Hallo zusammen.
mein Vater (75) macht mir momentan große Sorgen! Er war bis vor einem halben Jahr etwa, immer ein lebenslustiger, aktiver Mensch, der gerne unter Leute, vor allem jungen Leuten war. Gesundheitlich ging es ihm relativ gut. Also, er hat etwas erhöhten Zucker, den er aber mit Kontrollen und Tabletten gut im Griff hatte. Muß auch sagen, er schaut auch optisch locker 10 Jahre jünger aus als er ist! Es fing an mit grippeähnlichen Symptomen. Nach etlichen Blutuntersuchungen stellte man einen erhöhten Wert vom Pfeifferschen Drüsenfieber fest oder auch Eppsteinbarr Virus genannt! Auch Borellien wurden festgestellt.Seit dem ist er ständig angeschlagen mit Gliederschmerzen, Müdigkeit, Schlappheit usw.. Zwischendurch aber hatte er auch wieder viele gute Tage!
Anfang Januar bekam er starke Herzrhythmusstörungen. Er ging zum Arzt und er mußte sofort in die Klinik. Dort gab man ihm Macumar. Er ist noch in der Einstellphase. Muß täglich zum Arzt zur Kontrolle. Der Zuckerwert ist jetzt auch trotz Tabletteneinnahme drastisch gestiegen. Seine Gesichtsfarbe ist richtig grau. Aber nun ist mein Vater ein ganz anderer Mensch. Er kann nicht mehr alleine sein. Bekommt Panik wenn es dunkel wird. Er kann nicht mehr schlafen und ist total unruhig. Hält es im Bett nicht mehr aus. Meine Mutter kann ihn kaum mehr alleine lassen. Er sagt, wenn er alleine ist, läuft er wie ein eingesperrtes Tier hin und her und kann kaum mehr atmen. Er hat mit dem Arzt schon gesprochen, der hat ihm jetzt Schlaftabletten gegeben. Er meint, wenn er sich nachts erholen kann wird es wieder besser. Ich habe aber nicht das Gefühl, daß es "nur" am Schlafen liegt.
Ich weiß nicht, aber so kenn ich ihn nicht! Es macht mir einfach Sorgen. Meiner Mutter geht es auch nicht so gut, sie hat starkes Bronchialasthma! Ich wohne leider 150 km weg.......Telefoniere täglich ein paar Mal mit ihnen und versuche sie ein wenig bei Laune zu halten.
Kennt jemand Macumar und welche Erfahrung habt ihr damit gemacht? Habe erfahren, daß auch jüngere Menschen dieses Medikament nehmen müssen. Kann das nun von diesem Medikament kommen? Wird sich das wieder normalisieren?
Bin momentan ratlos wie man da helfen kann.
Herzlichen Dank fürs Lesen.
Eni
Mein Vater hat Ängste! Wegen Macumar?
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Beitrag von wasserlilie - 02.02.12 - 17:53 Uhr
Beitrag von nana13 - 02.02.12 - 18:33 Uhr
Hallo,
Ich habe mir länger überlegt ob ich dir schreiben soll oder nicht, da ich mich damit nicht auskenne.
markumar ist doch ein mittel für die blutverdünung, wen ich mich recht erinnere.
kan mir nicht vorstellen das die verstimmungen damit zutun haben, ausser er ist schlecht eingestell damit.
eher kan ich mir vorstellen das der zucker wegen dem medis schlechter ist.
was ich mir auch vorstellen kan ist das die panik ataken wegen den herzryhtmus störungen her kommen, dise können so schlimm sein, das man es sehr gut spührt und auch angst hat zusterben deswegen. vileicht hat er deswegen die ängste wen es dunkel wird, evt weis er es gar nicht das es daher kommt.
ich selber hatte mal das pfeifrischedrüsen fieber mit gerademal 20 jahren, die hat mich aber so umgehauen, ich brauchte fast ein jahr bis ich wider richtig fit war. war ständig müde und schlap, hat kaum mehr enerige, nach der arbeit musste ich 2 stunden schlafen, und mit freunden weg gehn lag kräftemässig gar nicht mehr drin. das hat meine stimmung sehr gedrückt, fast depresiv.
auch boreliose ist so viel ich meine zuwissen auch eine langwirige geschichte, mit vielen begleit sympthome, evt liegt es auch daran.
dein vater soll umbedingt nochmals das beim arzt ansprechen, und sagen das er sich überhaupt nicht wohl fühle.
wünsche deinem vater gute besserung
lg nana
Beitrag von wasserlilie - 02.02.12 - 19:02 Uhr
Hallo nana,
vielen lieben Dank für deine liebe Antwort.
Wahrscheinlich kommt im Moment doch einiges zusammen. Alleine schon das Pfeiffersche Drüsenfieber hat ihn teilweise echt lahm gelegt. Der Arzt meinte auch, das wäre eine sehr langwierige Sache. Du hast bestimmt recht und das alles geht auch auf die Psyche. Vielleicht bauen dann ältere Menschen dabei auch rapide ab!? Ich will es wahrscheinlich nicht richtig wahrhaben, da es einfach grad so schnell geht
Es macht einen echt traurig!
Ich hoffe dir geht es wieder gut und hast dich wieder komplett erholt.
Danke nochmals und eine gute Zeit.
Eni
Beitrag von nana13 - 02.02.12 - 19:13 Uhr
Ja sowas macht einem angst, ist ja was ganz anderes, aber meine mutter (51) hatte 2 tage vor weihnachten einen mopet unfall auf theiland, an heiligabend hat sie uns über skyp informiert das sie mit dem roller umgefallen ist und an der schulter operiert wurde.
da sie ja 3 monate insgesamt weg ist, hat mich das so sehr erschreckt und hatte auf einmal das gefühl ich würde meine mama nie wider sehen. das hat mich so geängstig.
die schulter ist noch länger nicht in ordnung, aber das sollte wider kommen und zur in wenigen stunden ist sie mit ihrer schwester, freundin aus der schweiz und eine aus australien für 2 wochen am reisen in sri. lanka, dan kommt sie entlich wider nachhause, etwas früher als geplant aber ich freue mich.
evt wen sich ja alles wider einpendelt wird er wider mehr der alte so wie du ihn kennst.
ja ich habe mich wider ganz erholt, aber es ist ja auch schon 10 jahre her 
alles gute
nana
Beitrag von wasserlilie - 02.02.12 - 19:19 Uhr
Beitrag von golm1512 - 02.02.12 - 18:51 Uhr
Hallo,ich denke nicht, dass es vom Marcumar allein kommt. Es hat ja einen grund, warum er es nehmen soll. Dein Vater ist 75 Jahre alt und war bisher sehr lebenslustig und fit. Jetzt kommt plötzlich alles auf ein Mal: Herzzrhythmusstörungen, die schon sehr beängstigend sein können, der latente Diabetes manifestiert sich und dazu noch zwei Infektionserkrankungen, die langwierig sind und auch schon mal junge Menschen aus den Puschen hauen.
Wegen des Marcumars muss er nun ständig zum Arzt, der möglicherweise immer wieder was Neues findet. Außerdem kann Marcumar doofe Nebenwirkungen haben, mit denen dein Vater sich ebenfalls beschäftigen muss.
Ich kann von hier aus eigentlich sehr gut verstehen, dass dein Vater Angst hat und unruhig wird. Wahrscheinlich wird ihm jetzt sehr bewusst, dass er nicht mehr jung ist und dass in seinem Alter gebrechen dazu kommen, die vielleicht auch nicht mehr verschwinden.
Einen Tipp habe ich da nicht. Vielleicht würde es ihm helfen, wenn er wüsste, dass ihn jemand versteht. Schlaftabletten finde ich da eher kontraproduktiv. Die sind nichts für die regelmäßige Einnahme und sie betäuben ja auch nur. Das eigentliche Problem bleibt.
gruß
Susanne
Beitrag von wasserlilie - 02.02.12 - 19:17 Uhr
Hallo,
vielen herzlichen Dank für deine nette Antwort.
Ja, stimmt! Damit hätten auch junge Menschen zu kämpfen. Merke schon, dass er mehr über das Sterben nachdenkt und es öfters erwähnt. Ich glaube auch, dass es ihm gerade jetzt richtig bewußt wird, dass er nun zum "alten Eisen" gehört. Nur, so kenne ich ihn überhaupt nicht und es macht einen traurig wie sehr er darunter leidet.
Das mit den Schlaftabletten finde ich auch nicht so prickelnd. Vor allem sind das ziemliche Hämmer, denn die sind Verschreibungspflichtig!
Danke nochmals
ich merke, ich muss es akzeptieren und hoffe ich kann ihn irgendwie durch Gespräche und Zuhören unterstützen.
LG
Eni
Beitrag von sashto - 02.02.12 - 21:51 Uhr
seine symptome hören sich ja eigentlich nach angstzuständen/panikattacken an.
vielleicht wurden sie durch die herz rhytmus störungen ausgelöst?
aber, angstzustände/panik können auch herz rhytmus störungen auslösen!...und zwar so dass man ins KKH muss.
Beitrag von josefieni - 03.02.12 - 18:23 Uhr
Hallo,
das kann nicht vom Marcumar kommen. Marcumar verändert nur die Blutgerinnung, d.h. "es macht das Blut dünner", damit Dein Vater durch die Rhythmusstöungen keinen Schlaganfall bekommt. Nebenwirkungen sind ein erhöhtes Blutungsrisiko. Verschlechterung des Allgemeinzustand und erhöhte Blutzuckerwerte gehören nicht dazu.
Gruß Josefieni
