Hi,
ich habe hier schon viel gelesen - nun habe ich selbst das Problem, dass ich ungewollt schwanger wurde - mein Mann ist sterilisiert - doch er hatte wohl noch aktive Spermien - und wir haben schon 3 Kids. Das vierte hier schaffe ich aus gesundheitlichen Gründen nicht - der Frauenarzt rät zum medizinischen angeratenem Abbruch - er meint, ich würde dieses Mal die Komplikationen nicht überleben. Ich habe noch nie über sowas nachgedacht - und habe nun nur noch Angst - am meisten vor der Narkose - dass ich nicht mehr auffwache...drum möchte ich es unter örtlicher Betäubung machen - wie sind Eure Erfahrungen, falls ihr welche habt? Ich bin übrigens in der 7 SSW.
Kann mir jemand ein wenig der Angst nehmen?
Danke - mein Beratungsgespräch habe ich schon hinter mir - jetzt muss ich noch den Arzttermin ausmachen - doch ich traue mich echt nicht. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich verliere das Kind sowieso, da ich immer Unterleibschmerzen habe...
Medizinischer Abbruch - ich habe solche Ängste
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Beitrag von klara2011 - 02.02.12 - 15:20 Uhr
Beitrag von carrie23 - 02.02.12 - 15:50 Uhr
Ich hatte, aufgrund eines Missed Abort, 2006 in der 12. Woche einen Abbruch unter Vollnarkose-hatte ne scheiß Angst davor aber hat nur 10 Minuten gedauert.
Die Ärztin sagte, wenn sie es unter Teilnarkose macht dann mit Kreuzstich wie bei ner Sectio ( hatte drei Sectiogeburten ).
Die Unterleibsschmerzen könnten die Mutterbänder sein, zögere es nicht zu weit hinaus.
DU gehst vor denn deine drei Kinder brauchen dich auch.
Ich würde nie abtreiben wollen, aber gings um mein Leben würde ich keine Sekunde zögern denn ich hänge daran und ich liebe meine Kinder und will sie aufwachsen sehen.
Beitrag von klara2011 - 02.02.12 - 15:56 Uhr
Danke Carrie23
Du sprichst genau das aus, was ich empfinde - meine Kids brauchen mich - und ich will sie aufwachsen sehen - das wäre fast schon schief gegangen - noch einmal halte ich das nicht aus.
Darum zögere ich auch nicht wirklich - bei meinem Kind habe ich mich schon entschuldigt - und hoffe auf ein Verständnis von ihm....
Wenn das nur 10 min. dauert - dann ist das auch nicht sooooo schlimm, denke ich mal. Vielleicht habe ich einfach nur zuviel Angst.
Danke auf jeden Fall!
Beitrag von carrie23 - 02.02.12 - 16:26 Uhr
Nein länger dauert sowas nicht allerdings käme für dich nicht auch ne Sterilisation in Frage?
Wenn du keine Kinder mehr bekommen darfst würde eventuell die Kasse zahlen und die OP dauert auch nicht wesentlich länger und kann gegebenenfalls gleich mitgemacht werden
Beitrag von Wirklich - 02.02.12 - 20:56 Uhr
Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute!
Deine Entscheidung ist unter diesen Bedingungen absolut richtig! Allerdings würde ich wohl eher zu einer Vollnarkose raten. Ich habe schon gelesen, dass es ordentlich schmerzhaft sein soll, wenn die örtliche Betäubung gesetzt wird.
Da dies ja nur ein kleiner (wenn auch sehr schwerwiegender) Eingriff ist, dauert die Narkose wirklich nur sehr sehr kurz.
Mach Dir keine Sorgen, alles wird gut gehen!
Viel Glück!
Beitrag von klara2011 - 03.02.12 - 09:23 Uhr
Hallo Carrie23
ich möchte nur mal vielen Dank sagen - es hilft sehr, die Erfahrungen von anderen zu lesen - ich hole mir heute noch die zweite Meinung eines anderen Arztes - und nächste Woche gehe ich dann dran. Will ja nicht zu lange warten!
Beitrag von anyca - 02.02.12 - 16:28 Uhr
Liebe Klara,
tut mir leid, dass Du trotz aller Vorsicht (Steri) in so einer Situation bist - wie meine Vorschreiberin schon sagt, da ist aus Verantwortung für Deine anderen Kinder ein Abbruch wohl wirklich nicht zu umgehen.
Ich weiß ja nicht, was für gesundheitliche Probleme Du hast, aber grundsätzlich ist eine Narkose jetzt nicht soooo wild. Macht man ja auch bei Babys oder alten Leuten, wenn nötig. Ich hatte nach der 2. Geburt eine Vollnarkose (Plazenta mußte ausgeschabt werden), danach habe ich mich einfach gefühlt, als ob ich tief und gut geschlafen hätte. Also, wenn die Ärzte Dir nicht aus irgendeinem Grund davon abraten, mach Dir wegen der Narkose mal keine Sorgen.
Alles Gute!
Beitrag von klara2011 - 03.02.12 - 09:25 Uhr
Hallo -
vielen Dank - ja, ich musste mich dazu entscheiden. Meinem Kind habe ich das in Gedanken erklärt - und um Verständnis gebeten.
Ich hole mir nun noch eine zweite Meinung von einem anderen Arzt und dann schaue ich, wann ich nächste Woche einen Termin kommen kann.
Liebe Grüße
Beitrag von siem - 02.02.12 - 16:30 Uhr
hallo
körperlich wird es sicher nicht so schlimm, seelisch sicher belastender.
ich hatte selber 3 ausscharbungen unter vollnarkose.zweimal weil unsere sternchen uns leider verlassen haben
und einmal nach der geburt unserer tochter wegen komplikationen.
da es alles immer schnell gehen mußte (not-as) hatte ich nie zeit lange darüber nachzudenken ob ich angst vor narkosen habe.körperlich sind die narkosen wirklich nicht schlimm, davor mußt du keine angst haben.und wenn du dir sicher bist, dass es die richtige entscheidung ist, wirst du es auch schaffen.und du wachst ganz bestimmt wieder auf!
alles lieb siem
Beitrag von klara2011 - 03.02.12 - 09:26 Uhr
Einfach nur Danke Siem -
Mut macht ihr mir hier schon - und es hilft auch darüber zu sprechen!
DANKE
Beitrag von ::::::::::::: - 02.02.12 - 21:02 Uhr

Ich kann mich den anderen nur anschließen.
Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute!
Du schaffst das!

Beitrag von klara2011 - 03.02.12 - 09:26 Uhr
Vielen Dank für den Beistand -
es macht mir Mut - und ICH werde es einfach durchziehen!
Liebe Grüße
Beitrag von binnurich - 02.02.12 - 22:02 Uhr
also:
1. das Risiko aus einer Vollnarkose nicht mehr aufzuwachen gibt es wohl ist aber schon recht gering (ich hatte einen Abbruch unter Vollnarkose, das war meine geringste Sorge)
2. den Abbruch kannst du gut überstehen, wenn du dir klar machst, dass du das für dich (deine Gesundheit) und deine Kinder tust. Du musst da ganz fest dran glauben und keine Zweifel zulassen. vertrau deiner Ärztin oder hol dir ggf. eine Zweitmeinug ein, die dir das bestätigt
Damit kannst du dann immer denken: du hattest keine andere Wahl
Beitrag von klara2011 - 03.02.12 - 09:28 Uhr
Hallo,
danke für die Unterstützung - und ja, ich werde mir die zweite Meinung einholen. Dass es für mich lebensnotwendig ist - das weiß ich und habe ich mir klar gemacht. Und ich will ja meine Kinder aufwachsen sehen!
Danke -für die lieben Worte
Beitrag von snickerdoodle - 02.02.12 - 22:04 Uhr
Ein Abbruch mit örtlicher Betäubung ist - medizinisch gesehen - normalerweise unproblematisch und nach ca. 10 Minuten vorbei. Die Patientin erhält eine Betäubung am Muttermund, der Rest des medizinischen Prozedere ist schmerzfrei.
Vertraue dich deinem Arzt an oder gehe noch einmal zur Beratung.
Alles Gute
Snickerdoodle
Beitrag von klara2011 - 03.02.12 - 09:29 Uhr
Hallo,
hm, da bin ich gerade dran - ich habe drei Kids - die Schmerzen werde ich doch aushalten können, bei örtlicher - klar - das es schmerzen wird - das kann ich mir vorstellen - aber man hält doch als Frau viel aus.
Danke für die Unterstützung!
Liebe Grüße
Beitrag von 123-reicht - 03.02.12 - 09:34 Uhr
Hallo,
ich wurde auch kurz nach der Vasektomie meines Mannes mit dem 4. Kind schwanger. Wir waren da 1x etwas unvorsichtig und haben das Kondom weggelassen, da ich bereits an Tag 24 vom Zyklus war. Allerdings hatte sich in dem Monat mein Eisprung verschoben und ich wurde prompt schwanger. Ein 4. Kind ist aber auch unmöglich bei uns. Es war nicht geplant, es war nicht gewollt, ich selbst wollte NIE NIE wieder schwanger werden (deswegen hatte ja mein Mann die Vasektomie gemacht). Wir haben es uns 2 Wochen lang gut durch den Kopf gehen lassen, aber kamen an nicht einem Tag davon zu der Meinung, dass wir es behalten. Wir waren vom Abbruch zu 100% überzeugt und haben diesen dann auch durchgezogen in der 7. SSW. Am Tag vor dem Eingriff war die Angst vorm Eingriff riesengroß. Ich wollte mal kurz alles absagen, hab dann aber gedacht NUR aus Angst vor dem Eingriff das Kind behalten, ist eine schlechte Alternative. Das wollte ich schließlich überhaupt nicht. Am Morgen vor dem Eingriff war ich dagegen seeeeeeehr ruhig. Ich hatte genauso Angst vor der Narkose und habe mich deswegen für die örtliche Betäubung entschieden. Ich wurde vor dem Eingriff vom Arzt aufgeklärt, was er da macht und auch nochmal gefragt, ob ich das wirklich will. Dann musste ich mich unten rum frei machen und mich auf den ganz normalen Untersuchungsstuhl setzen (der Abbruch fand in einer normalen Gyn-Praxis statt). Der Arzt machte nochmal Ultraschall und dann bekam ich einen Tropf mit Schmerzmittel. Nach einer Weile bekam ich noch ein Beruhigungsmittel in den Tropf und dann gings los. Ich bekam wirklich nicht viel mit davon. Hatte mir auch einen MP3-Player mitgenommen zum Musik hören. Den hatte ich leise an und auch die Frau vom Arzt unterhielt sich die ganze Zeit mit mir, um zu sehen, ob es mir gut geht. Ich weiß aber absolut nicht mehr worüber wir uns unterhalten haben. Ich bekam Spritzen in die Gebärmutter zum Weiten des Eingangs, dann wird da ein dünnes Röhrchen eingeführt (nicht dicker als ein Trinkröhrchen) und der Gebärmutterinhalt abgesaugt. Das dauert nicht mal 1 Minute. Und das wars dann auch schon. Der Tropf kam ab und ich war sofort wieder fit. Ich durfte mich anziehen und mit meinem Mann nach Hause gehen. Schmerzen hatte ich gar keine. Mir gings wirklich super gut. Ich kenne 2 Leute, die den Abbruch mit Vollnarkose gemacht haben und dann schon gut 2 Tage brauchten, bis sie wieder richtig fit waren von der Narkose.
Ich kanns mit örtlicher Betäubung nur empfehlen. Ich war so froh hinterher, dass ich es geschafft habe und habe meine Entscheidung bis jetzt (6 Wochen später) nie bereut. Gestern habe ich erfahren, dass eine Bekannte geplant schwanger ist mit Kind Nr. 3 und sie hat in der gleichen Woche Termin wie ich gehabt hätte. Klar war mein 1. Gedanke, dass ich dann sicherlich öfter daran denken muss, dass ich in der Schwangerschaft genauso weit wäre wie sie. Aber ich möchte nicht mit ihr tauschen. Ich möchte definitiv NIE MEHR schwanger sein.
Ich hatte übrigens auch immer Unterleibsschmerzen. Beim Kind waren am Tag des Eingriffs auch (noch?) keine Herztöne zu sehen, obwohl ich da bereits bei 6+3 war und man bei den anderen zu der Zeit schon sicher die Herztöne erkennen konnte. Mein Mann hat beim Ultraschall zugeschaut. Ich konnte und wollte das nicht. Kann sein, dass ich es auch so verloren hätte. Ich weiß es nicht. Aber ich fand die Ausschabung nach einer Fehlgeburt (hatte ich vor knapp 9 Jahren vor meinem 1. Kind) viel schlimmer als den Schwangerschaftsabbruch.
Alles Gute.
Beitrag von klara2011 - 03.02.12 - 10:04 Uhr
Hallo,
weißt Du, viele tröstende Worte und hilfreiche habe ich hier erhalten - Dein Beitrag bestärkt mich aber noch mehr - Du hattest anscheinend die gleichen Gefühle wie ich - auch für mich gilt - nie mehr schwanger. Auch für mich wird die örtliche Betäubung wohl eher in Frage kommen - auch wenn das anscheinend der härtere Weg ist - aber ich denke nun, dass ich das schaffen kann - und diese Ängste normal sind. Bei meinem Kind gab es auch keine Herztöne - man hat nur die Fruchthülle gesehen - das in der 7. Woche. Bei allen anderen hatten wir da schön die Töne auf dem US.
Mein Mann wird auch - wenn möglich dabei sein - er will mich nicht alleine diesen Weg gehen lassen - leiden werden wir sicherlich beide - doch unsere Vernunft sagt, dass wir das richtige tun werden. Und ganz ehrlich - ich habe heute noch weniger das Gefühl, dass dieses Kind lebt, als gestern. Die Unterleibsschmerzen sind ständig da - ein Druck auf dem Bauch - wie Regelschmerzen.
Also - ich möchte mich ganz ganz herzlich für Deine offenen Worte und die Schilderung geben. Für den Mut, das alles auszusprechen! Ich werde es schaffen - und dann werde ich auch an Dich denken - Du hast es auch so gemacht!
DANKEEEEEEEEEEEEEEEEEE
Liebe Grüße
Beitrag von 123-reicht - 03.02.12 - 10:36 Uhr
Ich habe, als ich mit Nr. 4 ungeplant schwanger war, hier im urbia 2 andere Frauen kennengelernt, die ebenfalls mit dem 4. Kind schwanger waren und einen Abbruch planten. Wir haben uns sehr oft geschrieben. Das tat mir gut. Vor allem auch zu wissen, dass unsere Gedanken / Bedenken die gleichen sind.
Das mit der örtlichen Betäubung ist nicht die schlechtere Wahl. Wenn du wirklich überzeugt bist, wirst du froh sein, wenn du es hinter dir hast und schnell wieder heim kannst. Der Eingriff war wirklich nicht schlimm und ich hätte auch während dem Eingriff immer noch die Möglichkeit gehabt zu sagen, dass ich lieber schlafen möchte. Dann hätte er mir das Narkosemittel noch in den Tropf gegeben. Aber dadurch, dass der Arzt den Eingriff in seiner Praxis ohne Anästhesist macht, verwendet er ein zwar bekanntes und sehr wirksames Narkosemittel, aber die Leute fühlen sich hinterher als wären sie total besoffen und hätten einen kräftigen Kater. Wer öfter mal einen trinkt und sowas gewohnt ist, dem macht das weniger aus. Aber alle Antialkoholiker finden das wohl schrecklich. Das wollte ich auf keinen Fall. Auch noch damit "bestraft" werden, dass ich mich dermaßen unwohl fühle.
Ich war wirklich sowas von fit nachdem der Tropf abgenommen hat. Ich war absolut klar im Kopf, ich war total happy es geschafft zu haben, ich konnte einfach aufstehen und heim gehen. Das war mir so unglaublich viel wert. Schon allein wegen meinen 3 anderen Kindern.
Mein Mann durfte bei mir bleiben bis zu dem Zeitpunkt, wo er mit dem tatsächlichen Eingriff (also den Spritzen) begonnen hat. Ich war durch das Beruhigungsmittel kopfmäßig auch irgendwie nicht 100%ig anwesend. Habe einmal was kurz piksen gemerkt von den Spritzen und einmal kurz was rubbeln im Bauch (das war das Aussaugen) und dann sagte er auch schon zu mir ich wäre fertig. Als er den Tropf ab hatte, durfte mein Mann dann wieder zu mir.
Falls du noch Fragen hast, frag einfach. Ich hatte vorm Eingriff auch Bammel, weil viele hier im Internet immer so negativ darüber berichten. Ich empfand den Eingriff gar nicht so schlimm. Da fand ich die Ausschabung nach der Fehlgeburt wirklich viel schlimmer.
Liebe Grüße
Beitrag von klara2011 - 03.02.12 - 11:10 Uhr
Du bestärkst mich!
Ich war die ganze Zeit schon mehr bei der örtlichen Betäubung, weil ich immer dachte, dass ich damit besser umgehen kann. Aber was Du mir hier schreibst, das gibt mir den Sinn hinter meine Gedanken.
Eine Frage habe ich, Du musst nich antworten, wenn Du nicht magst - hattest Du starke Blutungen? Ich frage aus dem Hintergrund heraus, da ich nicht stark bluten darf - ich habe eine APC Resistenz - das ist eine Gerinnungsstörung. Ich habe schon bei meinem Spezialisten angerufen, der mich darin betreut hat während der Schwangerschaft - aber ich weiß noch nichts genaueres. Wenn es wie eine normale Regelblutung ist, dann ist da nichts gegen einzusetzen - hoffe ich mal - nur viel schlimmer - oder als nach der Geburt, darf es nicht werden....
Musstest Du noch lange in der Praxis bleiben - weil bei der Vollnarkose geben alle so die Rcihtung von 4 Std. vor....ich glaube, ich suche mir auch eine normale Praxis aus - das klingt irgendwie "besser" - wenn schon so ein Eingriff bevorsteht.
Das es kein "Zuckerschlecken" ist - das ist klar - ich versuche auch damit normal umzugehen. Die Angst wird aber kleiner, wenn ich mir vorstelle, dass ich das mit einer örtlichen Betäubung machen kann.
Ich kann Dir echt nur vielen Dank sagen, dass Du solche offenen Worte sagst - sie tun gut - und man hat auch nicht das Gefühl, dass man alleine ist. Ist ja so schon schlimm genug!
Wenn ich Dir je helfen kann - lass es mich wissen!
Liebe Grüße
Beitrag von 123-reicht - 03.02.12 - 19:06 Uhr
Wegen der Blutung: Die war wirklich nur gering. Ich sollte 2 dicke Binden mitbringen. Beide Binden wurden mir gleichzeitig nach dem Eingriff in den Slip gelegt. Aber die Blutung war so minimal, dass locker auch eine dünne ausgereicht hätte. Die Blutung dauerte nur ein paar Tage. War nach 3 Tagen eher mit einer Schmierblutung zu vergleichen. Also absolut nicht mit dem Wochenfluss nach einer Geburt zu vergleichen. Ich denke, je früher du den Eingriff durchführen lassen (von der SSW her), umso weniger blutet das bestimmt auch.
Was das mit der Praxis angeht, hätte ich sicher auch in einem Krankenhaus das Ganze durchführen lassen, wenn es hier in der Nähe eins gegeben hat, was sowas macht. Aber hier im Umkreis gibt es nur diese eine Arztpraxis. Ich hatte mich im Internet vorher über die Arztpraxis informiert. Er hatte sehr viele positive Bewertungen, auch von Leuten, die einen Abbruch durchführen lassen haben. Das machte mir auch Mut. Die von der Beratungstelle können dir da sicher eine Praxis empfehlen. Die haben ja bestimmt fast täglich mit sowas zu tun.
Wenn ich eine Vollnarkose genommen hätte, hätte ich 2 Stunden in der Praxis bleiben müssen zur Beobachtung. So durfte ich mich wirklich gleich nach dem Eingriff anziehen und gehen. Ich war mir da auch erst nicht sicher, ob er das wirklich ernst meint. Aber da meine kleine Tochter gedrängelt hat, dass sie nach Hause will, habe ich mich angezogen und wir sind heim. Wir mussten die beiden kleinen Kids mitnehmen, weil wir hier niemanden haben, der sich sonst um sie kümmern kann. Der Kleine hat die ganze Zeit im MaxiCosi geschlafen im Warteraum und die Mittlere war während dem Eingriff mit Papa im Warteraum und hat gespielt.
Was übrigens auch der Vorteil von einem Abbruch in einer Arztpraxis ist: Man ist an diesem Tag dann meist der einzigste Patient, der den Eingriff durchführen lässt. Eine der beiden Frauen, die ich hier im urbia kennengelernt habe, hat den Eingriff in einer Kinik durchführen lassen und da wars wirklich eine "Massenabfertigung". 5 Leute waren da vor ihr. Da kam eine rein zum Eingriff, ein paar Minuten später wieder raus, dann die nächste rein. Das wäre für mich der pure Horror.
Natürlich ist die Sache an sich nicht schön. Ich hätte mir früher auch niemals eine Abtreibung vorstellen können. Konnte früher nie verstehen, dass Leute sowas machen. Aber für mich war es einfach eine Notlösung. Ich wollte nicht mehr schwanger sein. Ich habe mich so schlecht gefühlt in den 2 Wochen, wo ich von der Schwangerschaft wusste. Den ganzen Tag drehten sich meine Gedanken nur um dieses eine Thema. Es war furchtbar. Jetzt ist mein Kopf wieder frei. Natürlich denke ich noch ab und an daran. Es ist nun mal ein Teil meines Lebens. Aber die Gedanken sind nicht traurig oder so. Ich bin immer noch froh mich so entschieden zu haben. Einfach meinen Kindern und mir zuliebe. Meine beiden Mädels müssen so zurückstecken seitdem der Kleinste da ist. Das hätte ich nicht nochmal übers Herz gebracht. Ich hatte bei meiner Mittleren schon ein schlechtes Gewissen, dass ich sie in die Kinderkrippe "abgeschoben" habe, nur um mir gegen Ende der Schwangerschaft noch ein wenig Ruhe zu gönnen und die erste Zeit mit dem kleinen Mann, wo man sich ja oftmals tagsüber nochmal hinlegt. Dazu hatte ich dann vormittags Zeit. Sie hat in der Kinderkrippe und später im Kindergarten so viel geweint, wollte lieber bei mir und ihrem Bruder sein, dass ich jetzt mit beiden Kleinen zu Hause bin. Vielleicht gegen Ende des Jahres werde ich es mit der Mittleren nochmal mit dem Kindergarten versuchen und Anfang nächstes Jahres dann der Kleine noch dazu. Ich möchte sehr gern wieder arbeiten gehen. Bin jetzt fast 3 Jahre daheim und so langsam möchte ich mal wieder rauskommen.
Liebe Grüße
Beitrag von klara2011 - 06.02.12 - 08:57 Uhr
Hi,
viele viele Dankesgrüße will ich Dir mal sagen - für diese offenen und ehrlichen Worte- so kann ich echt morgen zu meinem Vorgespräch gehen und bin auch darin bestärkt, dass ich das nur örtlich haben möchte. Am Tele hat man mir was erzählt von einer "Schlafspritze" - die ich aber direkt abgewehrt habe. Wenn das Gespräch nicht das ist, was ich will, werde ich da auch nicht hingehen - sondern suche mir was anders. Bis ich es habe. Denn auch ich will nicht mit einem "besoffenen" Kopf hier herumeiern - da ich auch ein absoluter Antialk bin, der das nicht mag, weil ich einen klaren Kopf so liebe.
Aber Du hast es auch geschafft - und auch psychisch - denke ich zumindest wenn ich Deine Mail lese - dann kann ich das auch - den Rückhalt der Familie habe ich - und meine drei Kids werden dann hoffentlich auch bald wieder eine Mama habe, die voll dabei ist. Denn auch ich stehe irgendwie seit ich das weiß unter "SChock" und klares Denken ist nicht. Ich möchte auch wieder mit meinen Kids lachen können, ohne die Angst im Hintergrunde.
Ich melde mich auf jeden Fall und werde noch sagen, was man mir berichtet hat!!!!
Ganz liebe Grüße und ein festes Drück mit DANKE an Dich"
klara
Beitrag von uta27 - 05.02.12 - 20:57 Uhr
Hallo!
ntschuldige bitte, dass Ich mich in eure Diskussion einmische.
Ich möchte Dir auch gern berichten, dich bestärken und Dir vielleicht ein bisschen die Ängste mildern.
Ich hatte einen Abbruch ohne Vollnarkose in einer kleinen Berliner Gyn-Praxis.
Das ganze Prozedere hat wenns hoch kommt 10 min. gedauert.
Ich hatte auch keinen Tropf. Nur eine kleine Betäubung im Gebärmutterhals.
Es wurde abgesaugt, das war das einzig blöde, diese Geräusche! Weh getan hat es wirklich überhaupt nicht, da habe ich während der Mens stärkere Schmezen!
Es war ein dumpfes Gefühl und ein bisschen wie nach unten drängen.
geblutet habe ich so gut wie garnicht, slipeinlagen reichten aus. Nach 2 Tagen war die Blutung komplett weg.
Ich durfte nach 10min die Praxis verlassen und bin mit der Strassenbahn nach hause gefahren. mir ging es gut!
Ich wünsch Dir alles Gute und viel Kraft!
LG, Uta
Beitrag von klara2011 - 06.02.12 - 08:50 Uhr
Hallo Uta -
Du hast Dich nicht eingemischt - sondern in meinem Denken bestärkt, dass ich keine Vollnarkose möchte - und den Tropf auch nicht!
Bei mir ist wirklich viel Angst dahinter, doch hier sind so liebe Menschen, die mir echt helfen - dass ich weiß, das ich das auch schaffe - ihr seit auch alle den Weg gegangen - und habt es geschafft - das kann ich nun auch!
Morgen habe ich mein Vorgespräch und dann werde ich weitersehen. Wenn es mir in der Praxis nicht "gefällt" werde ich eine andere aufsuchen. Bis ich da bin, wo ich das bekomme, was ich möchte - ambulant und örtlich.
Also - vielen lieben Dank Uta - ich werde mich sicherlich morgen wieder melden!
Liebe Grüße
klara
Beitrag von pedas - 05.02.12 - 21:34 Uhr
Zu dem Thema Abbruch kann ich nichts sagen, möchte ich auch gar nicht - das ist jedem seine Entscheidung und ich finde man sollte das respektieren. Ich kann dir aber die Angst vor der Narkose nehmen.
Ich hatte mein ganzes Leben panische Angst vor der Narkose. So groß, dass ich weder schlafen noch Essen konnte und vor lauter Angst gezittert habe, wenn ich nur an ein KH oder an eine Narkose gedacht habe. Das Ganze hat von meinem 6. Lebensjahr bis zu meinem 34. Lj. gedauert. Einfach nur schrecklich.
Da ich einen langjährigen Kinderwunsch hinter mir habe und gezwungen war eine Fehlgeburt mit der damit verbundenen Ausschabung (ist das gleiche wie eine Abreibung) hinzunehmen sowie 6 künstliche Befruchtungen sowie einer Bauchspiegelung kann ich dir deine Angst vor der Narkose wirklich nehmen.
In all den Jahren der Trauer, der vielen Tränen, der Hoffnungen, waren die Narkosen das Beste an meiner Kinderwunschgeschichte. Heutzutage, sind die Narkosen schon so gut dosiert, dass man keine Angst mehr haben muss.
Ich kann dir versprechen, dass du wieder aufwachen wirst. Es passiert irre selten, dass es einen Vorfall gibt. Man kann die Verträglichkeit auch testen lassen, falls es dich beruhigt. Du bist im Übrigen nur ganz kurz in Narkose, mein Arzt meinte immer, eine richtige Narkose beginnt erst ab 30 Minuten.
Im Übrigen habe ich die Narkosen immer sehr gut vertragen, es war sogar richtig schön, wegzudämmern, ich habe das richtig geliebt und bin mittlerweile meine Ängste los.
Alles Gute
P
