungen zu Menschen lassen sich nicht mit einer Trennung einfach abtrennen, das Herz ist da was langsamer als der Verstand.
Viel
Beitrag von elodia1980 - 28.01.12 - 11:02 Uhr
Hallo Reinhold,
für mich klingt das, als seien beide Beziehungen nicht das Gelbe vom Ei. Mal unabhängig davon, dass man in einer Beziehung immer Kompromisse machen muss und der Himmel nicht ewig voller Geigen hängt, weil Beziehungen sich auch im drögen Alltag bewähren müssen, scheint es doch bei dir so zu sein, dass keine der beiden Frauen mit dir etwas teilen kann, das du "Seelengleichklang" nennst.
Von daher würde ich weder die eine noch die andere behalten. Für halbe Sachen ist das Leben zu kurz.
Alles Liebe, E.
Beitrag von snaky18w - 28.01.12 - 11:52 Uhr
Hallo!
Nimm keine von beiden und das meine ich ernst. 
Jeder Mensch hat Macken, niemand ist perfekt. In einer Beziehung muss man immer Arbeiten. Entweder die Macken stören dich so sehr, dann musst du gehen oder du findest sie zwar doof, aber es stört dich nicht, eben weil es schlimmeres gibt.
Was aber nicht heißt das Mann sich jede Zickerei gefallen lassen muss.
Es kommt hald auf die Macken drauf an.
Irgendwie hast du an beiden Frauen etwas auszusetzen, du vergleichst die Frauen. Du möchtest zu dem Ergebnis kommen, welche von beiden besser ist. Mit welcher Frau du dein Leben verbringen kannst.
Wo ist denn da noch die "Liebe"? Liebst du denn eine dieser Frauen? Du hast das wohl vergessen zu erwähnen.
Was hilft dir eine Frau ohne Macken, die du aber nichts liebst? Oder wartest du bis eine kommt ohne Macken? Dann wirst du aber ewig warten.
Gruß Nati
Beitrag von luka22 - 28.01.12 - 15:05 Uhr
Lieber Dirk-Reinhold!
"Ich möchte ihr nicht weh tun, glaube aber nicht, dass ich eine tiefe Beziehung mit echtem Seelengleichklang haben werde."
Wenn du als gestandener Mann eine "emotionale Verschmelzung" immer noch als Ideal einer Partnerschaft ansiehst, dann wirst du mit keiner glücklich: weder mit Parnterin A, noch mit Partnerin B noch mit irgendeiner anderen Frau auf diesem Planeten.
Grüße
Luka
Beitrag von lichtenstein - 28.01.12 - 16:03 Uhr
Acht Monate sind bei Dir schon eine Beziehung, an der gearbeitet werden muss???
Nach dieser kurzen Zeit schwebt man noch auf Wolke sieben und hat den gewünschten Seelengleichklang, ganz ohne Anstrengung. Entweder hast Du seltsame Vorstellungen von einer Beziehung, oder es war eben einfach nichts.
Beitrag von brummeli67 - 28.01.12 - 17:23 Uhr
Musst du doch selber wissen, ob es sich lohnt.
Meiner Meinung klingst du nicht beziehungsfähig.
Gönn dir doch mal selber ne Pause!
Gruß
Sabine
Beitrag von örks - 28.01.12 - 21:54 Uhr
Tja Reinhold,
Einen Vorteil muss es doch geben wenn man immer gleich mehrere Eisen heiß hält? Welchen denn bloß??
Unverschämt, dass du eine Beziehung führst und dich noch mit dem Gedanken trägst deine Ex wieder zu reaktivieren
Beitrag von nick71 - 29.01.12 - 01:17 Uhr
Macken hat bekanntlich jeder (auch du)...aber eine Beziehung, die bereits nach acht Monaten so problembehaftet ist, dass man sich im beiderseitigen Einvernehmen trennt, braucht m.E. auch kein Mensch. Das mal ganz grundsätzlich...es wäre natürlich nicht unwichtig zu wissen, welche Probleme da genau vorlagen, um beurteilen zu können, ob es realistisch wäre, sie anzugehen.
Von deiner jetzigen Freundin solltest du dich aber -unabhängig davon- trennen, wenn dir was wesentliches fehlt. Und insgesamt tendiere ich zu der Annahme, dass beide Beziehungen nicht das Gelbe vom Ei sind, und du lieber auf Frau Nr. 3 warten solltest.
