7 Monate alt, kein guter Schläfer - so wird gesagt

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Beitrag von leeoo - 30.01.12 - 12:46 Uhr

Hallo,

gerade habe ich die bisherigen Posts durchforstet, aber leider keine passende Hilfe für "mein" Problem gefunden.

Mein Sohn ist etwas über 7 Monate alt, wird gestillt - bis auf Mittags- und Nachmittagsbrei - und kann nur an der Brust oder im Kinderwagen einschlafen. An sich stört es mich kaum, doch nun werden wir in 2 bis 3 Monaten umziehen und mein Freund meinte gestern, dass es dann kein Familienbett mehr gibt und der Kleine in seinem eigenen Zimmer schlafen soll. Für mich war es wie ein Schock ...

Nun, an Durchschlafen ist nicht zu denken, Sohnemann wacht ungefähr alle Stunde auf - nicht aber, weil er Durst oder Hunger hat, denn er nuckelt nur enige wenige Male an der Brust und schläft wieder ein. Mittags lege ich ihn nach dem Mittagessen schlafen, und einmal zwischendrin muss ich hin und ihn nuckeln lassen. Abends wird er zwischen 8 und halb 9 ins Bett gebracht von mir, und da schaffen wir es ab und an mal, dass er auch 90 Minuten schläft. In der Nacht wird er so bis zu 4 mal wach und kann nicht mehr einschlafen.

Nun halte ich von dem Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" nichts und mein Freund scheint nicht bereit zu sein, mir bei dieser Problematik zu helfen.

Habt Ihr Tipps und Ideen für mich?

Wir haben auch ein Kinderbett, das würde auch ins Schlafziimmer (jetzt und später) passen. Aber wie bekomme ich es hin, dass er ohne Brust einschläft?!
An Schnuller ist nicht im Traum zu denken, wir haben schon alles probiert.

Gerade hab ich es versucht und saß neben ihm, hab ihn geschuckelt; ein wenig war er ruhig, aber als er dann wohl merkte, mehr gibt es nicht, da fing er an zu jammern, dann weinen und brüllen bis die Krokodilstränen flossen - da konnte ich nicht mehr und hab es gemacht wie immer.

Mir zerreißt es das Herz!!

Bitte helft mir wenn Ihr könnt =(
Danke ...

Beitrag von kaetzchen79 - 30.01.12 - 12:58 Uhr

Hallo! #winke

So ähnlich war es bei uns auch lange mit dem Einschlafen.

Ich fand es nicht schlimm, von daher haben wir nichts geändert. Als Malin sich aber mit knapp 9 Monaten selbst abgestillt hatte, mussten wir umdenken.

Wochenlang schlief sie nur auf dem Arm oder halt bei der Flasche (selten) ein, an Einschlafen im Bett war nicht zu denken.

Wir haben dann versucht sie langsam umzugwöhnen, und vielleicht wäre das ja auch was für euch.

Also es muss ja nicht gleich das Bett sein, die Veränderung vom Einschlafstillen zum allein im Bett einschlafen ist ja schon recht hart. :-(
Wie wäre es mit einem Etappenprogram?
Zb. Einschlafen im Arm mit Laufen, Einschlafen auf dem Schoss ohne Hilfe, Einschlafen im Bett mit Mama oder Papa daneben, Einschlafen alleine.

Es wird sicher dauern, aber ich finde solche sanfte Umstellung auch besser. Es schont (mal abgesehen vom Kind) nämlich auch Eure Nerven. :-)

Bei uns klappt es inzwischen (der Beginn ist 2 Monate knapp her) gut. Sie kann alleine Einschlafen, manchmal wacht sie noch wieder auf und meckert, dann geh ich einmal rein und streichel sie und dann pennt sie auch schon weiter. :-)

lg und alles gute
Kätzchen mit Malin

Beitrag von leeoo - 30.01.12 - 13:06 Uhr

Danke für Deine Antwort ...

Ich denke auch, dass es in Etappen für alle Beteiligten (Sohnemann und mich) besser ist - mein Freund will mich damit scheinbar alleine lassen. Wenn ich ihn konkret darauf anspreche, dann winkt er ab und meint, das sei mein Problem.

Wenn ich meinen kleinen Schatz auf dem Arm habe, dann will er, wenn er müde ist, an die Brust; er dreht und wendet und wühlt sich wie blöde ...

Denke schon gerade daran, mir hilfe bei der Schreiambulanz zu holen, aber wäre das nicht ein Armutszeugnis?! Von meiner Familie würde ich sicher nur Kopfschütteln und dumme Sprüch ernten.

Glückwunsch, mein Kleiner wacht auf *seufz*

Beitrag von kaetzchen79 - 30.01.12 - 13:16 Uhr

Ach du Arme. So wenig Unterstützung zu bekommen bei dem Thema ist schlimm.

Von der Familie ,gut da kommen bei uns auch noch manchmal schlaue Sprüche, warum sie denn nciht endlich durschläft etc.... aber vom Partner erwartet man sich doch Hilfe.

Warum genau meint er es sei "Dein Problem"? Beruhigt er sich bei ihm nicht oder wie kommt er dazu?

Malin hat auch ein starkes Nuckelbedürfnis. Problem, sie nimmt keinen Schnuller, also muss oft nachts die Flasche herhalten, was ich eigentlich nicht schön finde. Aber bevor ich mich ne Stunde mit ihr abkämpfe, kriegt sie halt ein paar Schluck und pennt dann weiter. Einen Schnulli spuckt sie aus, wenn sie merkt es kommt keine Flüssigkeit raus. Nimmt deiner einen oder habt ihr das gleiche Problem? Vielleicht könnte ihn das sonst erst mal ablenken, wenn er nach der Brust sucht?

Beitrag von leeoo - 30.01.12 - 13:46 Uhr

Er nimmt weder Schnuller noch Flasche ... ich hab schon alles versucht!

Mein Freund meint, es sei mein Problem, weil ich eh die ganze Zeit mit dem Zwerg zusammen bin und ihn noch stille. Als er hörte, dass ich evtl noch bis Ende des Jahres stillen möchte, da wurde er böse und flippte fast aus.

Außerdem habe ich es dem Kleinen ja angewöhnt sozusagen ...

Er ist so auf mich fixiert, er kann sich bei niemand anderem beruhigen, auch nicht bei seinem Papa. Dieser bekommt schon Schiss, wenn ich alleine einkaufen will.

Einmal hat Lüttn so sehr gebrüllt, dass er mich zurückrufen musste, seither kann und will er nicht mehr mit ihm alleine sein.

Aber wenn wir es nicht mal irgendwann "üben" dann wird es doch nie was!!!

Habe nun einen Termin bei der Schreiambulanz gemacht, mal sehen, was das ist. Die betreuende Person kenne ich schon aus einem Kurs für Mamas und Babies ...

Beitrag von kaetzchen79 - 30.01.12 - 16:51 Uhr

Krass. Dann hat er praktisch Angst mit dem Kleinen wenn du nicht da bist. Traurig, aber ich denke so geht es vielen Vätern. Grad in der Zeit des Stillens sind die Kleinen halt auf Mama arg fixiert, vermutlich ist er deshalb auch so in die Luft gegangen als du meintest du wolltest ihn noch so lange Stillen.
Letztlich kann man das aber gar nicht sagen. Meine Malin hat sich ganz plötzlich und von mir ungeplant abgestillt, mit 9 Monaten. Ich war traurig, aber ist halt so. Hat auch Vorteile.

Ja, ihr müsst wohl mal üben, dass er sich auch bei dem Papa beruhigt. Vielleicht fangt ihr mal damit an, dass er ihn ins Bett bringt, oder wenigstens bettferig macht oder so?!

Wünsche viel Glück!

Lg Kätzchen

Beitrag von maari - 30.01.12 - 13:29 Uhr

Na, deinem Freund würde ich mal die Leviten lesen. Warum sollte die Aufgabe, das Kind - gut - zum Schlafen zu bringen DEIN Problem sein??? Das ist wohl eher euer Problem, also seines genauso.

Ich würde auch einen sanften Übergang wählen und mich da auch von meinem Partner nicht von abhalten lassen (wenn er das wollte, was er nicht tut).
Meine Maus (knapp über 7 Monate) schlief bisher auch an 90% der Abende beim Stillen ein. Ich hätte das (zwangsläufig) noch ein Weilchen mitgemacht, aber plötzlich schläft sie eben nicht mehr ein, so dass wir nun gezwungen sind sie irgendwie anders zum Schlafen zu bringen. Permanentes Herumtragen - ihre Lieblingsvariante - macht mein Rücken nicht mit, da sie eine ganz bestimmte Haltung favorisiert und die ist tierisch unbequem für den Tragenden.
Seit ein paar Tagen "muss" sie also in ihrem Beistellbettchen einschlafen. Es dauert (für ihre Verhältnisse) ewig und wir nehmen sie ziemlich oft wieder heraus wenn sie zu stark meckert - aber wir lege sie wach wieder hinein. Und einer von uns beiden ist die ganze Zeit bei ihr. Und da kommt dein Freund ins Spiel - wenn ich das nämlich jeden Abend alleine machen müsste, fände ich das ziemlich anstrengend. Außerdem soll sich die Maus gleich daran gewöhnen, dass auch der Papa sie ins Bett bringt.

Wir haben übrigens auch ein Kinderbett in einem Kinderzimmer in dem die Maus noch nie geschlafen hat... das kommt schon noch, ich nehme an schneller als man befürchtet, zumindest später, im Rückblick.

Alles Gute,
Maari

Beitrag von leeoo - 30.01.12 - 13:49 Uhr

Weint Deine Maus denn auch so viel und doll?! Wie überstehst Du das?

Ich denke eben, alles regelt sich von alleine. Aber wenn mein Partner da nicht mitmacht, was soll ich tun?! Er ist extrem dominant was das betrifft, und ich habe Angst, die Beziehung kaputt zu machen ... ich will noch ein zweites Kind (bei dem ich genau dieses Problem anders handhaben würde!)

Ich mache soweit alles mit dem Lütten alleine, sei es anziehen, wickeln, Baden (es sei denn, es ist Papa-Badetag, dann hab ich beide Kerle in der Wanne; hab ich mit dem Kleinen Badetag, dann macht es mein Freund schon), abends bettfertig machen und ins Bett bringen - seit eh und je schon.

Ach, es ist doch alles zum Mäuse melken! :-[

Beitrag von maari - 30.01.12 - 14:03 Uhr

Sie weint an manchen Tagen mehr an manchen weniger. An ganz schlimmen Tagen ist sie dann letztendlich doch auf dem Arm eingeschlafen - weil sie schon wieder anfing zu weinen, wenn man sie nur in Richtung Bett absenkte. Allerdings übernimmt das dann meistens mein Mann.
Gestern abend war ein guter Tag, da habe ich sie nur 2 Mal wieder hochgenommen, beruhigt und dann wieder ins Bettchen gelegt. Natürlich hat sie im Bett etwas gemeckert und geknurrt, aber nicht geweint.

In die Situation mit deinem Partner kann ich mich nicht so richtig hineinversetzen, da meiner ganz anders ist und sehr viel mit unserer Maus macht - ich hätte allerdings auch ein großes Problem damit, wenn es anders wäre. Meiner wird ja schon gerüffelt wenn er sich mal wieder so deppert anstellt und so tut als ob er nicht weiß, wo die Strumpfhosen zu finden sind o.ä. ;-)
Nun ja, die Menschen / Beziehungen sind unterschiedlich und ich habe schon oft gehört, dass die Männer erst später richtig etwas mit ihren Kindern anfangen können. Vielleicht gehört deiner ja zu dieser Gattung.

Ich wünsche euch alles Gute. :-)

Beitrag von leeoo - 30.01.12 - 14:20 Uhr

Er wird sicherlich zu der Gattung gehören ... Sonst kann ich mich ja nicht beschweren denke ich. Am Anfang war alles noch besser, als er auch Urlaub hatte. Da schlief der Kleine auch bei ihm viel ein ...

Meiner weiß überhaupt nicht, wo irgendwas zu finden ist, wenn es ihm nicht direkt vor der Nase liegt =(

Danke, wünsche Euch auch alles Liebe ... :-)

Beitrag von henzelinos - 30.01.12 - 13:59 Uhr

Am besten und einfachsten läuft es wenn ALLE akzeptieren wie es ist. Unsere Motte schläft (noch) in ihrer Wiege bei uns im Schlafzimmer. Die Wiege wird bald zu knapp sein und ich überlege das Kinderbett nochmal aus dem Kizi rüberzuholen. Zu oft kommt esnämlich noch vor,dass die Motte lieber bei oder auf mir schlafen möchte. Ich lege sie jeden Abend in ihre Wiege (auch ohne Schnulli, den mag sie auch nicht) und je nachdem wie sie drauf ist schläft sie dann darin ein oder eben auch nicht. Wenn nicht nehm ich sie mit zu mir ins Bett und gut ists. Dann schläft sie.
Das Familienbett einfach so aufzulösen ist ein fataler Fehler und wird im schlimmsten Fall genau das bewirken was du ja umgehen willst. Ein Familienbett löst sich immer von alleine auf und man sollte den Kindern die Zeit geben die sie brauchen. Manche schlafen schneller alleine manche eben später. Unser Grosser z.B raubte mir den letzten Nerv als er mit 2 Jahren plötzlich beschloss unser bett sei schöner und er schläft ab sofort bei uns..... davor schlief er völlig Problemlos in seinem Bett in seinem Zimmer.....
Das ging ein gutes dreiviertel Jahr so ......und eines Tages hörte es auf ganz von alleine ... er ging abends in sein Bett und bleb dort auch. Heute (mitterlweile ist er fast 7) werde ich belächelt wenn ich ihn "einlade" doch bei uns zu schlafen ..... Das fällt ihm nichmal mehr ein wenn um die Silyesterzeit draussen geknallt wird und davor hat er Angst.
Also kein Kind bleibt für die Ewigkeit ... und wenn Du deinem Sohn etwas gutes Tun willst dann mach es weiter wie bisher er braucht das. Und rede Deinem Freund ins Gewissen .... Das Familienbett wird abgeschafft .... wenn euer Sohn dazu bereit ist.
Zum jetzigen Zeitpunkt bringt euch das nur schlaflose Nächte und stress.

Beitrag von leeoo - 30.01.12 - 14:07 Uhr

Du sprichst mir aus der Seele und aus dem Herzen! Aber wie genau bringe ich es meinem Freund bei?

Er ist da Diskussions- und Beratungsresistent, total! Vielleicht muss dieser Satz auch nur vom Arzt kommen oder von der Beratung, denn auf mich hört er nicht.
Er drohte schon damit, in der neuen Wohnung dann im Dachgeschoss ein eigenes Bett für sich aufzustellen.

Ich will mich nicht noch weiter von ihm entfernen!

Sex gab es nur einmal seit der Kleine da ist. Ich fühle mich nicht schön und habe auch immer noch etwas Angst (Geburt war fies) ... ich traue mich noch nicht einmal mit ihm darüber zu reden!

Vielleicht ist ja das, dass ihm die körperliche Nähe zu mir fehlt oder so, aber das muss er mir doch sagen?! So denke ich, ich bin eh nicht attraktiv genug ... Und dann kann man doch auch andere Lösungen finden ... eben das Zimmer im DG, Wohnzimmer etc #schein

Verzwickte Sache ...

Beitrag von henzelinos - 30.01.12 - 14:22 Uhr

Ich verstehe ....Dein Freund ist also das Problem. Er fühlt sich unwohl und möchte das der Kleine auquartiert wird in der Hoffnung dich dann wieder für sich allein zu haben. Du solltest ihm sagen das genau das Gegenteil eintreten wird,denn wenn der Kleine gegen seinen Willen in seinem Zimmer schlafen muss,dann habt ihr ordentlich turbulente Nächte ... aber nicht als Liebespaar (so wie er vielleicht denkt) sondern weil der Kleine so nicht schlafen kann und will.
Du musst dringend das Gespärch zu Deinem Freund suchen und ihm erklären wie du Dir das vorstellst. Seine Drohung sich selbst auszuquartieren kann er ja gerne wahrmachen, aber in den meisten Fällen bringt es nur das was du schon vermutest. Man entfernt sich noch mehr. Ausserdem ist esnicht nur Dein sondern auch sein Kind und wie sollst du dich entspannen und malan Zweisamkeit denken wenn er alles konsequent auf dich ablädt.
ImPrinzip hilft dir nur eines .... steh hinter dem was Du möchtest und was Du für richtig hälst und bringe ihm das in einem Gespräch bei. Höre Dir an was er möchte und sich wünscht und versucht das auf einen Nenner zu bringen. Aber so das weder Du noch Kleine darunter leiden müssen.

Beitrag von boesesbunny - 30.01.12 - 14:19 Uhr

"An sich stört es mich kaum, doch nun werden wir in 2 bis 3 Monaten umziehen und mein Freund meinte gestern, dass es dann kein Familienbett mehr gibt und der Kleine in seinem eigenen Zimmer schlafen soll. Für mich war es wie ein Schock ..."

Also das Erste was mir da einfallen würde, wäre, dass mein Mann dann gerne in seinem eigenen Zimmer allein schlafen kann und ich weiter zusamen mit meinem Baby schlafe!

Seltsam, dass er einfach alleine entscheidet wo euer Kind schläft und du das anscheinend auch noch so hinnimmst. Was hat er den für eine Begründung warum das Kind plötzlich nicht mehr bei euch schlafen soll oder hat er das einfach so beschlossen?

LG Yvonne

Beitrag von leeoo - 30.01.12 - 14:27 Uhr

Ich nehme es ja nicht hin, ich suche nach Lösungen ... ab und an denke ich auch "Soll er doch unterm Dach schlafen!" ... aber dann kommt die Angst. Wir sind nicht verheiratet, ich bin bald 36 und möchte noch ein Kind, nur nicht so schnell.

Eine Begründung hat er nicht genannt, nur dass es so sein soll. Drüber reden kann man auch nicht, dann schaltet er immer ab. Wenn, dann mache eh nur ich Fehler, er nie. So ist das leider bei uns ... Aber bitte, keine Ratschläge, "Dann trenne Dich von dem" oder sowas ... darum geht es hier nicht.

Mal sehen, was die Schreiambulanz bringt. Überzeugt bin ich dennoch nicht davon, bald den kleinen Mann in seinem Zimmer alleine schlafen zu lassen.
Doch wenn ich nicht irgendwie einlenke, dann kann ich mir ein zweites Kind definitiv abschminken denke ich ...

Beitrag von boesesbunny - 30.01.12 - 18:35 Uhr

Wozu Schreiambulanz? #kratz
Die Schreiambulanz ist für absolut verzweifelte Eltern mit Babys, die ohne erkennbaren Grund stundenlang schreien. Du und dein Baby haben doch eigentlich gar kein Problem, sondern dein Mann. Soll er sich doch behandeln lassen!
Auch wenn du es nicht hören willst, aber mit dem Mann würde ich so nicht leben können und erst recht kein zweites Kind kriegen.

Schmeiß den Kerl raus und geh lieber zur Samenbank, wenn du unbedingt noch ein Kind willst, dann bist du besser dran.
Wobei ich finde nicht, dass 36 schon so alt ist, dass du nicht noch einen vernünftigen Mann für ein 2. Baby findest.
Naja, es ist dein Leben, aber du solltest nicht vergessen, dass du auch Verantwortung für dein Kind hast.

LG Yvonne

Beitrag von klari198512 - 30.01.12 - 20:08 Uhr

dann wuerde ich vorschlagen, dass dein freund ihn, wenn der kleine nachts schreiend wach wird zu euch holt ins bett zum stillen...irgendwann wird auch er einsicht haben.
es ist bissl schade, dass dein kleiner dann darunter leiden muss, wenn ihr da keine loesung findet...ok, du bist ja hier wohl allein mit dem problem gelassen worden, nicht er.

hoert sich fuer mich auch bissl nach kriese an...
ich sehe da ehrlich keinen weiteren grund den kleinen allein und dann noch im anderen zimmer schlafen zu lassen. da wird er schreien, das vertrauen verlieren und dein freund wird sich schoen raushalten, denn du sollst ja machen und loesen...schade.

lg,

klari

Beitrag von marysa1705 - 30.01.12 - 15:05 Uhr

Hallo,

ehrlich gesagt, finde ich es recht erschreckend, was Du alles so geschrieben hast.

Ich denke, als erstes müsst einmal IHR BEIDE - Dein Freund und Du - intensiv darüber diskutieren, wie euer Kind/eure Kinder aufwachsen soll bzw. wie ihr sie "erziehen" wollt.

So etwas darf es nicht geben, dass der eine Partner einfach etwas bestimmt und der andere muss es dann einerseits "ausbaden" (nämlich die Arbeit übernehmen) und ist andererseits nicht mal mit dieser "Erziehungsmaßnahme" einverstanden.

Für mich klingt es auch so, als hätte Dein Freund nicht sehr viel Ahnung von Babys/Kindern. Wie kommt man auf die Idee, einem Baby zusätzlich zu der riesigen Veränderung durch den Umzug dann auch noch eine solche Trennung zuzumuten?
Er muss verstehen, dass schon allein der Umzug eine große Veränderung und Belastung für ein Kind darstellt. Wer dann auch noch solche tiefgehenden Veränderungen hinsichtlich des Schlafens und/oder Stillens gleichzeitig plant, der programmiert Probleme ja praktisch schon vor!

Bei aller Liebe: Da müssen die Bedürfnisse eines Babys einfach denen eines erwachsenen Mannes vorgehen!

Dein Kind braucht keine Schlaf- oder Schreiambulanz. IHR müsst euer Problem in der Partnerschaft lösen - vielleicht auch mit Hilfe, wenn ihr es alleine nicht schafft. Vermutlich wird es sogar besser sein, wenn ihr euch dafür externe Hilfe holt, denn aus Deinen Postings erscheint es mir so, dass eure Partnerschaft nicht sehr "ausgewogen" ist. Du scheinst zu ziemlich vielen "Kompromissen" bereit zu sein (wobei dies eigentlich nicht mal Kompromisse sind, sondern Du einfach nach seiner Pfeife tanzt), aus Angst weil Du nicht verheiratet bist und Dir noch ein Kind wünschst.

So geht das nicht!
Tut etwas - eurem Kind zuliebe. Und vor allem: therapiert nicht das Kind - IHR habt das Problem, nicht euer Kind!

LG

Beitrag von leeoo - 30.01.12 - 15:29 Uhr

Zuallererst: Ich will nicht das Kind therapieren sondern Hilfe erfragen von Fachleuten. Da geht es dann in Gesprächen auch um die Frage, was will ich, was ist mit der Beziehung etc pp.

Das mit der einen Veränderung sehe ich ebenso, ein Umzug reicht ersteinmal, dann kommt alles Schritt für Schritt.

Ich habe schon gedacht, dass ich wieder Wunder was falsch mache (ebenso bei der Ernährung meines Sohnes, er bekommt derzeit mittags Pastinake, Kürbis und Kirse oder Kartoffel und ab und an Rindfleisch. Nachmittags Brei aus Apfel, Birne Honigmelone und Reisflocken. Nicht immer alles, aber die Auswahl gibt es. Ab und an, wenn der Stuhl zu fest ist, dann einen Eiswürfel eingekochten Pflaumenbrei dazu - meine Mutter hat an allem zu meckern was ich tu!)

Ich bin froh, dass ich doch nicht so verkehrt zu ticken scheine, wenn ich Eure Beiträge so lese. Ist nur schwer sich hier zu Hause durchzusetzen.

Wenn Du schreibst, wir brauchen keine Schreiambulanz, wie würdest Du dann das Problem lösen, dass mein Sohn höchstens mal eine Stunde am Stück schläft? Oder nachts mal 90 Minuten ... derzeit stört es mich nicht, denn er liegt ja neben mir im Bett, da wechsele ich die Seite, er nuckelt, trinkt ab und an und schlummert seelig wieder ein.

Ich sage meinem Freund ja auch immer wieder, dass die Zeit irgendwann vorbei sein wird ... es regelt sich eben alles von alleine. Problem nur, dass der Kleine es doch auch mitbekommt, wenn wir uns streiten, denn anders kann man eine Diskussion zwischen uns derzeit nicht nennen.

Man, da bin ich knapp 36 und komme mir vor wie ein kleines Kind, das nichts zu wissen scheint und dem die Erwachsenen alles vorschreiben wollen!

So, nun erstmal Nachmittagsbrei machen =)
Ich gebe noch nicht auf, es wird sich alles regeln denke ich. Wie schon geschrieben, schön, dass ich doch nicht so falsch zu ticken scheine ...

Beitrag von marysa1705 - 30.01.12 - 16:35 Uhr

Hallo,

nein, Du tickst nicht falsch.

Das "Problem" mit der Erziehung ist, dass wir Menschen nicht einfach intuitiv alles richtig machen. Dr. Herbert Renz-Polster beschreibt in seinem Buch "Menschenkinder" (sehr empfehlenswert übrigens! ;-) ) den "Mythos Intuition", denn was wir Menschen brauchen ist Übung, Lernen und Erfahrung. "Denn komplett im Blut liegt das Elternsein nur den niedrigen Tierarten. Je komplexer das Leben einer Tierart, je vielfältiger die Umwelt, in der die Kleinen einmal klarkommen müssen, desto weniger ist das mütterliche Verhalten fest über Instinkte einprogrammiert."
http://menschenkinder-das-buch.de/home.html

Die Übung fehlt den meisten heutzutage, weil die wenigsten in Grossfamilien aufgewachsen sind und ihre eigenen jüngeren Geschwister betreut haben. Auch mit dem Wissen unserer Elterngeneration ist es da meist nicht mehr weit her.

Wir müssen uns unser Wissen aus anderen Quellen suchen.

Und auch wenn es schwierig ist, die guten von den schlechten zu unterscheiden: Es gibt sie, die guten! ;-)

Eine gute Quelle, wenn es um den Schlaf und das Stillen von Babys und Kleinkindern geht, ist z.B. diese hier:
http://www.uebersstillen.org/dettwd.htm

Auch Dr. Herbert Renz-Polster hat viel Wissenswertes darüber in seinem früheren Buch zusammengetragen:
http://kinderverstehen.de/home.html
Auf der Website kannst Du auch in einzelne Kapitel hineinlesen.

Das wichtigste erscheint mir, dass wir verstehen lernen, WARUM unsere Babys/Kinder sich so und so verhalten. Sie kommen nicht einfach mit einem "Programmfehler" auf die Welt. Es gibt Gründe, warum Babys nicht durchschlafen, warum sie häufig stillen, warum sie ausgerechnet beim Tragen und Stillen gut einschlafen und nicht einfach allein.

Genau da sehe ich auch das Problem bei den Schreiambulanzen und ähnlichen Einrichtungen. Die Methoden, mit denen dort gearbeitet wird, mögen höchstens dann besser sein, wenn die Eltern kurz davor sind ihrem Kind ernsthaft zu schaden, sprich: es zu schütteln oder sonst in irgendeiner Weise zu verletzen.
Deshalb habe ich auch von "therapieren" geschrieben.

Viel wichtiger ist aber die Prävention! Also nicht erst das Kind in den Brunnen fallen lassen. Sich vorher informieren, warum unsere Kinder sich so und so verhalten, welche Hintergründe das Verhalten hat und wie man gut damit umgehen kann.

Schon allein das Verständnis für dieses Verhalten ist die halbe Miete. Denn wer sein Kind und dessen Verhalten versteht, dem fällt es auch viel leichter, auf die Bedürfnisse des Kindes adäquat zu reagieren.

Der vermutet dahinter keinen Trotz, keine schlechte Gewohnheit, keine "Bösartigkeit".

>>derzeit stört es mich nicht, denn er liegt ja neben mir im Bett, da wechsele ich die Seite, er nuckelt, trinkt ab und an und schlummert seelig wieder ein.<<

Genauso mache ich es auch!

>>Ich sage meinem Freund ja auch immer wieder, dass die Zeit irgendwann vorbei sein wird ... es regelt sich eben alles von alleine.<<

So ist es! Und glaube mir: Die feste Bindung, die Dein Kind dadurch zu euch bekommt, wenn ihr JETZT schnell auf seine Bedürfnisse eingeht, die wird euch später VIEL erleichtern.

LG Sabrina

Beitrag von klari198512 - 30.01.12 - 20:22 Uhr

nein, du bist schon richtig mit dem was du machst. gefuehl ist eben doch noch am besten, gerade wenn man mama ist :-)
nun sehe ich auch bissl mehr durch bei euch da. es kann wohl auch sein, dass der kleine durch das streiten noch mehr aufgeputscht wird. er ist sehr sensibel. eben ein menschenkind.
ich hoffe, du kannst dich durchsetzen!
schicke dir STAERKE! :-)

lg,

klari

Beitrag von motmot1410 - 30.01.12 - 15:11 Uhr

Ich finde das Verhalten Deines Freundes unmöglich #nanana
Wenn das Schlafverhalten für Dich kein Problem ist, warum dann mit Zwang ändern?

Mein Sohn ist nun fast 8 Monate alt und schläft seit 2 Tagen ohne Stillen ein ;-)
Das hat sich einfach so ergeben.

Er ist ein Säugling, der sich extrem schwer tut zu entspannen. Einfach ins Bett legen war nie möglich. Er braucht(e) immer viel Körperkontakt und so hat sich dann irgendwann das Einschlafstillen entwickelt. Das ist keine "Angewohnheit", sondern war einfach ein Bedürfnis meines Sohnes.

Vor einigen Tagen haben wir dann festgestellt, dass er sich ein "Übergangsobjekt" ausgesucht hat. Ein Stoftier, über dessen Anblick er sich immer wahnsinnig freut. Also dachte ich, ich probiere es mal ohne Stillen. Ich habe ihn am Abend im Wohnzimmer gestillt und bin dann mit ihm ins Schlafzimmer gegangen. In seinem Beistellbett hat er dann eine Weile mit dem Stofftier gequatscht (ich habe neben ihm gesessen und gelesen). Als es etwas gequengelt hat, habe ich ihn einen Schnuller gegeben (den nimmt er erst seit Weihnachten) und er ist eingeschlafen.

Ich finde, dass man sein Einschlafritual immer dem Entwicklungsstand des Kindes anpassen sollte. Gelingt diese Anpassung, dann schläft das Kind schnell (innerhalb von 10-20 Minuten) OHNE Weinen ein. Wenn es weint, dann ist es einfach noch nicht so weit. Dann hat Dein Freund halt Pech gehabt. Sorry, für diese klaren Worte, aber er ist ja auch nicht gerade einfühlsam.

Zum Thema "Fremdeln" und Trennung üben:

Bloß nicht! Zwing Deinem Sohn keine Trennung von Dir auf, wenn er so deutlich zeigt, dass er es nicht kann!

http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/emotionales_bewusstsein_2.htm

Beitrag von leeoo - 30.01.12 - 15:51 Uhr

Danke, wieder jemand, der mir aus der Seele spricht. Warum Trennung üben, wenn beide es nicht können?! Solang der Zwerg es nicht will, so lange will ich es ihm auch nicht antun. Ich werde loslassen auch noch lernen müssen - hat aber tiefliegende familiäre Gründe.

Argument meiner Familie: Wenn denn man was mit mir passiert!

Mein Sohn benötigt meist zwischen 10 und 15 Minuten, bis er abends eingeschlafen ist. Naja, derzeit dehtn es sich etwas aus, weil er - wenn ich ihn abdocke - wieder aufwacht und heftigst weint, das war bis vor einer Woche nie der Fall!

Kann man so einem kleinen Baby denn wirklich nicht solch Verhalten angewöhnen?! Ich meine, dass man es an der Brust einschlafen lässt, nur im Kinderwagen einschlafen kann oder sonstwiewas in der Art?!

Werde mich nun mal durch den Link lesen, danke dafür!

Beitrag von motmot1410 - 30.01.12 - 16:39 Uhr

"Argument meiner Familie: Wenn denn man was mit mir passiert!"

Also ganz ehrlich: Wenn Dir mal etwas passiert, dann wird das so oder so sehr schlimm für Deinen Sohn sein. Aber wenn man mit einem Kind, das so stark fremdelt, die Trennung übt, dann wird sich das Verhalten nur verstärken. Das Fremdeln vergeht von alleine, wenn man es respektiert.

Mein Sohn hat bei meinem Mann auch eine Weile heftig gefremdelt. Inzwischen akzeptiert er ihn aber wieder, auch zum Trösten. Wenn mein Mann nachhause kommt, dann fordert unser Sohn regelrecht ein, dass er sich um ihn kümmert ;-)

"Mein Sohn benötigt meist zwischen 10 und 15 Minuten, bis er abends eingeschlafen ist. Naja, derzeit dehtn es sich etwas aus, weil er - wenn ich ihn abdocke - wieder aufwacht und heftigst weint, das war bis vor einer Woche nie der Fall!"

Das wäre doch ein guter Zeitpunkt ihn an einen Schnuller zu gewöhnen. Wenn er eingeschlafen ist, dann "dock" ihn vorsichtig ab und schnell den Schnuller rein ;-)

Am besten wärmst Du den Schnuller etwas an, in dem Du ihn Dir unters Shirt steckst. Mein Sohn hat auch vor einigen Wochen ein sehr starkes Saugbedürfnis entwickelt und das war mir für meine Brüste einfach zu viel ;-)

"Kann man so einem kleinen Baby denn wirklich nicht solch Verhalten angewöhnen?! Ich meine, dass man es an der Brust einschlafen lässt, nur im Kinderwagen einschlafen kann oder sonstwiewas in der Art?!"

Jein, jedenfalls bin ich der Meinung, dass man es nicht in dem Sinne tut, dass das Kind dann das Einschlafen nur noch damit verbindet. Es ist halt eine Art von Einschlafritual, das dem Temperament des Kindes entspricht. Kaum eine Mutter beschließt schließlcih im VOrfeld, dass sie ihr Kind in den Schlaf stillen möchte. Sondern tut es, weil das Kind eben nicht anders gewaltfrei in den Schlaf findet.

Ich hatte dazu heute noch woanders einen Beitrag verfasst:

http://www.urbia.de/forum/52-schlafen/3449914-ab-wann-muessen-babys-durchschlafen/22019233

Beitrag von emilia82 - 30.01.12 - 19:33 Uhr

Ich an deiner Stelle würde zu meinem Freund sagen: solange das meine Aufgabe ist, UNSER Kind zum Schlafen zu bringen, entscheide ICH WIE und WO! Wenn Dir das nicht passt kannst du es gerne für mich machen!

Und sei ein bißchen selbstbewußter! Nur weil du noch ein Kind von ihm willst, darfst du doch aber noch eine eigene Meinung haben!#herzlich