wieviel ist der förderung zu viel

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Beitrag von hasieklein - 29.01.12 - 22:14 Uhr

hallo,

unsere große ist letztes jahr eingeschult worden.
sie ist recht gut und darauf sind wir auch stolz.
montags macht sie mittlerweile auf eigenen wunsch geräteturnen.
dienstag dance kids.
samstag gittarenuntericht.
alles auf eigenen wunsch.
vor letzte woche meinte ihre klassenlehrerin sie wolle sie für die kinder-akademie vorschlagen.
und jetzt kam auch noch der gittarenlehrer mit ner empfehlung!?
was macht ihr an förderung?
liebe grüße
hasieklein

Beitrag von dore1977 - 29.01.12 - 22:47 Uhr

Hallo,

meine Tochter (fast 9) würde am liebsten alles mögliche machen. AG s in der Schule, Volti, Reiten, Geige, Einrad, Schwimmen und und und....

Ich habe dann ganz hart entschieden sie darf zwei Sachen machen, die dann aber richtig.

Sie hat sich dann für Einrad und Geige entschieden und hat nach 5 Jahren das Schwimmen aufgegeben. Das finde ich sehr schade aber es ist ihr Leben.

Einrad Training ist einmal die Woche und irgendwelche Wochenendkurse die sie machen möchte. Geigenunterricht hat sie einmal die Woche und übt 5 mal wöchentlich wen sie Lust hat auch öfter.

Dazu kommen ja auch noch Hausaufgaben und Spielen und Kind sein soll sie ja auch noch.

LG dore

Beitrag von zaubertroll1972 - 29.01.12 - 23:07 Uhr

Was wir an Förderung machen?
Also ich habe Musikunterricht oder Sport bisher nicht als "Förderung" in dem Sinne betrachtet.
Mein Sohn hat solange Gitarrenunterricht genommen bis es ihm keinen Spaß mehr gemacht hat.
Er spielt noch Fußball, geht in den Schwimmverein und zum Taekwondo.
Aber ich sehen das nicht als Förderung und ich denke auch nicht daß das etwas zu seiner schulischen Leistung beiträgt.

LG Z.

Beitrag von anja1968bonn - 30.01.12 - 07:46 Uhr

Also, mein Sohn ist 9 und spielt im Moment zwei Musikinstrumente, dazu geht er bis nachmittags in die Schulbetreuung, in der auch AGs angeboten werden.

Mehr an Terminen ist ihm zu viel, so dass er etwa inzwischen nicht mehr Schwimmen geht (wobei es da zugegebenermaßen auch mehr unser Wunsch war, dass er da bis zum Bronze-Abzeichen weitermacht und einfach mehr Sicherheit im Wasser gewinnt).

Ob eine Kinder-Akademie für Deine Tochter und die Empfehlung des Gitarren-Lehrers zu viel des Guten wären, hängt natürlich auch davon ab, was das dann vom zeitlichen Aufwand her bedeutet und ob es Deiner Tochter weiterhin Spaß macht oder sie vielleicht doch lieber mehr freie Zeit zum Spielen haben möchte.

LG

Anja

Beitrag von woodgo - 30.01.12 - 08:11 Uhr

Hallo,

wenn ich jedem Wunsch meiner Tochter nachgegangen wäre, hätte sie leider keine Zeit mehr für die Schule gehabt. Ich denke, die Kinder sollten in dem Alter schon etwas machen und das auch richtig. Empfehlungen für irgendwelche Dinge aus der Schule gibt es bei uns ständig. Aber wir haben uns für eine Sache entschieden und die wird richtig durchgezogen.

LG

Beitrag von sohnemann_max - 30.01.12 - 09:54 Uhr

Hallo,

wir machen nicht zu viel, da ich es auch als Wichtig empfinde, dass er mal gar nichts macht bzw. sich mit seinen Freunden trifft.

Wir gehen zwei mal die Woche in Kung Fu.

Er hatte schon Tennis gespielt und Fussball probiert, Schwimmen gewesen. Alles hat er für Kung Fu aufgegeben, da ihm das besser gefällt.

Als Förderung sehe ich das jetzt nicht an. Das ist eine sportliche Betätigung, was nichts mit Schule zu tun haben soll. Er soll Spass haben und sich auspowern können und nette Menschen um sich herum haben.

Ich finde das extrem, wenn so kleine Kinder schon täglich verplant sind - auch wenn sie es wollen. Das kann schnell zu einer Überforderung kommen, auch wenn diese völlig unbemerkt ist. Kinder sollen und müssen auch mal nichts zu tun haben und sich langweilen. Das fördert auch die Kreativität.

LG
Caro mit Max 7 Jahre

Beitrag von vijo02 - 30.01.12 - 10:17 Uhr

Hallo,

also Tocher (9Jahre):

Montags Geräteturnen
Dienstag: Tennis und Leichtathletik
Donnerstag: Klavier (vorgeschlagen für Jugend musiziert, aber wir wollten bis jetzt noch nicht, da wir auch fanden, dass es zuviel wird)

Ab und an dann noch Kinderakedemie. Ich weiß nicht, wie das bei euch ist. Die Kinderakademie bei uns hat verschiedene Angebote. Unsere Tochter macht meist naturwissenschaftliche Kurse. Da ist sie pro Halbjahr an 3-4 Nachmittagen an der örtlichen Hochschule. Bei anderen Kursen (Sprache oder Ballett) kommen aber schon mal 10 Kurstermine pro Schulhalbjahr zusammen.

Also wir handhaben es so, dass sie alles machen darf, solange die Schule nicht darunter leidet. Das heißt, wenn wichtige Klassenarbeiten anstehen, lassen wir auch mal einen Sport aus oder wenn zu viele Hausaufgaben auf sind. Bis jetzt habe ich nicht den Eindruck, dass sie überfordert ist, eher unterfordert. Sie trifft sich gerne auch mit ihren Freundinnen und hat jetzt auch noch Kommunionunterricht. Ihre Freundinnen haben ein ähnlich volles Wochenprogramm.

LG

Beitrag von rina13 - 30.01.12 - 13:40 Uhr

Hey!

Unser Sohn ist 7j.

Dienstags ist Klavierunterricht

Donnerstags ist Fußball
Montags hatten wir noch Tennis, haben aber abgemeldet, der Grund dafür war dass er gerne mit seinen Freunden spielen wollte, wann soll er sich sonst noch verabreden?

Ich finde man darf nicht zu viel haben, gerade in dem Alter.

Aber Musik und Sport ist für mich auch keine Förderung.

LG

Beitrag von chini - 30.01.12 - 14:06 Uhr

Hi,

Förderung? Eher Hobbies, oder?

Sohn (6):

Mo: Judo (Schul-AG)
Di: Schwimmen
Do: Töpfern (Schul-AG)

Tochter (5)
Mo: Turnen
Di: Ballett
Do: Schwimmen

Demnach bleiben Mi, Fr und Sa um sich mit Freunden zu verabreden.
Eigentlich wollte ich auch nur 2 feste Hobbies pro Kind, aber es hat sich nun einmal so ergeben, dass es 3 geworden sind. Bislang fahren wir ganz gut damit.

LG Chini

Beitrag von binnurich - 30.01.12 - 15:04 Uhr

ich würde nicht immer jedes Hobby als Förderung verstehen.

Geräteturnen kan auch Spaß und Freizeitspiel sein.
Ich empfinde es so, dass Kinder heute ihre Freizeit grundsätzlich anders erleben als noch vor 30 Jahren.

Einfach nur so draußen rumhängen und toben und wirklich freies Spielen, gibt es doch für viele Kinder gar nicht mehr.
Was bedeutet denn heute wirklich freie Freizeit?
Ist Fußball spielen im Verein Förderung oder Freizeitspaß mit Freunden?
Anders ist das natürlich bei Musikunterricht.

Was macht das Kind, wenn es nicht mehr zum Turnen gehen würde?

Beitrag von misssaintmary - 30.01.12 - 15:29 Uhr

Hallo,

das sehe ich auch so, die gesamte Lebenswelt hat sich massiv verändert. Wir haben früher neben der Schule ein Instrument gespielt und damit hatte sich das. Das war bei allen Kindern so, somit hatten alle Kinder in der Schule viel Zeit zu spielen mittags. Da damals die Telefoneinheit 20 Pfennige kostete hat man das in der Schule ausgemacht.
Tagesablauf damals: Schule - heim und Mittagessen - Hausaufgaben - raus zum Spielen - um 18.00 wieder rein - Abendessen - Schultasche packen - lesen oder spielen - Bett.

Meine große Tochter (9) trifft sich 2 - 3 mal die Woche mittags mit Freunden und das ist schon viel, wenn ich das mit den Kindern im Bekanntenkreis vergleiche. Meine Tochter geht in den Schwimmverein und macht einen Kampfsport, beide Trainingsstunden sind abends und ich finde es ganz gut, so als Ausgleich. Dann spielt sie zwei Instrumente (mit Unterricht) und geht in eine Jugendgruppe. Je nach Lust und Laune ministriert sie in der Kirche. Das mit der Schule bekommt sie gut hin, sie trifft noch genug Leute und daher mache ich mir da keine großen Sorgen. Sie weiß, wenn sie das Gefühl hat, dass es zu viel ist, dann soll sie eins aufhören.

Mein Sohn spielt nur ein Instrument, er ist niemand, der sich mittags viel aufhalst. Ich glaube, das ist kindabhängig.

GLG
Miss Mary