Hallo !
Ich brauche bitte Tipps und Meinungen von Euch.
Im Februar 2011 kam unsere Tochter 2,5 Wochen vor dem Termin in einer rasanten Hoppla-Geburt zu uns.
An sich war es ein Traum:
00.30h platzt die Fruchtblase - 01.30h beginnen die Wehen - 02.30h klingel ich mit Pressgefühl an der Kreißsaaltür - 04.40h ist die Maus da !
Ich hatte anfänglich viele Wochen damit zu kämpfen. Es ging alles so schnell. Ich war überrumpelt und konnte nicht glauben was in dieser besagten Nacht passiert ist. Von der Geburt weiß ich daher auch leider nicht mehr soviel. Ich habe etliche Gedächtnislücken.
Wie kann ich das aufarbeiten ?
Ich habe mir schon die Geburtsakte aus dem KH besorgt, aber die ist nur 1 Seite lang und gibt mir nicht viel Aufschluss.
Ich hoffe ihr versteht was ich meine.
Hätte nie gedacht, dass man auch eine schnelle, komplikationslose Geburt verarbeiten muss. Meine Hebamme meinte damals das wäre gar nicht so selten - konnte mir aber auch nicht wirklich helfen.
DANKE
Habe noch an der Geburt zu knabbern
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Beitrag von cucina3 - 01.02.12 - 13:32 Uhr
Beitrag von love16072005 - 01.02.12 - 13:45 Uhr
Hallo!
ich knn leider nicht genau auf deine Situation eingehen, da es bei mir anders war, aber ich hatte auch an der Geburt zu knabbern.
Ich bin weit über ET gegangen, habe dann mit einem Rizinus-Cocktail nachgeholfen, lag ewig in den Wehen, brauchte eine PDA, weil ich nicht mehr konnt, hatte einen Geburtsstillstand, daraufhin eine Saugglockengeburt. Alles war nach der Geburt verschoben, konnte kein Wasser lassen und wurde katheterisiert, hatte unheimlich viel mit mir selber zu tun und kaum einen Kopf für mein Baby...
Insgesamt habe ich 4 Monate gehadert, aber habe dann die entbindende Hebamme aus dem Krankenhaus angesprochen und mich mit Geburtsbericht und ihr im Kreißsaal getroffen. Wir sind die Geburt durchgegangen am Ort des Geschehens, ich hab emeine Selbstvorwürfe und Sorgen erzählen können und konnte dann endlich meinen Frieden damit schließen.....
Vielleicht holft es dir auch, dorthin zurückzukehren und mal dein Erleben mit der von außen abzugleichen.....
Wie gesagt, eine ganz andere Geburt, aber so habe ich mir helfen können....
Ich hoffe, du kriegst noch viel Antworten und kannst bald für dich abschließen.... 
Liebe Grüße und alles Gute
Love
Beitrag von cucina3 - 01.02.12 - 13:59 Uhr
DANKE für Deine Antwort und alles Liebe für Euch
Beitrag von nina-laura - 01.02.12 - 14:00 Uhr
Hallo
bei mir ging es sogar noch ein wenig schneller als bei dir, fast 3 Wochen zu früh und ich kann mich an fast nichts mehr erinnern.
Ich habe mich dann nach ein paar Wochen lange über die Geburt mit meinem Mann unterhalten und mir dann die Akte aus dem KH besorgt. Dank der Akte sind dann noch ein paar Augenblicke dazu gekommen.
Kann es sein das du nicht deine Akte bekommen hast, sondern nur den Entlassungsbrief. Ich bin ins KH gefahren habe die Akte in die Hand bekommen, gezeigt bekommen wo der Kopierer steht, habe dann selbst kopieren dürfen und anschließend die Kopien bezahlt.
Das erste an was ich mich wirklich gut erinnern kann ist, dass mein Mann neben mir lag, der Kleine auf meinem Bauch und die Sonne aufgegangen ist, alles andere ist wie verschwommen bzw als ob ich nicht wirklich dabei war.
LG
Nina mit Rafael ( 9,5 Monate)
Beitrag von cucina3 - 01.02.12 - 14:10 Uhr
Ich habe die Akte bekommen (inkl. CTG und aller anderer Daten). Das war schon korrekt. Aber der eigentliche Geburtsvorgang ist eben nur 1 Seite lang, weil ja alles so schnell ging.
Ich weiß nur noch, dass ich ständig auf die Uhr geschaut habe und sagte "das geht mir jetzt alles zu schnell irgendwie". Die Kliniktasche hab ich noch zwischen den Wehenpausen zuhause fertig gepackt und ich bin doch davon ausgegangen, dass man mich eh wieder nach Hause schickt weil ich mich "so anstelle". Ha ha.
Als ich im Kreißsaal ankam, ergab die Untersuchung dass der MuMu vollständig geöffnet war.
Ich habe keinen Schimmer was zwischen Ankunft im Kreißsaal und Schlupf passiert ist...
Das find ich sooo traurig.
Selbst der Augenblick als man mir die Kleine auf den Bauch legte, ist mir nur ganz verschwommen im Gedächtnis.
Ich kann Deine Gefühle nachempfinden und wünsche Dir und dem Kleinen ALLES GUTE
Beitrag von nina-laura - 01.02.12 - 14:33 Uhr
bei mir besteht der Bericht aus fast 4 Seiten, die Hebi hat immer die Uhrzeit und was war aufgeschrieben, sah dann ungefähr so aus
2:15Uhr - Ankunft, Gespräch und Beginn CTG
2:25Uhr - MuMu 6cm
2:30Uhr - Übergabe an Fr. Dr.... zur Untersuchung
und so ging es bis 7Uhr weiter als ich auf die Wochenstation kam. Meine Tasche hatte ich schon fertig, bis auf den Fotoapparat. Bin eigentlich auch nur ins KH um nachsehen zu lassen ob es Fruchtwasser ist was ich verliere.
Achso geboren ist unser Kleiner um 4:17Uhr und ich glaube im April geht die Sonne so gegen 6Uhr auf.
Ich wünsche dir auch alles gute.
Beitrag von belala - 01.02.12 - 20:02 Uhr
Hallo cucina,
mein 2.Kind wurde innerhalb 6h nach nur 24+3 Ssw geboren. Unfertig und winzig.
Danach lag ich selbst auf der Intensivstation wegen einer Lungenembolie. Ich hatte Angst zu sterben und ich hatte Angst, das mein Kind ohne mich stirbt. Der Gedanke quälte mich am meisten.
Insgesamt waren wir 5 Monate im KH. Mir fehlten mehr als eine Jahreszeit, aber auch 5 wichtige Entwicklungsmonate meines 1. Kindes ( das damals knapp 2 Jahre war).
Das war alles sehr schmerzvoll und erst 1 Jahr nach der Geburt habe ich begonnen alles auszuschreiben. Gleichzeitig forderte ich meine Krankenakte an. Im Sekretariat durfte ich Akteneinsicht haben und mir Kopien anfertigen.
So konnte ich Lücken füllen.
Ich wünsche dir alles Gute.
belala
Beitrag von frische - 02.02.12 - 10:50 Uhr
Ist es nicht normal, dass uns so ein einschneidendes Erlebnis wie eine Geburt noch länger beschäftigt? Die Geburt meiner Tochter war nicht so schnell wie Deine, dennoch war sie recht fix, völlig unerwartet 10 Tage vor ET und komplikationslos. Ich hatte auch keinerlei Geburtsverletzungen und trotzdem hat es mich monatelang beschäftigt, weil ich solche Naturgewalten, Schmerzen und so einen Ausnahmezustand noch nie erlebt hatte. Ich habe über das was ich noch wusste viel mit anderen Müttern geredet und mich ausgetauscht. Ich habe mit meinem Mann oft über das gesprochen, was ich nicht mehr wusste. Und irgendwann war es gut. Und ich bin sehr dankbar!
Alles Liebe,
Christina
Beitrag von treesa - 03.02.12 - 09:17 Uhr
Ich muss gestehen, dass ich an meiner 2. Geburt auch seeehr lange zu knabbern hatte, dabei war sie eigentlich total schön.. ich habe sie mir nur anders vorgerstellt,.. ich hatte insgesamt 18 Stunden Wehen und meine Tochter kam dann ganz spontan ohne Verletzungen auf die Welt.. es ist nichts dramatisches passiert.. dennoch kann ich mich nun auch nur dank des Geburtsberichtes den ich schrieb, an einige Dinge erinnern.. ich habe keine Ahnung wann ich genau im KH war und was passierte bis die "Geburt begann"..
Ich würde mal die Hebi anrufen die die Nachsorge gemacht hat und mit ihr Quatschen.. vllt hilft das ja schon.. mir wars sehr wichtig viel darüber zu sprechen und auf einmal konnte ich mich damit anfreunden..
