Hallo! 
So, ich habe jetzt gestern mit einem guten Freund über seine Beziehung gesprochen - ohne Wertung, ist schliesslich ein Freund und es soll ihm gut gehen - weil ich neugierig war, auf welchem Konzept sie das aufbauen und wollte euch mal fragen, wie ihr das seht.
Er war acht Jahre mit seiner Freundin zusammen, hatten auch Kinderwunsch, hat aber nicht geklappt (Keine Tests, da sie eher akzeptieren, was die Natur für sie geplant hat.) - allerdings hat sie dann vor fünf Jahren gesagt, dass sie doch keine Kinder mehr möchte. Sie haben sich getrennt und er ging ins Ausland für wenige Jahre, glücklicher Single, hat sich ausgetobt. Als er dann wieder zurückkam, wollte sie die Beziehung wieder aufleben lassen und er hat zugestimmt, jetzt sind sie seit... etwa einem halben Jahr wieder ein Paar.
Geht auch alles gut, sind ja ein eingespieltes Team!
Aber, er mag Diversität beim Sex und dementsprechend haben sie sich auf eine offene Beziehung geeignet, da er sonst einfach fremdgehen würde. Er hat noch Liebhaber und Liebhaberinnen aus seine Singlezeit im Ausland und pflegt Kontakt mit diesen, soweit ich weiss.
Jetzt hat sie auf ein paar Regeln bestanden...
1) Er darf keine Frauen mit in die gemeinsame Wohnung nehmen, wenn sie nicht da ist. (Finde ich logisch, ist immerhin ihr Heim!)
2) Er darf keine Plätze mit einer Affäre aufsuchen, an denen er Erinnerungen mit ihr teilt.
3) Er darf am Wochenende (Freitagabend bis Montagmorgen) nicht woanders übernachten - das ist explizit auf seine Affären bezogen.
Ich weiss, dass er vor ihr leider verheimlicht, wie seine Affären wirklich aussehen - er ist emotional sehr an zwei oder drei Frauen gebunden - und im Prinzip wäre er in einer polyamourösen Beziehung besser aufgehoben.
Mittlerweile frage ich mich, ob seine Freundin nicht lieber eine monogame Beziehung hätte und zu einer offenen "Ja." gesagt hat, damit er sie nicht betrügt, ihn aber gleichzeitig an der Leine hält. Und er macht mit, obwohl er immer der unabhängige, unbändige Mann sein will. Er hätte auch gerne ein Kind und ist ein bisschen traurig, dass das wohl nicht mehr klappen wird. (Er ist Anfang, sie Mitte vierzig und sie möchte immer noch keine Kinder mehr.)
Die zwei lieben sich, sie hatten immer guten Kontakt, auch als er im Ausland war, daran gibt es keinen Zweifel! (Und ehrlich gesagt bewundere ich sie ein bisschen, wie sie die Trennung so anständig gemeistert haben!)
Aber jetzt, wo ich so eine Beispielsbeziehung vor Augen habe, frage ich mich wirklich...
...ist das so plus/ minus wie eine sexuell offenen Beziehung abläuft? Wieviele Regeln braucht es? Sollte man da nicht einfach ehrlich sein und auch sagen, wie es um die Affäre besteht?
Könntet ihr so etwas? Lasst mal eure Meinungen hören.
Liebe Grüsse!
Sexuelle offene Beziehung
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Beitrag von Wie geht das? - 29.01.12 - 15:39 Uhr
Beitrag von mindgames - 29.01.12 - 17:10 Uhr
Forderung Nr. 2 finde ich etwas, hm, schwierig. Wie kann man gewisse Orte meiden, wenn man alle im gleichen Umfeld lebt?
Ich haette jedoch dringend diese Forderung: Nie, never ohne Kondom!
Der Rest ist Sache dieses Paares... Die beiden werden schon merken, wie es laengerfristig fuer sie am besten laufen sollte.
LG Mindgames
Beitrag von Wie geht das? - 29.01.12 - 17:24 Uhr
Ich glaube, Kondom ist für einen verantwortungsbewussten Erwachsenen verständlich. (Zumindest in meiner Welt und ich gehe stark davon aus, dass er, weil er seine Freundin liebt, ihr auch keine Geschlechtskrankheit vermitteln will.) 
Ich weiss nicht, inwiefern alle im selben Umfeld sind, da ja ein Prozentteil seiner Liebhaber ausländisch lebt. Deswegen finde ich ja eher Forderung 3) schwierig - 2) soso lala. Ich verstehe völlig, dass man nicht will, dass der Partner jedes Wochenende bei der Affäre hockt, aber er darf ja gar nie. Er muss bei allem zuerst sie um Erlaubnis fragen, ob es in ihren Terminkalender passt.
Generell glaube ich schon, dass sie das stemmen werden! Geht ja mehr um die generelle soziologisch Ansicht dieser Konstellation, weil ich das so noch nie gesehen habe.
Beitrag von snaky18w - 30.01.12 - 16:40 Uhr
Hallo!
Erst mal möchte ich zu dem Thema Kinder etwas sagen.
Nehme mal an, dass die beiden sich getrennt haben, weil sie keine Kinder (mehr) möchte. Warum im Gottes Namen nimmt er sie zurück, wenn er so gerne Kinder haben würde? Sorry aber das kann doch nicht gut gehen, vor allem nicht dann, wenn dein Freund leidet, weil er keine Kinder hat.
Ob die Frau nun eine offene Beziehung möchte oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Aber so bald einer der zwei nicht 100% dazu steht, wird das nichts. Die beiden sollten reden und auch ehrlich sein.
Dein Freund sollte sich lieber eine andere Frau suchen, die Kinder möchte. Ob diese dann allerdings mit seinen Betthupferln einverstanden ist, ist fraglich. 
Ganz ehrlich, ich würde keinen Mann haben wollen der mich betrügt und eine offene Beziehung käme für mich nie in Frage. Ja da bin ich altmodisch, stört mich aber nicht. Es gibt ja viele Möglichkeiten, dass der Spaß bleibt, auch wenn es der selbe Partner ist.
Gruß Nati
