Nun ist es endgültig...

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Beitrag von mami-tini - 30.01.12 - 17:46 Uhr

Im September 2009 wurde bei meinem Papa ein Gehirntumor festgestellt. Ein Glioblastom Grad IV, der schlimmste von allen. Seitdem hat mein Vater eine OP, zwei Bestrahlungen, verschiedene Chemos, unter anderem mit Avastin durch. Es ging ihm immer den Umständen entsprechend gut.

Nun ist er aber am Ende der Behandlungsmöglichkeiten angekommen. Heute waren wir wieder zum MRT. Der Tumor ist trotz Chemo wieder gewachsen. Die Ärzte können nichts mehr für ihn tun. Der Tumor ist bereist 6 cm lang, nimmt einen Großteil der rechten Gehirnhälfte ein und wächst immer weiter nach unten.

Wir warten nun auf das Ende. Ich bin unendlich traurig und kann nur hoffen, dass es jetzt schnell geht und mein Papa nicht allzuviel leiden muss. Wie lange er noch bei uns sein wird, wissen wir nicht, wir wissen nur, dass es jetzt hart wird. Es geht Woche für Woche bergab.

Danke fürs Zuhören.
LG Tini

Beitrag von lilliane - 30.01.12 - 17:57 Uhr

es tut mir wirklich leid. was ihr jetzt noch tun könnt , ist, dass ihr euch viel zeit für den abschied nehmt, macht euch zusammen ein erinnerungsalbum, mit steckbriefen und fotos, mit begebenheiten und erfahrungen... und versucht immer eine schöne atmosphäre zu haben, kerzen und ein raumduft, schöne musik... ihr werdet ihn definitiv verlieren, also macht euch die verbleibende zeit so schön wie möglich. ich weiß aus erfahrung, dass man das muss- denn hinterher hätte man so gerne noch soviel schönes miteinander gehabt, es ist nie genug, trotzdem nehmt euch ganz viel zeit zusammen und besprecht alles, alles was ihr wollt und müsst- damit er dann ohne kampf und unerledigtes gehen kann.
meine erfahrung ist, dass der mensch, wenn es dann feststeht, dass der kampf zuende ist, auf einmal gelöster, entspannter und vor allem friedlicher und fröhlicher ist. gebt ihm das gefühl, dass er gehen darf, dass ihr ihn begleitet und vermissen werdet, aber dass er mit ruhigem gewissen in eine andere welt gehen darf- mit euren besten gedanken als begleiter.... das hilft ihm am meisten. LG und viel kraft, Lilli

Beitrag von aro79 - 30.01.12 - 18:31 Uhr

Liebe Tini!

Die nächsten Wochen werden nicht einfach für euch. Ich kenne das, mein Dad hatte diesen sch... Tumor auch.

Ich wünsche dir/euch ganz viel Kraft und noch einige schöne Momente gemeinsam!!! Nutzt jede Chance für schöne Erinnerungen.

Liebe Grüße,
Anja!

Beitrag von melli94 - 30.01.12 - 18:37 Uhr

Hallo Tini

fühl dich gedrückt und mal fest in den Arm genommen #herzlich

Es gibt nichts schlimmeres als darauf zu "warten" das ein lieber Mensch gehen darf

Ich weiß es weil im auch bei meiner Tochter im sept 2009 ein Hirntumor festegestellt wurde (Anaplastisches Astrozyton WHO 3 ) sie hat im April 2011 die Augen für immer geschlossen
Am meisten hat mir geholfen das ich diese schlimme Tatsache angenommen habe und nicht dagegen gearbeitet habe
ich habe die letzten Tage versucht intensiv und doch so normal wie möglich Zeit mit ihr zu verbringen,in der letzten Std waren wir beide ganz allein und das war auch gut so denn ich hätte diesen mom mit niemanden teilen wollen

von dem mom das die Ärzte gesagt haben das sie bald gehen wird und dem 5.4 lagen anderthalb Wochen...sie mußte sich nicht quälen und ist mit einem Lächeln eingeschlafen

Ich wünsche dir und deiner Familie ganz viel Kraft für die nächste Zeit

Lg Dani

Beitrag von aeni - 30.01.12 - 18:59 Uhr

Ich wünsch mir für euch, dass ihr die letzten Tage und Wochen mit deinem Papa so schön wie möglich gestalten könnt und die Ärzte ihm helfen, indem sie seine Schmerzen lindern und er in Frieden und Ruhe gehen kann!

Wir hatten im Juni ein 18 jährigen Mädchen auf Station, im Februar war ihre Mutter verstorben, Ende Mai wurde bei ihr ein großer hirntumor festgestellt...wegen wesensveränderungen ist sie damals zum Arzt. Bei uns lag sie zur Biopsie...und ggf OP...aber es war alles zu spät...inoperabel...sie wurde nichtmal mehr zur Chemo angemeldet...
Sie hat sich nochmal leicht aufgerappelt und wurde doch zur Chemo verlegt. Ihr ging es aber plötzlich so schlecht, dass sie ins Hospiz verlegt wurde und Ende August dort verstarb.
Nach Diagnose also gerade mal 4 monate...ihr Vater war so stark in dieser zeit...trotz der schnellen Schicksalsschläge...aber er wollte für seine Tochter stark sein und ihr die kraft geben, die sie nichtmehr hatte...

Ich habe bis jetzt alle Geliebten Personen durch schnelle, unerwartete Ereignisse verloren und kann dir deshalb nicht sagen, wie das jetzt genau werden wird. Aber ich Wünsche dir und deiner Familie alles erdenklich gute!

Lg

Beitrag von kleinemaus873 - 30.01.12 - 19:20 Uhr

Hallo Tini...

Oh man ich weiß genau wie du dich gerade fühlst#schmoll Bei meinem Papa wurde im April 2009 Darmkrebs diagnostiziert und seit dem kam noch Leber und Lunge dazu :-( Nun sind wir auch am ende angekommen#heul Anfang des Jahres hieß e noch ca 12 wochen... heute kam der Arzt und meinte max. noch 3wochen#heul#heul Letzte woche konnte er noch laufen, und heute musste ich einen Rollstuhl besorgen da er nicht mehr laufen konnte von heut auf morgen... Es ist so schwer und ich will einfach nicht loslassen:-( Er will aber nicht aufgeben, weil mein kleiner und ich bald geburtstag haben(Kleiner in 2wochen, ich in 3wochen) die will er umbedingt noch mitbekommen#heul es ist einfach nur noch eine reine nerven sache.. Bin am ende meiner kräfte(und war wegen der ganzen geschichte erst vor 5wochen auf kur) und hoffe das es endlich für meinen Papa zu ende geht..Ich will nicht mehr das er sich quält....

Seine Metastasen sind auch trotz chemo gewachsen und der Tumor an seiner Leber und Lunge sind auch auf die 7cm gewachsen =(

Wenn du reden willst kannst du mich gerne anschreiben#liebdrueck

Lg Kleinemaus

Beitrag von mami-tini - 30.01.12 - 21:07 Uhr

Ich danke euch für eure lieben und aufmunternden Worte.

Wir werden nun die verbleibende Zeit geniessen und füreinander da sein. Fest zusammen halten, so wie wir es all die Jahre als Familie getan haben. Wir werden meinen Papa glücklich machen und ihm in dieser schweren Zeit beistehen.

Ich habe Angst vor diesem Weg. Aber man muss es annehmen und sich damit abfinden.

Beitrag von sparrow1967 - 31.01.12 - 09:16 Uhr

Es tut mir sehr leid für euch. Ich muß dran denken, dass es bei meinem Papa von der Diagnose bis zum Tod nur 8 Monate gedauert hat. Er hatte auch ein Glio Grad IV.

Im nachhinein gesehen habe ich nur einen Fehler gemacht: ich habe mit ihm nie über den Tod gesprochen, über die Ängste die er vielleicht hatte oder ich. Meine Mutter wollte das nicht #augen - sie dachte, wenn man nicht drüber redet, passiert auch nix.

Ich wünsche euch noch ein intensive Zeit miteinander. Frag ihn alles, was wichtig ist ;-) und was nur er weiß...

liebe Grüße
sparrow