"Listenhund", Knochenwegnehmen, meine Mutter

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Beitrag von armemaus - 31.01.12 - 17:04 Uhr

Hallo

unser Welpe wurde angegeben mit Rottweiler-Bernersennen-Mischling.

Ist jetzt 13 Wochen alt.

Laut meiner Recherche und Tierarzt sind wir uns zu 90% sicher, dass eine spanische Dogge (Dogo Canario) mit drinsteckt.

Meine Mutter hatte ihn gestern zum Aufpassen und hat ihm einen Kauknochen oder irgendwas gegeben und aus irgendeinem Grund wollte sie ihm den Knochen wieder wegnehmen.

Jack hat daraufhin angefangen zu knurren und angeblich nach ihr geschnappt.

Daraufhin hat sie natürlich gleich gegoogelt. Und natürlich gleich angefangen der Hund ist gefährlich, weil seine Vorfahren als Listenhunde gelten, er wird groß und schwer, usw.

klar der Hund wird mal gute 50-60kg wiegen und er hat ein starkes Gebiss. Das streite ich nicht ab.
Aber kommt es nicht drauf an, wie man ihn erzieht?

unser jetztiger Hund hat 40kg und da hat sie keine Bedenken, wenn der mal zubeißt.

Ihr geht es um unseren 4-jährigen Sohn. Ich meine, dass ich da extra aufpassen muss und die beiden nie alleine lasse ist eigentlich sowas von klar und selbstverständlich.

Sie meinte gerade zu mir sie hat schon Muffensausen, wenn der Kleine mal ausgewachsen ist.

ich meine egal welchem Hund man das Essen wegnimmt knurrt er oder? #kratz

und schnappen tut er zur Zeit nach allem und jedem. Da sind wir schon am abtrainieren.

übertreibt sie nicht etwas?

Gruß

Beitrag von nici08 - 31.01.12 - 17:11 Uhr

DIe armen Listenhunde, schon wieder #augen #sorry

Du hattest aber schon mal einen Hund , oder wenigstens viel Hundeerfahrung ????

Das wäre bei der Größe nicht das schlechteste.....

raten kann ich persönlich zu HUNDESCHULE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

:-)

Beitrag von armemaus - 31.01.12 - 17:14 Uhr

Halt Stop nicht falsch verstehen ;-)

bei mir gibt es keine "Listenhunde"...bei mir sind so gut wie alle Hunde gleich...fast ;-)

ich bin mit Hunden aufgewachsen, selber schon Prüfungen gemacht und zur Welpenstunde gehen wir seit letzter Woche..

Beitrag von nici08 - 31.01.12 - 17:38 Uhr

na dann ist doch alles in Butter :-)

Beitrag von brotli - 31.01.12 - 17:21 Uhr

hallo

ich bin keine hundefachfrau, wir hatten 2 hunde und einen haben wir noch, der andere ist alt gewesen und gestorben.

wir haben uns bewußt für einen familienhund entschieden, als wir einen grösseren wollten, sprich; labrador, bernersennen oder ähnliche vom wesen, das war mit persönlich sehr wichtig, da ich kinder habe.
meine hund haben nicht geknurrt oder geschnappt, nie. ich weiß nicht ob es erziehungssache alleine ist.ich habe meine hunde nicht dolle erzogen, sie hatten eh einfach fröhliche wesen, aber ich konnte und kann alles wegnehmen.
der hund einer bekannten hatte auch immer geschnappt, der war später total unberechenbar und sie mussten ihn weggeben.der war einfach so, er war ein toller hund, aber es war halt sehr gefährlich mit den kindern, weil der urplötzlich schnappte, auch schon als baby.
l.g.

Beitrag von armemaus - 31.01.12 - 17:30 Uhr

Ich hoffe das unser Jack das auch noch lernt #zitter

Beitrag von windsbraut69 - 01.02.12 - 14:36 Uhr

Labrador und Berner Sennenhund sind doch total unterschiedlich...Auf welche Charaktereigenschaft willst Du denn hinaus, wenn Du schreibst, Ihr hättet Euch bewußt für einen "Familienhund" entschieden?

Gruß,

W

Beitrag von risala - 31.01.12 - 17:24 Uhr

Hi,

"ich meine egal welchem Hund man das Essen wegnimmt knurrt er oder?"

Ja - und das ist Erziehungssache.

Wir haben seit November eine junge DSH-Mixhündin (11 Monate). Die ersten Male ließ sie sich ihren Kauknochen problemlos wegnehmen. Guckte dumm, aber machte nichts. Einen Abend wollte ich es wieder üben und dann schnappte sie nach mir. Aus Reflex bekam sie postwendent eine auf die Schnauze - und seit dem ist das Thema erledigt. Sie findet es immer noch blöd, wenn ich ihre Kausachen haben will, aber akzeptiert es. Das reicht völlig.

Mach Dich nicht verrückt und sage Deiner Mutter, es gibt sogar Bernhardiner die beißen - da würde sie sicherlich nicht sagen "der wird mal gefährlich", wenn er als Welpe schnappt (gelten ja per se als die perfekten Familienhunde). Habe ich übrigens selbst kennengelernt - so aggressiv wie diese Hündin war habe ich noch keinen Staff etc erlebt.

Dein Hund ist jung, er testet - und braucht entsprechend Grenzen.

LG
Kim

Beitrag von armemaus - 31.01.12 - 17:28 Uhr

So sehe ich das nämlich auch.

Habe ihr gesagt dass kein Hund bissig auf die Welt kommt und wir schon dran arbeiten, dass er nicht schnappt.
Aber das zählt leider nicht.

Und nur weil seine "Vorfahren" bzw. die italienische Dogge auf der Liste steht heißt das ja nicht, dass unser Jack deswegen gefährlich wird.

Beitrag von corny123 - 31.01.12 - 22:51 Uhr

Das sehe ich anders. Unsere Hündin ist seit einem Jahr bei uns und ihr könnte jeder problemlos das Essen sogar aus dem Maul nehmen.

Beitrag von risala - 01.02.12 - 09:30 Uhr

Und das finde ich wiederum nicht normal.

Jeder Hund hat einen Beutetrieb - mehr oder weniger ausgeprägt. Und es ist völlig normal, dass ein junger Hund (oder einer, der es nie anders gelernt hat) erstmal seine Beute (egal ob Spielzeug oder Futter) versucht zu verteidigen. Genau das tun sie auch in einem Hunderudel - und weichen nur ranghöheren Tieren. Nur müssen sie eben lernen, dass der Mensch in diesem Mensch-Hund-Rudel der Chef ist und sie dem gegenüber die Beute nicht zu verteidigen haben.

Mal abgesehen davon, dass ich auch der Meinung bin, dass außer mir, meinem Mann und unserem Sohn niemand unseren Hunden irgendwas wegzunehmen hat.

Unsere Sana ist eine Seele von Hund, in keinster Weise aggressiv, absolut sanft und vorsichtig - und trotzdem testet sie, was sie darf und was nicht. Nachdem sie einmal eins auf die Nase bekommen hat (und nicht mit der Wattebauschnummer), können wir ihr und auch unserem anderen Hund Spielzeug und Futter wegnehmen. Jeder andere hat das zu unterlassen.

Und dieses Verhalten hat nichts damit zu tun, ob es eine - von Sesselnpupsern auf irgendeine Liste gesetzte - Rasse ist. Mit die schmusigsten und angehnemsten Hunde, die ich kenne sind sogenannte "Listenhunde". Dabei sind Dogo Argentino, Kangal, Staffordshire Terrier, Rottweiler, etc. Und die, die richtig rotzig werden, sind idR kleine Terrier, Mischlinge und nicht ausgelastete Arbeitshunde (wie Borders, Malinios etc.).

Gruß
Kim
Gruß
Kim

Beitrag von sashto - 31.01.12 - 18:21 Uhr

ich persönlich sehe es IMMER schwierig sich einen so großen Hund (50 bis 60 kg ?) anzuschaffen wenn Kinder mit im spiel sind.

Demnach kann ich die Angst deiner Mutter schon nachvollziehen.

für mich käme so ein großer Hund im leben NICHT in frage wenn ich Kinder habe.

es ist nunmal ein himmelweiter unterschied ob ein kleiner hund zu beisst oder ein 60 kilo hund und mir kann keiner erzählen dass man kind und hund rund um die uhr beaufsichtigen kann.

ich sehe das immer als gewisses Risiko, mag der Hund noch so lieb sein, ein restrisiko besteht immer!!! Ein richtiger Biss und es sieht sehr schlecht aus für dein Kind. Ich persönlich möchte mit diesem Risiko nich leben wollen.

ein kleiner Hund kann genau so zu beissen aber dann müsste das Kind vielleicht genäht werden etc, wenn ein 60 kilo hund beisst sieht das anders aus.

Meine Meinung ist: so große Hunde haben nichts in der nähe von Kindern verloren.

und nun, auf mich mit gebrüll;-)

Beitrag von armemaus - 31.01.12 - 18:58 Uhr

Jeder hat zum Glück seine eigene Meinung aber ich respektiere deine Meinung ;-)

Beitrag von sashto - 31.01.12 - 20:24 Uhr

ja jeder hat seine eigene Meinung.

aber was mich noch kurz interessiert: würdest du denn für einen Hund die Hand ins feuer legen dass er NIE schnappt?
letztlich kann es ja immer irgend eine unvorhergesehene situation geben.

wir hatten einen kleinen Yorki, ein toller kerl, lieb zu allem und jeden. dennoch hätte ich nie meine hand ins feuer gelegt dass er in irgend einer Ausnahmesituation schnappt.

gerade wo er älter wurde, wurde er auch empfindlicher, man konnte ihn kaum anfassen weil er schmerzen hatte, ein falscher griff und er hätte schnappen können.

bei so einem kleinen Hund ist das ja eher weniger tragisch, angenehm ist es auch nicht aber es gehen keine ernsthaften verletzungen von aus.

die gleiche situation mit einem wesentlich größeren hund ist ja vom gefährlichkeitsgrad wesentlich höher.

könntest du für ein tier die hand ins feuer legen dass er nie beisst? wenn nicht, wie vereinbarst du es dann mit dem Risiko zu leben dass er evtl mal beissen könnte und dass das, gerade für Kinder mit schwerwiegenden Verletzungen einhergehen kann.

Beitrag von janimausi - 31.01.12 - 20:43 Uhr

Wieso quält man einen Hund noch der permanent Schmerzen hat?
Wenn man ihn schon nicht anfassen kann, dann wird das hinlegen für dne armen Hund nicht weniger qualvoll gewesen sein...

Das mal kurz dazu, das ist nämlich etwas das ich nicht verstehe.

Beitrag von sashto - 31.01.12 - 22:41 Uhr

wenn man keine ahnung hat dann einfach mal FR... halten :-[

sorry, aber dein geschreibsel ist anmaßend.

unser hund wurde nicht gequält, er war sehr krank, hatte keine heilungschancen und wurde eingeschläfert.

und DU willst mir sagen dass wir unseren armen hund gequält haben?

ich glaub dir stehen die zähne wohl etwas zu eng #contra #contra

Beitrag von janimausi - 31.01.12 - 23:31 Uhr

Wenn ein Hund so krank ist, das er solche Schmerzen hat dann sollte er so schnell es geht erlöst werden.
So wie ich es bei dir gelesen habe schien es ne Weile gedauert zu haben...

Und ist das dein normaler Umgangston das du gleich jedem eine rein hauen willst weil er etwas sagt oder sich über etwas wundert was dir nicht passt?

Sehr erwachsen...

Hoffentlich klärst du alle Dinge so in deinem Leben...

Viel Spaß noch weiterhin

Beitrag von windsbraut69 - 01.02.12 - 14:41 Uhr

???
Und wie lange hatte er solche Schmerzen, dass man ihn nicht anfassen konnte?

Beitrag von armemaus - 31.01.12 - 21:00 Uhr

Unser ältere Hund ist die Freundlichkeit in Person, allerdings würde ich weder für ihn noch für einen anderen Hund meine Hand ins Feuer legen.

Mein Sohn ist schon öfters über die Pfoten unseres Hundes geflogen und auf den Hund drauf, der Hund hat nie was gemacht. Ob er immer so toll reagiert kann niemand zu 100% sagen.

Jeder Hund kann zubeißen, genauso aber kann man vom Auto überfahren werden, den Baum runterfallen, usw. das Risiko gibt sich in meinen Augen also nicht viel.

ich bringe meinem Sohn einen respektvollen und vorsichtigen Umgang mit Hunden bei. Sie sind Lebewesen wie wir auch und kein Spielzeug.
Bei fremden Hunden hat er die Finger zu lassen, außer ich gebe meine Erlaubnis und stehe daneben.

Wenn sie schlafen oder fressen müssen sie in Ruhe gelassen werden. Gehe ich in den Keller, geht Sohnemann mit oder die Wohnzimmertür wird geschlossen, usw.

ich achte darauf die Hunde und meinen Sohn nie alleine zu lassen.

Beitrag von sashto - 31.01.12 - 22:44 Uhr

danke für deine antwort.

dass mit dem risiko stimmt natürlich!

ich weiß auch nicht, ich hab großen respekt vor großen hunden, deswegen käme wohl so einer für mich nicht in frage mit kind.

Beitrag von alkesh - 31.01.12 - 20:21 Uhr

Ich mach mir da mehr Sorgen das unser Berner den kleinen mal erdrücken könnte #schein

Große Rassen sind oftmals viel ruhiger, haben eine viel höhere Toleranz als kleinere Rassen, von daher würde ICH immer zu großen Hunden tendieren mit Kindern!

LG

Beitrag von shesgotballs - 31.01.12 - 21:24 Uhr

Hast du Angst, dass du im Straßenverkehr mal aus Versehen jemanden anfährst? Fährst du deswegen einen Kleinwagen damit es demjenigen nicht so weh tut?

Blödsinn, oder?!
Genauso ist das mit den großen und den kleinen Hunden auch - es ist genauso untragbar wenn ein kleiner Hund ein Kind beißt.

Deshalb muss der Hund richtig erzogen sein und gut sozialisiert sein, außerdem darf man Hund und Kind eben nicht sich selbst überlassen.
Unsere Hunde sind SEHR groß und ich könnte mir keine bessere Gefährten vorstellen, mit denen ein Kind aufwachsen kann.

Beitrag von risala - 01.02.12 - 09:48 Uhr

Hi,

ich bin mit einem Bernhardiner aufgewachsen - ich war 3, als wir ihn als Welpen bekamen. Til hatte eine Endgröße von 86cm Schulterhöhe und 75kg Gewicht. Er war eine klasse Hund und meine Freunde haben ihn geliebt.

Natürlich hätte er mich auch verteidigt, wenn man mich angegriffen hätte - meine Mutter hat er geschützt, als sie spät abends beim letzten Spaziergang von einem Mann überfallen wurde (Hund lief frei). Der Mann saß auf dem Boden und traute sich nicht sich zu bewegen, bis die Polizei da war (die von Anwohnern auf das Rufen meiner Mutter geholt wurde), weil Til fletschend vor ihm stand. Eine falsche Bewegung und er hätte gebissen.

Es ist auch völlig egal, ob ein großer oder kleiner Hund schnappt - jeder Biss an ungünstige Stellen kann furchtbare Folgen haben oder sogar tödlich sein. Das an der Größe des Hundes oder den Rassen festzumachen ist echt Schwachsinn.

Gruß
Kim

Beitrag von zookie - 01.02.12 - 12:31 Uhr

Hallo Kim!
MAl kurz eine kleine Offtopic-Frage:

Weil Du geschrieben hast, dass Du mit einem Bernhadiner aufgewachsen bist:... Wurdest Du von ihm ( oder einem anderen großen Hund) mal "aus Versehen" umgerannt? Wenn ja, fandest Du das irgendwie schlimm?

Ich weiss, die Frage muss doof klingen, aber aufgrund meiner Todesangst vor Hunden hatte ich als Kind keinen Kontakt zu irgendwelchen...

Und ich finde es aus meiner Sicht jetzt nicht soooo schlimm, wenn ein Kind mal umfällt, ABER ich habe da eben nicht viel Erfahrung, daher wollte ich Dich einfach kurz fragen... Freue mich über eine Antwort!
Danke!

Gruß,
Z.

Beitrag von risala - 01.02.12 - 14:15 Uhr

Hi,

ooooch... der hat mich beim Spielen auch als Teenie noch umgeworfen, wenn wir beide nicht aufgepasst haben. Seinen 75kg hatte ich nix entgegenzusetzen ;-). auch mein Vater (damals ca 90kg) hat sich auf den Hosenboden gesetzt, als Til, entgegen jeder Erziehung mal meinte ihn zur Begrüßung anspringen zu müssen.

Wir bekamen Til als er 6 Wochen alt war (das war 1975 noch üblich) und ich 3 1/4 Jahre alt. Umgerannt hat er mich als Kinder sicher mehr als einmal. Aber da ich mich nicht wirklich daran erinnern kann, kann es nicht schlimm gewesen sein. Auch meine Kindergarten- und Schulfreunde sind schonmal überschwänglich begrüsst worden, wenn meine Mutter nicht schnell genug war und ins Wanken geraten bzw. auf den Po gefallen. Angst hatte aber niemand. Im Gegenteil - sobald ich Besuch bekam, war erstmal Kuschelzeit mit Til angesagt - erst danach wurde gespielt (idR mit Bernhardiner mitten drin). Til "entschuldigte" sich dann immer mit einem freundlichen Nasenstuber.

Allerdings sollte solche Situationen die Ausnahme und wirklich ein Versehen des Hundes sein. Ansonsten sollte man als Hundehalter die Erziehung überdenken.

Oh mann... wie habe ich diesen Hund geliebt #verliebt Noch heute, bald 23 Jahre nach seinem Tod, vergleiche ich jeden Bernie mit ihm.

Liebe Grüße
Kim