Hallo zusammen,
bin seit eben erst angemeldet, falle aber schon mit einer Frage zur Tür rein... ich hoffe ich habe dafür das richtige Forum benutzt?
Also, ich fange am besten mal so an: Meine Schwester 35, lebt ihr ganzes Leben bereits bei meinen Eltern. Ich selbst bin 32 und mit 22 Jahre zu Hause ausgezogen und habe selbstverständlich Miete gezahalt. Bald danach haben wir geheiratet, 2 Kinder bekommen und wir haben uns vor 4 Jahren entschieden ein Haus zu bauen. In meinem Elternhaus war nie Platz. Wie auch, meine Schwester hat sich die Wohnung großzügig ausgebaut und lebt dort nun mit ihrem Lebensgefährten.
Nun zum eigentlichen Problem, wenn ich zu meinen Eltern fahre, bekomme ich immer mehr einen richtigen Hass. Die beiden (Schwester & Freund) haben es sich dort richtig nett gemacht und zahlen nur die sehr geringen Umlagekosten. Reparaturen, Neuanschaffungen für das Haus, etc. pp., müssen sie nicht zahlen. Wir aber mussten uns schon immer selbst kümmern und es bestand ja nicht mal die Möglichkeit das wir dort auch mietfrei wohnen hätten können. Wir bekommen hier und da mal was zu gesteckt aber genießen nicht diesen Luxus einen Monat so gut wie keine Kosten zu haben.
Die beiden, sollten sie bald wie angedacht heiraten, werden das Haus erben und wir sollen die kleine Einliegerwohnung bekommen.
Ist das fair? Muss da nicht irgendwo eine Ausgleichzahlung von den beiden geleistet werden?
Freue mich über Eure Antworten und vor allem Meinungen! Vielleicht reagiere ich einfach nur blöde neidisch!?
LG
Silke
Gleichberechtigung unter Geschwister / Schwester wohnt mietfrei die andere zahlt Abtrag
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Beitrag von silke-smile - 29.01.12 - 16:08 Uhr
Beitrag von shiningstar - 29.01.12 - 16:12 Uhr
Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke dass Deine Eltern entscheiden werden/müssen, wer was erben wird.
Bei mir ist die Situation so ähnlich, aber da geht es eher um meine Eltern. Meine Schwester ist mit ihrem damaligen Freund ins Haus meiner Oma gezogen, dort lebt sie seit 12 Jahren mietfrei (nur Nebenkosten), inzwischen leben sie dort mir zwei Kindern. Ich habe studiert, Miete gezahlt usw. und habe daher auch viel mehr Unterhalt von meinen Eltern bekommen. Sie haben aber alle Beträge fest gehalten, so dass meine Schwester später einmal mehr erben wird, weil sie ja weniger bekommen hat bisher... Finde ich auch nicht wirklich fair.
Beitrag von silke-smile - 29.01.12 - 17:30 Uhr
Hast Du Dich mal mit Deiner Schwester und/oder Deinen Eltern unterhalten?
Ich finde es immer schwierig das zu planen oder gar zu tun. Auf der anderen Seite finde ich es wichtig die Dinge die einem stören, ehrlich auszusprechen bevor man platzt und dann garnichts mehr schön reden kann!?
LG,
silke
Beitrag von nick71 - 29.01.12 - 17:40 Uhr
"und habe daher auch viel mehr Unterhalt von meinen Eltern bekommen. Sie haben aber alle Beträge fest gehalten, so dass meine Schwester später einmal mehr erben wird, weil sie ja weniger bekommen hat bisher... Finde ich auch nicht wirklich fair."
Was findest du daran nicht wirklich fair?
Beitrag von shiningstar - 29.01.12 - 19:01 Uhr
Gegenfrage -was findest Du daran fair?
Beitrag von wasteline - 29.01.12 - 21:58 Uhr
Das ist ein Ausgleich für das, was Du bereits für Deine Ausbildung bekommen hast. Ich finde das fair.
Beitrag von shiningstar - 30.01.12 - 07:51 Uhr
Ich finde, da wir beide diese Wohnung haben wollten, aber sie als ältere eben früher ausziehen konnte bei meinen Eltern, dass man für die Ausbildungszeit mal gegen rechnen muss, was sie an Miete gespart hat. Nur weil sie kostenlos wohnen darf, daher weniger Kosten bei meinen Eltern verursacht hat, bekommt sie dann auch noch mehr Geld hinterher...?! Oh wie dumm von mir, dass ich studiert habe
Beitrag von nick71 - 30.01.12 - 08:34 Uhr
"Das ist ein Ausgleich für das, was Du bereits für Deine Ausbildung bekommen hast. Ich finde das fair."
Eben. Dito.
Beitrag von shiningstar - 30.01.12 - 10:26 Uhr
Ah ja... Objektiv gesehen würde ich das sogar genau so sehen.
Aber ihr kennt ja nicht meine Familie ;o)
Beitrag von manavgat - 29.01.12 - 17:23 Uhr
Der Pflichtteil des Erbes ist die Hälfte des gesetzlichen Erbes. Und ein Erbe bekommt man dann, wenn der Erblasser stirbt. Der Fall ist jetzt noch nicht eingetreten. Sollte ein Elternteil oder beide versterben, dann kannst Du immer noch zu einer Anwältin gehen und Dich beraten lassen.
Grundsätzlich hättest Du nur Anspruch auf geldlichen Ausgleich, wenn Deine Eltern im Testament verfügen, dass Deine Schwester das Haus erben soll.
Mein Rat: lass los. Neid macht grün und häßlich.
Gruß
Manavgat
Beitrag von silke-smile - 29.01.12 - 17:28 Uhr
Hallo Manvgat,
ich hatte nicht vor zu einem Anwalt zu gehen. Dafür bin ich doch zu sehr "Familienmensch".
Grün vor Wur bin ich wahrscheinlich schon - häßlich müssen andere entscheiden 
Aber los lassen ist ein guter Ratschlag und ich befürchte ich muss mich damit wohl abfinden und das beste drauß machen. Familientechnisch komme ich hier nämlich nicht weiter. Sie finden sogar das meine arme Schwester doch endlich mal "ihr Glück" verdient hat.
LG
Silke
Beitrag von misslicious - 29.01.12 - 17:32 Uhr
sorry meine liebe aber ich glaube nicht, dass man dich damals vor die Tür gesetzt hat.
Du hast doch selbst entschieden auszuziehen und für deine Schwester hat sich somit die Option ergeben sich die Wohnung bei den Eltern auszubauen.
wärst du nicht gegangen hättest du diese option ebenso erfragen können.
Das ist doch dein eigenes werk!
Du kriegst einen hass wenn du da hinfährst?!
Missgunst muss furchtbar sein .... 

Beitrag von nick71 - 29.01.12 - 17:38 Uhr
Möglicherweise tun deine Schwester und ihr Freund viel für deine Eltern und haben sich bereit erklärt, sie im Alter zu pflegen?
Ansonsten kommt es halt vor, dass ein Kind dem anderen vorgezogen wird...du wärst nicht die Erste, die dieses Problem hat.
Mein Rat: Sprich deine Eltern an, wenn du dich ungerecht behandelt fühlst.
Beitrag von thea21 - 29.01.12 - 17:50 Uhr
Ist doch piepegal ob es fair ist oder nicht!
Keiner von beiden hatz das Recht auf DAS da.
Bekommt es deine Schwester und du nicht, hast du einfach Pech!
Im Endeffekt seid ihr beide alt genug um für euch zu sorgen, von daher sollte dir egal sein ob deine Schwester mehr bekommt als du!
Werd deinem eigenen Anspruch gerecht.
Beitrag von anna031977 - 29.01.12 - 18:27 Uhr
Bring es zur Sprache und vereinbart dann im Familienrat was, womit alle Leben können.
Sonst gibt es nur böses Blut...
Beitrag von cooky2007 - 29.01.12 - 18:31 Uhr
Fair ist das dir gegenüber sicher nicht - von deinen Eltern aus gesehen.
Sprich mit deinen Eltern darüber.
Beitrag von kanische - 29.01.12 - 19:06 Uhr
Sei doch froh. Ich würde lieber heute als morgen ein eigenes Haus beziehn und nicht mehr in der Wohnung meiner Schwiegereltern wohnen und nur einen Minibetrag Miete zahlen! Denn wenn man in der Wohnung der Eltern wohnt hat man ja auch eine Verpflichtung. Meine Schwägerin ist fein raus. Sie muss sich warscheinlich nie um Ihre Eltern kümmern wenn die mal Pflege brauchen. Sieht man ja jetzt schon inder Generation davor. Der Bruder meiner Schwiegermutter hat sich früh aus dem Staub gemacht und wohnt eine Stunde von hier entfernt. Also bleibt alles was Ihre Eltern betrifft an meiner Schwiegermutter hängen! Genauso in meiner Familie. Meine Tante ist einen Ort weitergezogen. Meine Mutter muss sich um alles was meine Oma betrifft kümmern! Lieber bekomm ich kein Geld und kann alles mein Eigentum nennen, als am Ende so eine Belastung zu haben!
LG
Beitrag von gleumdil - 29.01.12 - 19:23 Uhr
Hallo,
also ich kann Deine Wut nicht wirklich verstehen. Du bist doch freiwillig mit 22 ausgezogen oder?
Ich finde man kann seiner Schwester auch was gönnen und Du sagst ja selber Du bekommst auch was zugesteckt, also versuchen Deine Eltern doch Euch gleich zu halten.
Bei mir war es z.B. so das meine Eltern ein Baugrundstück hatten. Mein Mann und ich wollten zu der Zeit nicht selber bauen also hat es meine Schwester bekommen.
Warum sollte ich jetzt sauer sein und von meinen Eltern Geld wollen als Ausgleich?
"Die beiden, sollten sie bald wie angedacht heiraten, werden das Haus erben und wir sollen die kleine Einliegerwohnung bekommen."
Du solltest vielleicht es mal so sehen, das Haus gehört Deinen Eltern sie haben dafür gearbeitet. Was sie damit machen ist alleine Ihre Sache!
Du wirst ja schließlich nicht leer ausgehen.
Deine Schwester unterstützt wahrscheinlich Deine Eltern auch(Gartenarbeit oder so) während Du damit nix zu tun hast, weil Du wo anders wohnst.
Bei uns in Köln gibt es einen Liedtext der sehr schön paßt.
Auf Hochdeutsch übersetzt : "nicht nur nehmen auch gönnen können."
Versuch mal ein bisschen mehr so zu denken, macht einiges leichter
LG
Beitrag von bi_di - 29.01.12 - 19:25 Uhr
Bei mir ist es ähnlich: Ich bin mit 18 ausgezogen, meine Schwester hat das Dach im Haus meiner Eltern ausgebaut (mit finanzieller und handwerklicher Unterstützung meiner Eltern) und dort eine 110qm Wohnung. Ich bin durch die Republik gezogen, meine Schwester hat ein Kind bekommen. Ich habe nun auch zwei, zahle jeden Monat erst an Tagesmutter, dann an die KiTa, jetzt an den Hort. Den Sohn meiner Schwester hat unsere Mutter betreut, während meine Schwester arbeitete.
Und weisst Du was? Das finde ich vollkommen in Ordnung so. Ich habe meinen Lebensentwurf gelebt, sie ihren. Ich bin gegangen, sie geblieben. Fairness hat nichts mit der Menge an Puderzucker zu tun, die man in die Po geblasen bekommt. Fairness gegenüber den Kindern hat damit zu tun, ihnen die Unterstützung zu geben, die sie brauchen.
Grüsse
BiDi
Beitrag von schorti - 29.01.12 - 20:25 Uhr
Hallo
Ich kenn deine Situation von zuhause, bzw von meiner Mama.
Meine Mama hat zwei Schwestern. Meine Großeltern hatten ein 3 Familienhaus. Mein Opa hat immer gesagt das er jeder Schwester eine Eigentumswohnung vererben würde. So da gab es vollgendes Probem:
In der oberen Wohnung wohnte meine Tante die ganze Zeit, bis mein Opa verstarb. Sie selbst hat nie was auf die Reihe bekommen, ist mit über 60Jahren Junggesellin, drei mal geschieden und hat eigentlich fast durchgehend auf der Tasche meines Opas gelebt. Sie hat nie Miete gezahlt, hat kein Müll usw bezahlt und die paar Nebenkosten die sie zahlen musste hat sie auch oft nicht bezahlt, weil sie chronisch Pleite ist. Dazu hat mein Opa ihr so schon ständig irgendwas zugesteckt und das nicht zu wenig.
Also war klar, das sie wenn die obere Wohnung behält.
So die Wohnung unten in der mein Opa nach dem Tod meiner Oma alleine gewohnt hat, war früher mal die Wohnung meiner anderen Tante, sodass sie die untere Wohnung bekommen hätte.
Also wäre für meine Mutter nur die mittlere Wohnung geblieben, in der mein Leben lang eine älter Frau gewohnt hatte, die lebenslanges Wohnrecht hatte. In der Wohnung war seit Jahren nix mehr gemacht worden, da gab es noch nicht mal richtig Heizung, sondern nur nen Boiler. Also hätte meine Mutter da noch ewig viel Geld reinstecken müssen.
Die Schwestern haben sich dann dafür entschieden das Haus zu verkaufen. Da meine älteste Tante aber wie gesagt nie Geld hatte, haben meine Mama und meine andere Tante sich Notar, Makler usw geteilt. Aber als dann hinterher der Kaufpreis geteilt werden sollte, war meine älteste Tante sowas von unverschämt. Sie hat sich beschwert das sie auch nur 1/3 bekam, da sie schließlich sich jetzt ne neue Bleibe suchen müsste, meine Eltern und meine andere Tante hätten schließlich nen eigenes Haus. Das sie dafür aber auch hart gearbeitet haben interessierte sie nicht.
Seitdem ist das Verhältnis zwischen den Schwestern kaputt.
Du hast es in der Hand es nicht soweit kommen zu lassen. Geld ist doch nicht alles im Leben. Willst du später keine Familie mehr haben und dafür mehr Geld??
Ich finde es gut das meine Eltern von Anfang an immer gesagt haben, dass sie ihr Haus verkaufen und der Erlös geteilt werden soll zwischen mir und meinem Bruder. So ist es im testament festgelegt, damit wir uns nicht deswegen auseinandereben.
LG Schorti
Beitrag von silke-smile - 29.01.12 - 22:10 Uhr
Vielen Dank für die ganzen Antworten. Interessant das mal von Außenstehenden zu hören.
Nein, meine Schwester hilft null komma nichts! Ich werde angerufen und gefragt ob ich meine Mutter zum einkaufen fahren kann oder was mitbringen und vorbei fahren kann. Ich mähe den Rasen im Sommer und helfe beim Sauber machen (Fenster putzen, etc.). Nebenbei gehe ich mit 2 Kids noch 25 Std./Woche arbeiten und mache nebenher noch ein Fernstudium. Während der Urlaubszeit meiner Eltern, gieße ich die Blumen, da Schwesterherz es bereits 2 mal, 3 Wochen lang kmplt. vergessen hat. Ich übernehme das "Bespaßungsprogramm" meiner Mutter, damit sie überhaupt mal vor die Tür kommt, weil mein Vater keine Lust darauf hat. Meine Schwester war das letzte mal vor vielleicht 4 Jahren mit ihr einkaufen, geschweige denn einen Kaffee trinken.
Ich will mich nicht in den Himmel heben aber es ist definitiv so, dass trotz das ich nicht mehr zu Hause wohne, die selbstverständlichen Dinge, nach wie vor von mir erledigt werden. Das ist auch völlig in Ordnung - ich mache es wirklich gerne für meine Eltern.
Wenn es zeitlich echt knapp wird und ich frage ob sie N. mal fragen kann heißt es immer, dass sie ja so Stress hat und wahrscheinlich auch nach Feierabend keine Lust mehr hat. Danach ist meine Mutter regelmäßig beleidigt, weil ich nicht sofort Hurra und Juchhu schreie und angeraßt komme. Meißtens bin ich sogar diejenige, die lieber das Handballtraining o.ä. absagt und doch zu ihr fährt....
Zu dem Thema "ich bekomme auch hin und wieder was zugesteckt"... ich meine damit nicht regelmäßig Beträge über 100 € oder höher. Mal sind es 10 € für ein Pulli für die Kleinen, mal ne Jogginghose für die Kids. Ich bitte auch nicht darum und kann sehr wohl für mich/uns selbst sorgen. Die Gesten weiß ich zu schätzen aber immer wieder muss ich daran denken, dass es 2 Menschen gibt, die garnichts für die beiden tun und trotzdem permanent davon profitieren und es nicht mal unseren Eltern danken.
Freiwillig ausgezogen bin ich, dass stimmt. Zu Hause war zu der Zeit kein Platz. Erst später, als meine Großmutter gestorben ist. Damals ist meine Schwester dort eingezogen und keiner kam auf die Idee mich überhaupt zu fragen. Das war dann einfach so, dass sie nun in die große Wohnung zieht. Unsere derzeitige Wohnung, für die wir Miete gezahlt haben, war wesentlich kleiner und wir waren damals schon zu dritt - Schwester noch alleine. Das habe ich geschluckt, mir hat es weh getan aber war zu diesem Zeitpunkt okay.
Ich hatte es bereits mal bei meinen Eltern angesprochen aber bin auf totale Unverständnis gestoßen. Uns würde es sooo gut gehen, wir haben so gut bezahlte Jobs und sind gesund. Wir sollen dankbar sein und ungerecht wäre hier garnichts. So far - ich halte die Klappe und warte auf die nächste Eskalation!
Geld ist nicht alles, dass stimmt aber das Gefühl permanent der Loser zu sein gefällt mir auch überhaupt nicht.
Kann man das wirklich für Lebzeiten "schlucken" und drüber hinwegsehen?
Beitrag von bensu1 - 29.01.12 - 22:32 Uhr
Um Deine Frage zu beantworten: Ja, kann man. Man muss "nur" darauf stolz sein, was man selbst geschafft hat.
Beitrag von wasteline - 30.01.12 - 19:07 Uhr
Du solltest lernen ganz klar NEIN zu sagen.
Beitrag von bensu1 - 29.01.12 - 22:30 Uhr
Hallo,
meine Situation ist ähnlich. Sowohl mein Bruder als auch meine Schwester leben mietfrei auf dem Grundstück meiner Mutter.
Ich bin, sobald ich eigenes Geld verdient habe, ausgezogen und lebte lange zur Miete. Mein Mann und ich besitzen jetzt ein Haus (nicht ganz ríchtig: eigentlich gehört's der Bank
).
Und weißt Du was? Ich wäre nie auf die Idee gekommen, von meiner Mutter (oder meiner Schwester oder meinem Bruder) finanziellen Ausgleich zu verlangen, weil es MEINE Entscheidung war, auszuziehen.
Als Kind beobachtet man noch mit Argusaugen, ob die Geschenke mengenmäßig bzw. vom Anschaffungspreis gleichwertig sind. Aber Du bist erwachsen!
LG
Karin
Beitrag von cinderella2008 - 30.01.12 - 10:28 Uhr
Hallo,
Dein Post hat mich erst mal drauf gebracht, dass ich in einer ähnlichen Situation bin, wie Du. Mein Bruder wohnt mit seiner Familie im Haus zusammen mit meinen Eltern. Natürlich zahlt er dort auch keine Miete, sondern nur die Nebenkosten oder wenn mal was am Haus gemacht werden muss, zahlt er anteilig. Ich habe das immer als selbstverständlich und normal hingenommen. Ich bin mit 19 ausgezogen und zahle seither Miete. Darauf, dass man diese Situation gegeneinander aufrechnen könnte oder müsste, bin ich noch nie gekommen. Habe mich auch noch nie ungerecht behandelt gefühlt deswegen.
Ich hätte mich eher gewundert, wenn meine Eltern von meinem Bruder Mietzahlungen verlangen würden. Kenne das auch nicht so.
Bei meiner Freundin ist die Lage umgekehrt. Da lebt sie mietfrei im Haus der Eltern, ihr Bruder hat gebaut. Auch dort gab es noch nie Eifersüchteleien oder Neid.
Ich glaube, dahingehend ticke ich einfach anders als Du und kann Deine Gedankengänge daher nicht nachvollziehen.
Cinderella
