hallo!
der sohn einer bekannten fällt durch zehengang und weitere grob und feinmotorische unstimmigkeiten auf.
er hat schwierigkeiten beim reden (sehr hohe tonlage, undeutliche aussprache).
ich hab das gefühl, das er sich in den letzten jahren nicht weiter entwickelt hat. manchmal denke ich, das meine 3,5 jährige tochter deutlicher redet wie er mit seinen 9 jahren.
er ist immer irgendwie verträumt (trantütig??? sorry!)
aber es fällt auch auf, dass er ein recht hohes (fach)wissen in bestimmten bereichen hat.
schulisch ist er, im mittelfeld und auch im klassenkollektiv mittendrin und aufgenommen. seine kumpels haben ihn nie anders kennengelernt. sie sind alle miteinander in den kiga gegangen.
aber was was passiert dann in der 4. klasse? neue kinder!!!
lt eltern sagt der kia das alles i.o. sein. aber wir (freundeskreis) denken das sie beide die augen vor der wahrheit verschliessen. dieser junge ist echt auffällig!!!
habt ihr interessante internetseite zu dem thema???
Danke
julia
zehengang....
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Beitrag von julia_25 - 30.01.12 - 22:15 Uhr
Beitrag von myimmortal1977 - 31.01.12 - 10:53 Uhr
Deine Intervention ist sicherlich von herzlicher, fürsorglicher Pflicht geprägt. Aber ich denke, wenn Du den Eltern eine vermutete Krankheit präsentierst, wahrscheinlich als medizinischer Laie, Du eher die Tür vor den Kopf geknallt bekommst, als auf offene Ohren zu stoßen.
Eine undeutliche Aussprache kann durch eine Kieferannormalie kommen. Kommt häufiger vor. Dieses muss ein Zahnarzt oder Kieferorthopäde feststellen.
Wenn Kinder auf den Zehen gehen, kann dieses ein Tick sein, der aber irgendwann wieder vergeht. Oder aber er hat eine Spitzfußstellung. Das müsste man dann mal einem Orthopäden vorstellen, der dieses beurteilt. Das ist auch nicht so selten und kein Grund jetzt zu denken, es gäbe eine angeborene oder erworbene körperliche und/oder geistige Retardierung.
Ich verstehe jetzt ehrlich gesagt auch nicht, weshalb "neue Kinder" ein garantiertes Problem für den Jungen darstellen sollen. Selbst wenn er der absoluten Norm entsprechen sollte, kann er auf Klassenkameraden treffen, die ihn ggf. wegen vorhandener Sommersprossen im Gesicht hänseln.
Je mehr man ihm seine "Andersartigkeit" von erwachsener Seite vor Augen führen wird, umso mehr wird er selbst merken, dass da was ist, was nicht normal erscheint. Dann wird er eher ein Problem mit sich selbst bekommen.
Ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass so viele Fachleute in ihrer Beurteilung auf dem bisherig zurück gelegten Weg versagt haben. Fand nicht auch noch eine ärztliche Untersuchung vor der Einschulung statt? Geschweige denn, dass im KiGa hätte beurteilt werden müssen, ob das Kind überhaupt schultauglich erscheint?
Dort wird auch ein Augenmerk auf körperliche und sprachliche Defizite gelegt.
Meines Erachtens hast Du so wie so nur sehr begrenzte Möglichkeiten Dich da einzumischen. Ohne die Freundschaft zu riskieren....
Dir alles Gute, Janette
Beitrag von julia_25 - 31.01.12 - 15:34 Uhr
ja hallo,
sicherlich hast du recht.
du kennst die eltern nicht. alles lassen sie in jeglicher hinsicht schleifen. lt mutter war der junge ein frühchen und war zudem unterversorgt mit sauerstoff bei der geburt.
sie keinerlei pflichtuntersuchungen wahrgenommen. sie sagt, das der arzt meinte, das alles ok sei. was aber augenscheinlich definitiv nicht sein kann.
weil dieser junge ist einfach absolut anders.
wir haben schon gespräche geführt mit der mutter in denen sie uns sagte, dass auch die lehrerin sagte es sei alles ok. nachdem wir mal nachhakten und die gs lehrerin baten den jungen zu beurteilen sagte auch sie, dass sie den eltern nahegelegt hat ihn wenigsten in logo und in ergo zu therapieren. doch es passierte nichts.
diese gespräche mit den lehrkräften sind hier ohne probleme möglich, da wir aus einem sehr kleinen ort kommen und hier quasi jeder jeden kennt. auch die gsl kennen wir.
daher meine frage, ob ihr eine seite kennt, in der wir uns schlau lesen können. wir wollen ja niemanden was böses.
das mit den neuen kindern meine ich nur, weil ich jetzt schon bemerke, das beim geb meines sohnes bemerkungen über diesen jungen gefallen sind. eben von kindern, die ihn nicht kannten. kinder die ein bis zwei jahre älter sind.
irgendwann ist halt das zeitfenster zum therapieren zu und ihm kann nicht mehr so gut geholfen werden.
glaub mir, ich würde hier nicht schreiben, wenn es nur ne kleinigkeit wäre. und alles beschreiben kann ich hier auch nicht.
julia
Beitrag von myimmortal1977 - 01.02.12 - 11:15 Uhr
Wenn ein Kind stark förderwürdig erscheint und die Eltern unterlassen Hilfen, die z. B. von Lehrern oder Erzieherinnen vorgeschlagen werden und es ist abzusehen, dass das Kind durch dieses Unterlassen einen erheblichen Nachteil erleiden würde, müssten eigentlich Pädagogen an Kindertagestätten oder Schulen Meldung ans Jugendamt machen.
Du kannst auch zum JA gehen und Dich informieren. Ich möchte dann aber nicht wissen, was dann bei Euch in der Nachbarschaft los sein würde.....
Korrekter Ansprechpartner ist dann aber in diesem Fall das JA.
