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Beitrag von margretchen - 30.01.12 - 15:03 Uhr

Hallo Mädels,

eigentlich ist dies hier nicht mein "Stammforum" aber ich denke um antworten auf die mich aktuell beschäftigenden Fragen zu bekommen bin ich hier am besten :)

Und zwar geht es darum, dass mein Mann und ich uns gerade Gedanken um unsere Zukunft machen bzw. schon wissen, wie es in unserem Leben weitergehen "soll" (klar, hat keiner in der Hand, aber plane kann man ja). Momentan leben wir sowohl von meiner als auch von seiner Familie 2,5 Autostunden entfernt, was aktuell kein Problem für uns darstellt. Ich mache mir jetzt aber Gedanken darüber, wie das wohl mal wird, wenn wir Kinder haben... ob wir hier ohne familiäre Unterstützung klarkommen (übrigens auch ohne großen Freundenkreis, da wir ja beide zugezogen sind). Vielleicht könnten mal ein paar von euch schildern, wie das bei euch (mit Kindern) so ist. Ob ihr auch "alleine" lebt und super als Familie klarkommt oder ob die Unterstützung fehlt.
Über ein paar Eindrücke würd ich mich sehr freuen.

Hintergrund der Frage liegt auch darin, dass wir langsam über Hauskauf/-bau nachdenken und daher wir beide schon ziemlich sicher sein sollten, wie es weitergeht. Beruflich sind wir momentan beide hier eingebunden, würden aber anderswo ohne Probleme was finden.

Wie gesagt über Antworten freue ich mich sehr, auch wenn natürlich klar ist, dass solche Zukunftsentscheidungen nur wir beide treffen können.

Liebst, margretchen

Beitrag von cinderella2008 - 30.01.12 - 15:32 Uhr

Hallo Margaretchen,

ich hatte immer die Familie in der Nähe. Nicht zu nahe, aber doch so, dass man sich schnell mal besuchen konnte. Meine Familie hat, als meine Kinder noch klein waren, ca. 30 km weg gewohnt. Die Schwiegerfamilie gleich um die Ecke. Dahin hatten wir jedoch nur wenig Kontakt.

Dadurch, dass meine Eltern und Geschwister in der Nähe waren, konnte ich ohne Probleme z.B. die Ferienzeiten meiner Kinder immer gut absichern. Sie haben immer einige Wochen bei Oma und Opa verbracht. Es war auch schön für die Kinder und den Rest der Familie auch, dass man sich am Wochenende auch mal spontan zum Kaffee sehen konnte.

Gleichzeitig war die Entfernung weit genug, um sich gegenseitig nicht ständig auf der Pelle zu hängen.;-) Ich sehe das bei Freunden, die die Eltern in der unmittelbaren Nachbarschaft zu wohnen haben und die praktisch nie alleine sind, weil ständig jemand vorbei schaut.

Daher würde ich an Eurer Stelle, wenn Ihr beruflich unabhängig seid und Euch an Eurem jetzigen Wohnort nichts hält, doch dazu tendieren, in der Nähe der Familie ein Haus zu kaufen/bauen.

LG, Cinderella

Beitrag von jonasmama2004 - 30.01.12 - 15:49 Uhr

Meine Eltern wohnen bei uns im Haus,es hat jeder seine abgeschlossene Wohnung,aber irgendwie wohnen wir doch zusammen. und ich möchte es um keinen Deut anders haben! Wir unterstützen und helfen uns gegenseitig wo es nur geht,jeder ist für den anderen da und wir verstehen uns alle miteinander sehr gut! Meine Schwiegermutter wohnt ca. 25 Km entfernt,wir sehen uns trotzdem mind. 2 mal pro Woche,trinken zusammen Kaffee und Junior darf auch mal bei ihr übernachten wenn er möchte. Meine Schwester wohnt im Nachbarort,alle anderen verwandten leben auch in der Nähe(max. 30 Km entfernt). Ich bin froh,das wir alle so nah beieinander wohnen und würde es nicht missen wollen!

Auch im Bezug auf die Betreuung der Kids oder Notfällen bin ich sehr dankbar das immer jemand da ist!

LG SARAH

Beitrag von sweety03 - 30.01.12 - 16:05 Uhr

Hallo,

ich bin vor 10 Jahren in dem Heimatort meines Mannes gezogen. Ich kannte hier keinen, nur meine Schwiegereltern, die gleich um die Ecke wohnen.
Kennengelernt habe ich hier erst ein paar Leute (genauer gesagt anderen Mütter :-)), als unsere große Tochter geboren wurde, und selbst da hat es noch ein gutes Jahr gedauert, bis ich mich richtig richtig hier zu Hause fühlte.
Von daher war es gut, dass gerade in der Anfangszeit meine Schwiegereltern hier in der Nähe wohnen, so dass ich da jemand Vetrauten hatte. Muss dazu sagen, dass meine Schwiegereltern super lieb sind!

Sweety

Beitrag von muschu2 - 30.01.12 - 16:10 Uhr

Hallo!

Wir haben unsere Familien in der Nähe und das ist auch gut so.
Wenn man mal jemanden braucht,ist immer einer da.Ich würde meine Kinder nur sehr ungern fremden anvertrauen,man kann den Leuten nur vor den Kopf gucken.
Wie unsere Familien so ticken weiß ich ja.
Ich kenne genügend Eltern,die keine Familie in der Nähe haben.Die brauchen entweder einen Babysitter,ein Au pair oder SEHR gute Freunde.

LG

Mascha

Beitrag von laufendermeter - 30.01.12 - 16:44 Uhr

Hallo Margretchen,

bei uns ist die Situation ähnlich, meine Eltern wohnen 1,5 Stunden und Schwiegereltern 2,5 Stunden entfernt. Unsere Tochter ist jetzt 15 Monate alt. Seit einem Monat arbeite ich fest angestellt (war vorher Freiberuflerin), und gerade in den letzten Wochen habe ich mir oft die Familie hergewünscht. Marlene geht seit November in die Kita und nimmt jede Erkältung mit, die sie bekommen kann. Es ist gar nicht so einfach, ein krankes Kind zu händeln, wenn man niemanden hat, der mal eben Feuerwehr spielen kann.

Freunde haben wir hier schon einige - aber natürlich auch alle mit Kindern, so dass einspringen (zumindest, solange sie noch so klein sind) schwierig ist.

Auch als sie noch kleiner war, habe ich es oft vermisst, dass jemand mal einspringt, damit ich zum Beispiel mal wieder in Ruhe putzen kann. Mein Partner ist beruflich so eingespannt, dass ich auf ihn leider nicht immer zählen kann.

Fazit: Natürlich GEHT es ohne Familie in der Nähe, aber schöner ist es bestimmt mit!

Viele Grüße
Kerstin

Beitrag von kleinjano - 30.01.12 - 16:51 Uhr

Hallo,

wir sind weit weg von unseren Familien (hat sich beruflich so ergeben) und sind hier sesshaft geworden.
Mit drei Kindern ist man ohne Unterstützung schon ganz schön am Planen und Organisieren.
Wir haben uns hier im Laufe der Jahre einen guten Freundeskreis aufgebaut (es gibt hier viele Zugezogene in ähnlicher Situation), wo ich bei wirklichem Bedarf auch anfragen könnte (z.B. Kinder mal aufpassen, Auto leihen, Umzug helfen...). Das gilt natürlich auch umgekehrt.
Allerdings ist für mich momentan beruflich mehr als einige Stunden bis Teilzeit nicht drin! Unplanmäßige Krankheit o.Ä. muss man ja auch selbst managen.
Wir fühlen uns so wohl und würden es wieder so gestalten.

LG kleinajno

Beitrag von twins - 30.01.12 - 17:38 Uhr

Hi,

Meine Familie wohnt 800-1000 km entfernt, die meines Mannes die hälfte.

Wir haben Haus, Hund und Zwillinge und haben keinerlei Hilfe gehabt. Warum auch, wenn ich hier lese, das oft die Eltern als kostenloser Babysitter benutzt und hintenrum gemeckert wird.
Ich wuppe die Familie unter der Woche alleine und es klappt gut.

Wir haben auch keine Freunde in der nähe, die mal aushelfen können.
Es ist nicht immer leicht, wie z.b. Beide gehen arbeiten, wenn Kinder da sind. Aber auch das lässt sich planen.

Ich würde mir keinen Kopf machen, sooo weit ist es ja auch nicht weg, da kann man sich übers Wochenende auch schnell sehen.

Grüße
Lisa

Beitrag von doertebecker - 31.01.12 - 00:48 Uhr

Meine Eltern werden gerne mal als Babysitter "benutzt". Ich bin bestimmt kein Verfechter des Mehrgenerationshaushalts, aber ich finde es toll, dass unsere Großeltern nicht weit weg wohnen (wir haben durch Scheidung 2 Paar vor Ort und meine Eltern 1,5 Stunden weit weg). Vor Ort die Großeltern wechseln sich alle 14 Tage ab - also gibt es einen festen Oma/opa Tag die Woche, bei welchem die Kinder von ihnen vom kiga abgeholt werden und dann mit ihnen nach Hause fahren, basteln, Kissenschlachten machen, in den Zoo gehen... Nach dem Abendbrot kommen sie wieder. Zu meinen Eltern fahren sie 1x im Monat ein Wochende (alle 2 Monate kommen wir mit, aber genießen dort unsere Freiheit) und sie haben dort sogar schon Freunde. Uns ermöglicht das beiden Vollzeit arbeiten zu gehen, ohne Burnout, uns häufiger mal einen schönen Urlaub leisten zu können , mal ein paar verrückte Studentenrevivalwochenenden mit kinderlosen Freunden ...

... ich weiß nicht, ich mag einfach den Unterton in deiner Antwort nicht. Klar ist alles Planung und man kann alles selber machen - aber gemeinsam macht es mehr Spaß und erleichtert einem vieles. Ich bin übrigens als Kind viel bei meiner Oma gewesen (hat im selben Haus gewohnt) und habe ihre Liebe und ihre Küche genießen dürfen - ich liebe sie heute noch heiß und innig dafür.

Wir haben lange darüber nachgedacht, was wir machen, für etwas mehr Geld wegziehen, oder unser Leben hier etwas freier und leichter (eben mit kostenloser und von allen Seiten freiwilliger Unterstützung) zu gestalten und werden nun dafür kämpfen, dass wir hier bleiben können.

LG d

Beitrag von alizeeceline - 30.01.12 - 18:39 Uhr

Meine Eltern wohnen 600km weg, wir sehen uns 1-2 mal im Jahr.

Schwiegereltern wohnen 30km weg und sind leider überhaupt keine Unterstützung. Ist mir aber mittlerweile egal, obwohl es mir für die Kinder leid tut.

Freunde habe ich hier auch keine, wir sind vor 2 Jahren hergezogen. Mein Mann hat hier schon ein paar Freunde, ich bin zu ihm gezogen, aber die haben ja mit unseren Kindern nix zu tun.

Meine Schwester sehe ich auch höchstens 1x im Jahr und meine Schwägerin auch nicht öfter.

Naja wir kommen zurecht, geht ja nicht anders. ;-)

LG Susanne mit 4 mädels

Beitrag von hermiene - 30.01.12 - 18:40 Uhr

Wenn man Kinder will sollte man die meiner Meinung nach OHNE Großeltern großziehen können!
1. haben die Großeltern "ihren Job" getan - nämlich Euch groß gezogen
2. können die auch ruckzuck nichtmehr da sein (Auswandern, Weltreise, Krankheit, Tod)

Abgesehen davon, dass wir außer einem voll berufstätigen Opa garniemanden hätten - wir wohnen 220-550km von der Verwandtschaft entfernt und bekommen es hin.

Mein Freund arbeitet sehr lang und viel, ich aktuell 30 Stunden/Woche. Wir haben 2 Kinder und grade der Kleine war sehr, sehr viel krank. Dazu kommen natürlich Freizeitplanung, Arzttermine (der Große chron. krank) usw.

Du wirst sehen, mit Kindern ändert sich eh Euer Freundeskreis. Und im Notfall gibts immer ne Mutter die die Kinder nehmen kann. Wir sitzen fast alle im gleichen Boot - berufstätig und ohne Verwandtschaft. Da hilft man sich - ich hatte letztens 6 Kinder zw. 3-6Jahren daheim (alleine, ohne deren ELtern oder meinem Freund).
Eine Freundin arbeitet nicht und hat Oma/Opa da, im Notfall könnte ich vermutlich sogar der Oma meine Kinder bringen.

Ihr müßt da wohnen wo Ihr Euch wohl fühlt!!!!

Warum habt Ihr kaum Freunde jetzt?

LG,

Hermiene

Beitrag von cinderella2008 - 30.01.12 - 18:50 Uhr

Natürlich schafft man es auch alleine, ohne Großeltern in der Nähe, die Kinder großzuziehen.

Und auch, wenn die Großeltern ihren Job getan haben, so kümmern sich doch viele sehr gerne um die Enkel. So war es jedenfalls bei mir. Meine Eltern haben sich regelrecht darum gerissen, dass die Kinder die Ferien bei ihnen verbringen durften oder dass wir sie am Wochenende mit den Kindern besuchten.

Enkelkinder bringen auch Freude. Und umgekehrt ist es schön für die Kinder, die Großeltern auch mal spontan sehen zu können, ohne dass alles lange geplant werden muss.

Beitrag von doertebecker - 31.01.12 - 00:52 Uhr

Danke, du sprichst mir aus der Seele. Jeder kann Kinder selber großziehen, dass kann man auch allein - aber warum hat man denn Partner - weils zu zweit schöner ist und einfacher ist. Und Kinder bringen im Normalfall allen Freude - so wie deine Eltern sich schon an dir erfreut haben.

Beitrag von cinderella2008 - 31.01.12 - 06:50 Uhr

Genau und von daher freue ich mich auch schon darauf, wenn ich mal Enkelkinder haben sollte. Bisher ist zwar noch nicht die Rede davon, aber wer weiß. Und dann würde ich es schade finden, wenn man sich nur sehr selten und mit langer Vorausplanung sehen kann, weil die Entfernungen zu groß sind. Ganz klar, manchmal geht es nicht anders, aus welchen Gründen auch immer. Das muss man dann auch akzeptieren.

Ich glaube auch sagen zu können, meine Eltern nie als Babysitter ausgenutzt zu haben. Natürlich sind sie auch mal eingesprungen, wenn ein Kind krank war. Sie haben sich allerdings so gut wie immer selber angeboten. Ich brauchte gar nicht groß nachfragen. Hätte ich weiter weg gewohnt, hätte ich eine andere Lösung gefunden. Aber warum soll ich einen Babysitter engagieren, wenn die Oma gerne die Zeit mit den Kindern verbringen möchte?

Meine Schwiegereltern hatten kein Interesse an den Kindern. Das haben wir auch akzeptiert und wären nie auf die Idee gekommen, mit der Frage an sie heranzutreten, ob sie sich mal kümmern könnten.

Beitrag von doertebecker - 31.01.12 - 08:31 Uhr

Ich denke deine zweite Anmerkung ist für die TE eigentlich am wesentlichsten - nämlich die Frage, wie komme ich mit meiner/seiner Familie klar. Gibt es nur Stress und Erwartungszwangshaltungen würde ich mir so einen Umzug sehr überlegen. Allerdings ist zwischen einem Teil der Schwiegis und uns auch alles andere als optimal, aber auf die Kinder übertragen wir das gar nicht. Wir haben da einen recht sachlichen Umgangston, aber sie lieben ihr beiden Enkelkinder und warum sollte ich es da nicht begrüßen, dass sie einen engeren Kontakt zu Ihnen aufbauen.

Also @ magaretchen: es gitb da viele persönliche Dinge abzuwägen, zu welchem nur ihr in der Lage seid. Die Frage nach der persönlichen Beziehung, berufliche Perspektiven vor Ort und natürlich die Möglichkeiten der Kitabetreuung. Auch wie ihr selber tickt ist wichtig - wie du schon siehst, gibt es einige, die alles lieber selber und unabhängig entscheiden wollen (die vermissen den Kontakt nicht so) und andere, die mit der Betreuung durch Großeltern (und den vielleicht mal dadurch enstehenden Konflikten) nicht so ein Problem haben. Macht also mal eine Pro/Kontra Liste und dann entscheidet. d

Beitrag von fusselchenxx - 30.01.12 - 18:51 Uhr

Hallo..

Ich bin aus meiner Heimat auch wegen des Berufes weg..

Wir wohnen "nur" eine gute Std von meinen Eltern entfernt.. Meine Schwiegereltern wohnen 30 km weg...

Für mich war es anfangs kein Thema.. Allerdings mit Kind war es schon anders... Ich hatte keinen (da wir zu den Schwiegis kaum bis keinen Kontakt hatten)... Freunde gab es auch anfangs keine...

Wir sind dann als der Große 1,5 Jahre war umgezogen.. In dem Ort kam ich erst richtig in Kontakt, als der Große in den Kindergarten kam.. Vorher war ich auch ehr alleine unterwegs... Familie hatte ich immer noch keine in der Nähe und mit den Schwiegis bestand keinen Kontakt...

Mitlerweile haben wir mit den Schwiegis wieder Kontakt.. Aber wirklich brauchen tun wir sie nicht.. Einmal habe ich sie nun allerdings um Hilfe gebeten, als ein mein Mann ins KH musste... Ansonsten haben wir unser Leben alleine im Griff... Auch gehe ich wieder arbeiten.. Dies klappt auch ohne famililäre Unterstützung super... Selbst wenn ich bei meinen Eltern oder Schwiegis wohnen würde, häten wir keine Hilfe, da alle selber noch arbeiten..

Es ist natürlich eure Entscheidung, aber ich finde es nicht schlimm, die Familie nicht direkt neber mir zu haben... Ich finde es angenehm... Und wenn man abends mal weg gehen möchte, kann man sich immer noch einen Babysitter nehmen (was wir allerdings noch nie gemacht haben)

LG Fusselchen

Beitrag von rosaundblau - 30.01.12 - 19:25 Uhr

Hallo!

Unser erstes gemeinsames Heim war 60 km von der Familie meines Mannes und 120 km von meiner Familie entfernt. Der Freundeskreis war sehr überschaubar, da wir beide vollzeitbeschäftigt waren stellte das kein Problem dar.

Unser Sohn wurde geboren, ich war erstmal zu Hause und das hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich fühlte mich allein fern ab von Freunden und Familie. Als unser Sohn 1 1/2 Jahre alt war sind wir in meine Heimatstadt gezogen. Hier wollen wir auch nicht mehr weg. Die Nähe der Familie bedeutet für uns ganz klar mehr Lebensqualität, die Nähe zu den Freunden auch.

vg rosaundblau

Beitrag von matildal - 30.01.12 - 19:27 Uhr

Hallo !

Wir wohnen 10km von meinen Eltern entfernt und haben unsere engsten Freunde 5 Gehminuten um uns herum. Das war alles nicht geplant, sondern hat sich so ergeben, weil wir uns in das Haus verliebt haben. Aber es ist super. Meine Eltern nehmen unseren Sohn (21 Monate ) einen Tag am Wochenende und es entsteht eine tolle Bindung. Sie freuen sich, denn das andere Enkelkind wohnt 1000km entfernt und sie sehen sich nur ein paar Mal im Jahr. Unsere engsten Freunde sind Paten und selber Eltern. Auch hier bin ich froh, dass wir sie in der Nähe haben. Wir arbeiten beide und so ist es toll, wenn man jemanden hat, der im Notfall (z.B. eigene Arzttermine, außerplanmäßige Überstunden) einspringt und sich kümmert. Ich würde das absolut nicht missen wollen. Zumal ich es toll finde, wenn man als Familie nicht nur aus Kindern und Eltern besteht. Bei uns gibt es sogar noch dir Uroma, die sich gern mit unserem Sohn beschäftigt....

Wenn ihr einen guten Draht zu euren Eltern habt und es ihnen und euch wichtig ist, die Zeit der Elternschaft zu teilen, dann würde ich wahrscheinlich umziehen.

LG Matildal

Beitrag von siebzehn - 30.01.12 - 19:37 Uhr

Meine Eltern wohnen drei Autostunden von uns entfernt, meine Schwiegereltern ebenfalls - allerdings in eine komplett andere Richtung.

Wir haben uns da ehrlich gesagt keine Gedanken drüber gemacht, denn hier haben (bzw. ich hatte) wir unsere guten Jobs, die man bei den Eltern "auf dem platten Land" einfach nicht bekommt. Unsere Kinder sind 4 und 2 Jahre alt - und natürlich ist es schade, dass sie ihre Großeltern nicht so oft sehen können. Dennoch hängen sie sehr an ihnen und freuen sich ganz ohne Fremdeleien, wenn sie Oma und Opa sehen. Auch, wenn das nur alle paar Monate der Fall ist.

Unterstützung? Hm, wäre manchmal sicherlich ganz nett. Aber ehrlich gesagt funktioniert es auch mit dem Babysitter wunderbar, wenn wir weggehen wollen. Mal ganz abgesehen davon, dass meine Schwiegereltern schon recht alt sind und meine Eltern gesundheitlich nicht fit sind. Sie könnten also sowieso nicht großartig unterstützen.

Einen Freundeskreis kann man übrigens auch in einer neuen Stadt aufbauen. Job, Verein, Sport... spätestens mit Kindern lernt man automatisch viele Gleichgesinnte kennen. ;-)

Ihr solltet Euch darüber klar werden, wo Ihr leben wollt. Ihr kriegt auch in anderen Gegenden gute Jobs - aber würde es Euch auch reizen, dort zu wohnen?

Ich möchte die Stadt, in der wir wohnen, jedenfalls nicht mehr eintauschen gegen meine Heimat. (Einzig die Immobilienpreise dort wären eine Verlockung).

Beitrag von loonis - 30.01.12 - 19:42 Uhr

Wir wohnen 300 km weiter weg von der Family,
haben 2 Kinder.
Wir arbeiten beide im Schichtsystem,es klappt
auch ohne Großeltern etc.
Haben eine tolle Babysitterin.

LG Loonis

Beitrag von sandra7.12.75 - 30.01.12 - 19:56 Uhr

Hallo

Ich bin vor etwas mehr als 10 Jahren meinem Mann in den Hunsrück gefolgt.War bei der Bundeswehr,vorher waren wir 1,5 Jahre in den Niederlanden.
Vor den Niederlanden war ich sogar fast 2 Jahre in einer WE Beziehung ohne Fam.Unterstützung,da die auch wiederum woanders gewohnt haben da ich wegen Jobwechsel die Stadt gewechselt hatte.

Jetzt haben wir 5 Kinder und wohnen knapp 500 km von der Fam. weg.

Es klappt eigentlich ganz gut,mal abgesehen von den stressigen Tagen.

Fürs weggehen haben wir ein Kindermädchen.

lg

Beitrag von die.kleine.hexe - 30.01.12 - 20:45 Uhr

hallo !

als unser erstes kind geboren wurde sind wir wieder ins nachbarort meiner eltern gezogen ,weil die fahrerei einfach zu viel wurde (obwohl es nur knapp 45min. waren).
unsere eltern haben sich sehr darüber gefreut, weil sie so ihren enkel öffters sehen konnten und uns auch eine große hilfe waren (und nein, sie haben es gerne gatan und wurden nicht als kostenlosen babysitter mißbraucht!) - es haben schließlich beide seiten was davon, bzw. 3 - das kind ja auch ;-)

eure eltern würden sich vielleicht auch freuen, wenn ihr mit kind/ern in ihrer nähe wohnen würdet und wenn ihr ohne weiteres einen neuen job finden würdet - würde ICH darüber nachdenen, in ihre richtung zu ziehen ! auch wenn sie euch jetzt schon unterstützen, wollen sie ja viellecht bei enkeln auch hilfreich unter die arme greifen !

mir würde die hilfe ohne meine familie schon fehlen ...... auch ohne kinder fände ich es schön, sie in meiner nähe zu haben ..... ich bin da voll familienmensch ;-)

lg

Beitrag von anna-lou - 30.01.12 - 23:25 Uhr

Hallo,

ich hatte die Familie sehr nah bei, kann aber von einer Freundin berichten, die 500 km entfernt von ihrer Familie und der ihres Mannes alles, was das Leben brachte gut gemeistert hat.

Sie hat drei Kinder bekommen, ein Haus gekauft und renoviert und ist jetzt mit ihren drei schulpflichtigen Mädels und Mann glücklich.

Es hat also auch ohne die Unterstützung der Familie geklappt, wobei manches mit Unterstützung sicher leichter gewesen wäre.

Hab einfach Mut!:-)

Beitrag von sussisorglos - 31.01.12 - 08:31 Uhr

Guten Morgen,

ich denke, wenn man plant, sollte man so planen, dass man nicht auf andere angewiesen ist, dann kann es auch funktionieren und dann ist auch alles, was 'Extra' hinzukommt, schön. Unsere Familien wohnen weiter weg, dafür haben wir aber einen sehr netten und gut funktionierenden Freundeskreis hier aufgebaut.

Sicherlich fände ich es auch toll, eine tolle Oma hier zu haben, die sich darum reißen würde, sich um unser Kind zu kümmern.... es ist leider nicht so und damit müssen wir eben umgehen. Und so haben wir früh gelernt, ohne doppelten Boden alleine verantwortlich zu sein. Das war auch nicht immer leicht und manchmal hätte man es sich leichter gewünscht, aber dadurch habe ich für mich auch gelernt, dass ich trotz Berufstätigkeit Prioritäten gesetzt habe und mein Kind eben oberste Priorität hatte, wenn es zum Beispiel krank war und ich es eben nicht mal kurz zu Oma oder Opa krank bringen konnte.

Wenn es euch letzten Endes wieder Richtung Heimat ruft, dann sucht euch die passenden Jobs dort und fangt an, in diese Richtung zu planen.

Lieben Gruss

sussisorglos

Beitrag von doertebecker - 31.01.12 - 08:32 Uhr

Auch mit Großeltern vor Ort haben meine Kinder oberste Priorität. Was sich manche hier anmaßen über andere zu urteilen ist echt unverschämt. d