Hallo Ihr Lieben,
mich würde mal Eure Meinung bzw. Erfahrungen interessieren.
Mein Partner und ich haben uns überlegt das wir uns nach einem Häuschen umsehen wollen. Zur Zeit wohnen wir mit meinem Bruder in einem 2 Familien Haus, wir unten er oben. Jeder kann seine Tür zu machen und man hat seine Ruhe. Im sommer teilen wir uns den Garten. Wir haben eine Tochter (5 Monate) Mein Bruder einen Sohn (2 Jahre) und das 2. kommt in ca. 3 WOchen. Es ist toll das ich meinen Neffen aufwachsen sehe und das er zu mir "runter"kommt oder ich mal kurz hochgehen kann. Aber wenn wir ein weiteres Kind bekommen (was geplant ist) wird es in unserer Wohnung eng, da wir nur ein Kinderzimmer haben.
Gestern haben wir unsere Überlegungen meinen Schwiegereltern erzählt, da bei uns im Ort ein Bauernhaus zu verkaufen ist, was jedoch stark renovierungsbedürftig ist. Da kam der Vorschlag meiner Schwiegereltern das wir ihr Haus übernehmen könnten, da es Ihnen eh zu groß ist und sie im alten "kuhstall" sich eine kleine Wohnung bauen würden. Das heißt wir hätten unsere eigenes Haus und die Schwiegereltern würden auf dem gleichen Grundstück in einer eigenen Wohnung wohnen. Ich verstehe mich gut mit meinen Schwiegereltern und sie werden auch unsere Tochter nehmen wenn ich wieder Teilzeit arbeiten gehe. Wenn man zusammen wohnt macht dies sicherlich vieles einfacher, aber irgendwie steht man dann sicherlich auch mehr unter Beobachtung, oder?
Könnt ihr mir Eure Erfahrungen sagen??
Liebe Grüße
Abo79
Muss dazu sagen, wir wohnen alle in einem Ort (meine Mutter auch).
Schwiegereltern haben uns ihr Haus angeboten.
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Beitrag von abo79 - 31.01.12 - 13:39 Uhr
Beitrag von littlequeen - 31.01.12 - 13:46 Uhr
Naja, wie es ist wenn man mit der Familie unter einem Dach wohnt weisst du ja schon, von daher kann man dazu von außen eher schlecht etwas sagen.
Was ich von Anfang an klären würde wäre das es dann wirklich euers ist und ihr dann das sagen habt, nicht die schwiegereltern dann kommen und sagen "das war aber immer so" ;)
Aber ansonsten finde ich das nicht verkehrt wenn jeder seinen eigenen Bereich hat.
Beitrag von chili-pepper - 31.01.12 - 13:57 Uhr
Hallo,
diese Frage kann Dir hier leider niemand ausschlaggebend beantworten.
Ich lebte mit meinen Schwiegereltern in einem Haus, jeder seine eigene Wohnung.
Es bedurfte so einigem Kompromiss und nicht immer waren alle mit der Situation zufrieden.
Sehr unangenehm war mir, dass die Oma bei den Kindern so viel mitgemischt hat.
Inzwischen bin ich mit den Kindern ausgezogen (Trennung von Mann) und es hat einige Zeit gedauert, bis ich gegenüber meinen Kindern MEIN Territorium zurück erobert hatte. Will heissen; ich sage wer wann wohin darf und ob es vor dem Essen noch Nutellabrot gibt......
Das zusammen Leben hatte durchaus seine Vorteile,
meinen ganz eigenen Kram zu haben ist unbezahlbar.
Ich wünsche Dir /Euch die richtige Entscheidung.
P.S.
Vorteil ist in jedem Fall der Kostenfaktor.
In Eurem Fall wie in unserem damals.
Beitrag von mami18052010 - 31.01.12 - 15:35 Uhr
Eine freundin von mir wohnt mit ihren Eltern auf einem Grundstück und einfacher ist es mit sicherheit nicht!
Das Problem bei vielen älteren Leuten ist, dass sie nicht loslassen können! Auf dem Papier werden die Kinder zu Eigentümern, aber in der realität bleiben es oft die Alten! Da wird gemeckert, wenn die Jugend mal was anders machen will, bei meiner freundin ist es auch so, dass ständig ihr Mann zu Gartenarbeiten oder anderem herangezogen wird. Es ist einfach lästig, immer "zur Verfügung zu stehen!
Das ganze kann durchaus gut gehen, es gibt solche Familien, aber ein 3-Generationen-Haushalt hat so seine Tücken! Entweder ihr könnt mit leben, oder nicht.
Ihr kennt eure Macken am Besten.
Beitrag von kanische - 31.01.12 - 16:16 Uhr
Ganz ehrlich? NIEMALS!!!
WIr haben am Anfang bei meinem Schwiegereltern unterm Dach gewohnt, sie im 1.OG und im EG die Oma. Das gab nur böses Blut, da meine Schwiegermutter sich überall einmischt, auch wenn sie was anderes behauptet und es doch nur gut meint! Wir wohnen jetzt in ihrem Mietshaus im Ort auch unter Dach, im 1. OG die andere Oma + Opa und im EG Mieter. Hin und wieder gibt es noch Differenzen aber wir leben halt nicht in einem Haus und daher geht es. Meine Schwiegereltern meinten auch schon, wir könnten ja in ihre WOhnung und sie würden dann im selben Haus unters Dach ziehn. FÜr mich kommt das auf jedenfall nicht in Frage!!!! Vor allem meine Schwiegermutter wird sich immer wieder einmischen, da es immer Ihr Haus bleiben wird und nie wirklich unseres!!
Nein lieber geh ich mehr arbeiten und wir suchen uns was wirklich eigenes. Ich hätte vor allem auch Angst, dass sie immer eine Gegenleistung fordern. ICh möchte frei sein und auch so leben.
Klar kann es auch gut gehn, aber bis jetzt habe ich dass noch nicht erlebt. Leider immer nur das Gegenteil.
Viel Glück
Beitrag von silsil - 31.01.12 - 16:44 Uhr
Hallo,
bei uns klappt es super. Wir haben bei den Schwiegereltern in den Garten gebaut und sie haben und eine Garagenhälfte abgetreten. Hund und Katze vertragen sich und meine Tochter geht in beiden Häusern ein und aus. Wir teilen uns Garage, Schupfen, netterweise Opas Werkzeug, Einfahrt und die Wäschespinne 
Aber, das Grundstück ist auf meinen Mann übertragen, das Haus ebenfalls.
Meine Schwiegereltern halten sich aus unserem Leben raus, kommen nicht unangemeldet, und wenn wir mit Besuch auf unserer Terasse haben, schaut Schwiegermutter nur vorbei, wenn sie ihn auch kennt, ansonsten grüßt sie und geht vorbei.
Wir hatten am Anfang auch ein paar Probleme in Erziehungsfragen, aber das wurde mit dem Alter meiner Tochter besser, und ab und an habe ich auch ganz feig meinen Mann geschickt *g* Ansonsten halte ich es wie die Männer, dich lese generell nicht zwischen den Zeilen, was nicht direkt angesprochen wird, höre ich nicht und reagiere auch nicht darauf.
Wie gesagt bei uns klappt es seit 2 Jahren einwandfrei.
Ich würde halt vorher absprechen, wie sie sich das ganze vorstellen. Gehört das Haus dann wirklich euch, macht ihr einen Mietvertrag, inwieweit dürft ihr verändern usw.
Lieber vorher jeden "Schmarrn" ansprechen, als hinterher das Böse Erwachen. 
lg
Silvia
Beitrag von lakeisha24301 - 31.01.12 - 17:35 Uhr
Hallo!
Ich schließe mich mal meiner Vorrednerin an.
Wir bauen auch gerade im Garten meiner Schwiegereltern. Wohnen aber schon seit 8 Jahren zusammen in einem Haus. Jeder hat sein Reich aber im Haus ist es dann eben noch getrennter. Das Grundstück und das Haus werden dann auf meinen Mann übertragen. Sie bauen es noch und das ist dann quasi sein Erbteil. Jeder der 3 Kinder meiner Schwiegis haben etwas bekommen und das ist dann der Teil für meinen Mann.
Ich habe keine Angst das es dann im Haus schwierigkeiten geben wird. Es gab jetzt in den 8 Jahren nix größeres wieso sollte sich das auf einmal ändern. BEi der Planung des Hauses wurde es genau gemacht wie wir wollten und sie haben immer gesagt, dass wir darin wohnen müssen und es uns gefallen muss nicht ihnen.
Ich würde es machen wenn du dich super mit ihnen verstehst und eben Fragen vorher geklärt werden. Und es dann eben wirklich eures ist!
Liebe Grüße
Anna
Beitrag von engelchen28 - 31.01.12 - 17:58 Uhr
hallo!
das angebot ist sehr lieb - aber ich würde es nicht annehmen. ein paar 100 m zwischen den wohnungen erachte ich als notwendig. ich hätte keine lust auf das ewige "sind sie zu hause oder nicht?", "mensch, wo waren die denn gestern abend", "oh, ihr schlaft aber immer lange", "du warst mit dem kleinen ja noch gar nicht draußen heute", "aha, sie kauft dies und das ein"...! und noch weniger mag ich dieses "mal schnell auf der matte stehen". wer's mag, okay, aber für mich wäre es nichts. auch musst du bedenken, dass deine schwiegereltern älter werden...wer ist dann derjenige, der anfängt, ihre wohnung mitzuputzen, sie zu betreuen...!
ich bin lieber eigenständig, was natürlich auch bedeutet, dass meine eltern / schwiegereltern kein tagesmutter-ersatz sind, wenn ich arbeite. großeltern sein bedeutet für mich etwas anderes als den dauer-babysitter zu spielen und verpflichtungen zu haben.
überlegt's euch gut, auch, wie die schwiegis es aufnehmen, falls ihr "nein" sagt.
lg & alles gute!
Beitrag von puschel80 - 31.01.12 - 19:14 Uhr
Hallo,
mal vorweg: Ich liebe meine Eltern über alles und wir haben ein PRIMA Verhältniss. Meine Schwiegermutter ist 79 Jahre alt und auch mit ihr hab ich ein gutes normales Verhältniss.
Trotzdem meine Meinung zu dem Thema: Alt und jung unter einem Dach verträgt sich nicht!
Für uns stand immer fest wir finden entweder selber ein Haus oder wir bleiben in der Mietswohnung.
Letzten Endes hat sich unser Warten gelohnt - wir haben ein Haus gefunden.
Ich würds nicht machen.
Lg Katja
Beitrag von puschel80 - 31.01.12 - 19:18 Uhr
P.S. Meine Eltern haben uns auch vorgeschlagen an Ihr Haus anzubauen damit jeder seinen eigenen Eingang hat. Meine Mama hätte dafür sogar ihre heissgeliebte Terasse geopfert! Mein Mann und ich haben auch eine Weile mal drüber nachgedacht, aber letzten Endes kamen wir doch zur Entscheidung das getrennte Häuser wohl besser für die Harmonie sind!
Lg Katja
Beitrag von abo79 - 31.01.12 - 20:34 Uhr
unter einem Dach wären wir nicht nur auf einem Grundstück.
Wenn wir uns was anderes suchen kommt irgendwann die Frage was passiert mit dem Elternhaus wenn meinen Schwiegereltern was passiert. Meine Mutter wohnt auch noch mit im Dorf und einen Kinderlosen Onkel gibt es auch noch... 3 Häuser vermieten wird auch schwierig...
Ich denke wir müssen noch ein paar Nächte drüber schlafen und dann einige Sachen abklären und dann mal sehen was sie zu unseren Änderungen sagen.
Beitrag von oma.2009 - 31.01.12 - 19:51 Uhr
Hallo,
bei uns ist es etwas andera: ich bin am überlegen, mein Haus zu verkaufen und ein 3-Fam. Haus zu kaufen (schauen wir uns alle am wochenende an) und daraus ein 4-Generationenhaus zu machen.
Es gibt in dem Haus 3 abgeschlossene Wohnungen, meine Mutter und meine Tochter mit Mann und Kindern würden dann mit in das Haus ziehen. Sollte es klappen (ich will es alleine finanzieren) werde ich meine Mutter und meine Tochter als Mieter bei mir haben. Ins Grundbuch sollen aber jeweils meine Tochter und mein Sohn zu je 1/4 und ich zu 1/2 eingetragen werden.
Mal schauen, ob das Haus für unsere Ansprüche das Richtige ist, wenn ja, dann freue ich mich auf das Zusammenleben mit der Familie und das es vorher Absprachen geben muss, sollte klar sein!
LG
Beitrag von emma81 - 31.01.12 - 20:02 Uhr
Hallo,
wir haben 6 Jahre lang im gleichen Haus mit meine Schwiegereltern gewohnt, in getrennten Wohnungen. Dann war klar daß wir ein 2. Kind wollen, und wir wollten die leerstehende Wohnung unter unserer Wohnung dazunehmen, wär ein großer Umbau geworden, aber für mich war eigentlich klar, daß mein Mann gerne in dem Haus bleiben würde, und unsere Schwiegereltern fanden es am Anfang auch gu.
Also kam der Architekt, und hat einen PLan gemacht, es war alles schon sehr weit in der Planung, bis der Bruder meines Mannes doch nicht mehr einverstanden war. Und auf einmal wollte es mein Schwiegervater auch nicht mehr. Also haben wir das ganze abgeblasen, und haben selber gebaut, und ich bin so glücklich darüber.
Ich bin aber auch froh, daß es wegen ihnen nicht geklappt hat , so können sie uns nichts vorwerfen.
Die Entscheidung kann dir aber auch keiner abnehmen, es bringt auch nix, wenn dir hier welche ihre Schwiegermütterhorrorgeschichten erzählen, für dich muß es passen und du mußt es dir vorstellen können, und dann sind die Erfahrungen von anderen eigentlich egal.
LG
Susanne
Beitrag von coonurba - 31.01.12 - 20:43 Uhr
Wir haben bei meinen Schwiegereltern im Zweifamilienhaus gewohnt. Wir oben mit guten 100qm² und 3ZKDB also war toll. Sie unten und ein gemeinsamer Keller mit Hobbyraum und weiteren Räumen stand zur Verfügung. Meine SchwieMu hat uns so sehr "geliebt" das sie jeden morgen meinen Mann angerufen hat das er ja nicht verschlafen soll.
Sie hat, wenn wir bereits auf dem Weg zur Haustür waren um zur Arbeit zu gehen, aus ihrer Tür geguckt um uns zum Frühstück zu rufen. Es wurde natürlich nachgefragt ob wir Essen mitgenommen haben. Wenn wir gekommen sind wurden wir gerufen. Wenn unten Besuch war sollten wir doch bitte auch kommen bzw. der Besuch kam hoch.
Wenn wir nur irgendwo hin fahren wollten wurde nachgefragt.
Und als ich auch noch Schwanger wurde hieß es "Oh wenn das Baby da ist werde ich jeden Tag beim Baby sein" Und da war es vorbei. Wir haben uns eine neue Wohnung gesucht und sind ausgezogen. Das wir wie kleine Kinder behandelt worden sind ist offensichtlich.
Es war einfach zuviel. Sie liebt uns aber bitte nicht so. Mein SchwieVa genauso.
Er ist selbständig und mein Mann durfte des öfteren Rechnungen für ihn tippen da er sich selbst damit nicht gut auskennt. Mein Mann hat es immer gemacht.
Seit fast 2 Jahren leben wir getrennt und unser Baby kam auch hier zur Welt. Ich bin sehr beruhigt und glücklich das wir getrennt leben. Falls wir oder auch sie Hilfe brauchen ist immer jemand da und man braucht uns nur anzurufen wir helfen immer. Natürlich hat es viele Vorteile mit den Eltern zu leben ich verstehe mich auch super mit meiner SchwieMu aber ich sage aus Erfahrung "umso weiter weg desto näher steht man sich" Und da habe ich nicht ganz unrecht was uns angeht. Seitdem ist alles auch sehr viel besser. Jetzt wohnt mein Schwanger mit seiner Frau, der gemeinsamen Tochter und Tochter Nr. 2, die jetzt im März zur Welt kommt. Und SchwieMu ist JEDEN TAG und den GANZEN Tag oben. Gegessen wird grundsätzlich zusammen. Die Frau meines Schwagers muss beide immer zu Terminen mit den beiden fahren und all das
für mich wäre es zu viel!
Aber jedem das Seine! Ich rate stark davon ab
Beitrag von calliofee - 31.01.12 - 22:09 Uhr
Ganz ehrlich?
TUT DAS NICHT!!
Eltern und Schwiegereltern sollten sich Jacke und Schuhe anziehen müssen, wenn sie zu Besuch kommen wollen. Alles andere ist zu nah dran! Ich seh das bei meiner Schwester und auch bei Bekannten. Anfangs ist noch alles toll. Aber irgendwann kann sich das Blatt auch wenden.
Lg
Beitrag von phami - 31.01.12 - 22:38 Uhr
Ich glaube das funktioniert nur gut wenn man so wie es in südlichen Ländern üblich ist, damit klar kommt das die älteste Person das Familienoberhaupt ist und man sich hin und wieder dem beugen kann!
Man kann nicht wirklich erwarten das Oma und Opa euch so walten lassen wie ihr wollt. Ich kenne niemanden bei dem das reibungslos funktioniert, so devote Grosseltern gibt es einfach nicht. Das liegt sicher daran das sie immer an "alten" Sachen festhalten, meinen das was sie gemacht haben einst imme richtig war und dies auch weiterhin so zu sein hat.
Denen das zu erklären, dass man es anders macht und eben nicht immer alles richtig war, geht absolut in die falsche Richtung. Das wollen sie nicht verstehen, sie wollen sich nichts von den Kindern sagen lassen müssen.
Und ich kann mir vorstellen wenn ihr in dem Haus lebt und etwas verändert wollt, die Grosseltern skeptisch werden und das vielleicht nicht zulassen. Ihr werdet definitiv beobachtet. Die haben viel Zeit und Geduld dazu.
Auch wenn ihr vorher alles absprecht, wenn ihr erstmal drinne wohnt, dann wohnt ihr da und das wissen die auch und ihr werdet so schnell nicht wieder ausziehen..
Es tut mir Leid nichts besseres schreiben zu können, aber bei unserer Kultur und mentalität funktioniert das eben nicht so gut. Weil wir meist eigenständig leben und handeln wollen und uns ein Familienoberhaupt nicht interessiert. So klar ausgedrückt schreibe ich das nun.
Beitrag von pfirsichbluete81 - 01.02.12 - 11:44 Uhr
Hallo,
ich kann dir ein paar Sachen aus eigener Erfahrung erzählen.
Als meine Eltern geheiratet haben, hat mein Opa (Vater von meinem Papa) ein Grundstück gekauft und ein 2-Familienhaus gebaut. Er und meine Oma sind im Erdgeschoss eingezogen und meine Eltern in der 1. Etage, in die 2. Etage (der ausgebaute Dachboden) zogen dann meine Schwester und ich nach unserer Geburt 
Ich empfand es immer als sehr schön mit den Großeltern in einem Haus zu leben, allerdings sind beide auch noch arbeiten gegangen, bis ich (die Jüngste) die Grundschule abgeschlossen hatte.
Als mein Opa in Rente ging kam er mehrmals am Tag hoch, quatschte ein bisschen mit meinen Eltern oder uns, schaute auch mal in den Kühlschrank oder die Küchenschränke (um zu schauen ob was fehlte und dann kaufte er es einfach nach. Er brachte immer viele Sachen aus Sonderangeboten mit und drängte sie dann meiner Mama auf. Kriegskind halt).
Als Teenager fanden wir das natürlich nervig, besonders wenn Freunde da waren.
Dazu muss ich aber auch sagen, dass meine Großeltern sonst sehr viel unterwegs waren, nachdem sie in Rente waren. Sie waren oft mit den Geschwistern von meiner Oma unterwegs in Spanien oder waren oft auf jück, wie man so schön sagt.
Das mit dem hochkommen, kam dann wirklich nur vor, wenn sie mal da waren.
Ansonsten waren sie aber immer für meine Eltern und uns da.
Im Nachhinein meinte meine Mutter aber, dass mein Opa sich grade am Anfang der Ehe und als wir noch kleiner waren, manchmal unmöglich benommen hat und sie oft davor stand einfach zu gehen.
Je älter er wurde, umso umgänglicher wurde er aber, bis es kurz vor seinem Tod ein wirklich sehr inniges Verhältnis wurde. Damals fand ich es schön, dass meine Großeltern nicht in ein Heim gekommen sind, sondern sie meine Mama zuhause gepflegt hat und immer direkt da sein konnte (dank Babyphone), wenn sie was brauchten.
Jetzt wohnen meine Eltern im Erdgeschoss und mein Männe und ich wohnen in der 1.Etage. Und meine Mutter wurde ja durch das Verhalten von meinem Opa sehr gut geimpft. Wenn sie hochkommt oder auch mein Vater wird immer erst geklopft und es wird gewartet bis jemand hereinruft (haben nur normale Zimmertüren und einen gemeinsamen Flur. Eine richtige Haustür oben bei uns lehnen wir ab). Bei meinem Opa ging Klopfen und Tür öffnen ineinander über.
Wenn gemeinsam gegessen werden soll, dann wird das immer vorher angekündigt und keiner ist beleidigt wenn jemand nein sagt. Ich koche auch gerne für meine Eltern und lade sie nach oben ein, wenn ich backe bekommen sie auch immer was ab oder wenn ich was tolles im Geschäft sehe bringe ich es meinen Eltern auch mit (das macht meine Mama aber auch schon immer so).
Meine Mutter genießt es, dass wir endlich alle unter einem Dach wohnen (meine Schwester lebt in England und ich wohnte auch bis vor 2 Jahren weiter weg, in der Nähe der luxemburgischen Grenze. Wir haben beide ein sehr enges Verhältnis zu unseren Eltern) und hält deshalb große Stücke auf den Hausfrieden.
Ich muss dazu aber auch sagen, dass ich mir 1. nichts schöneres vorstellen kann in meinem Eltern- und Geburtshaus zu leben (die Wohnung und Wohngegend ist einfach super und Mama nimmt zum Glück nur 1 Drittel der Miete, die sie eigentlich nehmen könnte) und 2. hatte ich nie bessere Nachbarn als meine Eltern.
Meine Eltern interessiert es nicht wann wir kommen oder gehen, sie stehen nicht hinter dem Vorhang und schauen. Sie interessiert es nicht wenn und was wir gekauft haben (das präsentiere ich immer ganz stolz freiwillig
) und da mein Papa ein super Heimwerker (hauptberuflich Architekt) ist, ist unser Haus und unsere Wohnung auch individuell und vieles selbst gebaut (z.B. Dusche und Badewanne sind kein Standard).
Reparaturen übernehmen die Männer (soweit meiner kann) selber, wo ich echt froh bin, dass ich dann nicht Fremdfirmen kommen lassen muss.
Naja so sind halt meine Erfahrungen. Ich würde aber nicht grundsätzlich dazu raten, abraten aber ebenso wenig, denn bei so einer Entscheidung muss man erstmal schauen, wie man zu den (Schwieger-)Eltern steht, was sie für ein Typ von Mensch sind (wenn sie schon immer aufdrängend waren und einem alles aufgezwungen haben, sei es Besuch oder Geschenke oder so, dann werden sie im Haus/Grundstück nicht anders sein) und natürlich, wenn man sich dafür entscheidet, auch ganz klare Regeln aufstellen. Das haben wir auch gemacht
Mama mischt sich z.B. nicht in meinen Haushalt ein, was sie früher gerne gemacht hat, als ich noch alleine oben wohnte, vor 4 Jahren.
Es wäre auf jeden Fall sinnvoll sich mit deinen Schwiegereltern nochmal in aller Ruhe zusammenzusetzen und zu besprechen was sie von euch erwarten, wenn ihr das Angebot annehmt (z.B. immer auf Abruf bereit stehen, wenn der Rasen gemäht werden soll oder das Gurkenglas aufgemacht werden soll) und das ihr euch z.B. freut sie dann so nah bei euch zu haben, aber das ihr dann gerne hättet, dass sie nicht dauernd bei euch im Haus sind (unangekündigt) oder zu euch nach hause gehen, wenn ihr nicht da seid. Änderungen am Haus abblocken, etc. sich also so einmischen, als wenn es noch ihr Haus wäre. Das würde ich im Voraus mit ihnen abklären.
Du kennst deine Schwiegereltern und dich am besten, nur du kannst wissen, ob es auf Dauer gut gehen kann. Ich hatte auch schon "Schwiegereltern", da fand ich es nicht mal angenehm zu übernachten für eine Nacht, aber da stimmte das ganze Verhältnis von vornherein nicht.
Liebe Grüße und alles Gute bei eurer Entscheidung
