Jobeinstieg nach Elternzeit? Wie war das so bei euch??

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Beitrag von teufel77 - 30.01.12 - 20:18 Uhr

Hallöchen,

im Oktober 2011 bin ich nach fast 6 Jahren Elternzeit wieder in meine alte Firma zurück gekehrt nun frage ich mich immer öfters ob das so eine gute Idee war!!

Gehe nun 3 halbe Tage die Woche arbeiten!

Warum ich mich das Frage?

Irgendwie habe ich das Gefühl ich mache es nicht so wie es von mir verlangt wird!! Habe das Gefühl ich werde den ganzen Tag beobachtet was ich tue oder halt auch nicht....

Was soll ich da nun tun?

Es ist schon so das ich Magenschmerzen habe und Nächte lang nicht schlafen kann.

Ich habe auch schon das Gespäch mit einer Kollegin gesucht und die meine das wäre alles nicht so! Klar muss man mir hin und wieder noch was sagen aber das wäre nach so langer Zeit ja auch normal.
Eine andere Kollegin kommt dann immer an und meint so Dinge (du hast aber auch an Fr. ....gedacht die wartet noch auf einen Anruf) so oder so ähnlich!!

Wie ging es euch so?

Gruß teufel

Beitrag von lilaluise - 30.01.12 - 20:42 Uhr

Hallo
ich habe nach der Elternzeit bei einer neuen Stelle angefangen. Daher hatte ich andere Sorgen:
- Nimmt mich jemand mit zwei kleinen Kindern?
- so viele neue KOllegen, werden sie mich akzeptieren?
-usw.

Entgegen meiner Erwartungen musste ich nur eine Bewerbung schreiben und hatte einen Job! Der Einstieg lief auch super und bin seitdem sehr glücklich dort.
Klar gibt es auch hin und wieder Konflikte mit Kollegen. Ich versuche es direkt mit diesen zu lösen- in den allermeisten Fällen klappt das auch. Einmal war der Fall total verfahren und ich war so stinksauer, dass wir es vorm Chef geklärt haben- seitdem ist alles wieder ok!
das würd ich glaub ich auch an deiner Stelle machen!
lg luise

Beitrag von hippogreif - 30.01.12 - 21:39 Uhr

Nun ja, ganz ehrlich? Wenn man 6 Jahre pausiert hat, ist man eigentlich aus dem Job komplett raus. Im Prinzip muß man (fast) neu angelernt werden, zumindest in einigermaßen qualifizierten Berufen. Das ist nicht bös gemeint, aber nach so vielen Jahren hat man einfach vieles verlernt und außerdem die Weiterentwicklungen/Neuerungen in seinem Berufsfeld wahrscheinlich nicht (richtig) mitbekommen. Und wenn man dann auch nur 3 halbe Tage arbeiten kommt, dann mag das vielleicht als Einstieg zurück ins Berufsleben OK sein, aber auf Dauer kann man bei einer so geringen Stundenanzahl einfach keine wirklich nachhaltigen Arbeitsergebnisse liefern, da man schlicht zu wenig Zeit hat, eine Sache richtig zu bearbeiten. Du verpaßt ja 2 komplette Arbeitstage plus 3 halbe Arbeitstage in nur einer Arbeitswoche. Da kann man eh nur den Kollegen etwas unterstützend zuarbeiten, mehr nicht.

Von daher ist erstmal wichtig, sich das klarzumachen. Du wirst mit der Stundenanzahl nicht die Leistung bringen, wie andere in Vollzeit. Trotzdem mußt Du dringend etwas aktiver werden und aus Deiner "Opferrolle" (sorry für das Wort, aber so liest sich für mich Dein beitrag) rauskommen.
Wichtig: Wer hält dich denn auf dem laufenden, was in der Zeit in der Firma passiert, wenn Du nicht arbeitest? Stelle sicher, dass Dir alle Informationen zugehen und Du immer auf dem Laufenden bist, das ist sehr wichtig!
Gibt es eine klare Vertretungsregelung für die Tage und Zeiten, an denen Du nicht arbeitest? Wie erfolgt die Übergabe mit den Kollegen?
Wurdest Du richtig eingearbeitet nach der langen Elternpause? Brauchst Du evtl. Schulungen, Weiterbildungen? Dann sprich das offen ggü. Deinem Chef an! Fordere es ein!
Wichtig finde ich wirklich, dass Du nicht alles in Dich reinfrißt, sondern AKTIV wirst! Nach so langer Zeit in den Job zurück zu kehren, erfodert viel persönliches Engagement!!!!

Grundsätzlich würde ich Dir empfehlen, die Stundenzahl heraufzusetzen und JEDEN Tag mit zumindest ein paar Arbeitsstunden in der Firma präsent zu sein.

Beitrag von teufel77 - 30.01.12 - 22:10 Uhr

Danke für die Rückmeldung und ihn vielen Dingen hast du auch Recht.

Ich wollte mehr arbeiten aber zur Zeit ist es nicht möglich da nicht genug Arbeit da ist.

Ich bin mit auch im klaren das ich nur zu arbeiten kann aber trotz alle dem muss man einen auch mal machen lassen und nicht immer mit einem Auge zusehen.....

Oder sehe ich das so falsch?

Gru teufel

Beitrag von hippogreif - 30.01.12 - 22:27 Uhr

Ich weiß nicht, in welcher Branche und welchem genauen Beruf Du arbeitest. Meine Erfahrung ist: Frauen, die nach Elternzeit zurück kommen, werden sowohl von Kollegen als auch Vorgesetzen seeeeehr kritisch beäugt und müssen sich erstmal beweisen und viel leisten, bevor man ihnen "vertraut". Rede offen mit Deinen Kollegen und suche das Gespräch mit Deinem Chef. Laß Dir nicht alles gefallen und sprich Dinge offen an. Aber sei Dir im Klaren, dass Du Dir Deinen guten Stand in der Firma erstmal hart erarbeiten mußt.
Viel Glück und Erfolg!

Beitrag von teufel77 - 30.01.12 - 22:32 Uhr

Danke ich glaube auch das wird das beste sein....

Übrigens bin ich in einer Spedition.

Gru teufel

Beitrag von hippogreif - 30.01.12 - 22:39 Uhr

Ohje, das ist doch ne typische Männerbranche. Firmen, die ich in der Branche kenne, sind nicht gerade für Ihre Familienfreundlichkeit bekannt. Kein Wunder, dass die Dich erstmal kritisch beäugen... Ich schätze, es gibt in Deiner Abteilung nicht sehr viele Mütter mit kleinen Kindern oder wenn, dann haben sie mit ihnen nicht so gute Erfahungen gemacht, oder?
Da hast Du ein ganzes Stück Arbeit vor Dir....#liebdrueck

Beitrag von teufel77 - 30.01.12 - 22:48 Uhr

Wir sind nur eine Kleine Niederlassung mit 7 Pers. plus Chef.

Bis auf 3 Pers. haben auch alle Kinder die Teilweise noch jünger sind.

Aber es ist schon so das es in der Branche etwas Härter zu geht.

Beitrag von misslicious - 31.01.12 - 09:45 Uhr

Hallo,

grundsätzlich finde ich Deinen Beitrag richtig und darüber hinaus auch sehr gut erklärt.

In einem "qualifizierten" Beruf bzw. in einer Position in der man von Bedeutung ist bzw vielleicht auch "was zu sagen" hat ist alles was Du sagst auf den PUNKT zutreffend.

Leider hat die Fragestellerin das Berufsfeld nicht genannt.

es gibt aber auch Mütter die eben nur Teilzeit was dazu verdienen wollen.
Die morgens zur Arbeit gehen und mittags Feierabend machen.
Die sich im privaten Bereich eben nicht noch um berufliches kümmern können oder auch gar nicht wollen.

Denn das von Dir beschriebene passt prima auf eine angehende Führungsposition oder zumindest auf eine höhere Position als eine einfache "Teilzeit Angestellte"

Das "auf dem laufenden halten lassen" und über die Bürozeit hinaus aktiv sein - geht schon wieder über einen Teilzeitjob hinaus und den Job mit ins private reinzuziehen kann und will nicht jeder!

Aber um das genau zu analysieren müsste man wohl auch wissen was die Fragestellerin beruflich genau macht.
Dann könnte man zumindest entscheiden ob das ein Bereich ist der Einsatz über die Arbeitszeit hinaus erfordert oder nicht.

Beste Grüße

Beitrag von hippogreif - 31.01.12 - 11:31 Uhr

Das was ich schrieb, trift ganz sicher nicht (!!!) auf eine Führungsposition zu! In KEINER Führungsposition kann man in einer derart geringen Stundenanzahl arbeiten. Man könnte fast sagen, eine Führungsposition und Teilzeit schließt sich (fast immer) aus.
Ich meinte mit meiner Antwort die normal Ausbildungsberufe als Sachbearbeiter, Sekretärin, Buchhalter, Bankangestellter, Krankenschwester, RA-Fachangestellte usw. .

Nicht gemeint waren die Helferjobs als Produktionshilfe oder Lagerhilfe.
Aber auch jede "einfache" Sekretärin wäre gut daran beraten, sich genau zu informieren, was an den Tagen in der Firma passiert ist, an denen sie nicht anwesend war. Aber das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein und ist nicht extra erwähnenswert.

Beitrag von mami18052010 - 31.01.12 - 06:12 Uhr

Wenn ich dein Chef wär, würd ich dir nach 6 Jahren Abwesenheit auch genauer auf die Finger gucken!

Beitrag von babybelen - 31.01.12 - 08:19 Uhr

Hi Teufel,

ich kann Dir von meinen Erfahrungen berichten.
Ich bin vor 2 Jahren nach knapp 6 Jahren Pause wieder in meinen Job eingestiegen allerdings Vollzeit, ich hatte dadurch einen hohen Stellenwert, den es zog jeder den Hut mit 2 Kindern Vollzeit zu arbeiten.
Mütter die nach Jahren zurückkamen und nur halbtags oder n paar Tage die Woche für n paar Stunden da waren hatten es dagegen sehr schwer.
Sie bekamen nur "Hilfs"jobs und hintenrum wurde abgelästert, so von wegen ja die Haustrullas die nur kommen um zu quatschen und ein bisschen dem Alltagstrott zu entfliehen.
Gut bei manchen wars wirklich nur der Fall, sie müssten eigentlich nicht arbeiten und sind wirklich nur der Unterhaltung wegen zum Arbeiten gekommen, aber das merkte man auch im arbeitlichen Ehrgeiz.
Also wenn Du Dich richtig etablieren willst stell Dich auf die Hinterfüsse und zeig gute Leistung in kurzer Zeit, dann bist Du auch wieder da und wirst nicht als gelangweilte Hausfrau abgestempelt:)

Ich hab natürlich den Vogel abgeschossen und wurde nach 1 Jahr wieder schwanger, bin jetzt wieder seit einem Jahr in Elternzeit und werde im September wieder mit 30 Stunden anfangen, bin ja gespannt wie es da dann abläuft:)

Also Kopf hoch und zeig s Ihnen:)

lg

Andrea und Ihre 3 Racker (7,4 u. 6 Monate)