Hallo,
ich wollte mal in die Runde fragen, wie ihr mit Wutanfällen eurer Kleinkinder umgeht. Mein zweijähriger Sohn rastet aus, sobald etwas nicht nach seiner Nase geht. Das heißt er brüllt nicht nur, sondern schmeißt auch hin was er grad in der Hand hat, sucht sich neue Gegenstände zum hinschmeißen und kaputt machen. Ihn in sein Zimmer setzen würde bedeuten, dass hinterher das Zimmer in Trümmern liegt. Jedes Mal meine momentane Aktivität unterbrechen (wenn ich grad am Spülen oder Duschen bin) ist ziemlich stressig. Alles hochstellen was er kaputt machen könnte, geht auch nicht. Zumal man es manchmal auch eilig hat und diese "Anfälle" auch mehrmals am Tag vorkommen und sich auch recht lange hinziehen können.
Wie macht ihr das? Bin offen für Tips und Anregungen!
Gruß,
Julie
Wie mit Wutanfällen umgehen?
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Beitrag von julie87 - 31.01.12 - 14:15 Uhr
Beitrag von sashto - 31.01.12 - 15:06 Uhr
wir gehen nicht mit wutanfällen um.... bei uns gibt es sowas nicht!
dass dein kind ausrastet wenn etwas nicht nach seiner nase geht, halte ich für bedenklich.
so ein benehmen ist bei uns tabu.
was macht er kaputt? seine spielsachen oder egal was ihm in die finger kommt?
hätte mein kind mit absicht und mutwillig irgend ein spielzeug von sich kaputt gemacht wäre binnen kürzester zeit die kompletten spielsachen weg geräumt gewesen,
so ein benehmen darf keiner an den tag legen, auch nicht ein niedlicher 2 jähriger 
aber ich stehe mit meiner meinung sicher alleine da;)
Beitrag von julie87 - 31.01.12 - 15:09 Uhr
Wie hast du es denn geschafft Wutanfälle zu einem Tabu zu machen? Kann ihm ja schlecht den Mund zukleben und ihn fesseln wenns losgeht^^.
Ja, er macht dann alles kaputt was ihm in die Finger kommt. Seine Spielsachen, aber auch anderes...
Beitrag von lady_chainsaw - 31.01.12 - 15:34 Uhr
Hallo Julie,
so, nun haben wir das Schlafen geklärt
nun zum Rest vom Rabauken...
Es gibt so ´ne und solche Kinder.
Wutanfälle in der Art kannte ich z.B. von meiner Tochter auch überhaupt nicht - der hat man gesagt "das darfst Du nicht", "das geht heut nicht" oder einfach "nein". Akzeptiert, höchstens kleiner Schmollmund, aber das war´s.
Mein Sohn ist da auch anders und kann auch mal richtig rumbrüllen, wenn es nicht nach seinem kleinen Köpfchen geht. Zur Zeit auch gerne mal wegen (in unseren Augen) Kleinigkeiten, wie z. B. dass ich falsch herum um den Tisch laufe, um mich zu setzen 
Was mache ich? Situationsabhängig...
Meistens reicht es, wenn ich ihn ausbrüllen lasse. Jeder muss doch seine Wut rauslassen können und wir Großen können damit ja auch schon ganz anders umgehen und sagen einfach mal laut "Scheisse" 
Wenn Sachen rumgeschmissen werden, muss ich einfach das unterbrechen, was ich gerade mache (gut, beim Duschen ist das schlecht
) und rette, was zu retten ist. Ich nehme alles ausser Reichweite, er bekommt ein Kissen angeboten, das kann er gern traktieren und durch die Gegend schmeissen oder halt einen weichen Stoffball. So kann er seine Wut rauslassen.
Es gibt aber auch Kinder, die brauchen es gehalten zu werden. Diese Kinder brauchen in solchen Momenten eine echte, recht feste, Umarmung - alles muss festgehalten werden. Das ist anstrengend, körperlich und geistig - für beide Parteien. Doch nur so können sie sich wieder beruhigen und ihren Platz in der Welt finden.
Versuche, Deinen Weg zu finden. 
Gruß
Karen
Beitrag von julie87 - 31.01.12 - 16:52 Uhr
Vielen vielen Dank für deine hilfreiche Antwort! Bin schon wieder sehr beruhigter und finde deine Umgehensweise damit sehr gut! 
Liebe Grüße,
Julie
Beitrag von bine3002 - 31.01.12 - 20:08 Uhr
Ich finde eher deine Meinung bedenklich als die Wutanfälle eines 2jährigen.
Wut ist doch eine normale menschliche Emotion oder irre ich mich? Siehst Du das nicht auch so?
Warum muss ein Kind diese Wut unterdrücken?
Beitrag von karin3 - 01.02.12 - 09:05 Uhr
Hallo,
"wir gehen nicht mit wutanfällen um.... bei uns gibt es sowas nicht!"
Wie geht das denn, bei einem Kleinkind? Wenn man wütend ist, ist man wütend. Das einzige was man erlernen sollte ist wie man dann mit seiner Wut umgeht.
Gruß Karin
Beitrag von vivien1976 - 31.01.12 - 15:31 Uhr
Meine kleine hat das 1x gemacht und ich hab sie liegen lassen und mit Nichtachtung gestraft,weil sie sich schreiend auf den Boden geworfen hat .
Alle Leute habn mich blöd angeguckt, das war im Supermarkt aber das war mir wurscht.
Danach hat sie das nie wieder getan.
Beitrag von bine3002 - 31.01.12 - 20:13 Uhr
Dein Kind muss erst lernen, wie man "gesellschaftlich akzeptabel" mit Wut umgeht. Und damit dein Sohn das lernt, braucht er Gespräche, Verständnis, Erklärungen und Alternativen. Er braucht auch einen ausreichenden Wortschatz, auf den Du natürlich nur bedingt Einfluss hast.
Ich persönlich habe es immer so gemacht, dass ich in der Nähe geblieben bin und meine Tochter nur daran gehindert habe, sich selbst oder andere zu verletzen bzw. etwas zu zerstören. Ggf. habe ich ihr den Gegenstand abgenommen, was den Wutanfall natürlich manchmal noch verstärkt. Eine gute Sache ist es, dem Kind eine Alternative in die Hand zu drücken, z. B. ein Kissen, ein altes Stofftier oder einen Luftballon, an dem man gefahrlos seine Wut auslassen kann. Dieser Gegenstand dient dann erstmal als erstes Ventil für die Wut.
Anschließend, also dann wenn die erste Wut draussen ist, solltest Du mit deinem Sohn Körperkontakt aufnehmen, ihn trösten und dann, wenn die Tränchen getrocknet sind, erklären was schief gelaufen ist und was man nun tun könnte. Dazu gehört dann auch ggf. aufzuräumen, was kaputt gegangen ist und Alternativen fürs nächste Mal zu finden. Statt einem "Nein" kann es manchmal gut sein, einen Kompromiss zu finden und dem Kind das Gefühl zu geben: "Nur wenn Du redest, kann dir geholfen werden."
Beitrag von a79 - 04.02.12 - 17:55 Uhr
hallo,
niemand hat gesagt, dass solche Phasen nicht ab und an stressig sein können. Ich würde ihm Dinge, die er hinschmeist, konsequent abnehmen, denn wer etwas hinschmeißt, scheint es nicht mehr zu brauchen....Aktivitäten unterbrechen finde ich eine gute Idee und ja, dafür komme ich auch unter der Dusche raus, wenn es sein muss (allerdings dusche ich meistens, wenn die Kinder schon schlafen oder noch schlafen - das ist für mich sehr viel stressfreier).
Ansonsten hilft Konsequenz und manchmal auch Einfallsreichtum (Was kann man Attraktives anbieten, damit er von seinem Tun ablässt? Und damit meine ich keine Bestechung a la Süßigkeiten oder Fernseher...). mein Sohn wird im märz drei und mag sich morgens nicht anziehen, wenn ich zur Uni muss - allerdings liebt er es, mit mir das Auto aus der Garage zu fahren und dann geht es plötzlich...so in der Art.
LG und starke Nerven!
Andrea
Beitrag von sommersprossenmaus87 - 06.02.12 - 11:31 Uhr
kinder in dem alter müssen erstmal lernen mit ihren gefühlen umzugehen, nimm ihn zur seite und sag ihm "ich sehe grad das du ganz schön wütend und traurig bist, kannst du mir sagen warum?"...dann lernt dein kleiner auch bald die gefühle zuzuordnen und zu benennen. setzt ihn auf einen stuhl und bleib bei ihm, aber er muss sitzen bleiben bis er sich beruhigt hat.
ihn ins zimmer setzten sagst du ja selber bringt nicht viel, denn dann legt er erst recht los, weil er deine aufmerksamkeit möchte. in dem alter ist "ins zimmer schicken"keine konsequenz sonder ein "Mama hat mich nicht mehr lieb, darum will sie mich jetzt nicht mehr sehen". damit würdest du dir eine verschnaufpause holen, aber er kann damit noch nicht umgehen.
meiner tochter (3,5) und grag mitten in der trotzphase
hilft oft das Gespräch danach. Auch das ich sagen kann, ich bin auch manchmal wütend und stinkig und mir hilft dann das und das....
versuche in solchen wutanfall situationen mit ihm zusammen dadurch zu gehen- auch wenn das leichter gesagt als getan ist und in der praxis sicherlich auch nicht immer so umsetzbar ist.
ich wünsche dir alles gute
sommersprossenmaus87 mit johanna (3,5 Jahre) und
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