Hi Ihr Lieben,
wir habe uns lange nicht gelesen, es ist, als käme man nach Hause 

So, nun aber zu meinem Problem, dass mir recht viel Kopfzerbrechen bereitet.
Sohnemann wird im Sommer 18 - und würde so gern seine eigene Bude haben. Aber ich will das nicht.
1. tendiert mein Herz dazu, zu zerreißen, wenn ich nur daran denke. Ich klammere normalerweise nicht, er hat jede Freiheit, aber weg - ganz weg - nee!!!
2. ist er noch 2,5 Jahre in Ausbildung, meiner Meinung nach soll er die noch fertigmachen, ich will ihn bis dahin unter meinen Fittichen haben.
3. ist der finanzielle Aspekt auch noch zu sehen - ich kann ihm keinen Unterhalt zahlen - habe noch 2 Bübchen und mein Mann ist wie ich selbstständig. Mal kommt mehr, mal weniger, mal sehr viel weniger, das Haus kostet auch ... So blöde das klingt, ich hatte vor kurzem innerlich mit dem Kopf geschüttelt, als eine Freundin selbiges Problem bei sich in den Raum stellte, dass der finanzielle Aspekt beim Möchtegernauszug ihrer Tochter eine Rolle spielen wird - ist übrigens die Freundin von meinem Großen - aber das tut er auch bei uns, ist so, leider.
Auch wenn ich mich finanziell anstrengen würde und es irgendwie hin bekäme, macht mich die Vorstellung, er wäre weg, zutiefst traurig. Für mich ist diese Zeit noch nicht gekommen...
Nun hat mein Mann die "blöde Eigenart" - echt fies, das - die Kids ständig zu kommandieren, unfreundlich zu sein, rumzumeckern und Lob kennt er so gut wie keines. Ich stärke den Kids zwar ständig den Rücken, nur nervt es trotzdem - ich hätte als Teen auch keinen Bock drauf, er macht die Jungs runter. Ständig zoffen wir uns deshalb. Er ist unzufrieden, weil die Geschäfte nicht nur nicht laufen, sondern total schlimm aussehen - nun ja, hat er sich aber selbst eingebrockt und die Launen sind für alle nicht zu ertragen. Was ich davon halte, würde jetzt den Rahmen sprengen, drum lieber zurück aufs Thema. Es sei nur noch angemerkt, dass er alles für seine Kinder tun würde. Er ist also kein schlechter Vater, sondern ein Nervtod.
Daher will Teen u.a. auch ausziehen - und natürlich, weil er die Freiheit schnuppert, dabei ist er derart sesshaft, dass er so gut wie nie ausgeht - falsch, er geht NIE aus, höchstens mal ins Kino. Mit seiner Freundin ist er seit fast 2 Jahren zusammen, wie zwei alte Latschen sind die beiden. Er kann unter der Woche kommen und gehen, wann er will, sein Mädchen kommt zu uns oder er fährt zu ihr im Wechsel der Wochenenden, hat also alle Freiheiten, kaum Pflichten bis auf ein paar wenige. Sprich normale, wie jedes Kid daheim. Er hat auch nur einen Kumpel, ist sehr introvertiert - und so wäre er allein, einsam in einer entfernten Stadt in seiner Wohnung.
Er kann sein Lehrgeld 300 € für sich verbrauchen und bekommt noch Taschengeld für die Mahlzeiten in der Schule. Und das Handy gesponsort,... und Kleidung und bald ein Auto.
Bis jetzt war für mich die Sache klar, Junge, bleib, bis du die Ausbildung hinter dich gebracht hast. Er fand das dann auch ok.
Aber heute ist er bei meiner Mama und die sagt ihm, sie könnte ja mal schauen, im Haus gegenüber käme die WHG ca. 300€ warm -
- hah, danke, Omma, jetzt hab ich den Salat. Ich erkläre ihr also, dass das noch Zeit hat und auch das Geld ne Rolle spielt.
Da meint Omma, das wäre nicht ok von uns, dass wir das Kindergeld und den Unterhalt von meinem EX (wir haben uns getrennt, als der Große 1 war - mein Mann hat ihn aufgezogen) für die Familie benötigen und ich keinen Unterhalt an ihn zahlen könnte.
Und er würde sich ja soooo drauf freuen. Aha! Klar, ich würde mich auch über so manches freuen.
Danke, meine liebe Mama, dachte ich da - gut gemacht. Und fühlte mich sogleich moralisch mies, aber die Welt ist leider kein Schlaraffenland. Jetzt ärgert sie sich über uns bzw. meinen Mann, weil das Geld nicht reicht. Ich befürchte schon, dass sie es zuschießen will 
Ich selbst war mit 18 auch ausgezogen, mein Paps war ein superlieber aber recht anstrengender Zeitgenosse (ich sicher auch)- wir haben und recht oft gezofft - aber ich fand es für mich fast zu früh, trotzdem ich es genoss.
Was mache ich jetzt? Enttäuschen will ich ihn nicht, aber ich will ihn noch bei mir behalten. Er soll erst mal sparen, sich was aufbauen, in den Urlaub fahren, ... er hat sein eigenes Zimmer, wir haben ein großes Haus, das wäre echt Quatsch.
Sehe ich das falsch?
ER will ausziehen - bald 18 - weil mein Mann nervt
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Beitrag von sanftmaus - 30.01.12 - 23:49 Uhr
Beitrag von hustinetten - 31.01.12 - 00:03 Uhr
Wenn du es ihm verbietest, wird er es auch Trotz dennoch machen. Wenn er 18 ist, kannst du es ihm auch schlecht verbieten.
Er bekommt 300 Euro Gehalt, das ginge für das Zimmer drauf.
Dann steht ihm sein Kindergeld zu - 184 Euro.
Dazu kommt noch der Unterhalt seines Vaters, da er noch in Ausbildung ist, das sollte für Essen und Co reichen, wenn er auf das Auto verzichtet.
Ich würde ihm meine Bedenken mitteilen, aber die Entscheidung bei ihm lassen. Seine Ausbildung kann er auch mit eigener Wohnung beenden. Wenn er in eine WG zieht, kann er wahrscheinlich auch schneller wieder ausziehen, als wenn er sich eine eigene Wohnung mietet.
lg
Beitrag von sanftmaus - 31.01.12 - 00:24 Uhr
Ach nö, mein Großer ist alles andere als trotzig, er ist toll. Und hat heute schon zu mir gemeint, wenn es an der Finanzen liegen würde, bliebe er gern, er wolle mich keineswegs belasten
- STOLZ
Ich bin nur nicht sicher, ob ich das richtig sehe? Ihn ziehenlassen mit 18 ohne fertige Ausbildung?
Und es macht mich betroffen, wenn meine Mama meint, ... naja, halt wegen des Geldes. Scheibenhonig, dreht sich echt die ganze Welt drum?
Beitrag von parzifal - 02.02.12 - 07:35 Uhr
"Dazu kommt noch der Unterhalt seines Vaters, da er noch in Ausbildung ist, das sollte für Essen und Co reichen, wenn er auf das Auto verzichtet."
Wieso Unterhalt nur vom Vater? Ich denke beide Elternteile arbeiten?
Und was ist, wenn die Eltern als Unterhalt u.a. ein Zimmer im Haus anbieten? Kann man trotzdem jederzeit ausziehen und Unterkunftskosten/Unterhalt verlangen?
Beitrag von nick71 - 02.02.12 - 19:09 Uhr
"Wenn er 18 ist, kannst du es ihm auch schlecht verbieten."
Verbieten kann man einem Volljährigen nix - das ist richtig. Im Regelfall hat der junge Mann aber keinen Anspruch auf Unterhalt, wenn seine Eltern ihm die Möglichkeit geben, weiter bei ihnen zu wohnen. Sofern er unbedingt ausziehen will, wird er sich also selber unterhalten müssen.
Hier steht es auch noch mal:
"In welcher Art und Weise der Unterhalt gewährt werden soll, können Eltern, die Unterhalt gewähren, bestimmen. Kommt das volljährige Kind dieser Anordnung nicht nach, so verliert es zumindest teilweise seinen Unterhaltsanspruch. Ist z.B. ein volljähriges, unverheiratetes Kind noch in der Ausbildung, so können die Eltern bestimmen, dass das Kind bei ihnen wohnt, statt sich eine Mietwohnung zu nehmen. § 1612 Abs. 2 BGB"
Quelle: http://www.treffpunkteltern.de/familienrecht/Kindesunterhalt/unterhaltsanspruch-volljaehriger-kinder_66.php
Beitrag von jazzbassist - 31.01.12 - 01:19 Uhr
>1. tendiert mein Herz dazu, zu zerreißen, wenn ich nur
>daran denke. Ich klammere normalerweise nicht, er hat
>jede Freiheit, aber weg - ganz weg - nee!!!
Finde ich eine völlig normale Mutterreaktion.
>2. ist er noch 2,5 Jahre in Ausbildung, meiner Meinung
>nach soll er die noch fertigmachen, ich will ihn bis dahin
>unter meinen Fittichen haben.
Aber Sie hatten doch jetzt auf der anderen Seite 18 Jahre lang Zeit, ihren Sohn genau auf diesen Tag und sein »Leben auf eigenen Beinen« vorzubereiten. Warum haben Sie hier so wenig Vertrauen in ihrem Sohn oder ihre eigene Erziehung?
>3. ist der finanzielle Aspekt auch noch zu sehe…
Haben Sie mit Ihrem Sohn darüber denn schon mal gesprochen? Also kennt er Ihre finanzielle Situation überhaupt? Ich meine … er wird 300 Euro Lehrgeld - 300 Euro Miete = 0 Euro Rest ausrechnen können. Und wenn das bei Ihnen eine halbwegs normale Familiensituation ist, sollten Sie ihm m.E. auch ehrlich sagen, was dort für Sie überhaupt finanziell machbar wäre (lassen wir den rechtlichen Aspekt eines Anspruchs auf Unterhalt einfach mal gänzlich außen vor). Das wird ihrem Sohn doch sicherlich nicht egal sein, oder? Und der Rest, der da übrig bliebe … kann er davon dann überhaupt noch leben?
Was die Situation mit ihrem Mann angeht … wenn Sie da selbst schon schreiben, dass Sie da als Teenie auch keinen Bock drauf hätten … also mir fällt es gerade schwer, in ihrem Beitrag zu erkennen, was einfach nur »Mami-kann-nicht-loslassen« ist, und was eventuelle andere Gründe hat. Bei der Sache mit dem Kindergeld und den Unterhalt, den Ihr Ex-Mann für seinen Sohn zahlt …. da stimme ich jedenfalls Ihrer Mutter zu; fände ich auch etwas befremdlich, wenn das Geld nicht bei ihrem Sohn ankommen könnte, wenn er dieses benötigen würde, weil sie das für anderweitige Zwecke einkalkuliert haben.
Ich finde, dass ist halt ein schwieriges Thema, wo es kein Schwarz/Weiß/Falsch/Richtig gibt. Also wenn Ihr Sohn ausziehen will und Ihre einzigen Gründe, die dagegen sprechen, die sind, dass Sie sich noch nicht von ihm trennen möchten und das für sie ein paar finanzielle Umstände hätte … tendiere ich schon eher dazu, dass Sie das dann einfach falsch sehen. Erst recht, wenn einer der Gründe für den Auszug ihres Sohnes ist, dass er da von ihrem Mann ständig rumkommandiert oder sonst wie »runter gemacht« wird. Vielleicht ist das auch die Ursache für diese introvertierten Züge Ihres Sohnes?
Beitrag von 280869 - 31.01.12 - 05:24 Uhr
Ich kann dich total verstehen und ich glaube das Finazielle ist nur ein Vorwand ich denke das ist der Hauptgrund : <<1. tendiert mein Herz dazu, zu zerreißen<<<
Unsere Tochter ist letztes Jahr plitzplatz ausgezogen,Ich konnte Nächtelang nicht schlafen.
Unsere Tochter wollte schon immer Hebamme werden,die Ausichten auf den Beruf sind bei uns sehr schlecht also wollte sie mehr wiederwillig Studieren. In den letztes großen Ferien bekam sie die Zusage zur Ausbildung als Hebamme 3 Wochen waren Zeit bis zum Anfang. Die Ausbildung ist weiter weg so blieb nur die eigene Wohnung. Alles mußte Plitzplatz gehen und ehe wir zum Denken kamen saß sie in der eigenen Wohnung.
Und es klappt prima.
Sie ist sehr selbständig,kann auch kochen aber geniest gern noch Mamas Luxus. Es wird Freitags Schmutzwäsche gebracht und Sonntags sauber wieder mitgenommen, genauso wie das halbe Auto voll Lebnesmittel.Da wird die Kühltruhe geblündert und ich packe ihr das Auto voill Getränke und Lebesmittel so weiß ich das sie gut versorgt ist und spart auch noch.
So richtig loslassen kann ich auch noch nicht 
Wir telefonieren täglich (immer abends zur bestimmten Zeit) und da sie eine kleine Penthousewohnung hat zeiht ab März noch eine Kollegin/Freundin mit ein, da sparen wir dann an der Miete.
Meine Tochter bekommt Bafög und Kindergeld, davon lebt sie zahlt Versicherungen, Sprit, Klamotten und wir zahlen dei Miete.
Da meine Mann Alleinverdiener ist ist das ein harter Brocken aber da stecken wir lieber zurück.
LG 280869
Beitrag von blaue-rose - 31.01.12 - 07:58 Uhr
Hallo Sanftmaus,
ich möchte nicht sagen das du es falsch siehst. Aber dein Sohn sieht es anders und er wird seinen Weg gehen.
Das Problem mit dem Auszug begann nicht weil Oma den Vorschlag mit der Wohnung gemacht hat sondern schon lange vorher. Wenn dein Mann nur herumnörgelt ist es kein Wunder das dein Sohn seinen eignen Weg gehen möchte.
Du musst lernen ihn los zulassen. Ob du Unterhalt zahlen kannst oder nicht lässt sich ganz schnell klären. Es gibt Tabellen in denen die Unterhaltshöhe Einkommens abhängig zu sehen ist. Dazu bekommst du ja noch Kindergeld und dein Sohn erhält Unterhalt von seinem Vater und da denke ich kommt schon einiges zusammen.
Unterstütze ihn auch weiter wenn er sich die Wohnung genommen hat, finde dich aber auch damit ab das du los lassen musst.
Freundliche Grüße blaue-rose
Beitrag von kathrincat - 31.01.12 - 09:35 Uhr
also, er kann schon ausziehen den unterhalt von seine vater und das kindergeld, müsste er schon bekommen ist ja sein geld und wenn er nicht mehr zuhause wohnt , habt ihr ja nicht mehr die ausgaben für ihne, eigentlich müsstet ihr ihn auch noch geld zahlen.
ich denke du siehst es echt falsch,viel 16 jährig ziehen schon aus,weil sie in einer andern stadt die ausbildung machen.
Beitrag von parzifal - 02.02.12 - 07:40 Uhr
Du erwähnst nur Unterhalt des Vaters. Was ist mit Unterhalt von der Mutter?
Kann man jederzeit ausziehen und Unterhalt/Unterkunft verlangen auch wenn die Eltern ein Zimmer in der Wohnung anbieten?
Beitrag von kathrincat - 02.02.12 - 08:42 Uhr
nein, hab doch auch geschrieben sie müsste ihn ja auch unterhalt zahlen. ich habe auch geschrieben das er ausziehen kann.
Beitrag von parzifal - 02.02.12 - 09:46 Uhr
Dann war das mit dem Unterhalt für mich zu verwirrend ausgedrückt, da Du den Vaterunterhalt gesondert erwähnt hast.
Du schreibst " den unterhalt von seine vater ..." und danach "eigentlich müsstet ihr ihn auch noch geld zahlen". War mit "ihr" dann nochmal der Vater + Mutter gemeint?
Dass er ausziehen kann ist klar.
Heißt "kann" dann aber auch, dass er für seine Unterkunft Unterhalt verlangen kann, wenn die Eltern eine zumutbare Unterkunft anbieten?
Oder heißt "kann" er bekommt für die Unterkunft dann Unterhalt?
Beitrag von parzifal - 02.02.12 - 11:19 Uhr
Nachtrag:
Heißt "kann" dann aber auch, dass er für seine Unterkunft Unterhalt verlangen kann, auch wenn die Eltern eine zumutbare Unterkunft anbieten?
Oder heißt "kann" er bekommt für die Unterkunft immer Unterhalt?, weil er nach Gutdünken ausziehen kann?
Beitrag von starshine - 31.01.12 - 11:14 Uhr
>>Nun hat mein Mann die "blöde Eigenart" - echt fies, das - die Kids ständig zu kommandieren, unfreundlich zu sein, rumzumeckern und Lob kennt er so gut wie keines. Ich stärke den Kids zwar ständig den Rücken, nur nervt es trotzdem - ich hätte als Teen auch keinen Bock drauf, er macht die Jungs runter. <<
Warum sollte man sich das als Erwachsener antun???
Und warum glaubst Du immer noch, er sei ein guter Vater??? Und wenn Du das so klar siehst, warum setzt Du Deine jüngeren Kinder dieser Situation ebenfalls aus???
Eltern unterstützen ihre Kinder positiv - das ist Psychoterror und dem würde ich mich auch entziehen. Dein Grosser hat Recht, wenn er endlich geht und Du solltest ihn nicht noch länger zwingen sich dem auszusetzen. Er ist erwachsen - er kann gehen wohin er will.
Wenn Ihr ihn dabei finanziell nicht unterstützen könnt, dann sollte er sich umschauen, wer ihm dabei hilft. Ansonsten abends jobben gehen. Ne WG könnte die Kosten senken.
Beitrag von anja-jay - 31.01.12 - 11:23 Uhr
Hallo!
Ich weiß, es ist schwer, loszulassen.
Ich spreche da aus Erfahrung.
Natürlich möchte man seine Kinder so lange wie möglich bei sich haben. Ich denke, jede Mutter fühlt so und das ist völlig normal.
Ich zog damals gleich nach der Schule aus, da war ich gerade 19. Und dann zog ich auch noch gleich ins Ausland. Für meine Eltern war das ein harter Schlag und auch für mich selbst nicht unbedingt einfach. Aber sie haben mich machen lassen.
Wenn ich heute darüber nachdenke, erkenne ich, dass es damals alles zu früh war. Aber dennoch bereue ich es nicht, denn ich habe meine eigenen Erfahrungen gemacht und bin an meinen Problemen gewachsen. Ich denke, es ist wichtig, dass die "Kinder" in diesem Alter ihre eigenen Entscheidungen treffen dürfen, ganz gleich, ob diese sich vielleicht später als falsch erweisen. Wichtig ist, dass die Tür der Eltern immer offen ist; dass die Kinder wissen, ,man steht hinter ihnen.
Die räumliche Trennung von meinem eigenen Sohn fand viel früher statt, aber auch das musste ich akzeptieren, denn er ist glücklich so. Und das ist doch, was zählt, oder?
Ich denke, finanziell wäre alles machbar. 300 Euro + Kindergeld + Unterhalt + Taschengeld von Euch. Dazu könnte er vielleicht neben der Ausbildung ein bisschen Jobben und wenn er in einer WG wohnt, dann sind auch die Mietkosten überschaubar.
Letztendlich arbeiten wir als Eltern doch nur darauf hin, unsere Kinder irgendwann loszulassen und sie in ihr eigenes Leben zu entlassen. Es tut weh, das ist sicherlich immer so, aber gleichzeitig ist man stolz, weil man das Ziel erreicht hat. Weil die Kinder groß sind und auf eigenen Beinen stehen. Natürlich ist es in gewisser Weise ein Abschied, aber gleichzeitig ist es doch der Anfang einer völlig neuen Zeit, die genauso ihre schönen Seiten hat wie die Zeit davor.
Ich wünsche Euch alles Liebe!
Anja
Beitrag von pinacolada68008 - 31.01.12 - 13:31 Uhr
"Da meint Omma, das wäre nicht ok von uns, dass wir das Kindergeld und den Unterhalt von meinem EX (wir haben uns getrennt, als der Große 1 war - mein Mann hat ihn aufgezogen) für die Familie benötigen und ich keinen Unterhalt an ihn zahlen könnte."
Da hat die Omma recht: Das ist das Einkommen des Jungen, worauf er beim Auszug einen Ansprucht hat, schließlich kann das Kind nix dafür, das ihr ohne sein Geld nicht zurechtkommt. Er kann sogar noch Barunterhalt vor dir einklagen, dabei spielen Eure Schulden auch keine Rolle. Also juristisch wie auch moralisch seit ihr im Irrtum. Daher wäre ich an deine Stelle froh und dankbar, wenn Deine Mutter Dir den finanziellen Aspekt abnehmen würde.
Und wenn dein Mann eure Kinder seelisch mißhandelt ( ja es ist eine Form von Kindesmißhandlung die Du da beschreibst ) dann sehe ich den Wegzug als logische Konsquenz.
Ich bin auch mit 18 ausgezogen und muß sagen es hat mir nur genutzt. Ich selbst habe zwei Kinder im Teenageralter , die ich beizeiten aus dem Nest stubsen werde, einfach weil ich das für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder am Besten halte. Und selbstverständlich werden die Kinder von mir ihren zustehenden Unterhalt erhalten.
Darauf habe ich meine Kinder schließlich ein Leben lang vorbereitet.
Pina
Beitrag von boomer92 - 31.01.12 - 18:23 Uhr
Hallo Sanftmaus,
ich verstehe dich und auch deinen Sohn.
Ich selbst bin letztes Jahr im Augst ausgezogen mit 18 (im September 19 geworden) und mit meinem Freund zusammen gezogen.Wir wohnen 1h von unserem Elternhaus entfernt und machen auch beide unsere Ausbildung hier.
Wir beide hätten auch zu Hause wohnen bleiben können. Hätten dann halt nur die 1h Fahrtweg auf uns nehmen müssen.
Aber wozu? Wir waren zum Zeitpunkt des Auszugs 5 Jahre zusammen!
Wir wollten beide nun das Leben zusammen!
Also sind wir ausgezogen.Für unsere Eltern war das auch nicht einfach, zu mal wir beide Einzelkinder sind, aber sie haben sich für uns gefreut, uns unterstützt und sind nun selbst auch froh ihr eigenes Ding machen zu können
.
Was ich allerdings ein bisschen blauäugig finde ist die Vorstellund von 300 € Lehrlingsgehalt und 184 € eine Wohnung bezahlen zu können
Es ist ja nicht nur die Wohnung sondern das drum herum kommt auch noch dazu.
Rechne das deinem Sohn mal vor, dann überlegt er es sich 3 mal ob er sein ganzes Geld für den Lebensunterhalt ausgeben möchte.
Zu zweit ist es was anderes.
Wir leben zwar nicht wie die Made im Speck aber wir leben gut!
Wir haben eine große 2-Zimmer Wohnung, fahren beide ein Auto und habe zwei Katzen.
Also zu zweit kann man es schaffen, aber allein fast unmöglich ;)
lg boomer92
Beitrag von sanftmaus - 31.01.12 - 18:31 Uhr
Hi Boomer,
ich dachte eben auch, dass es besser wäre, wenn er noch warten würde, bis seine Maus ausziehen und mit ihm einziehen kann - sie muss aber noch 2 Jahre warten.
Selbst mit Unterhalt auch von uns, dem Kindergeld und seinen 300€ wäre es sicher nicht einfach, halbwegs vernünftig zu leben.
LG Anna
Beitrag von boomer92 - 31.01.12 - 18:46 Uhr
Wenn beide zusammen ziehen wollen, solltet ihr euch alle zusammen mal hinsetzen und über Finanzen reden und alles durchrechnen.So haben wir es auch gemacht.
Die Sache mit dem Unterhalt sieht vllt jeder anders, ich kann nur aus meiner Sicht berichten.
Meine Eltern sind getrennt. Mein Vater zahlt keinen Unterhalt hat aber bis ende letzten Jahres noch weiter auf mein Sparbuch eingezahlt ( hatten beide zur Geburt angelegt und sich bei der Trennung darauf geeinigt, dass er keinen Unterhalt zahlt dafür aber Taschengeld und das Sparbuch weiterführt.) Wir haben uns geeinigt das er aufs Sparbuch nichts mehr einzahlt.
Da ich ja nun langsam selbstständig werden möchte und Mami und Papi nicht ewig zahlen wollen/sollen/können.Bis zum Ende der Ausbildung würd er allerdings das Taschengeld noch weiter zahlen.Da uns das noch ganz gut hilft.
Unterhalt hätte ich von meinen Eltern nie verlangt, zumal meine Mutter das Geld auch nicht übrig gehabt hätte, entweder kann ich es mir leisten oder eben nicht und wenn die Umstände sagen dein Sohn hat zu Hause alle Freiheiten, kann kommen und gehen wie er will und ihr habt genug Platz warum dann ausziehen lassen und Unterhalt zahlen???
Dann muss er halt warten !
So meine Meinung
Beitrag von pinacolada68008 - 31.01.12 - 20:57 Uhr
"Selbst mit Unterhalt auch von uns, dem Kindergeld und seinen 300€ wäre es sicher nicht einfach, halbwegs vernünftig zu leben."
Pie mal Daumen hat der junge Mann dann 700 - 800 € zur Verfügung, ein WG Zimmer kostet 240 - 300 € incl. der Nebenkosten, wie Strom Telefon Internet.
Dazu villeicht 100€ Fahrkosten / Monatskarte
Also ich finde davon kann man verdammt gut überleben
pina
Beitrag von boomer92 - 31.01.12 - 22:25 Uhr
In einer Wg kann man das ja
Beitrag von comapo - 31.01.12 - 22:57 Uhr
Hallo,
Dir wurde schon viel gesagt. Ich will nur unterhaltsrechtlich noch etwas ergänzen, denn vermutlich wird der Unterhalt ab Sommer sowieso weniger, da Du dann auch zu Barunterhalt verpflichtet bist. Das heißt, der Bedarf des Sohnes errechnet sich aus der Summe der Einkünfte der leiblichen Eltern und der fällige Betrag muss von euch nach Quote geleistet werden. Allerdings werden seine Einkünfte um eine Ausbildungspauschale gemindert angerechnet.
Zieht Sohnemann aus, dann müsste er sich um BAB kümmern. Sein Unterhaltsbedarf liegt bei 640 Euro zzgl, Krankenversicherung.
Von 640 Euro werden 210 Euro (300-90 Euro Pauschale) und das Kindergeld 184 Euro abgerechnet. 246 Euro müssten Dein Ex und Du also nach Quote an ihn zahlen.
Das mal unabhängig von dem emotionalen Standpunkt.
LG
Beitrag von freno - 31.01.12 - 23:05 Uhr
Hallo
Ich war wohl schon 20, aber gerade 6 Wochen in Ausbildung und bin auch ausgezogen und es war gut so.
Ich habe immer tolle Eltern gehabt, aber ich wollte selbständig leben. und dann habe ich gespart. Zeitung und ein Butterhörnchen gab es nur am Samstag. Telefon habe ich auch sehr sparsam genutzt. Damals gab es noch die Zeitabrechnung.
Ich würde deinen Sohn ziehen lassen und wenn die Oma noch was dazu gibt ist das doch super. Sei froh, wenn du einen Sohn hast, der ausziehen will. Die meisten wollen lieber ewig bei Muttern wohnen. Und für eine zukünftige Beziehung ist es auch besser er weiß was es heißt allein zu leben.
Und dann meckre nicht, wenn er nicht so aufräumt und lebt wie du dir das vorstellst. Er muss sein eigenes Leben finden.
Lass ihn ziehen. Es ist schwer, aber es geht.
Mein 2. ist im Internat und am Anfang war es schwer, aber inzwischen ist es o.k. Und ich weiß, dass er nie wieder als "Kind" zuhause leben wird. Sondern immer eigenständig oder gleich in einer eigenenWohnung.
Wir halten viel zulange an den Kindern fest und wundern uns dann, wenn sie so unselbständig sind. Wir können sie nicht immer kontrollieren.
Lass ihn ziehen. Es tut dir jetzt weh und auch in 2 Jahren.
Hab den Mut.
Gruß
Freno
Beitrag von trollmama - 01.02.12 - 06:46 Uhr
Hallo!
Anstatt Dich hier lang und breit selbst zu bedauern, solltest Du mal mit Dir ins Gericht gehen und darüber nachdenken, WIE es in einem 17-jährigen aussehen muß, daß er von zu Hause nur noch weg will!
Ich würde eher meinen Mann rausschmeißen, der für diese Misere verantwortlich ist, als mein Kind im Regen stehen zu lassen.
Was meinst Du: Wird Dir Dein Sohn in 15 Jahren dafür dankbar sein, daß Du keine entsprechenden Prioritäten setzen wolltest?
Viele Grüße
Trollmama
Beitrag von krokolady - 01.02.12 - 08:07 Uhr
meine Große hatte auch mal solch fixe Idee.
Hatte ihr dann vorgerechnet was sie an Geld hat dann:
Ihr Lehrlingsgehalt
das Kindergeld
Unterhalt vom Vater, was nicht wirklich viel gewesen wäre da er noch 2 weitere Kinder hatte
und Unterhalt von mir was noch weniger gewesen wäre, weil ich nicht gearbeitet hatte.
Grob übern Daumen hätte sie Netto vielleicht so 850 Euro gehabt für Miete, Nebenkosten, Handy, Klamotten, Auto etc.
Sie hat sich das des ganz schnell wieder anders überlegt und wohnt bis heute nicht alleine - sie wird bald 23
