Einschulungs"feier"

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von lisasimpson - 28.01.12 - 14:44 Uhr

ich gehöre zwar noch gar nicht hierher, habe aber eben den "einschulungs-drama-thread gelesen.
nun bin ich etwas erstaunt über die große Bedeutung dieses Tages für die gesamte Verwandtschaft des kindes.

Ich persönlich kenne das gar nicht so.
Vielleicht hängt es auch damit zusammen, daß hier in bayern immer am 1. schultag (also unter der woche) eingeschult wird, vielleicht liegt meine Schulzeit auch schon zu lage zurück, vielleicht ist es eien regionale frage

aber ich muß gestehen, ich habe von meiner Einschulung ca 6 fotos. Eines davon mit allen Klassenkameraden, 3 davon sind auf dem Heimweg von der schule gemacht worden und eigen zum teil längst verstorbene Nachbarn, die sich mit aufs foto von mir und meiner besten Freundin gequetscht haben und zwei fotos sind von zu hause, ich sitze da drapiert auf einer alten Schulbank und heule wie ein schloßhund, weil meine Eltern mich gezwungen haben, mit rein zu kommen um fotos zu machen- dabei wollte ich sofort raus und mit meiner Freundin spielen..

Aber zurück zur Eingangsfrage:
Ist das mode die Einschulung so groß zu feiern?
ist das regional unterschiedlich?

Beitrag von senior888 - 28.01.12 - 14:52 Uhr

Bei meiner Einschulung waren meine Eltern und Großeltern väterlicherseits dabei.. Von mir wurden 3 Fotos gemacht und anschließend durfte ich mir wünschen wo wir essen gehen... das war es. So ähnlich auch bei meinen Kindern... also Nichts mit groß feiern!

Beitrag von lisasimpson - 28.01.12 - 15:03 Uhr

hm.. also dabei war wohl meine mutter (ach und wahrscheinlich mein vater- den sehe ich nur nicht auf den fotos, aber einer muß die ja gemacht haben:)

Beitrag von senior888 - 28.01.12 - 15:05 Uhr

Cool, mein Vater ist auch auf keinem Bild#winke

Beitrag von tauchmaus01 - 28.01.12 - 14:57 Uhr

Nunja.......ich finde man hat eben nur EIN Leben! Und das Leben sollte meiner Meinung nach ruhig immer wieder Höhepunkte haben die gefeiert werden......mir fällt da als erstes die Geburt eines Kindes an, das ist nicht alltäglich und einfach wunderschön, man feirt die Geburt mit einem Glas Sekt im kleinen Rahmen.
Dann kommt die Taufe (bei manchen) und auch diese wird nicht nur mit einer Butterstulle abgetan sondern es kommt die Verwandschaft zusammen und feiert diese.
Der Kindergartenbeginn, ein neuer Lebensabschnitt, auch diesen kann man mit dem Kind feiern, dazu braucht nicht die Familie kommen, aber es ist auch ein besonderer Tag für die Eltern und die Kinder.

Die Einschulung dann, über die sich die Kinder ja nun sehr bewußt sind und ich lange drau freuen, wird dann eben auch gefeiert. Bei uns kamen die Großeltern und wir hatten einen richtig tollen Tag, es gab Geschenke und Kuchen, lecker Essen und viel Spaß. Immerhin bedeutet die Einschulung den Start in ein langes Schulleben bei dem am Ende ein erwachsener Mensch steht. Ich finde das auf jeden Fall eine Feier wert.

Wie groß diese Feier ausfällt ist doch jedem selber überlassen, manche Familien machen da einen Riesenakt draus, andere feiern im kleinen Kreis....leid tun mir nur die Kinder bei denen die Eltern gar nichts machen, weil sie das einfach kaum erwähnenswert finden dass die Kinder in die Schule kommen.

Eine Feier ist doch immer was Tolles für die Kinder......und bei uns, in Bayern, konnte man sogar an einem Mittwoch feiern;-)

Mona

Beitrag von senior888 - 28.01.12 - 14:58 Uhr

DIE Raketenparty war meine Abifeier!!

Beitrag von tauchmaus01 - 28.01.12 - 15:49 Uhr

Und als Kind hättest Du sicher total was gegen eine Einschulungsfeier gehabt, oder?

Meine Raketenfeier waren die Geburten meiner Kinder, aber auch alle anderen Feiern fand ich super;-)

Beitrag von senior888 - 28.01.12 - 15:56 Uhr

Einschulungsfeiern sind hier gänzlich unbekannt!

Beitrag von lisasimpson - 28.01.12 - 15:02 Uhr

ja, stimmt schon, sehe ich grundsätzlich auch so und ich feier auch gerne

aber ich kenne diese "einschulungsfeierei" einfach nicht
vielleicht hat sich das in den letzten 30 jahren verändert, vielleicht erinnere ich mich nicht merh dran, ob doch gefeiert wurde (am wochenende?)- ich muß mal fragen..

mal bei den anderen müttern hier im ort umhören, wie das hier traditionell gehandhabt wird

ach so- den kindergartenstart haben wir übrigens auch nicht gefeiert....
ich finde, daß solche "höhpunkte" ja schon an sich eine Besonderheit sind.
eine zusätzliche feier hätte ich irgendwie seltsam gefunden

Beitrag von camille.wray - 28.01.12 - 15:14 Uhr

Diese Mode stammt aus dem Osten. Ich komme aus Thüringen und da war es schon zu meiner Einschulung (1986) üblich, dass verhältnismäßig groß gefeiert wurde und wahre Massen zur Schule pilgerten. Ich, meine Eltern und meine beiden Schwestern waren bei der Einschulung meiner Cousinen (1996, 1999) dabei, in der Schule wohlgemerkt.

Die Schulen waren völlig überlaufen, als wäre dort ein Volksfest, Massen von Menschen. Und das war ziemlich normal.

Ich habe Geschichten aus westdeutschen Gefilden gehört, dass das ein fast normaler Schultag sei. Eine zeremonielle Einführung am Morgen und dann ab in die Klasse und in den ersten Unterricht. Kaum vorstellbar für mich. :-D

Beitrag von lisasimpson - 28.01.12 - 15:18 Uhr

vielen dank,

ja ich glaube auch, daß es da regionale große unterschiede gibt

ich weiß, daß bei meiner Verwandtschaft in Baden Württemberg der Einschulungstag schon immer Samstag war.
Ich nehmen mal an, daß dort dann auch eher "gefiert" wurde.

Ich habe den ersten schultag tatsächlich als ersten SCHULTAG in Erinnerung.
es war toll, aufregend, alles neu- irgendjemand war der streber, der wußte, daß man sich melden muß, wenn man was sagen will und jeder hatte ne riesige Schultüte dabei.
ich hatte glaub ich sogar hausaufgabe nauf (meine Schultüte malen (ob das wirklich am ersten oder am 2. tag war weiß ich nicht) jedenfalls war das mit die schrecklichste hausaufgabe, die ich in meinen 13 jahren schule je hatte:)

Beitrag von senior888 - 28.01.12 - 15:21 Uhr

DAS war die Aufgabe am Zweiten Tag!! Nick, weiß das noch. Die Hausaufgabe am ersten Tag war den Ranzen/Tornister zu bestücken und zu ordnen!

Beitrag von lisasimpson - 28.01.12 - 15:23 Uhr

könnte sein, daß das erst am 2 tag kam..
die geschichte, wie schrecklich ich das fand (kann heute noch nicht besser malen als damals:) wurde noch oft zitiert

Beitrag von senior888 - 28.01.12 - 15:40 Uhr

es war bei mir und auch bei meinen Kids so.. meine Kleine haßt malen!! Einschulungen 1966 (Kurzschuljahr) und 1999 + 2001

Beitrag von senior888 - 28.01.12 - 15:19 Uhr

Bei meiner und meiner Kinder Einschulung gab es außer den einzuschulenden Kindern lediglich 2 Plätze für Anhang wie Eltern /Geschwister etc in der Schule

Beitrag von sillysilly - 28.01.12 - 15:20 Uhr

Hallo

ich denke das es regional sehr, sehr unterschiedlich ist
und dann noch von der Familie abhängt

was ich hier schon gelesen habe - Hüpfburg, Ponyreiten, Riesen-Partys - Mütter die gar nicht wußten wie sie die 40 bis 60 Leute bekochen sollen ......

das alles gibt es hier überhaupt nicht
habe das hier ( Bayern, Großstadt ) auch noch nie gehört

Hier ist es ein Familientag, der meist mit Opa und Oma gefeiert wird, nach der Einschulung wird Essen gegangen, dann Kaffee- und Kuchen - alles so im Rahmen einer Familiengeburtstagsfeier

Wir haben es noch kleiner gemacht - aber dafür supertoll und es wird meinen Kindern ihr Leben lang in Erinnerung bleiben

Sind nach der Einschulung nett Essen gegangen, und hatten uns dann eine private Stadtführung für Kinder durch unsere Stadt gebucht.
Eine befreundete Familie war auch mit ihrem Einschulungskind ( Freundin meiner Tochter ) dabei.

Es war einfach nur toll, so interessant, den Kindern hat es so viel Spaß gemacht und wir als Eltern hatten auch viel davon.
Das ganze hat so 2 Stunden gedauert und danach waren alle glücklich und ausgefüllt

Grüße Silly

Beitrag von lisasimpson - 28.01.12 - 15:24 Uhr

ach herrjeh...
nee, also ponyreiten wirds wohl nicht geben.
aber vielleicht was zusammen machen mit ein paar anderen kindern hier aus der nachbarschaft, das stimmt.
mit meinem großen werden 4 jungs hier aus der straße zusammen eingeschult..

Beitrag von krokolady - 28.01.12 - 15:31 Uhr

ich fands bei allen 5 Kinder immer übertrieben!
Man feiert es etwas...klar....aber doch nur "Familienintern".....also wirklich nur die ganz engen Leute....Eltern und Geschwister, evtl. Großeltern wenn fester Bezug da ist.

Da nen riesen Hype drum machen, haufenweise Leute einladen....womöglich noch nen regelrechtes proffessionelles Fotoshootin......total übertrieben und wohl eher was zur Befriedigung des eigenen Selbstwertgefühles....

Beitrag von lisasimpson - 28.01.12 - 15:33 Uhr

ich finde den gedanken komischerweise wirklich befremdlich, die einschulung zu "feiern"

muß nochmal in mich gehen, warum das so ist#kratz

Beitrag von krokolady - 28.01.12 - 15:32 Uhr

ach so...vergessen:

Die Familoien die da nen mächtugen Hype drum machen....an die hätte ich mal eine Frage:

Wurde der erste KiGa-Tag auch so übertrieben gefeiert?
Später dann ebenso der Wechsel auf die weiterführende Schule?
Und natürlich der erste Tag als Azubi?

Denn das sind ja auch alles "große Tage"

Beitrag von lisasimpson - 28.01.12 - 15:35 Uhr

"Wurde der erste KiGa-Tag auch so übertrieben gefeiert?
Später dann ebenso der Wechsel auf die weiterführende Schule?
Und natürlich der erste Tag als Azubi?"

so in etwa gehen meine gedanken auch..

also krippe, kidnergarten- das hätte ich total absurd gefunden zu feiern.
das Ereignis als solches war schon groß genug.
(mein jünster hatte am 2. Kindergartentag seinen 3. Geburtstag- das war ne ganz schön übele Aufregung:)

aber vielleicht liegt es doch eher daran, daß ICH mich so gar nicht auf die Schulzeit meienr Kinder freue?!

Beitrag von loonis - 28.01.12 - 16:34 Uhr

Warum so zynisch?
Kann doch jeder machen u. halten wie
er möchte?

Und nein...natürl. werden Beginn d.Krippe ,KiTa & Co
nicht groß gefeiert.

LG Loonis

Beitrag von lisasimpson - 28.01.12 - 16:49 Uhr

was ist denn daran ZYNISCH?

ist doch eine berechtigte Frage.
Ich habe nochmal extra ausgeführt warum die bisherigen lebensabschnitte, die in verbindung mit einer neuen Institution standen nicht gefeiert wurden - aber warum ist dsa "natürlich"?

es ist doch ganz offenbar regional ganz unterschiedlich welchen stellenwert diese ereignis hat und wie es celebriert wird.

für mich ist es unbekannt und natürlich frage ich mich dann, wie es mit den anderen Übergängen im leben steht.

Das hat nichts mit zynismus zu tun

Beitrag von senior888 - 28.01.12 - 15:42 Uhr

ob die Leutchen den ersten Tag Bundeswehr auch so gefeiert haben? Da wird man ja "zum Mann" gemacht#rofl

Beitrag von lisasimpson - 28.01.12 - 16:49 Uhr

na,ja, Initiationsriten wird es beim bund doch sicher geben!