Hallo.
Mein Sohn ( 17 Monate), bekommt bei einem ganz normalen "Nein" einen Wutanfall. Der Wutanfall zeigt sich in dem Sinne mit lauten quiecken, gegen Gegenständen zu hauen und weinen, manchmal versucht er mich zu beißen ( ist sehr selten).
Was kann ich denn gegen diesen Wutanfall machen?
Wutanfall
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Beitrag von stephie-2 - 29.01.12 - 13:02 Uhr
Beitrag von lisasimpson - 29.01.12 - 13:26 Uhr
warum darf er denn nicht wütend sein?
du solltest ihm zeigen, was er machen darf, wenn er wütend ist und ihn (und dich) davor schützen, daß er beißt- das solltest du in jedem fall unterbinden.
wütend sein aber ist nichts schlimmes oder falsches.
er muß nur lernen, was wir in unserer kultur für angemessen halten um damit umzugehen.
das wird er in den nächsten 15 jahren tun
Beitrag von stephie-2 - 29.01.12 - 19:41 Uhr
Hey.
Das beissen hab ich unterbunten, er darf wütend sein - keine Frage nur mach mal einem Kleinkind in seinem Wutanfall klar was er da darf und was nicht..., ich weiß ja das Kleinkinder ihre Wutausbrüche noch nicht richtig kontrollieren können und selber davor Angst haben.
Ich lass ihn meist, sich erst abreagieren und versuch danach im ruhigen mit ihm zu sprechen, auch wenn er es noch nicht ganz versteht. ;)
Beitrag von kati543 - 29.01.12 - 20:06 Uhr
Hallo,
wenn du dir die VK meiner Vorrednerin mal angeschaut hättest, wüsstest du, dass sie keineswegs kinderlos ist. Ihre Kinder sind zwar keine Kleinkinder mehr, aber sie kann sich sicherlich noch an die Zeit vor 3 Jahren erinnern 
Ich finde so eine Reaktion nicht unbedingt hilfreich für ein Kind. Dein Kind hat einen Wutanfall, den es nicht selbst richtig steuern kann. Sich da selber zu beruhigen ohne Hilfe ist echt schwer. Ich habe von Anfang an die Wutanfälle meiner Söhne abgebremst. Keine Ahnung was wäre, hätte ich es nicht getan. Dann hätten sie jetzt wahrscheinlich noch mehr und die wären gar nicht mehr kontrollierbar. Warum nimmst du dein Kleinkind nicht in den Arm und hältst es ganz fest und sprichst beruhigend auf es ein oder summst eine Melodie, die er mag oder singst ein Lied,... gaaaaaaaanz leise. Mein Sohn (frühkindlicher Autist mit extremen Wutanfällen-krankheitsbedingt) ist sofort ruhig, wenn ich heute "sein" Lied singe.
Und auf ein Kleinkind nach einen Wutanfall einzusprechen...ich weiß nicht. Ist dein Sohn schon entwicklungstechnisch so weit?
Beitrag von stephie-2 - 29.01.12 - 20:17 Uhr
Wenn ich ihm erkläre wieso er das nicht durfte hat er es nicht mehr gemacht, ich weiß nicht ob es Zufall ist/war oder er es ein bisschen verstanden hat ...
Ich hab schon versucht ihn in dem Arm zu halten und zu trösten aber zur Zeit stößt er mich weg und will nicht im Arm gehalten werden. Ich versuch es trotzdem weiter ihn zu beruhigen, ich hab schon versucht ihn mit etwas abzulenken in dem ich ihn gefragt hab wo sein "Hallo - hallo" ist ( Telefon) ... hat auch erst geklappt aber jetz lässt er sich nicht ablenken.
Beitrag von ayshe - 30.01.12 - 11:15 Uhr
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Wenn ich ihm erkläre wieso er das nicht durfte hat er es nicht mehr gemacht, ich weiß nicht ob es Zufall ist/war oder er es ein bisschen verstanden hat ...
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Doch, ich bin sicher, daß sie viel verstehen, nur akzeptieren können sie es oft nicht 
Meine Tochter wollte dann nicht im Arm sein, sie setzte sich lieber schreiend in den Flur.
Ich konnte eigentlich auch nichts tun. Sie saß dann eben da und ich war im Haus zugange, habe einfach ganz normla mit ihr gesprochen, gesagt, daß ich jetzt mal einen Tee koche oder irgendetwas und man konnte nur abwarten, bis es vorbei ist.
Dann kam sie erst zu Kuscheln an.
Beitrag von marion2 - 29.01.12 - 15:16 Uhr
Hallo,
wofür gibts denn das "Nein"?
Sind alle "Neins" nötig?
Du kannst ihn festhalten, bevor er dich bewirft.
Gruß
Beitrag von stephie-2 - 29.01.12 - 19:37 Uhr
Hallo.
Mich bewirft er ja nicht... die "neins" sind dafür wenn er anfängt zu hauen oder versucht den Schrank aus zu räumen, den Tv an und aus macht ( der Tv läuft nicht im Hintergrund).
Er rennt dann durch die ganze Wohnung, schreit und dann haut er irgendwo dagegen.
Beitrag von marion2 - 30.01.12 - 08:17 Uhr
Hallo,
wenn er anfängt zu hauen, halte ihn erst fest und rede dann mit ihm.
Wenn er den Schrank gern ausräumt, biete ihm "sein" Schrankfach an. Er trainiert mit solchen ärgerlichen Sachen sein Gehirn.
Lass den Fernseher ganz aus und geh mehr mit ihm raus.
Gruß
Beitrag von sunflower.1976 - 29.01.12 - 20:50 Uhr
Hallo!
Ich versuche, die "Neins" zu umgehen. Das heißt nicht, dass meine Kinder alles dürfen. Aber anstatt "Nein, nein, nein, du sollst nicht an den Schrank!" kann man z.B. sagen: "Lass den Schrank zu!". So bekommt das Kind eine klare Handlungsanweisung. V.a. wenn man nur "nein" sagt, muss das Kind erstmal deuten, was denn die Mama nun schon wieder möchte. Mal ist ein "nein" die Antwort auf die Frage, ob der Papa da ist, dann das Verbot, den Schrank aufzumachen und beim nächsten Mal heißt das "Nein", dass es die Mütze nicht absetzen soll. Daher finde ich klare Handlungsanweisungen ohne "nein" viel deutlicher und auch weniger frustrierend. Denn wenn man sich (oder zu "Übungszwecken" andere Mütter) beobachtet, bekommt ein Kleinkind am Tag ganz schön viele "Neins" zu hören.
Dazu kommt, dass das Gehirn Wörter wie "Nein" und "nicht" schnell ausklammert und nur der Rest des Satzes im Gedächtnis bleibt. Das geht übrigens Erwachsenen ganz genauso.
Ein Kleinkind darf ruhig sauer sein. Warum sollte es einfach so hinnehmen, wenn es an seinen spannenden Erkundungen gehindert wird? Ein Kind muss erstmal lernen, dass seine Gefühle okay sind. Und wie es die äußern kann und darf, muss es erst ganz langsam mit Hilfe der Eltern lernen.
Ein kleines Kind kann seinen Frust noch nicht verbal äußern....also tut es das körperlich. Es ist ein langer Prozess, bis ein Kind gelernt hat, wie es seinen Frust äußern kann, ohne anderen weh zu tun oder Sachen kaputt zu machen (viele Erwachsene können das auch nicht
).
Wichtig ist aus meiner Sicht, dass Du Deinen Sohn für seine Gefühle nicht bestrafst. Bleib in seiner Nähe und tröste ihn nach einem Wutanfall (wenn er das möchte).
LG Silvia
Beitrag von stephie-2 - 30.01.12 - 14:13 Uhr
Bestrafen tu ich ihn nicht für sein handeln, ich weiß ja das er damit noch nicht umgehen kann. :)
Ich werde mir deine Tipps zu herzen nehmen, dankeschön :)
Beitrag von locke1910 - 29.01.12 - 21:05 Uhr
Hi.
Nix.
Im Sinne von "Wutanfälle sind normal und gehören zur Entwicklung dazu"...

Einfach entspannt abwarten, jetzt schon anfangen, wenn er sich beruhigt, den Grund für seine Wut zu verbalisieren (Du ärgerst Dich, weil Du die Gabel in die Steckdose stecken wolltest und Mama "Nein" sagt? Das kann ich verstehen. Und jetzt gehen wir in den Garten, die Wut wegtoben...) und nicht weiter stressen - die Wutausbrüche können je nach Temperament noch lange und länger anhalten (und auch noch viel heftiger werden...
).
Aber wenn er älter wird, wirds besser, weil man dann mit ihnen reden kann, wenn sie sich beruhigt haben und Alternativen vorschlagen (Kissenschlacht, mal schreien, durch den Garten toben usw) und bis dahin vorsorgen, dass zumindest gefährliche Dinge nicht in Sichtweite sind...
GlG, Locke
Beitrag von henzelinos - 30.01.12 - 12:04 Uhr
Darf Dein Sohn nicht wütend sein?? Stell Dir vor Du willst etwas unbedingt und jemand sagt einfach so"nein" .... Du hast gelernt damit umzugehen denke ich...... Du schlägst also nicht um Dich,sondern pufferst deine Wut irgendwo ab. Manche Menschen schmollen dann ..... jeder macht das anders.
Ein Kind kann das noch nicht, das muss es erst lernen. Wichtig ist es dabei dass Du dich vor Angriffen seinerseits schützt. Wenn er tobt dann lass ihn und geh aus dem Zimmer. Du wirst sehen ganz schnell hat er sich abreagiert und kommt wieder angetrabt als sei nichts gewesen. Nur gestatte ihm das er wütend ist .... er hat eben auch einen eigenen Willen (was ja auch gut ist, sich aber nicht unbedingt mit deinem Willen deckt).
Unser Grosser ist auch sehr na ja ich nenn es mal "Rumpelstielzchenmässig" wenn ich etwas verbieten muss. Als er klein war schrie er auch und schlug auch schon nach uns. Heute fliegen die Türen zu ..... etc. Ich lass ihn dann immer.....meist ist in 2 min wieder alles ok und er wieder "normal". Ich sag mal so..... je weniger beachtung ich den Theater schenke desto besser ist es mit den Jahren geworden. Früher war das ein Mordausfstand, heute stampft er mit den Füssen geht in sein Zimmer und schmeisst dir tür zu. 2 Min später klären wir dann warum ich so entscheide und manchmal hat er sogar schon Verständnis dafür.
