Hallo,
ich weiß gar nicht, ob ich hier richtig bin, aber irgendwie verwirren einen diese Gefühle und ich würde gern mal eine objektive Meinung hören.
Ich hatte im März 2009 eine ELSS. Es wurde organerhaltend operiert und nach einem knappen Jahr Wartezeit war ich wieder schwanger und habe Anfang 2011 eine wunderbare Tochter bekommen. Die Zeit nach der OP war sehr schwer.
Nun erwische ich mich immer wieder, dass ich mich so gar nicht über andere Schwangerschaften freuen kann (außer im engeren Familienkreis). Mir fällt das Gratulieren schwer (manchmal melde ich mich auch gar nicht). Und in mir ist dann immer so eine Abneigung. Ich weiß gar nicht, wie ich das richtig beschreiben soll. Dabei ist das doch jetzt wirklich schon eine Weile her und eigentlich habe ich für mich auch das Gefühl, mit mir im Reinen zu sein und dieses Sternchen als Teil meines Lebens zu akzeptieren (vor allem eben weil ich ein wunderbares Kind habe). Aber sobald mir dann wieder jemand von seiner Schwangerschaft erzählt, kommen diese Gefühle. Ist das noch Trauer??? Manchmal kommt es mir wie Neid vor.
Ich weiß auch eigentlich gar nicht richtig, was ich jetzt von Euch möchte. Ratschläge? Tipps? Meinungen? Vielleicht wollte ich das auch einfach nur mal loswerden?!
Viele Grüße von lila.luise, die heute wieder von einer Schwangerschaft erfahren hat
Was ist das? - Immer noch Trauer?... Ich weiß es nicht
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Beitrag von lila.luise - 31.01.12 - 18:26 Uhr
Beitrag von misscoffin1 - 31.01.12 - 21:21 Uhr
hallo luise,
mir geht es ähnlich. im sommer 2009 hatte ich in der 13. ssw. eine fg, keine kinder.
im freundeskreis sind einige schwanger, auch mir fällt es schwer, mich darüber zu freuen. was nicht heißt, dass ich es ihnen nicht gönne.
ich denke, das ist normal. die eine frau wird mit der zeit eher damit umgehen können, die andere nicht...
Beitrag von jasfeanmi - 31.01.12 - 21:52 Uhr
Hallo!
Ich kann dir nicht sagen, was das bei dir ist und ich kann dir auch nicht sagen, was du dagegen tun kannst... Aber ich weiss genau, wie sich das anfühlt! Auch ich hatte meine FG 2009 und 2010 habe ich meine wunderschöne Tochter geboren. Ich war so glücklich über mein Pärchen und hatte ÜBERHAUPT keinen Grund auf irgendwen neidisch zu sein. War ich eigentlich auch nicht. Aber bei bestimmten Personen konnte ich es nicht haben, wenn sie schwanger waren. Ich hab es ihnen irgendwie nicht recht gegönnt... Geht mir bis heute so und dabei bin ich aktuell selber wieder schwanger. Ich bin auch noch Sympathie-Traurig für eine Freundin... bei der will es mit dem KiWu einfach nicht klappen.
Da müssen wir wohl durch... Schaffen wir auch! Nur immer dran denken, nicht ungerecht den anderen gegenüber zu werden!
Beitrag von cheryl. - 01.02.12 - 09:46 Uhr
Hallo!
Vielleicht hast du einen unterdrückten Kinderwunsch? Also willst noch ein Kind?
Beitrag von jorinde29 - 01.02.12 - 22:32 Uhr
Hi
Mir geht es genauso wie Dir. Auch ich schimpfe innerlich immer mit mir, wenn ich mal wieder schlechte Gedanken habe bezüglich anderer Schwangeren. Ich hatte in der 7. SSW eine Fehlgeburt, die ich an sich sehr gut weggesteckt habe. Ich sagte mir immer, dass dieses Kind wahrscheinlich nicht lebensfähig und schwer missgebildet gewesen wäre und es die Natur deshalb so eingerichtet hat. Allerdings ist mir nach dem errechneten Geburtstermin dennoch ein Stein vom Herzen gefallen, da ich nicht mehr dauernd daran denken musste, wie weit ich nun schon gewesen wäre.
Heute, zwei Jahre später habe ich eine kleine Tochter und weiß dieses Geschenk einfach unglaublich zu schätzen. Es ist für mich nicht selbstverständlich, ein Baby zu haben wie vielleicht für diejenigen Schwangeren, die nie eine Fehlgeburt erleiden mussten.
Und doch fällt es mir immer wieder auf, dass die allermeisten in meinem Bekanntenkreis leicht schwanger werden und auch problemlos bleiben. Ich fühle mich dabei immer total ausgegrenzt und als Sonderfall. Und das Thema Fehlgeburt begleitet mich dabei immer wieder und ich warte fast schon irgendwie darauf, dass es bei denen auch mal passiert. Und passiert bei denen (Gott sei Dank) nichts, werd ich innerlich sauer.
Ich meine das nicht so und will das wirklich auf gar keinen Fall. Ich schäme mich dafür und versuche immer, diese Gedanken so weit es geht zu verdängen. Denn diese Kinder sollen natürlich leben und die Eltern sollen natürlich glücklich sein.
Aber warum ist das so? Wieso begleiten mich diese Gedanken? Vor meiner Fehlgeburt wäre mir so etwas nie in den Sinn gekommen. Ich glaube nicht, dass es Trauer ist. Ich glaube eher, dass es der Wunsch ist, wieder auf einer Ebene mit den anderen zu stehen und Gleichgesinnte um sich herum zu haben.
Irgendwie schwingt doch mit einer oder meheren Fehlgeburten auch immer irgendwie die Einstellung mit, man würde nicht richtig funktionieren.
Leider passiert mit einer Fehlgeburt, jedenfalls empfinde ich das so, neben dem Verlust des Babys auch immer ein Verlust der Unbeschwertheit einer Schwangerschaft. Dort wo Freude sein sollte, ist auf einmal nur noch Angst, wo Hoffnung sein sollte, ist Hoffnungslosigkeit und da wo Vertrauen vorherrschen sollte, ist nur noch misstrauen, vor allem in sich selbst.
Das nagt an einem wie ich finde und daher fällt es einem bestimmt auch so schwer, so viele unbeschwerte Schwangere zu sehen. So ein Gefühl von Unbeschwertheit wird einem nie mehr vergönnt sein
Ich denke, wir müssen mit diesen Gedanken irgendwie leben lernen, aber uns nicht von ihnen beherrschen lassen. Gehe offensiv mit den Schwangeren um und nehme Anteil. Schotte Dich nicht ab. Das macht es nur noch schlimmer, denke ich.
LG
Beitrag von blumela6 - 01.02.12 - 23:46 Uhr
hallo!
mir ging es auch so,hatte 2009 eine fg 10ssw,meine freundin war zu dem zeitpunkt frisch schwanger,habe die tage und wochen von ihrer schwangerschaft mitgezählt,sie wußte es nicht,ich habe es ihr nicht gegönnt,nicht einen tag....

,wollte das garnicht,aber meine Gefühle konnten nicht anders...
,ich habe bis heute kein guten kontakt zu ihrem sohn.....

,obwohl der kleine dafür ja nichts kann..
lg
