Hallo,
ich weiß es ist das falsche Forum, aber ich wusste nicht wo es am besten hin gehört und außerdem kann ich in schwarz schreiben.
Vielleicht könnt ihr mir ja mal eure emotionslosen Meinungen schreiben.
Es geht um meine jahrelange eigentlich beste Freundin und mich.
Wir kennen uns nun schon seit 15 Jahren.
Und immer war ich wenn es in meiner Möglichkeit lag für sie da.
Egal um was es ging. Ich habe sie überall hingefahren, wenn sie es gerade brauchte, habe ihr mit Rat und Tat zur Seite gestanden.
Als sie schwanger war, war ich mit ihr in Möbelläden, im Babymarkt, hab das ganze Zeug rangekart. Hab das entprechende Zimmer tapeziert, Möbel aufgebaut.
Ich hab sie zu Ämtern gefahren als es um den Vater des Kindes ging. Habe überall mit ihr gewartet, habe sie und ihr Kind ins Krankenhaus zur Notaufnahme ich eine andere Stadt gefahren, dann noch mehrmals hin und her (nahm jedes Mal fast einen ganzen Tag in Anspruch.) habe ihr zweimal eine Couch von mir geschenkt anstatt sie zu verkaufen. Dafür auch noch Transportmöglichkeiten organisiert. Und was weiß ich alles noch.
Und das alles gern und ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Dafür sind Freunde schließlich da.
Natürlich war sie auch mal für mich da. Haare machen, mal auf meine Tochter aufpassen. Mal meine Sorgen anhören. Bin ich ihr auch sehr dankbar für.
So nun kommen wir aber zu meinem Problem.
Sie ist im Moment am umziehen. Ich habe ihr am Anfang gesagt wenn du Hilfe brauchst, dann sag Bescheid. Muss dazu sagen, bin Vollzeit berufstätig, habe ein Haus, ein Kind und Partner. So viel Spielraum ist also von vornherein nicht da. Aber wie immer, wenns sich einrichten lässt, helfe ich gerne.
Es kam keine Anfrage, auch bei Telefonaten nicht. Und ich hab mir nichts dabei gedacht, hatte ja schließlich am Anfang schon was dazu gesagt.
Letzte Woche dann eine SMS ob ich am We helfen könnte tapezieren. Wies der Teufel will, war ich aber krank und lag mit Fieber zu hause. Das sagte ich ihr auch so. Tat mir ja leid, aber ändern konnte ich es nicht. Es stellte sich heraus, das dann keiner zum helfen da war.
Und jetzt bin ich die unzuverlässige Freundin. Wenn man es dann doch nicht tut, sollte man seine Hilfe nicht anbieten und überhaupt hätte ich ja kein einziges weiteres Mal sonst gefragt ob sie Hilfe brauch. Sie wird mir aber die anderen Male, an denen ich nicht für sie da war jedoch jetzt nicht vorhalten.
Ich bin nach diesen Nachrichten echt fast vom Hocker gefallen und hab eine mächtige Krawatte bekommen. Im Moment bin ich drauf und dran zu sagen: Weißt du was? Sieh zu wie du in Zukunft Hilfe bekommst. Von mir nicht mehr.
Seh ich das zu eng? Sollte ich einlenken? Oder würdet ihr euch genauso vor den Kopf gestoßen fühlen und so reagieren wie ich? Um ein Gespräch habe ich sie schon gebeten. Bis jetzt keine Reaktion.
Gruß
Meine Freundin und ich (vorsicht lang)
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von nö - 31.01.12 - 12:18 Uhr
Beitrag von thea21 - 31.01.12 - 12:28 Uhr
Frag sie mal folgendes: "Hast du verstanden was ich gemeint habe, als ich sagte ich liege mit Grippe inkl. Fieber im Bett?"
Ich wäre auf die Antwort gespannt, die nachfolgend dann diese Frage mit sich zöge: "Und nun erklär mir, wo ich dich absichtlich hängen ließ und ob deine Reaktion in dem Maß gerechtfertigt, oder nicht doch vielleicht ein wenig überzogen ist?"
Beitrag von nö - 31.01.12 - 12:32 Uhr
Hallo,
das habe ich als erstes getan. Vielleicht etwas sarkastisch und auf Kindergartenniveau in meinem Ärger.
Meine Nachricht: Entschuldige bitte das ich krank war. Ach ne, das war ja so von mir so geplant, mein Fehler.
Ihre Antwort: Ja genau, jetzt auch noch beleidigt sein.
Beitrag von thea21 - 31.01.12 - 12:36 Uhr
Hast du sie (das weißt nur du, ob du ehrlich sein kannst) denn (auch wenn du ihr schon viele Male geholfen hast) mal hängen lassen, als sie deine Hilfe brauchte?
Mit hängen lassen meine ich so gut wie alles. (Krank, jemand gestorben etc.).....
Beitrag von nö - 31.01.12 - 12:46 Uhr
Ich habe da auch drüber nachgedacht. Aus meinen Erinnerungen habe ich sie nur "hängen lassen" wenn es wirklich nicht anders ging. Zumindest aus meiner Sicht. Was sie dann daraus sieht oder was sie dann denkt, kann ich nicht beeinflussen.
Eine Situation die mir spontan einfällt: Sie musste mit Ihrem Sohn dringend zum Kinderarzt, aber ich war gar nicht in der Stadt. Nicht mal ansatzweise in der Nähe. Was sollte ich da denn machen? Superkräfte hab ich keine... Und auch sonst viel mir keiner ein der hätte einspringen können (haben einen komplett anderen Freundeskreis)
Beitrag von thea21 - 31.01.12 - 12:48 Uhr
Naja gut, da muss dann aber auch eine "beste Freundin" ein wenig die Hirnwindung unter Strom stellen, das es eben nicht geht, wenns nicht geht.
Die Enttäuschung über langfristig geplante, aber kurzfristig abgesagt Dinge, die könnte man verstehen.
Beitrag von nö - 31.01.12 - 12:55 Uhr
Also ist es gerechtfertigt, das ich mich unfair behandelt fühle? Bin da nämlich manchmal etwas empfindlich muss ich zugeben.
Wie sollte ich nun weiter reagieren? Sie liegt mir immer noch am Herzen, aber irgendwie bin ich im Moment nicht mehr bereit ihr zu helfen wenn sie ruft. Da es anscheinend nichts wert ist.
Beitrag von thea21 - 31.01.12 - 13:03 Uhr
Mh.
Schwierig, da ich weder eure Kommunikation, noch ihre Person kenne.
Ich persönlich wäre vermutlich ähnlich angepiekst, würde allerdings letztlich noch einmal erklären, dass mir viel daran liegt für sie da zu sein, es manchmal aber einfach nicht möglich ist, wie im jetzigen Fall. Vermutlich würde ich ihr auch noch deutlich machen das ich es schade finde, das die Freundschaft in Frage gestellt wird nach einer eigentlich nachzuvollziehenden Absage.
Beitrag von nö - 31.01.12 - 13:14 Uhr
Dann bleibt mir nichts anderes übrig, als sie noch einmal um ein Gespräch zu bitten. Wenn aber daraufhin wieder nichts kommt, werde ich wohl auch meine Konsequenzen ziehen müssen. Denn dann scheint ihr unsere Freundschaft ja nicht so am Herzen zu liegen, sondern nur mein Auto und mein Ohr. Und ich denke nicht, dass ich ihr hinterherlaufen muss. Da bin ich auch mal stur. Obwohls echt ganz schön weh tut wenn ich daran denke.
Ich danke dir!
Beitrag von lichtchen67 - 31.01.12 - 14:11 Uhr
Ich wäre ebenfalls angepisst.
Aber folgender Vorschlag.. wie wäre es wenn ihr mal einfach miteinander redet, so richtig, live.... und bis dahin das simsen einstellt? Da kann man nämlich schnell und einfach Dinge falsch verstehen, anders lesen, oder wat weiß ich....
Lichtchen
Beitrag von nö - 01.02.12 - 12:44 Uhr
Hallo,
ja SMS sind blöd um Dinge zu klären, da stimme ich dir zu. berhaupt alles wobei man die Emotionen oder das Gesicht nicht sieht.
Ein Gespräch wurde von mir vorgeschlagen, leider ohne Reaktion von ihr.
Ich denke mir fast, dass es eine Überreaktion von ihr war, da niemand da war zum helfen und sie in Ihrer Wut und Enttäuschung gar nicht mehr differenzieren konnte.
Ich habe aber mittlerweile beschlossen noch ein paar Tage den Rauch auf beiden Seiten verfliegen zu lassen und dann am We mit Brot, Salz (weil neue Wohnung) und nem Kuchen vor ihrer Tür zu stehen. Blafft sie mich dann immer noch an, mache ich auf dem Absatz kehrt und halte Funkstille.
Gruß "nö"
Beitrag von **** - 31.01.12 - 15:19 Uhr
Das was du da schreibst kommt mir doch sehr bekannt vor.
Ich habe es einige Male angesprochen das ich das Gefühl habe mehr zu investieren als sie und als ich dann auch noch dahinter kam das sie mich immer wieder angelogen hat war die Enttäuschung Uferlos. Das Ende vom Lied war das ich dann eines Tages einfach nicht mehr ans Telefon gegangen bin wenn ich gesehen das sie angerufen hat. Ich konnte einfach nicht mehr.
Ich hatte die Hoffnung das ich ihr fehlen würde. Sie hat zweimal!!! versucht mich zu erreichen und seither ist funktstille. Ich werde nicht mehr gegrüßt und wenn Blicke töten könnte wäre ich schon längst tot. Ich habe ihr dann in einem Brief geschrieben was mich bewegt und das ich das alles sehr schade finde. Auch darauf keinerlei Reaktion. Das war 2008 und ich war sehr enttäuscht von meiner besten Freundin und seither habe ich auch sowas nicht mehr. Denn ich bin auch so jemand der Angst hat wieder eins aufs Dach zu kriegen. Ich hätte nie gedacht das sie sowas tun würde.
LG
Beitrag von loewe-83 - 31.01.12 - 15:57 Uhr
Ich kenne es auch und es war irgendwo hier auch mal Thema.
Ich war in einer ähnlichen Situation und es kamen immer mehr und mehr Vorwürfe, wo ich sie angeblich habe hängen gelassen.
Ich habe immer wieder eingelenkt und es wurde immer schlimmer. Bis ich irgendwann mal sauer geworden bin und das deutlich in Worte gefasst habe. Vor allem immer wieder dieser Widerspruch "ich halte dir das nicht mehr vor, damals warst du aber nicht für mich da".
Ich habe ihr gesagt, dass sie zwei Möglichkeiten habe:
1. Wir diskutieren das offen aus, bis keine Fragen mehr offen bleiben.
2. Wir betrachten die Vergangenheit als erledigt und sie hat dann auch kein Recht mehr auch nur einen Mucks über die Sache zu verlieren.
Sie hat sich für 2. entschieden und seit dem ist Ruhe.
LG
