Hallo,
am Wochenende kam von meiner Nichte aus die Frage auf, wieviel Einstiegsgehalt sie wohl bekommen bzw. vorschlagen kann.
Sie ist hat einen Bachelor in Fremdsprachen und BWL und Kommunikationswissenschaften gemacht und diesen gut abgeschlossen. Außerdem kann sie, durch Praktika und einen Nebanjob 1,5 Jahre einschlägige Berufserfahrung im Bereich PR/ Marketing vorweisen, sowie auch ein Jahr Auslandsstudium an einer englischsprachigen Uni.
Wenn in der Bewerbung gefordert wird, die Gehaltsvorstellungen anzugeben, was würdet ihr sagen?
Und falls sie sich entscheidet doch einen Master draufzusetzen, der in die gleiche Richtung geht, schätzt ihr die Chancen dann besser ein? Oder die Höhe des Einstiegsgehalts höher?
Und wenn Experten da sind, auf welche Art Jobs bewirbt sie sich am besten bzw. welche sind geeignet für Berufseinsteiger? Es gibt ja Marketingassistenz, Junir Manager, Brand Manager.....
Arbeitet jemand von euch in dem Bereich?Und wenn ja als was und wie seid ihr eingestiegen? Gerne natürlich auch Infos von Personalern!
Viele liebe Grüße
Einstiegsgehalt PR/ Marketing
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Beitrag von elisaspatz - 30.01.12 - 14:02 Uhr
Beitrag von cassiopeia76 - 30.01.12 - 14:15 Uhr
Ich würde sagen, dass das sehr stark auf diejeweilige Firma ankommt.
Von ... bis .....
Kann bei 1600 € brutto anfangen und raufgehen bis 4.000 €. Ich würde mich eher mal unten orientieren.
Beitrag von elisaspatz - 30.01.12 - 14:28 Uhr
Echt, 1600? Da bleibt ja fast nichts übrig... find ich schon sehr wenig wenn man 6 Jahre dafür studiert hat?
Aber danke für deine Antwort!
VLG
Beitrag von cassiopeia76 - 30.01.12 - 14:32 Uhr
Es kommt wirklich auf die Firma an. Kleine Firmen können einfach nicht so viel Geld locker machen und du fragtest doch nach dem EINSTIEGS-Gehalt.
Ja, das ist nicht unüblich.
Gerade, wenn man frisch von der Uni kommt, ist man für die Firmen ja eher ein KLotz am Bein. Man glaubt, Gott weiß was man könnte und hat eigentlich gar keine Ahnung. Gerade im Bereich Marketing. Da macht ein Großteil einfach die Erfahrung.
Ein erfahrener Marketing´-Mensch kann schon ordentlich viel verdienen, aber eben nicht als Anfänger!
Beitrag von elisaspatz - 30.01.12 - 14:38 Uhr
Ja klar, das ist natürlich auch wahr.
Ich finde es auch mit den schwierigsten Punkt in einer Bewerbung, die Gehaltsvorstellungen anzugeben.
Danke nochmal
Beitrag von ninnifee2000 - 30.01.12 - 15:05 Uhr
6 Jahre? Und ich dachte schon, mit meinen 4,5 Jahre wäre ich langsam gewesen...
Beitrag von postrennmaus - 30.01.12 - 15:11 Uhr
Du meinst wohl 6 Semester? Oder hat sie mehrere Bachelor's gemacht??
Beitrag von zeitblom - 30.01.12 - 15:11 Uhr
Na klar, in Albanien kann man sogar bei 800€ brutto anfangen....
Beitrag von cassiopeia76 - 30.01.12 - 17:16 Uhr
So ein Blödsinn!
Ich selbst habe im MArketing mit 1600 Euro bei ner kleinen Klitsche angefangen. Nach der Probezeit warn's dann schon 2000 Euro. Später mehr.
Mit zu hohen Forderungen kann man AG auch schnell verprellen. Bin inzwischen selbst AG und muss chon mal die Gehaltsvorstellungen potentieller MA deutilch zurechtstutzen.
Beitrag von zeitblom - 31.01.12 - 08:57 Uhr
selber schuld.... allein eine monatliche Gehaltsvorstellung abzugeben statt ein jaehrliche ist fuer Bewerber mit Universitaetsabschluss unprofessionell....
Beitrag von lisasimpson - 31.01.12 - 09:28 Uhr
also entschuldigung- 1600€- da lacht sich ja sogar die verkäuferin beim aldi schlapp drüber.
sicher ist es abhängig von der region, von der größe des arbeitgebers, von den eigenen spzeillen fähigkeiten und von der position- aber 1600€ wird die putzfrau verdienen, dsa sollte nicht das einstiegsgehalt eines uniabsolventen sein
Beitrag von cassiopeia76 - 31.01.12 - 14:07 Uhr
Du musst es ja wissen.
Wir - gut situierte Gegend in Westdeutschland - zahlen unseren, gut ausgebildeten Fachkräften als Einstiegsgehalt (!) ein solches Gehalt (+/-).
Das ist weit mehr als laut Tarifvertrag üblich.
Und wir sind KEIN Aldi etc.
Das ist das Problem der Uniabsolventen: die meinen, sie kommen von der Uni und haben allein deswegen das Recht auf einen höhen Lohn.
Die Leute müssen erstmal bei Null anfangen und LERNEN. Denn 90% der gelernten Uniinhalte sind im realen Leben nutzlos. Das ist wie einen Azubi einzustellen: die haben gar keine Ahnung von den Abläufen.
Beitrag von lisasimpson - 31.01.12 - 15:14 Uhr
ich komme aus einem anderen bereich, in dem eigentlich nicht wirklich gut gezahlt wird.
würde aber jedem einen vogel zeigen, der mich als uniabsolventen (wenn auch als berufseinsteiger, der ich ja auch mal war) für 1600€ anstellen wollte
bei aldi hängen öfter mal anzeigen aus, daß sie aushilfen für 11,parundsechzig suchen- d.h. bei 160 arbeitsstunden kämen sie auf merh als das uniabsolventeneinsteigergehalt???)
meine putzfrau verdient übrigens auch 10€ die stunde- das kann ja nicht die grundlage sein, für eine solchen arbeitsvertrag
Beitrag von cassiopeia76 - 31.01.12 - 19:51 Uhr
Der Unterschied ist, dass Deine Putzfrau bei 10 Euro bleibt und nicht nach ein paar Monaten - wenn sie gut ist - eine saftige Gehaltserhöhung bekommt.
Was ihr alle eine Einstellung habt....studiert haben heißt nicht, einen Freibrief für das ganz große Geld zu bekommen.
Und ein Bachelor ist eben nicht mehr wert als eine stinknormale Ausbildung. Da kann man nicht erwarten, gleich Großverdiener zu werden.
Und in jedem Job, erst recht als absoluter Anfänger, muss man sich erstmal beweisen. Selbst als Putzfrau!
Und der Bereich Werbung/Marketing/PR ist ein Haifischbecken!
Beitrag von lisasimpson - 31.01.12 - 19:59 Uhr
also ich kenne mich mit dem bachelor nicht aus- das ist wahr..
Und ich habe sicher nicht erwartet, nach dem Studium das ganz große geld zu verdienen, aber für 1600€ hätte ich nicht angefangen, wie gesagt, etwas mehr als die putzfrau hätte ich schon gerne gehabt (und bekommen:)
Und ja, das ist ein haifischbecken- und man kann da sehr gut verdienen, wenn man es versteht sich gut zu verkaufen.
wer sich für 1600€ verkauft, hat sich zu billig verkauft.
Beitrag von inlocoparentis - 31.01.12 - 19:59 Uhr
Du hast absolut recht, so sieht es aus! Ich habe lange in dem Bereich gearbeitet. Bei jeder Gehaltsverhandlung kam vom Chef die Ansage: Wenn Sie keine Lust mehr auf ihren Job haben, stehen draußen auf der Straße 50 Leute die die gleiche Arbeit für einen "Tausi" (brutto) machen.
Gleiche Arbeit bedeutet hier unbezahlte Überstunden bis Mitternacht und Wochenendarbeit.
Irgendwann hatte ich genug und habe mich selbstständig gemacht. Jetzt stimmt auch das Geld. Trotzdem denke ich mir manchmal: Hätt ich was Gescheits gelernt...
Beitrag von cassiopeia76 - 01.02.12 - 12:25 Uhr
Genau so sieht's aus!
Und das gilt auch für viele andere Berufssparten.
Wenn man erstmal Fuß gefasst hat, ist das was anderes.
Einige andere kehren hier ein ziemlich arrogantes Denken nach außen - ist aber üblich für "Studiert". Obwohl ich selbst akademische Abschlüsse habe. Manche Leute muss man nach der Uni erstmal auf den Teppich zurück holen....
Beitrag von schnecki82 - 31.01.12 - 21:17 Uhr
Großverdiener - das erwartet ja nun wirklich keiner !
Aber wer seine studierten Angestellten mit 1.600 Eur BRUTTO abspeisen will, ist genauso unterirdisch im Denken, wie Firmen die sich nur auf Minderlöhner ausruhen.
Sorry, aber 1.600 Eur geht ja nun gar nicht - NICHT (!!!) brutto. Davon kann man nicht mal seinen Studienkredit abbezahlen ...
Beitrag von cassiopeia76 - 01.02.12 - 15:03 Uhr
Genau deshalb bin ich heilfroh, keinen Studienkredit in Aunspruch genommen zu haben.
Und wenn Du Dir meine erste Antwort durchliest, steht dort von ... bis .... .
1600 € ist wirklich die unterste Grenze, von der aus man sich schnell wegbewegen wird, wenn man denn tatsächlich eine gute (Studien-) Ausbildung hat und sich im Job beweist.
Es gibt immer genügend Leute, die sich die Finger lecken nach einem Job und durchaus auch qualifiziert sind. Man muss sich von seinen Mitarbeitern nicht alles gefallen lassen (wenn's z.B. um Gehaltsforderungen geht). Und wenn jemand mit absurden Forderungen kommt, dann soll er sein Glück doch woanders versuchen.
Wir sind ja auch mit Mitbewerbern im Gespräch. Es läuft überall gleich. Und so mancher Kollege ist schon derbe enttäuscht worden, wenn sich jemand "gut verkaufen konnte", ein entsprechendes Gehalt verlangt hat und sich dann als Null entpuppte. Für wie blöd haltet ihr denn eure Arbeitgeber?
Beitrag von sini60 - 31.01.12 - 08:15 Uhr
1600,-- € ist doch ein Witz. Wer sich für dieses Geld einstellen lässt verdient es nicht anders.
Beitrag von postrennmaus - 30.01.12 - 15:04 Uhr
Ich denke, dass ein Master die Chancen schon erhöhen kann.
Vielleicht hilft dir folgende Tabelle weiter:
http://www.staufenbiel.de/ratgeber-service/gehalt/gehaltstabellen/gehalt-bwl-absolventen.html
Lg postrennmaus
Beitrag von postrennmaus - 30.01.12 - 15:13 Uhr
Hier noch eine Tabelle, die noch besser passt auf deine Beschreibung:
http://www.staufenbiel.de/ratgeber-service/gehalt/gehaltstabellen/gehalt-gesellschafts-und-sozialwissenschaftler.html
Lg
Beitrag von viva-la-florida - 30.01.12 - 18:52 Uhr
Hmm, ich weiss nicht, wie es heute ist.
Vor 10 Jahren habe ich als Einstiegsgehalt 2500,-- € Brutto bekommen.
Ohne Studium - nur mit Weiterbildung.
LG
Katie
Beitrag von ladyblue80 - 31.01.12 - 00:47 Uhr
Infos die für eine realistische Einschätzung fehlen:
Wieviele Sprachen spricht Sie fließend?
Wo hat Sie studiert und wie hat Sie abgeschlossen(genau)? Ein Abschluss von 2 an einer privaten Uni oder ähnliches ist nichts wert. Eine 2 an einer staatlichen renommierten Uni schon besser, allerdings nicht so gut wie ein Einser-Abschluss den in dem Bereich eine Vielzahl der Absolventen macht.
Wo hat Sie Ihre Praktika gemacht und wie lange? 6 Monate Scholz&Friends und/ oder Apple ist super. Ein paar Praktika bei kleinen Klitschen nciht soviel (zeigt aber immerhin Engagement)
Bei welchem Unternehmen will Sie sich bewerben (Klitsche, Mittelständler oder Konzern)
Hat Sie wahrlich 6 Jahre (irgendwo in den Unterantworten geschrieben) für einen Bachelor (das sind 5 Semester zzgl. 1 Praxissemester, mehr nicht) studiert, also das doppelte der Studienzeit?
Ich sehe bei diesen neuen mit verschiedenen Fächern gemixten Studiengängen teilweise erhebliche Probleme:
Fremdsprachen: fließend Englisch ist keine Zusatzquali mehr, sondern eine Grundvoraussetzung, eine weitere Fremsprache auch immer gewünscht und wird von so ziemlich jedem Abiturienten erfüllt. Wenn Sie eine 3. Fremdsprache wirklich fließend und verhandlungssicher spricht ist das natürlich ein Pluspunkt
BWL: BWL umfassend dauert 8 Semester, Sie hat nur 5 Semester studiert und davon auch nur ein Drittel BWL, folglich für Jobs, für die halbwegs fundierte Kenntnisse nötig sind ist Sie unqualifiziert.
Kommunikationswissenschaft: hier gilt das Gleiche wie bei BWL. Auch hier dauert ein vollwertiges qualifiziertes Studium 8 Semester, also allenfalls bessere Grundkenntnisse vorhanden.
Bevor mich jetzt alle schlagen: ich will Deine Nichte damit nicht "runtermachen", sondern nur klar aufzeigen wo Defizite liegen: will ich jemanden der tolles Marketing macht nehme ich einen BWLér mit Schwerpunkt Marketing. Will ich jemanden für PR nehme ich einen Kommunikationswissenschaftler oder jemanden mit Journalistenausbildung. 2 Fremsprachen fließend sprechen fast alle. Kleiner Pluspunkt wäre wie gesagt die 3. Fremdsprache fließend.
Insgesamt sollte Sie sich klar machen in welche Richtung Sie genau gehen will und dann einen Master darauf machen (BWL mit Schwerpunkt oder KW). Allerdings klar fokussiert und an einer renommierten Uni. Sobald Sie erst mal im Berufsleben ist wird es immer schwerer.
Sicherlich KANN man auch Glück haben, aber in der heutigen Arbeitswelt ist es extrem wichtig soviele Qualifikationen wie möglich zu haben.
Duchschnittlich als Assistentin (als reiner Querschnitt gemeint):
25-30.000 p.a. in einem kleineren Unternehmen
27.-32.000 p.a. bei einem mittelständischen Unternehmen
28.-35.000 bei einem Konzern
Sollten die 6 Jahre Studium auf Bachelor stimmen sollte Sie es eher bei kleinen Unternehmen versuchen, bei guten mittelständischen wird es schwer, bei Konzernen fast unmöglich.
Beitrag von mami18052010 - 31.01.12 - 06:15 Uhr
Meine Cousine hat etwas Ähnliches studiert, da war noch irgendwas mit Fremdsprachen dabei!
Sie hat jetzt 1.800 EUR Brutto! N Witz, wenn de mich fragst! Heutzutage n Bacholor zu machen ... da kannste dich auch 3 Jahre absetzen, hat den gleichen Effekt!
Wer "nur" den Bacholor hat, braucht sich heutzutage nicht mehr viel auf seinen Abschluss einbilden, schon gar nicht mit BWL.
