Hallo Ihr Lieben, habe da ein Anliegen, was mir gar nicht mehr aus dem Kopf geht:
Ich war gestern beim Elternsprechtag, hatte das erste längere Gespräch mit der Klassenlehrerin meiner sechsjährigen Tochter, welche jetzt die erste Klasse besucht.
Dass meine Tochter super ist in der Schule, das wusste ich, dass sie aber so weit ist, dass die Lehrerin überlegt, sie nach den Osterferien in die zweite Klasse zu geben damit sie nach den Sommerferien die dritte Klasse besucht, dass hat mich dann doch sehr überrascht! Sie wolle nichts überstürzen, sie noch ein paar Wochen beobachten und sie testen, obwohl sie das schon die letzten Wochen gemacht hat. Sie hat ihr immer Extra-Aufgaben gegeben, Arbeitsblätter der zweiten Klasse, die meine Tochter mühelos und sehr schnell gelöst hat.
Ich wußte gar nicht, was ich darauf antworten solle. Die Lehrerin wollte wissen, ob meine Kleine zuhause sagt, dass es ihr in der Schule langweilig ist.
Also sie hat es vielleicht ein oder zweimal erwähnt, dass es für sie langweilig ist, da sie immer als erste fertig ist und dann warten muss, bis alle anderen auch soweit sind.
Die Lehrerin hat auch gesagt, dass sie froh ist, so eine tolle Schülerin zu haben, meine Kleine ist mit Abstand die Beste und Schnellste, was sie schon seit längerem nicht mehr so gehabt hat.
Wie würdet ihr entscheiden, wenn es doch so kommen sollte, dass die Lehrerin vorschlägt, die Kleine nach den Osterferien (in zwei Monaten
) in die zweite Klasse zu geben?
Ich habe da sehr viele Bedenken, wird die Kleine es wollen? Sie ist auch jetzt schon eine der jüngsten in ihrer Klasse, hat viele Freunde da, aber andererseits hab ich auch Angst, ob sie den Sprung überhaupt packen würde? da sie jetzt viel neues noch erlernen müsste, um alles für die zweite Klasse aufzuholen.....
Fragen über Fragen
aber Gott sei Dank müssen wir das ja nicht jetzt entscheiden.......
Tochter (6 Jahre) soll laut Lehrerin die zweite Klasse überspringen.....
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von mama08012002 - 29.01.12 - 20:15 Uhr
Beitrag von schullek - 29.01.12 - 20:22 Uhr
hallo,
find ich eine sehr schwierige entscheidung. deine tochter ist ja offensichtlich nicht unglücklich in der ersten klasse. andererseits muss sie schoin wirklich sehr weit sein, dass die lehrerin so etwas in erwägung zieht.
ich würde mich noch mit anderen lehrern besprechen, es betrifft ja nicht nur ein oder 2 fächer, sondern mehrere und zudem auch soziale aspekte.
wenn ihr dann entscheodet es zu machen, würde ich eine gewissen anzahl von probewochen einberaumen, so dass deine tochter weiß, dass sie in jedem fall zurück kann, wenn es ihr nicht behagt.
lg
Beitrag von mama08012002 - 29.01.12 - 20:42 Uhr
Ja das Probewochen hab ich auch gleich gefragt, und die lehrerin meinte, dass das überhaupt kein problem wäre.
mir machen die sozialen aspekte auch ein wenig angst, da sie jetzt schon eine der jüngsten ist und dort dann auf jeden fall die jüngste wäre......
sie ist sehr weit, erklärt den anderen kindern auch, wie sie sachen rechnen sollen, oder stellt sich vor die klasse und sagt wie sie auf das ergebnis gekommen ist....
Beitrag von sandra7.12.75 - 29.01.12 - 20:30 Uhr
Hallo
Ich würde mal in der Schule nachfragen ob die Kleine 2 Schnupperwochen machen kann,dann kann man immer noch entscheiden.
So haben wir es jetzt bei unserer Großen Tochter gemacht.Die besucht die 7.KLasse einer IGS und war auf dem Realschulzweig unterfordert und hat jetzt 2 Schnupperwochen auf dem Gymnasialzweig gehabt und jetzt gewechselt.
.
Die ersten 2 Tage waren echt heftig und sie wollte erst aufgeben.Der Lehrer hat uns allerdings gesagt das sie jetzt halt etwas mehr machen muß.Die hat in den letzten 2 Jahren höchstens 20 Minuten an den HA gesessen und nie für eine Arbeit lernen müssen.
Meine 2.Klässlerin ist genauso wie deine.Habe am Freitag das Eltern-Kind -Lehrer Gespräch.
Die hat auch soviel Langeweile.
lg
Beitrag von mama08012002 - 29.01.12 - 20:43 Uhr
ja das mit den probewochen wäre kein problem, wie gesagt wir müssen auch nicht jetzt entscheiden, sie weiß selbst noch nicht, und sie möchte sich noch mit anderen lehrern und dem schulleiter ausstauschen.....
Beitrag von puffel0805 - 29.01.12 - 20:55 Uhr
Hallo,
freu dich, dass du eine so gute Schülerin zu Hause hast.
Ich kann deine Bedenken durchaus verstehen. Wir standen im letzten Jahr vor dem gleichen Problem. Mein Sohn, damals erstes Schuljahr sollte nach den Osterferien ins zweite Schuljahr gehen, um dann nach den Sommerferien im 3. zu sein.
Er war schon immer sehr fix, fasste alles schnell auf und ihm fällt alles nur so zu. Trotzdem haben wir uns gegen ein Überspringen entschieden. Nicht, dass er das nicht schaffen würde. Es war eher aus dem emotionalen, sozialen Bereich heraus. Er ist sehr jung eingeschult (Kann-Kind), ist sowieso schon fast 1 Jahr jünger als die anderen. Er hängt an seiner Klassenlehrerin und fühlt sich pudelwohl inseiner Klasse. Er langweilt sich nicht, bekommt aber viele Extras. Er geht gerne in seine Klasse und das wollte ich nicht aufgeben.
Ich denke dann auch schon mal weiter, auf der weiterführenden Schule könnte er erst 14 sein, während andere schon 16 werden. Die dürften vieles, was er nicht dürfte. Das möchten wir ihm ersparen. Solange er glücklich ist, lasse ich ihn nicht überspringen.
Ich hoffe, dir geholfen zu haben.
LG Anett
Beitrag von mama08012002 - 29.01.12 - 21:08 Uhr
ich danke dir für die antwort. das sie nämlich auch die aspekte, die mir kopfzerbrechen machen, der soziale aspekt.....
Beitrag von kleinerlevin - 29.01.12 - 20:56 Uhr
Hallo.
Ich würde es nicht machen.
Ich hätte lieber das beste Kind in der ersten/zweiten Klasse, als eins was in der 3. eventuell zu kämpfen hat um mitzuhalten.
Da ist sie dann ja die jüngste,hat ihre gewohnte Klasse nicht mehr, kommt in eine ganz neue bestehende Klassengemeinschaft (in der alle älter sind/vielleicht sogar 2-3 Jahre) muss mit Diktaten klar kommen, die sie sicher in ihrer grade nebenbei erworbenen Schreibschrift schreiben muss.
Und, sie muss auch damit leben aufeinmal nicht mehr die beste zu sein.
Denn dort gibt es sicher auch Kinder die es gut machen.
Gruß Annette
Beitrag von mama08012002 - 29.01.12 - 21:09 Uhr
danke für die antwort. ja da hast du wohl recht, mein sohn ist zur zeit in der dritten klasse und ich sehe gerade bei ihm, wie sie das tempo angezogen haben und ab der dritten klasse kommen auch noten mit ins spiel, was für mich persönlich zuviel für die kleine ist.
und den gesamten stoff eines jahres in wenigen monaten aufholen? ich weiß nicht.....
Beitrag von athena2004 - 29.01.12 - 21:15 Uhr
Hi,
meine Tochter war 6 Wochen nach Schulanfang in der gleichen Situation, nur das sie in der Schule eine Verweigerungshaltung an den Tag gelegt hat bei allem, was über das hinaus ging, was die anderen auch gemacht haben. Sie wollte unter keinen Umständen auffallen. Zu Hause wurde sie sehr aggressiv. Sie war in ihrer Klasse sehr beliebt.
Die Direktorin der Schule hatte Angst, daß sie irgendwann durch die ständige Unterforderung keine Lust mehr hat auf Schule und Lernen, ... Daher hat sie vorgeschlagen, meine Tochter 2 Wochen in der 2. Klasse schnuppern zu lassen und dann zu sehen, wie es klappt. Nach einer Eingewöhnungsphase haben wir sehr schnell gemerkt, daß es die beste Entscheidung war. Sie ist nach wie vor bei den besten.
Was ich an Eurer Situation nicht gut finde: Deine Tochter soll erst (auf das Schuljahr betrachtet) kurz vor den Sommerferien schnuppern gehen, wenn wie Du sagst, schon viel aufzuholen ist. Warum geht sie nicht direkt schnuppern?
Mir persönlich macht es viele Sorgen, wie das irgendwann wird, denn in der Klasse meiner Tochter sind fast alle Kinder fast 2 Jahre älter als meine Kleine.
Die Psychologin, die den Sprung begleitet hat, meinte dazu, daß es meiner Kleinen jetzt gut geht, sie in der neuen Klasse fachlich und menschlich glücklich ist, zu Hause ausgeglichen ist und man dann einfach sehen muß, was später wird. Wir werden sehen...
Alles Gute,
Athena
Beitrag von mama08012002 - 29.01.12 - 21:20 Uhr
also eine Verweigerungshaltung legt sie nicht an den Tag, sie ist auch in der Schule ausgeglichen, macht halt immer viele Extra-Aufgaben, oder darf an den Computer, bis die anderen Kinder fertig sind.
Ihre Hausaufgaben dauern nie länger als 5 - 1 0 Minuten, vieles erledigt sie schon in der Schule und macht zuhause dann gar nichts mehr an Hausaufgaben.
Hach ich hab echt keine Ahnung, ich hab sie gestern spaßeshalber mal gefragt was 45+ 14 ist und sie wusste es nicht auf Anhieb. ich denke, dass sie sehr sehr viel aufholen musste, um dann nach den Sommerferien in die dritte Klasse zu gehen. Mein Sohn ist jetzt in der dritten, und er hat viel mehr zu lernen und viel mehr an Hausaufgaben als noch in der zweiten Klasse. Das sind alles Aspekte, die mich sehr daran zweifeln lassen, sie springen zu lassen................
Beitrag von sweety03 - 29.01.12 - 21:39 Uhr
Hallo,
wir haben hier eine ähnliche Ausgangssituation.
Unsere kleine Tochter wurde schon im August als Kannkind eingeschult und ist auch sehr, sehr weit im Stoff bzw. sehr viel weiter als der Rest der Klasse.
Unsere Große ist in der 3. und hat sehr viel mehr Hausaufgaben auf als in der 2. Das möchte ich der Kleinen nicht zumuten, all das aufzuholen und sich dann so reinknien zu müssen, obwohl sie zum Teil die Aufgaben ihrer Schwester problemlos bewerkstelligen kann.
Aber sie ist jetzt schon die Zweitjüngste in der Klasse. Wir fordern sie zu Hause und schauen, was die Zeit bringt.
Ich würde sie an Eurer Stelle nicht überspringen lassen.
Sweety
Beitrag von mama08012002 - 29.01.12 - 21:42 Uhr
danke für die Antwort!!wir warten mal jetzt ab was die nächsten wochen bringen........
Beitrag von misslicious - 29.01.12 - 22:31 Uhr
Mich überrascht es eher, dass die Lehrerin geäußert haben soll, dass sie froh ist, eine Schülerin dieser Art zu haben.
So schmeichelhaft das für Dich sein mag und so positiv das klingen mag.
Ich halte das für eine sehr schwierige Situation.
Und es wäre allen viel eher geholfen wenn sie einfach eine normale Schülerin wäre.
Vor allem wäre das für Dein Kind leichter.
Die Frage ob sie überspringen soll oder nicht würde ich mir so jetzt gar nicht stellen.
Ich bezweifle, dass es klug ist das bereits im ersten Schuljahr zu entscheiden.
Sie ist doch gerade erst ein halbes Jahr in der Schule!
Sollte sich die Situation in der 2. oder 3. Klasse nicht verändern und sie fühlt sich unterfordert, kann sie immernoch aufrücken!
Zumal die wichtigste Frage ist, ob sie das denn überhaupt will...
Sollte sie das nicht wollen, würde ich in keinem Fall irgendetwas in dieser Richtung veranlassen!
Beste Grüße
Beitrag von mama08012002 - 30.01.12 - 06:38 Uhr
ja da bin ich ganz deiner Meinung, es wird auf keinen Fall über ihren Kopf hinweg entschieden! ich bin froh, dass es dieses Forum gibt, es gab schon tolle Meinungen und Tips! Danke für deine Antwort!
Beitrag von muttiator - 30.01.12 - 07:30 Uhr
Ich hatte da mal eine gute Buchhändlerin, die meinte dass ihre 2 Kinder hochbegabt sind (mittlerweile erwachsen) und damals auch die Rede vom Überspringen einer Klasse war. Sie hatte sich damals dagegen entschieden und bereut diese Entscheidung nicht.
Sie meinte zu mir das es auch nur Kinder sind und dieses Überspringen hat auch nur den Sinn dass sie früher Arbeiten gehen können. Der Vorsprung den sie gehabt hätten wäre weg gewesen. Lieber parallel zur Schule fördern.
Im übrigen kann man wohl jedes Kind in der Schule fragen ob es langweilig ist, jedes Kind würde vermutlich sagen "Ja". Gerade in der ersten Klasse wird viel gemalt, das mag nicht jedes Kind. In der 2.Klasse sieht das aber schon ganz anders aus.
Beitrag von mel1983 - 30.01.12 - 08:39 Uhr
Hallo,
meine Tochter ist von der 2. nach einer Woche direkt in die 3.
Die 1. Klasse habe ich sie aber bewusst (!) durchlaufen lassen. Sie muss sich, auch wenn ihr langweilig ist, an die Arbeitsweisen der Schule gewöhnen. Dazu hatte sie in der 1. Klasse Raum, sich einzufinden in den Schulalltag.
Mit den Kindern der 1. Klasse war sie NIE glücklich, sie kam nicht an.
Ihre Klassenlehrerin hingegen hat sie geliebt.
Dennoch wollte sie springen - sie allein.
Die Lehrer und die Direktorin haben das befürwortet, also ist sie gesprungen.
Ich finde von der 1. in die 2. damit sie paar Wochen später in die 3. geht viel zu viel Umgewöhnung. Wozu der Schmuuuß?
Es reicht doch, wenn sie sich einmal umgewöhnen muss. So sie es überhaupt will.
Übrigens finde ich es seltsam, dass dir die Lehrer so viel Honig ums Mäulchen schmieren - und kontraproduktiv dazu (wenn auch zweifellos schmeichelhaft).
Grüße
Beitrag von engelchen28 - 30.01.12 - 09:01 Uhr
hallo!
ich würde es machen, wenn sich mein kind stark (!) langweilen würde in der jetzigen klasse und dort einfach nicht glücklich wäre, sie stark unterfordert wäre und ich das auch in der freizeit nicht mehr auffangen könnte.
wäre sie glücklich und wäre sie durch extraaufgaben / forderstunden einigermaßen ausgelastet und zufrieden, würde sie sich in der klassengemeinschaft gut aufgehoben fühlen, würde ich es nicht machen. warum? weil sie mit abstand immer die jüngste und kleinste wäre (denk an hänseleien der zukünftigen mitschüler - wäre sie dem gewachsen?) und im endeffekt nichts dabei herauskommt als dass sie a) mehr büffeln muss als andere (denn den stoff der 2./3. klasse muss sie sich ja doch aneignen und b) dem arbeitsmarkt ein jahr länger zur verfügung steht.
lg & alles gute für euch!
Beitrag von engelchen28 - 30.01.12 - 09:09 Uhr
was mir noch einfällt...ich kenne viele kids, die jetzt in der 4. klasse sind und ich unterhalte mich auch viel mit den müttern. von vielen habe ich gehört, dass der druck ab der 3. / 4. klasse enorm ansteigt, das ist kein fröhliches "wir-machen-mal-ein-arbeitsblatt" mehr, sondern da zählt alles, gerade im hinblick auf die weiterführende schule. hausaufgaben werden deutlich mehr und die kids selber und untereinander machen sich auch druck (schrecklich!!). wenn ein 9/10jähriges kind dem gerade so gewachsen ist bzw. teilweise schwierigkeiten mit diesem "neuen druck" hat, okay. ich kann mir aber nur schlecht vorstellen, dass ein deutlich jüngeres kind diesem druck bereits gewachsen ist....! von der notwendigen eigeninitiative mal ganz abgesehen, die in der 4. klasse und erst recht ab der 5. klasse an den tag gelegt werden muss.
ich würde mich einfach fragen: warum?
lieber die grundschuljahre gaaaanz locker und mit viel spaß durchlaufen als (nur um des springens willen) stress zu haben, druck auszuhalten, der für ältere gerade so zu ertragen ist, deutl. mehr lernen zu müssen...!
Beitrag von isaolemerle - 30.01.12 - 09:32 Uhr
Hallo,
mein Sohn ist nach den Herbstferien von der ersten in die zweite gesprungen.
Fachlich war das zu dem Zeitpunkt kein Problem. Aber: nach den Osterferien wird die zweite Klasse deutlich weiter sein und die Lücken zur ersten größer, je später also der Sprung, um so stressiger. Schreib- und Lesetempo ziehen deutlich an.
Ich habe den Sprung sowieso nur probiert, weil er in der ersten Klasse kreuzunglücklich war (absolute Langeweile, Chemie mit den Klassenkameraden stimmte nicht, Lehrerin war langfristig erkrankt, also nur Vertretungen). Wenn ein Kind sich wohlfühlt, warum sollte man dann etwas ändern?
Und weil er zu den Ältesten der Klasse gehörte (Ende Oktober geboren, 31.8. Stichtag). Denn: in seiner jetzigen 2. Klasse sind von 20 Kindern vier Mädchen bereits neun Jahre alt, wegen Wiederholung oder Zurückstellung. Die sind zum Teil schon in der Pubertät, tragen Lippenstift und so weiter. Das ist selbst für einen knapp Siebenjährigen heftig, und dann noch fast ein Jahr jünger... nee, geht gar nicht.
LG Isa
Beitrag von kleinjano - 30.01.12 - 09:42 Uhr
Hallo,
wenn dein Kind wirklich clever ist (also Richtung Hochbegabung) und sich nicht einfach nur vieles vom großen Bruder abgeschaut hat, dann musst du dir ums kognitive keine Sorgen machen!
Vielleicht hat sie einige Wochen etwas aufzuholen, aber es schadet keinen Kind (gerade auch keinem Hb) auch mal etwas für Spitzenleistungen tun zu müssen. Grundsätzlich wird sie wieder aufholen (vermutlich schneller als du ihr im Moment zutraust) und wieder an der Spitze sein. Deutsch (Aufsatz und Rechtschreibung) könnte etwas mehr Aufwand benötigen als mit 1 Jahr älter, aber wie gesagt ich finde, dass auch clevere Kinder schon früh die Erfahrung machen sollten, dass einem nicht alles nur zufliegt. Dabei geht es darum Misserfolge zu verarbeiten und das Lernen zu lernen, aber auch darum sich in andere einfühlen zu können, die immer ackern müssen.
Sozial und emotional sind die eigentlichen Entscheidungsfelder! Da kennst nur du dein Kind. Wie kommt sie mit den Älteren klar. Zu welche Kinder sucht/findet sie in einem völlig fremden Kontext Anschluss (z.B. Spielplatz, im Urlaub...)? Hat sie auch gute außerschulische Kontakte?
LG kleinjano
LG kleinjano
Beitrag von manavgat - 30.01.12 - 10:22 Uhr
Ich finde es klasse, dass sich die Lehrerin so engagiert. Nichts ist schlimmer als permanente Langeweile.
Wenn Du Dir selbst unsicher bist, dann kannst Du die Schulpsychologin (örtliches Schulamt) um einen Test bitten. Vermutlich wird sich das bestätigen, was die Lehrerin meint, aber dann hast Du es abgesichert.
Gruß
Manavgat
Beitrag von britta1981 - 31.01.12 - 09:59 Uhr
Hallo,
ich finde engagierte Lehererinnen auch toll
! Das einzige, was mich in dem Fall etwas stört ist das Schmeicheln mit dem Hinweis, dass man so froh um das Kind ist, es aber doch gerne springen lassen möchte. Offensichtlich ist das Kind im Klassenverband glücklich und langweilt sich dank Sonderaufgaben auch nicht. Warum sollte man es nicht dabei belassen? Vielleicht hat die Lehrerin einfach doch nicht so große Lust sich ständig um Sonderaufgaben zu kümmern
.
Ich sehe den Sinn darin, ein Jahr früher fertig zu sein auch nicht so ganz. Für die Wirtschaft wäre es vielleicht gut. Vorrausgesetzt das Kind macht dann wirklich einen guten Abschluss und bekommt einen Arbeitsplatz. Und Argumente, wie das Kind kann ja später notfalls wiederholen, weil es ja ein Jahr Vorsprung hat, mag ich nicht, weil das mit einem Versagensgefühl begleitet werden kann.
Liebe Grüße
Britta
Beitrag von manavgat - 31.01.12 - 10:05 Uhr
Ich glaube nicht, dass es der Lehrerin darum geht, dass das Kind früher fertig ist. Vermutlich weiß sie, wie sehr Hochbegabung später zum Problem werden kann. Springen ist in der Grundschule nicht so problematisch, wenn es gut begleitet wird.
Hinzu kommt: hochbegabte Mädchen bleiben leider hinter ihren Möglichkeiten, weil sie sich - bestens sozialisiert - nach unten anpassen. Von außen sieht es dann so aus: integiert und zufrieden. Das kann sich aber später ganz anders äußern, häufig wird somatisiert.
Das Thema ist zu komplex, um es hier auszubreiten. Daher mein Rat mit der Schulspychologin zu sprechen. Vorteil gegenüber einer niedergelassenen Psychologin ist, dass sie sowohl als Psychologin Fachfrau ist, als auch dass sie sich im Mikrokosmos Schule auskennt.
Gruß
Manavgat
Beitrag von britta1981 - 31.01.12 - 10:19 Uhr
Hallo,
also psychologisch begleitet mag das schon gehen. Ich weiß auch, dass das Thema nicht trivial ist
. Ich habe aber eben auch schon von Kindern gehört, die dann in der Pubertät Probleme bekamen bzw. als die anderen schon in der Pubertät waren. In der Grundschule sollte das eigentlich noch recht unproblematisch sein.
Liebe Grüße
Britta
