Habe ich richtig gehandelt

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Beitrag von babyschildi2010 - 29.01.12 - 21:15 Uhr

Guten Abend,
also es ging um folgendes problem:
Mein Hund (Yorkshire-Pekinese Mix) und ich sind heute morgen schön miteinander Spazieren gegangen. War ein Gehweg, rechts eine Grundschule Abgezäunt ein Spielplatz mit Mauer (Alter Friedhof). Ich gehe schön gemütlich, mir kommt eine ältere Dame mit einem Hund entgegen. Soweit war ja auch alles gut gewesen, nur der Hund war nicht angeleint und sehr sehr Agressiv gewesen. Ich habe meinen kleinen (16 Wochen) an der kurzen Leine. Erst versuchte der fremde Hund meinen an der Seite zu packen und dann versuchte er es noch einmal von vorne. Ich habe dem fremden Hund instinktiv auf die Schnautze gehauen, so das der erstmal verwirrt war. Habe mir meinen auf den Arm gepackt und bin erst mal weiter weg gerannt.
Der älteren Dame hat es im übrigen nicht wirklich gejuckt und ist stur weiter gegangen, ich schätze mal sie hat es nicht wirklich mit bekommen.

Habe ich richtig gehandelt oder war mein Verhalten falsch gewesen?
Ich wusste mir nicht anders zu helfen.

danke #blume schon einmal für Eure Antworten.

LG Sabrina

Beitrag von nici08 - 29.01.12 - 21:38 Uhr

was genau heißt aggressiv ? ist der andere zähnefletschend auf deinen los ?

auf den Arm nehmen , finde ich persönlich nicht so gut ... meistens empfindet der Mensch, ein Gestupse, Gebelle, Geknurre der Hunde aber auch schlimmer als es eigentlich ist

Beitrag von babyschildi2010 - 29.01.12 - 21:47 Uhr

Hi,
also der Hund war wirklich sehr agressiv, Zähne bis zum Zahnfleisch gezeigt. So etwas habe ich persönlich nicht all zu oft bei einem Hund gesehen.
Ich habe schon öfters Hunde die knurrend zu meinem Hund gekommen sind, mitbekommen diese haben kurz geschnüffelt nochmal geknurrt und sind weiter gegangen. Oder auch bellende Hunde, meiner bellt auch kleinere an. Aber ich bin wirklich nie einem Hund begegnet der meinen Hund so angegangen ist
Yoda (mein Hund) hatte sich anschließend hinter meinen Beinen versteckt und wollte nicht weg deswegen habe ich Ihn ja so schnell hochgenommen, zwar kann er schon ordentlich rennen aber so schnell dann doch noch nicht ;)

Die Hunde die ich bisher kennen gelernt habe sind alle wirklich gut auf meinen Hund zu sprechen.

Beitrag von nici08 - 29.01.12 - 21:50 Uhr

nee dann hast richtig gehandelt --- ich hätte die leine oder irgendwas dazwischen geschmissen, aber die Situation entschärfen war klar in Ordnung .. sollte aber die Besitzerin des anderen Hund schon mal mitbekommen, wenn ihr Hund auf andere losgeht

Beitrag von alkesh - 30.01.12 - 09:59 Uhr

< Yoda (mein Hund) hatte sich anschließend hinter meinen Beinen versteckt und wollte nicht weg deswegen habe ich Ihn ja so schnell hochgenommen, zwar kann er schon ordentlich rennen aber so schnell dann doch noch nicht ;) >

Leider falsch gehandelt! Mit dem hoch nehmen hast Du seine Angst nur noch bestätigt, wenn sich so was festsetzt, werdet Ihr Beide wenig Spaß in Eurem Hundeleben haben.

Den anderen Hund fern halten ist schon okay, aber Deinen mußt Du dabei unbedingt ignorieren (außer er macht Mist).

LG

Beitrag von sashto - 30.01.12 - 10:04 Uhr

das blöde ist ja dass man sich oft in der situation nicht anders zu hlefen weiß und das einzige was man will, ist seinen hund zu "retten"

ich hatte auch mal etwas ähnliches mit meinem yorki.

ein kleiner malteser kam plötzlich aus einem hauseingang raus und stürzte sich auf meinen hund, meiner hatte sich nur geduckt und garkeine anstalten gemacht sich zu wehren (er war da auch schon etwas älter) ich hab meinen einfach am halsband hoch gerissen und ihn schnell hoch genommen, der malteser hat mir daraufhin noch ins bein gebissen...naja, besser als meinen hund ;-)

Beitrag von alkesh - 30.01.12 - 10:26 Uhr

Ich weiß, passierte mir im Welpenalter unseres Berners auch mal, ich dachte der Schäferhund zerfleischt ihn, kam auch schon fletschend auf ihn zugestürmt und lies nicht von ihm ab.

Einmal ist keinmal, aber dann sollte man es doch beherzigen!

LG

Beitrag von ironic666 - 30.01.12 - 07:06 Uhr

Auf den Arm nehmen ist immer und generell falsch! Natprlich darfst du einen anderen Hund abwehren, wobei ich persönlich nur ein einziges mal auf die Schnauze eines Hundes geschlagen habe und in dem Fall hatte sich ein Schäferhund in den bereits stark blutenden Hals einer Hündin verbissen und ließ nicht von ihr ab. Die meisten Hunde wirst du durch Drohgebärden verjagen können.

Beitrag von babyschildi2010 - 30.01.12 - 09:25 Uhr

Naja aber ich kann schlecht meinen Hund hinter herschleifen. Er hatte sich hinter meinen beinen verkrochen und wollte nicht mehr laufen. :(

Beitrag von windsbraut69 - 30.01.12 - 09:44 Uhr

Das habe ich auch jahrelang gepredigt aber was machst Du mit 3 kg Hund an der Leine, wenn Dir ein schlecht sozialisierter sehr sehr großer Hund mit sehr sehr schmächtigem Frauchen an der Leine oder ohne Leine entgegen kommt und sich NICHT beeindrucken läßt?

LG

Beitrag von ironic666 - 30.01.12 - 10:17 Uhr

Naja, ich weiß nicht, was macheich denn jmit einem 40 kg hund in der selben situation?

Beitrag von windsbraut69 - 30.01.12 - 10:31 Uhr

Wenn der andere 800 kg wiegt, würde ich den 40kg-Hund auch hochnehmen :)

Nee, im Ernst - wenn das Größenverhältnis zu ungünstig ist und ich mir nicht sicher bin, dass der Kontrahent sauber im Kopf ist, klemm ich mir mein kleines Mäusezähnchen schon mal ganz jämmerlich peinlich unter den Arm.
Ist in den 3 Jahren bis jetzt einmal passiert und der Gegner war ein Mutant von Riesen-Kangalmix aus dem Tierschutz, der überhaupt kein Sozialverhalten anderen Hunden gegenüber hatte und meiner Ansicht nach nicht lange gefackelt hätte...

Grundsätzlich bin ich aber auch für das "untereinander regeln lassen" und hake im Zweifel lieber die Leine aus und dreh mich weg.

LG

Beitrag von ironic666 - 30.01.12 - 10:36 Uhr

Ja, sicher gibt es extremsituationen in denen man vermutlich als alternativlösung nur seinen hudn fressen lassen kann, aber in der regel würe ich das trotzdem nicht gutheißen. Die Beitragserstellerin meint sie habe das Zahnfleisch gesehen,... gut,.. naja, ich kenne Hunde denen sieht man es gar nicht an wenn sie knurren und ich kenne viele hunde (z.b. Pinscher) bei denen man das Zahnfleisch beim kleinsten knurrer sieht! Das ist nicht unbedingt ne steigerung von einem aggressiven verhalten!
Mein Hund verzieht fast keine Mine beim Knurren, hätte er keine Ohren und keinen Körper würde man nicht sehen, dass sich seine laune verändert

Beitrag von windsbraut69 - 30.01.12 - 10:43 Uhr

Hast Recht.
Die Situation der TE haben wir ja nicht erlebt aber anhand der Schilderung erscheint sie mir auch nicht so dramatisch.
Hätte der andere - körperlich überlegene erwachsene - Hund wirklich gewollt, hätte er nicht zwei Mal vergeblich nach dem angeleinten Hund geschnappt und sich auch nicht unbedingt mit einem Klaps auf die Nase vertreiben lassen :)

LG

Beitrag von ironic666 - 30.01.12 - 10:47 Uhr

Sind wir uns da schon wieder einig?das wird langsam unheimlich :)

Beitrag von windsbraut69 - 30.01.12 - 12:44 Uhr

Ich bekomm auch schon Bedenken :)

War ja übrigens ein Herdenschützer - sorry, Hirtenhund, der meine kurznäsige kleine Kampfkröte fast gefressen hätte...

Beitrag von ironic666 - 30.01.12 - 13:04 Uhr

lol sag das blooooo´nicht im anderen thread :)

Beitrag von windsbraut69 - 30.01.12 - 13:33 Uhr

Diese Hunde und deren Halter sind mir ohnehin suspekt :)

Beitrag von emozzione - 30.01.12 - 09:30 Uhr

Ich bin vielleicht ein bißchen blauäugig, aber ich bin der festen Überzeugung, dass die meisten Hunde solche Situationen alleine regeln können. Auf den Arm nehmen, davon halte ich überhaupt nichts, da ziehst du dir einen Hund ran, der auch später aus sicheren anderthalb Meter Höhe alles ankläfft, was sich bewegt.

Interessant wäre zu wissen, was Dein Kleiner gemacht hat. Ich kenne solche Situationen von meinem Hund (gut, der ist 'ne Nummer größer). Er war als Welpe teilweise wirklich extrem aufdringlich, hat an anderen Hunden geschnuppert, zum Spielen aufgefordert, auch wenn die offensichtlich nicht wollten. Deutliche Körpersprache wie Wegdrehen, Knurren, Zähnefletschen hat er völlig ignoriert. Mittlerweile hat er die Signale gelernt, geht zwar immer noch zu jedem, ist aber wesentlich vorsichtiger und wenn ihm Desinteresse entgegenkommt, dann läuft er weiter. Ich musste mich nur einmal in der ganzen Zeit energisch dazwischenstellen und dann war auch sofort Ruhe. Und auch, wenn manche Hunde wirklich bedrohlichst die Zähne gefletscht und geknurrt haben, richtig zugebissen hat keiner.

LG

P.S. Nicht wundern, wenn ich hier ab und zu mal völlig verschieden antworte. Der kampflustige Dobermann und der völlig verträgliche Flat sind zwei verschiedene :-)

Beitrag von babyschildi2010 - 30.01.12 - 13:05 Uhr

Gar nichts, das war es ja. Er saß da hat freudig gewedelt und dann ist er immer stiller geworden da der andere Hund wirklich zähnefletschend auf uns zu kam.

Beitrag von kittythecat - 30.01.12 - 10:55 Uhr

Hallo,

vorab: Wenn meine Hündin nicht über 30kg wiegen würde, wäre mein erster Reflex auch das Hochnehmen, einfach weil man so die Situation quasi "abschließend" klärt.

Als meiner Hündin schon eine andere Hündin am Hals hing und das Kind, das den anderen Hund ausführte natürlich keine Chance hatte irgendwas zu tun (ich glaube, sie hat es auch nicht so recht verstanden), war ich drauf und dran mit der Hand dazwischen zu gehen, obwohl da auch jeder Hundebesitzer zwecks Verletzungsrisiko die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hätte. Will meinen: Nur weil man theoretisch weiß, dass das Verhalten jetzt vielleicht nicht ganz erzieherisch korrekt ist, agiert man in Extremsituationen trotzdem oft nicht vernünftig.

Insofern ist es okay, dass du deinen Hund hochgenommen hast, wenn du keine andere Rettungsmöglichkeit siehst.

ABER: Ich stelle mittlerweile sehr oft fest, dass viele Hundebesitzer "hündisch" nicht verstehen und insofern ihren Hunden häufig ein falsches "Feeling" für Situationen vermitteln, die sich zwischen den Hunden einfach geklärt hätten. Da wird das Rangordnungsgerangel vor dem Spiel sofort als Aggression abgetan, oder der Hund, der Hund der während dem Spiel das Maul aufreisst und bellt ist kurz vor dem Beissen. Dabei verkennen die Leute gerne, dass es auch unter den Hunden Vertreter gibt, die sehr zurückhaltend sind und solche, die eher straight forward sind und beide haben unter Umständen dasselbe Aggressionspotential. Hunde wissen da oft sehr viel schneller was los ist, als der Mensch.

Klassiker ist z.B. das Schwanzwedeln: Je nach sonstiger Körperhaltung und Richtung in die der Schwanz schwingt, freut sich dieser Hund keinesfalls und möchte auch sicherlich nicht gestreichelt werden.

Nun bin ich beileibe kein Experte für Hundesprache, wenn mir ein Verhalten meiner Hündin unklar ist, lasse ich die Trainerin draufsehen und die findet vieles vollkommen "hündisch" okay, wo ich schon lange eingeschritten wäre...

Also, beobachte die Situationen in Zukunft sehr genau und lass deinen Hund auch mal lernen, wie Sozialverhalten und Rangordnung unter Hunden läuft. Sollte eine wirklich bedrohliche Situation eintreten, dann finde ich, dass du mit jedem Verfügbaren Mittel dazwischen gehen solltest, dass du gerade hast. Als meine Hündin tatsächlich angegriffen wurde, hat sie sich im Anschluss hinter mir versteckt und war ängstlich und ich hab sie bestimmt in diesem Gefühl bestätigt, denn ich war auch tatsächlich geängstigt. Trotzdem war meine Hündin noch am selben Tag wieder genau derselbe selbstbewusste Hund, der sie davor auch war.

VG,

kitty

Beitrag von purpur100 - 30.01.12 - 12:52 Uhr

hach ja, ich weiß natürlich, daß man seinen (kleinen) Hund nicht hochnehmen soll. Wäre ich in deiner Situation gewesen, hätte ich es aber genau so gemacht, wie du. Einem Hund, dessen Frauchen es scheißegal ist, was der eigene Hund macht, würde ich nicht trauen. Und auch nicht trauen, ob der Hund überhaupt "erzogen" ist. Dafür hänge ich zu sehr an meinem Hund.

Beitrag von d4rk_elf - 30.01.12 - 13:01 Uhr

Hallo,

auf den Arm hätte ich meinen Hund nun auch nicht genommen. Wohl aber den anderen verscheucht. Dein Hund war angeleint und hätte sich garnicht richtig wehren können. Meist regeln die Hunde das zwar selber, wie oben gesagt wurde, was aber schwer ist wenn einer angeleint ist.
Ich habe mich auch kürzlich zwischen meinen angeleinten und einen freilaufenden Hund gestellt. Meiner hatte totale Angst und stand hinter mir da hab ich versucht den anderen von meinem fern zu halten. Was scheisse war, da das ein riesen Vieh war und ich jeden moment damit gerechnet habe das er mich beisst. War ich froh als endlich die Besitzer aus dem Haus kamen. #schwitz Freundlich kam der nämlich nicht auf uns zu.

Auf jeden Fall bekommen wir das auch in der Hundeschule so gesagt, das wir in gewissen Situationen die Initiative ergreifen müssen für unseren Hund.

Meinen alten Hund hätte ich damals abgeleint und hätte das die Hunde machen lassen. Da hatte ich aber auch 40 Kilo mit 72 cm SH an der Leine, der durchaus wusste sich zur Wehr zur setzen.

Grundsätzlich sollte man seinem Hund diese Sicherheit geben, das er weiss ok ich muss nicht alles selber regeln. Frauchen kann das auch mal machen.

Beitrag von babyschildi2010 - 30.01.12 - 13:14 Uhr

Och menno,
also habe ich sprichwörtlich alles falsch gemacht was man falsch machen konnte? :-(

Wie soll ich das nächste mal reagieren, wenn mir Frauchen mit dem Hund wieder begegnet?
Ich würde gerne mit meinem Hund in die Welpenschule gehen.

Danke fü Eure Antworten

Beitrag von emozzione - 30.01.12 - 14:37 Uhr

Warum bist Du denn noch nicht. Ich finde, die Welpenspielstunde ist das Beste, was man machen kann. Dabei geht's gar nicht so um den Grundgehorsam, mit dem zwar angefangen wird, aber Du hast die Möglichkeit, Deinen und andere Hunde im Spiel zu erleben. Und das sieht teilweise ziemlich heftig aus. Sicherlich lernst du dort, solche Situationen besser einzuschätzen.