Was soll ich nun glauben und vorallem machen?

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Beitrag von caidori - 01.02.12 - 11:36 Uhr

Hallo,

ich habe lange überlegt aber nun möchte ich gerne nochmal ein paar Meinungen dazu hören, evtl hilft mir das ja bei der Entscheidung weiter und evtl hat ja sogar jemand ein paar Tips was wir noch machen können bzw ob es überhaupt nötig ist.

Und zwar geht es um unseren Sohn (6 Jahre) er wurde im Sommer eingeschult, der Start war ziemlich mies aber jetzt läuft es.

Zu unserem Sohn, er war immer schon extrem hibbelig, stillsitzen oder konzentriert dabei bleiben geht/ging nur wenn ihn etwas wirklich interessiert (reiten zb), er ist oft sehr impulsiv und dann auch teilweise "unkontrolliert" (<- wirft dann zb Gegenstände in Wut o.ä.), er kann sich schwer an Regeln halten wodurch er oft aneckt und wodurch viele Probleme entstehen (er weiß das er das nicht darf, er weiß aber nicht warum er das in dem Moment gemacht hat, er tut es aber beim nächsten mal in der gleichen Situation wieder - völlig egal wie die Konsequenzen sind) usw.

In der Schule ist er oft unkonzentriert und "träumt" vor sich hin oder macht den "Pausenclown", wodurch er Leistungsmäßig natürlich schwächer wird bzw Fehler macht die nicht nötig wären.

Denn er kann es, das ist ja der Witz an der Sache, wenn er zu Hause nen normalen Tag hat sind die Aufgaben in ein paar Minuten erledigt, hat er nen schlechten Tag würde er da den ganzen Tag maulend drüber sitzen und nix fertig kriegen.

Wir wurden schon damals im KiGa angesprochen, waren also beim Kinderarzt, dort wurde so ein Test gemacht (Konzentration und IQ) der wohl sagte er sei unkonzentriert aber halt ein normaler Junge.

Prima, tja nu spricht mich halt die Lehrerin auf die selben Sachen an, also wieder Kinderarzt, Test, wieder gleiches Ergebnis. Und die Betonung die Lehrer hätten einfach keinen Nerv auf "wilde Jungs" und da müssten wir halt mit Leben das er eher ein wilder ist.
Diese Woche kam dann die Trainerin vom Psychomotorischen Turnen (bekam er weil er eben so wild ist, damit er sich "austoben" kann) und sprach mich an, ob wir schonmal beim Arzt waren.

Weil er eben nichtmal 5 min still stehen kann, er kann es wirklich nicht, haben wir schon oft gemerkt abends beim schlafen. Er ist immer irgendwie in Bewegung.

Klar wir leben damit, wir kennen die "Macken" umschiffen sie wo möglich und machen das beste draus, aber ich will nicht das er immer der Buhmann ist dem ein Stempel aufgedrückt wird, aber was machen? Wir waren bei der Erziehungsberatung - alles in Ordnung (hatten das Kind aber nie gesehen nur ich allein war da - überforderte Mutter, wir waren beim Psychologen - alles ok aber wir wären Schuld weil er abends Sandmann und Yakari schauen darf.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter, also alles ignorieren weil der KIA sagt hey ist doch alles ok, oder weiter schauen weil eben halt Schule und co Probleme haben?

Hilfe, vermutlich alles bissel durcheinander ich hoffe man wird schlau draus.

LG Caidori

Beitrag von 3erclan - 01.02.12 - 11:42 Uhr

Hallo

welcher Konzentrationstest wurde gemacht ???

Wenn dein Kind bei mehrern unabhängigen bEreichen auffällig ist würde ich mal beim KJP mich vorstellen.

Verlieren könnt ihr nichts.

lg

Beitrag von caidori - 01.02.12 - 12:30 Uhr

Hallo,

wie der heißt wurde garnicht gesagt, es waren schriftliche Aufgaben die er machen musste - verschiedene - dabei hat sie wohl etwas in der Tasche gewuselt und im Regal um zu schauen ob er sich ablenken lässt.
Zahlenreihen, Stifthaltung und Linien malen, Dinge merken, für mehr müsste ich nochmal beim Arzt anrufen.
Das Ergebnis war das er für sein Alter wohl IQ mäßig im oberen Bereich wäre, Klassentechnisch im mittleren Bereich.
Sie hat nur "bemängelt" das er eben sich nicht gerne an Regeln hält, weil er dort bei der Besprechung immer wieder in den Raum kam und draussen ziemlich laut war.

Meinst du wir waren nur an einen "schlechten" Psychologen geraten? Ich war damals von dem Gespräch eher entäuscht, aber dachte mir halt ok.

LG Caidori

Beitrag von 3erclan - 01.02.12 - 12:43 Uhr

Hallo

der Test war def. zu kurz !!!

Meine hatten jeweils ca 4-5 Termine um es zu testen.

Such dir einen guten KJP und lass ihn testen.

Da gehört ganz viel dazu:
-IQ test
-Konzentrationstest
-Ablenkbarkeitestest
-EEG
-EKG
-Labor mit Schilddrüse
-Fragebogen an euch Eltern
-Fragebogen an Schule
-Fragebogen an die Trainerin wo er auch auffällig ist

lg

Beitrag von caidori - 01.02.12 - 12:57 Uhr

Hallo,

ok das wurde glaube ich nicht alles gemacht, da der Test nur ca 15 min gedauert hat.

Sie sagte halt es gäbe keine wirkliche Diagnostik zu Ads/Adhs, und es wäre gerne eine Ausrede.

Klar verstehe ich, aber ich will doch nur das er gut durchs Leben kommt. Ich will ihn weder jetzt einfach so mit Medikamenten "ruhigstellen" noch das als Ausrede, sondern ich würde gerne sicher sein warum er sich so verhält.

Es selber weiß es nicht, kann es aber auch meistens garnicht wirklich steuern, er ist einfach so. (das meinte auch die Lehrerin und die Trainerin- das Verhalten ist nicht komplett gesteuert manches ist einfach impulsiv, teilweise würde er aber auch bewusst stören)

Wenn es heißt hey er ist kerngesund, alles ok er ist einfach wild auch gut. Aber dann muss ich halt versuchen es hinzukriegen das er besser durchs Leben kommt, nur wie?

LG Caidori

Beitrag von boni11 - 01.02.12 - 13:31 Uhr

Was ist denn das für eine Aussage von einer Psychologin ?

Ich habe die Erfahrung zwar auch schon gemacht bei anderen Eltern, die dann meinten, das wäre ne "Mode", aber wer so ein Kind hat, sucht sich das nicht aus. Und ne Ausrede ist es sicher nicht.

Da gibt es schon eindeutige Tests. Bei unserem wurde gesagt, dass quasi der "Input-IQ" und das, was er mit der Info macht, also der "Output-IQ" gemessen wird. Bei unserem war der Input auf Gymnasialniveau und der Output auf Hauptschulniveau und genau diese Diskrepanz ist ein sicheres Zeichen für AD(H)S.

Hol dir da auf jeden Fall ne zweite Meinung!

Boni

Beitrag von sashto - 01.02.12 - 11:45 Uhr

hört sich ja irgendwie nach ads/adhs an?

wurde er diesbezüglich mal getestet?

ich würde ihn in einer größeren klinik komplett durchchecken lassen, normal scheint sein verhalten ja nicht zu sein wenn euch alle ansprechen die mit ihm zu tun haben.

Beitrag von caidori - 01.02.12 - 12:35 Uhr

Es wurden nur diese Konzentrations-/IQ-Tests gemacht, und demnach wäre er halt einfach nur ein normaler Junge.

Ich weiß aber auch nicht wie aussagekräftig das ist, schließlich ist das ja "nur" ein ca 15 min schriftlicher Test, so ganz genau kenne ich mich da mit Diagnostik und co auch nicht aus, zumal die Ärztin sagte es gäbe eh keine wirkliche Diagnostik für ADS/ADHS.

Im SPZ hier sagten sie halt ich bräuchte eine Überweisung vom KIA, aber wenn für den alles normal ist bekomme ich die wohl eher nicht befürchte ich.

Ich will ja auch nicht das mein Kind irgendwie "krank" ist oder so, ich will ihm einfach helfen das er gut durchs Leben kommt.

Und sich nicht selber so im Weg steht, das ist nämlich oft mein Gefühl.

LG

Beitrag von pinguin011 - 01.02.12 - 11:50 Uhr

Wurde die Schilddrüse schon mal untersucht?????

Beitrag von caidori - 01.02.12 - 12:30 Uhr

Nein bisher noch nicht.

LG

Beitrag von pinguin011 - 01.02.12 - 14:32 Uhr

Wäre vielleicht eine Massnahme!!! ;-) Kleiner Tipp!!!

Beitrag von jazzbassist - 01.02.12 - 12:30 Uhr

Also das mit dem "abends fernsehen" würde ich mir bei einem unkonzentrierten/hibbeligen 6-Jährigen wirklich noch mal überlegen. Wie wäre es mit dem Kompromiss, die Sendungen einfach Abends aufzuzeichnen und ihm diese dann am nächsten Tag Nachmittags zu zeigen, wenn er das gerne sieht? Irgendwann nach den Hausaufgaben und noch ganz ganz weit vom schlafengehen entfernt? Denn, ihren Sohn da abends (oder früh morgens) mit bunten, flimmernden Bildern zu konfrontieren, wird ihrem Sohn dort bei seiner Konzentration alles andere als helfen.

Was ich auf jeden Fall machen würde, wären, tägliche Konzentrationsübungen mit ihrem Sohn veranstalten. Memory spielen, Jenga spielen oder ihn mal ein Mandala ausmalen lassen ... versuchen, ihn für ein Musikinstrument zu begeistern. Klavier, Schlagzeug ... irgendetwas, wo beide Hände im unterschiedlichen Rythmus bewegt werden müssen. Bauen Sie ihm in Wohnzimmer mal einen Hindernissparkour auf etc. Sie finden in einer Buchhandlung Bücher über Entspannungstechniken / Yoga für Kinder. Es gibt ganz ganz viele Konzentrationsübungen für Kinder, die für Kinder einfach nur ganz normales Spielen und Spass haben sind. Machen Sie sich das zu nutze.

Dann würde ich mir mal ganz genau den Tagesablauf ihres Sohnes angucken. Finden Sie irgendeine Möglichkeit, dass sich Ihr Sohn morgens - vor der Schule - schon mal so richtig austoben kann. Stehen sie früher auf, gehen mit ihm auf einen Spielplatz ... jagen ihn einfach mal ein bisschen durch das Wohnzimmer ... lassen sie ihm in Garten turnen etc. Finden Sie auch Tagsüber - nach der Schule - sportliche Aktivitäten, wo sich ihr Sohn so richtig austoben kann. Sei es ein Fussball-Verein, ein Kampfsportkurs, vielelicht ein Schwimmverein ... irgendwas mit ganz ganz viel Bewegung. Informieren Sie mich mal ein bisschen über Ernährung ... man muss da nicht zu einem "Mein Kind darf nichts süßes essen"-Spinner mutieren, aber, es gibt da so ein paar Sachen, die Ihr Sohn - gerade ab dem späten Nachmittag - vielleicht doch nicht mehr essen sollte, weil ihm das - für den Abend - noch unnötig Energie gibt und unruhig macht (ähnlich der Fernsehbilder am Abend). Diese Unruhe nehmen Kinder dann mit ins Bett und schlafen unruhig, mit der Folge, dass die am nächsten Tag noch unkonzentrierter sind, als sie ohnehin schon wären.

Versuchen Sie im regelmäßigen Kontakt mit der Klassenlehrerin zu bleiben. Wird es schlimmer ... bleibt es gleich intensiv ... wird es besser? Wissen Sie, wann es - für Ihren Sohn - in der Schule am schlimmsten wird? Ist das auf Uhrzeiten bezogen (direkt zu Schulbeginn, erst gegen ende der Schule), ist es vielleicht auf bestimmte Fächer bezogen? Wie groß sind die Schule in der Probleme wirklich? Also sprechen wir von Problemen, dass sich die Lehrerin nur weniger Arbeit mit ihrem Sohn wünscht; sprechen wir von "Es ist so schlimm, dass er auch immer wieder seine Mitschüler stört"?; sprechen wir von "Naja, weil er so unkonzentriert war, hat er jetzt den Strich schief gezeichnet, darum gab es keine 1 mehr sondern nur noch eine 2"?

Wie geht es Ihrem Sohn bei dem ganzen Thema eigentlich? Hat er genügend Freunde in seiner Klasse ... oder ... ist er dort schon eher in einer Außenseiterrolle geraten? Ist ihm das mit den Leistungen egal, oder, nimmt er sich das dann ganz traurig zu Herzen? Meint er, dass seine Klassenlehrerin ihn noch lieb hat (also kann die Kassenlehrerin das halbwegs professionell Trennen und gibt das nicht an ihrem Sohn weiter?)? Wie beurteilt die Klassenlehrerin ihn leistungstechnisch? Also unter der Annahme, dass Ihr Sohn jetzt die nächsten 4 Jahre so bleibt, wie er momentan ist: Sprechen wir dann eher noch vom Gymnasium; sprechen wir dann von einer Realschule ... wovon würden wir da sprechen? Was wünschen Sie sich als Mutter - bei diesem Thema - momentan am meisten? Das Sie dort irgendeine medizinische/psychologische Begründung/Erklärung für dieses Verhalten finden, um sich damit rechtfertigen/erklären zu können? Das man ihren Sohn einfach so akzeptiert, wie er ist und dort etwas mehr Verständnis aufbringt? Ich meine, das dass nichts ist, was ihr Sohn absichtlich/bewusst/kontrolliert macht, wissen Sie ja schon.

Beitrag von 3erclan - 01.02.12 - 12:39 Uhr

Hallo

gehst du vor der Schule mit Kind auf den Spielplatz ???

Meine Kinder können soviel getobt haben haben aber trotzdem extreme Konzentrationsprobleme.

lg

Beitrag von jazzbassist - 01.02.12 - 16:43 Uhr

>gehst du vor der Schule mit Kind auf den Spielplatz ???

Wenn ich ein extrem aufgedrehtes Kind hätte, würde ich es einfach mal ein versuchen und mich überraschen lassen, wie sich das entwickelt. Ich meine, wir reden davon, dass man dann im schlimmsten Fall mal 1-2 Wochen lang morgens 30-60 Minuten eher aufsteht und mit seinem eigenen Kind auf einen Spielplatz (oder den Garten oder sonst wo hin) geht. Dieser Preis wären es mir persönlich durchaus wert, um einfach mal herauszufinden, ob es ein wenig Linderung für diese "Hibbeligkeit/Aufgedrehtheit" bedeuten könnte.

Beitrag von caidori - 01.02.12 - 12:51 Uhr

Hallo,

ich versuche mal alles zu beantworten, sogut es geht.

Fangen wir mit dem letzten Absatz an, was ich mir wünsche ist das er gut durchs Leben kommt und seinen Weg geht. Das er nicht von anderen ausgegrenzt wird wie es teilweise jetzt ist und das er wirkliche Freunde findet, denn er hat zz keine Freunde.
Er hatte zwei Jungs mit denen er im Kindergarten oft spielte, sie gehen in eine Klasse und wir dachten es sei gut das sie sich schon kennen.

Tja es kam genau anders, unser Sohn bekam nach 1 Woche Schule eine blutige Nase gehauen von einem der beiden, während ein 3. Klässler ihn festhielt, zwei Wochen später hielten ihn 2 Große fest und die beiden "Freunde" und noch ein anderer Junge traten auf ihn ein (das wurde beobachtet und unterbrochen), somit ein schlechter Start.

Unser Sohn ist aber was sowas angeht eine "Frohnatur", die beiden entschuldigten sich und damit ist das Thema für unseren vom Tisch. Er kennt es nicht nachtragend zu sein.

Schulisch hieß es am Elternsprechtag das er mit den Leistungen die Eingansphase (1.+2.Klasse) nicht in 2 Jahren durchlaufen wird, weil er das Leistungsmäßig nicht schaffen würde wenn er ständig "träumt" oder rumhampelt. Das wäre nicht mehr aufholbar zuhause - lt Ärztin wäre diese Aussage aber Quatsch weil noch nicht absehbar.

Für uns ein Zwiespalt, wem soll man da Glauben schenken? Aber das schockiert wenn man sowas hört.

Er ist täglich draussen, damit er "erträglich" bleibt, zum Glück wohnen wir mitten im Wald, da kann er toben bis er müde ist.

Sport macht er 1x Psychomotorisches Turnen, 1x schwimmen und 1x reiten in der Woche, wobei Reiten das einzige ist wo er wirklich "ruhig" ist, er entspannt dabei völlig kann abschalten.

Das Fernsehen haben wir nach dem Psychologen Besuch damals (ist schon über 1 Jahr her) eingeschränkt und auch geändert, er darf jetzt Nachmittags seine zwei Sendungen schauen wenn die Hausaufgaben fertig sind, danach geht es erstmal raus.

Bei Spielen ist es so, wenn er sie gerne spielt zb Memory, Stapelmännchen dann kann er das stundenlang und mit voller Hingabe. Aber auch nur dann, wenn etwas "keinen Spass" macht ist es kaum möglich ihn dazu zu motivieren oder ihn dabei zu halten.

Das merkt halt auch die Trainerin im Turnen, weshalb sie uns halt jetzt ansprach.
Denn sie macht auch immer so kurze Einheiten wo die Kinder halt entspannen sollen, nicht dran zu denken irgendwas zappelt immer.

Ach es ist alles verzwickt, wir kommen ja damit klar,s icher teilweise anstrengend aber es geht. Und in der Familie weiß halt jeder wie er ist und somit kann man halt planen, aber das geht halt nicht überall.

Ich möchte nur das er glücklich ist und das er nicht immer abgestempelt wird.
LG Caidori

Beitrag von boni11 - 01.02.12 - 13:40 Uhr

Hey, jetzt muss ich mich nochmal melden!

Ich finde, du machst das alles super! Ich hab nen Riesenrespekt vor dem, was ihr alles mit ihm macht und was ihr euch schon alles anhören musstet und ich finde es so unverschämt, dir zu unterstellen, du wolltest ne Diagnose als Entschuldigung!

Seit unserer Diagnose hat sich nur geändert, dass wir- vor allem ich- in den echt heftigen Phasen begriffen haben, dass jede Dikussion, jedes Wort zuviel ist. Man kann es nur abwarten, bis es vorbei ist.

Aber ich kann mir dann sagen: Es ist nicht mein Kind, das mir Böses will, das mich ärgern will. Es ist etwas anderes! Und das hilft mir, ihn einfach so zu nehmen und so zu lieben.

Lass dir nichts einreden! Ihr macht das super! Lass ihn auf ADHS testen mit den ganzen Tests, die dafür erforderlich sind und dann könnt ihr das angehen!

Ich wünsch dir ganz viel Kraft!

Boni

Beitrag von caidori - 01.02.12 - 16:40 Uhr

Hallo,

danke, man teilweise ist das alles schon käse, ich werde morgen früh mal die Kinderpsychologen abtelefonieren und auch das SPZ nochmal anrufen.

Mit der Lehrerin haben wir ansich ein gutes Verhältnis, sie hat halt auch angeboten das sie dem Arzt gegenüber Privat auch Auskunft gibt, wenn wir das möchten.

LG Caidori

Beitrag von jazzbassist - 01.02.12 - 16:42 Uhr

Hmm ... das ließt sich alles ganz schön verzwickt und blöd für ihren Kleinen. Hatte ich jetzt so - aus ihrem ersten Beitrag - gar nicht rausgelesen und hätte vermutet, dass ihre Antwort eher in eine andere Richtung schwenken würde. Aber die Klassensituation hat sich jetzt - nach diesem schlechten Start - verbessert, oder, wird Ihr Sohn jetzt nur noch dort malträtiert, wo das keine Lehrer mehr sehen und einschreiten können? Ich bin hier immer wieder schockiert, lesen zu müssen, was selbst Erstklässler schon alles in der Schule durchmachen müssen. War denn das im Kindergarten auch schon so, dass er nie richtige Freunde hatte, oder, kam das jetzt erst mit der Einschlung? Also die Gründe, dass er da in die Schussbahn geraten ist, sind jetzt schon dieses "Klassenclown"-Spielen und rumzappeln etc., oder? Ich hoffe, dass Sie und Ihr Sohn da niemals nimmer aufgeben werden, Freunde für ihn zu finden und da ganz ganz schnell Erfolg haben.

Die Frage, wem man da glauben schenken soll ... finde ich schwierig. Haben Sie bei der Lehrerin denn eher den Eindruck, dass die Ihnen helfen möchte, oder eher, dass die dann froh wäre, wenn ihr Sohn dann die erste oder zweite Klasse wiederholen wird und sie ihn dann endlich vom Hals hat? Ich würde jetzt nämlich auch eher der Ärztin zustimmen und sagen, dass diese Aussage Quatsch ist und man das noch nicht absehen kann ... kommt ja darauf an, wie schnell so die generelle Auffassungsgabe eines Kindes ist. Wie ist denn so Ihr Eindruck, wenn Sie mit ihrem Sohn Hausaufgaben machen? Also haben Sie da eher den Eindruck, dass er - trotz dieser Träumerei - noch auf dem gleichen Stand wie seine Klassenkameraden ist? Oder laufen die Hausaufgaben noch - wenn er da mal konzentriert dransitzt - eher mühelos, weil er schon noch gut im Unterricht mitkommt?

Interessant finde ich die Sache mit dem Reiten und das das hilft, ihn zur Entspannung zu bringen. Weil das eigentlich in eine völlig andere Richtung geht... . Wie oft waren Sie denn bei dem Psychologen? Und waren Sie mit ihm - neben der Kinderärztin - auch schon mal woanders vorstellig mit ihrem Sohn? Also was mir gerade unklar ist ... ich frag jetzt einfach mal (als Mensch, der für einen Pharmakonzern arbeitet) ganz direkt: Wenn man ihren Sohn medikamentös einstellen würde, dass er im Alltag ruhiger wäre und sich dadurch auch besser konzentrieren könnte: Welche Probleme würde das lösen, außer, dass die Lehrerin dann nicht mehr meinen würde, dass Ihr Sohn die Schule nicht schafft und ihn da bereits als "Problemkind" abgestempelt hat?

Das mit dem "ich möchte nicht, dass er immer abgestempelt wird" lässt sich - so befürchte ich - leider nicht vermeiden. So ist das halt mit Kindern, die sich nicht nach der Norm verhalten. Und gerade, wenn ein Kind da etwas unruhiger/wilder/unkonzentrierter o.ä. ist, werden Sie da immer wieder an Menschen geraten, die dort einen Stempel draufdrücken wollen und werden. Was bei einem Erstklässler m.E. zu tiefst bedenklich ist ... aber es ist m.E. am hilfreichsten, wenn man als Elternteil selbst weiß und sicher sagen kann, was überhaupt Sache ist, so dass Sie da dann nicht bei jedem neuen Menschen im Leben Ihres Sohnes wieder durch so eine unsichere Hölle auf mögliche Ursachenforschung wandern müssen (was garantiert mit jedem neuen Lehrer von vorne losgehen wird). Was ist denn Ihre ganz eigene Vermutung, was da mit ihrem Sohn los ist? Also wenn wir ihrem Sohn einen Stempel geben müssten ... welcher wäre das?

Beitrag von caidori - 01.02.12 - 21:01 Uhr

Hallo,

ja es ist schon alles verzwickt, warum das beim Schulstart so ausgeartet ist weiß keiner und kann sich irgendwie auch keiner erklären, denn 6 Wochen vorher im Kindergarten waren sie noch "Freunde".
Das er schlecht Anschluss jetzt findet liegt denke ich mal zum einen an seiner "bollerigen" Art, er macht Quatsch und hibbelt rum, teilweise bollert er aber so das er auch mal ein Kind erwischt.

Und er versteht halt nicht das, auch wenn er sich entschuldigt, es nicht bei allen Kindern dann wieder gut ist.
Und er hängt total an den beiden Jungs aus dem Kindergarten, trotz allem was vorgefallen ist und trotz dessen das sie ihn gern auflaufen lassen und ihn auch animieren (macht auch Spass weil er zieht ja mit) und darüber Neukontakte vergisst.

Ach alles blöd teilweise, ich glaube einerseits will die Lehrerin helfen (seis drum ob mir oder ihr selber oder unserem Sohn) andererseits stört sein Verhalten ja auch den Unterricht und das ist auch nicht so schön.

Leistungsmäßig sehe ich das er - bei guten/normalen Tagen - ohne jegliche Probleme seine Aufgaben flott erledigt, bei schlechten Tagen klappt nix - nichtmal Dinge die er kann.

Er ist dann vor lauter Zappelei/Hampelei/Unkonzentriertheit so durch den Wind das er nichtmal 1 min sitzen bleiben kann um zuzuhören. Und er kann dann auch nichts merken, sprich man sagt ihm was und er motzt und schreit und tobt durch die Gegend. Warum? KA aber es geht einfach nicht, das macht ihn selbst noch wütender und verzweifelter und man steht daneben und weiß nicht was man machen soll. Weil einerseits will man ihn trösten, andererseits könnte man ihn zum Mond schießen weil dem ganzen ellenlange schreiereien und motzenreien vorangegangen sind, sodass wir selber teilweise schon fertig sind und das ist nicht schön.
Fragt man ihn warum das passiert weiß er es nicht.

Das reiten hat er mit nicht ganz 3 Jahren begonnen, als "Ponyreiten" aufm blanken Rücken geführt und es tut ihm gut, er geht darin auf.

Was ihm noch gut tat war seine Katze, leider ist sie vor ca 8 Wochen verschwunden (war Freigängerin), das hat ihn aus der Bahn geworfen und seit dem ist schlafen kam möglich.

Leider ist zz keine Möglichkeit da nach einer neuen Katze für ihn zu schauen, also versuchen wir halt das Schlafen anderweitig hinzukriegen.

Naja ich werde mich morgen mal ans Telefon schwingen und schauen das wir einen Termin bei einem Kinderpsychologen bekommen.

LG Caidori

Beitrag von boni11 - 01.02.12 - 13:26 Uhr

Hallo du, ich drück dich erstmal #liebdrueck Also wenn ich das so lese, hört sich das so ähnlich an wie bei meinem mittleren Sohn.

Wir waren mit ihm bei einer Psychotherapeutin und sie hat (nach mehreren Tests - Blut, EEG, EKG, IQ) ADHS diagnostiziert.

Ich war dann erstmal froh, dass das "Kind" einen Namen hat. Er geht ca. alle 6 Wochen bei ihr in eine Gruppentherapie und wir hatten auch schon mehrere hilfreiche Gespräche mit ihr. Da es bei unserem Sohn "zum Glück" fast auf daheim beschränkt ist, dass er so austickt (hatten wir gerade eben auch beim Essen- ohne Grund und er kommt aus der Nummer nimmer raus. Da hilft nur abwarten und nach ner Viertel Stunde ist er wieder "normal") und in der Schule gut mitkommt, nehmen wir grad nur Omega3-Fettsäuren.

Wir werden jetzt dann noch mit Ergo anfangen, da seine Schrift unter aller Sau ist.

Er spielt Fussball und ist darin auch ziemlich gut, da kann er sich auch austoben.

Also für mich hört sich das sehr nach ADHS an und ich kann nicht verstehen, dass da keiner weiter danach schaut. Meine beiden großen Söhne schauen viel zu viel fern und garantiert nicht Yakari und Sandmann! Wenn das der Grund für sein Verhalten sein soll, dann müssten 99 % der Kinder so und noch viel "schlimmer" sein.

Ich hoffe für dich, dass du jemanden findest, der das ernst nimmt und dich begleitet. Omega3Fettsäuren kannst du allerdings ja einfach mal ausprobieren, schaden können die auf keinen Fall.

Liebe Grüße

Boni

Beitrag von caidori - 01.02.12 - 16:50 Uhr

Hallo,

ja manchmal will man einfach nur einen Weg finden damit es besser wird.

In der Schule ist es wohl so das er ein guter Schüler ist, solange sie hinter ihm steht und bissel die Hand drüber hält, aber das ist ja nicht realistisch er ist ja nicht allein in der Klasse. Ansonsten lässt er sich leicht ablenken oder zappelt halt Faxen machend rum - beides eher Käse.

Zuhause ist es abhängig von der Tagesform, heute eher total katastrophe. Aber er macht das garnichtmal bewusst, er war fix und fertig weil er sich nicht konzentrieren konnte und das nicht klappte (lesen).

Waren jetzt erstmal draussen, damit er runter kommen kann.

Ich werde morgen nochmal rumtelefonieren, auf das es diesmal klappt :)

LG und Danke #blume

Caidori

Beitrag von manavgat - 01.02.12 - 15:07 Uhr

Der Kinderarzt scheint überfordert zu sein.

mach einen Termin in einem SPZ und/oder mit der Schulpychologin (örtliches Schulamt).

Gruß

Manavgat

Beitrag von caidori - 01.02.12 - 16:37 Uhr

Hallo,

kann man denn einfach so zum SPZ? Am Telefon sagten die mir der Kinderarzt müsste ein Rezept ausstellen.

LG Caidori

Beitrag von manavgat - 01.02.12 - 16:55 Uhr

dann wechsel vorher den Kinderarzt, wenn er sich weigert.

Ich würde an Deiner Stelle einfach eine Überweisung (glaube kein Rezept?) verlangen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von mimi1410 - 01.02.12 - 15:14 Uhr

Hi,

ich hab mir hier die Antworten nicht alle durchgelesen ... ich würd an deienr Stelle ein SPZ (Sozialpädiatrisches Zentrum) aufsuchen und dort deinen Fall schildern, dort wird dein Kind auf "Herz und Nieren" geprüft.

Gib der Lehrkraft feedback, sag ihr, dass ihr dran seid, frag nach Konzentrationsübungen etcpp

LG Mimi