Hallo zusammen!
Mein Sohn raubt mir nochmal den letzten Nerv. Gut, kann jetzt auch an der SS liegen... 
Er hat immer verschiedene Tics... Früher mussten alle Türen auf sein, jetzt müssen alle Türen zu sein. Er knallt mit den Türen
ich kanns nichtmehr ertragen. Zusperren kann ich nicht, wohne im Altbau und gibt für keines der Zimmer, ausser Toilette nen Schlüssel.
Um Weihnachten rum mussten alle möglichen Kerzen und Teelichter an sein. Er schreit und kreischt so hysterisch und in voller Lautstärke dass mir nichts anderes übrig bleibt als dem Wunsch nachzugeben. Wegen der Nachbarn und meinem kleineren Sohn.
Wenn ich Nein sage, er versteht es einfach nicht.
Gibts denn da nicht irgendwas was das unterdrückt? Homöopathisches Medikament (ausser Hyascyamus, das funktioniert nicht). Haben Eure Kinder das auch? Gibts da was?
Zappelin hab ich auch schon probiert, hilft aber nix.
Er ist überhaupt total unruhig, hibbelig und kann sich nicht für eine Sache längere Zeit (auch nur 2 Minuten!) beschäftigen. Ich vermute da ADHS oder sowas.
Habt ihr nen Tip? Ich würde gern den Kinderarzt wechseln. Aber ich hab keine Energie die ganze Geschichte bis hierher nochmal zu erzählen 
und danke!
Tics - was tun?
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von wunschmama83 - 31.01.12 - 10:26 Uhr
Beitrag von krokolady - 31.01.12 - 11:26 Uhr
Das sind schon keine Tics mehr, sondern liest sich eher wie Zwänge!
Will dir nun nix einreden, aber Du solltest unbedingt nen Termin machen in einem SPZ oder in einer Autismus-Ambulanz um auszuschliessen das es sich um Autismus handelt.
Beitrag von wunschmama83 - 31.01.12 - 12:42 Uhr
Autismus ist bereits mehrfach ausgeschlossen worden.
Selbst wenn es doch Autismus ist, bringt mir das ja sicherlich auch nix. Da wird man nix machen können?
Beitrag von wunschmama83 - 31.01.12 - 13:11 Uhr
ich hab nun mal unserer Psychologin im Kinderzentrum eine email geschrieben.
Vielen Dank für Deine Antwort, da hätte ich auch selber mal draufkommen können die zu Kontaktieren 
Beitrag von cori0815 - 31.01.12 - 14:46 Uhr
hmm,
bitte keine vorschnellen ADHS-Diagnosen. Wenn ein Kind eine so ausgeprägte Unruhe hat, dazu solche "Zwänge" kommen und ihr völlig hilflos seid, solltet ihr Hilfe suchen.
Ich persönlich weiß allerdings nicht so ganz mit der Aussage "Er schreit und kreischt so hysterisch und in voller Lautstärke dass mir nichts anderes übrig bleibt als dem Wunsch nachzugeben. Wegen der Nachbarn und meinem kleineren Sohn. Wenn ich Nein sage, er versteht es einfach nicht." anzufangen. Du gibst ihm nach, wegen der Nachbarn????
Also, wenn es sich bei dem Verhalten deines Sohnes wirklich um ein Krankheitsbild handeln sollte (was ja nicht ausgeschlossen ist), dann muss das behandelt werden.
Wenn er aber nur gerade mal am "Kräftemessen" ist und ihr gebt ihm immer nach wegen der Nachbar ("was sollen nur die Nachbarn denken"
), dann solltet ihr lieber mal darüber nachdenken, was wohl die Nachbarn erst in ein paar Jahren denken werden, wenn bis dahin jedem Wunsch eines kleinen Tyrannen nachgekommen wurde und er sich stetig steigert 
Mein Sohn ist kein Autist und hat auch sonst keine wirklichen Krankheitsanzeichen außer die auch von dir beschriebene Unruhe/starker Bewegungsdrang, die sich aber mit viel Bewegung und geistiger Beschäftigung gut leiten lässt. Und er hat auch das, was du als "Tic" bezeichnest: er versucht von Zeit zu Zeit auch, uns bestimmte Ordnungszwänge aufzudrücken, die für ihn scheinbar in dem Moment ganz wichtig sind (sozusagen lebensnotwendig). Und wenn es für uns tragbar ist, mache ich das eine Zeitlang mit. Wenn es aber nicht tragbar ist, dann unterbinde ich es auch - egal wie laut es für die Nachbarn oder seine Schwester wird - da müssen dann wohl alle durch in Hinblick auf die Zukunft.
LG
cori
Beitrag von froehlich - 31.01.12 - 20:15 Uhr
Also, ich moechte Dich jetzt mal eher beruhigen - Ticks und Zwaenge wie Du sie beschreibst hatte mein aelterer Sohn in juengeren Jahren auch....und zwar genau SO und praktisch in jeder Form und Auspraegung (mal waren's Tueren, mal Schubladen, mal bestimmte "Drehbuecher", die genauso abgespult werden mussten wie er sich das im Kopf ausgemalt hatte, mal bestimmte "Woerter" die genau SO und nicht anders gesagt werden durften....). Unser Kia hat das immer sehr entspannt gesehen....das koennen Phasen sein. Unser Grosser (heute 8) ist jedenfalls trotzdem ein komplett "normal" entwickelter Junge, supergut in der Schule, beliebt.... . Ich wuerde jetzt erst mal nicht die Pferde scheu machen. Die Idee mit der Psychologin finde ich gut - aber mach Dir nicht allzu grosse Sorgen, wenn Du mal nachfragst wirst Du feststellen, dass sehr viele Muetter diese Erfahrung mit ihren Kindern gemacht haben.
gruss, babs
Beitrag von wunschmama83 - 03.02.12 - 15:08 Uhr
Hallo Babs!
Das hab ich so echt noch von niemandem gehört. Danke für Deine Antwort, das hilft mir, das ganze ein wenig entspannter zu sehen.
Die Psychologin hat sich noch nicht gemeldet, aber auch nicht soo dramatisch. Aktuell hat Louis Windpocken und auch garkeine Kraft die Türen zu knallen.
Beitrag von kati543 - 04.02.12 - 06:44 Uhr
Hallo,
Also erstmal zu deinem Wohnungsproblem... In jedem Baumarkt gibt es die Schlüssel zu euren Türen. Bau einfach die Schlösser aus, nimm sie mit und Teste dort nach dem richtigen Schlüssel für jede Tür. Es gibt, glaube ich 99 oder 100 dieser "Standardschluessel". In der Zeit sollte dein Sohn nicht in eurer Wohnung sein
, ansonsten könntest du dann richtige Probleme bekommen. So haben wir es gemacht. Unsere Söhne haben eine Weglauftendenz, sind Autisten,... Und wir schließen ALLES ab. Dann haben wir einen Nagel oben neben jeder Tür für den Schlüssel wenn die Tür zu ist und jeder Erwachsene kann so überall rein, aber eben kein Kind.
Dann finde ich ehrlich gesagt, machst du es dir etwas zu leicht. Ich war etwas geschockt, als ich gelesen habe, dass du deinem Sohn Medis verabreichst, dass er ruhig ist. Auch homoeopathische Medikamente haben eine nicht zu unterschätzende Wirkung. Das Zeug kann sogar sehr gefährlich sein. Dein Sohn ist, wie er ist. Nimm ihn so an und akzeptiere es. Der einzige Weg, ihm zu helfen, liegt darin, dass du dich änderst und fremde Hilfe annimmst - z.B. In Form von Kinderarzt, Therapien fuer deinen Sohn, Frühförderung, SPZ,... Nur so kann er lernen, damit umzugehen - falls es eine Krankheit ist - ODER falls es keine Krankheit ist, dann ist es an dir, dass eben einfach durchzustehen - aber nicht ihn ruhigzustellen. Eigentlich wurde bei uns immer gesagt, dass Kinder, die so hibbelig sind und bei denen Keine Krankheit dahinter ist, denen fehlt die Bewegung im Freien. Hat er davon genug? Vielleicht kannst du das ja mal "testen".
