Wissenschaft = Haushalt?

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Beitrag von augustinchen - 02.02.12 - 19:26 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich bin noch nicht so lange hier dabei und lese mehr als daß ich schreibe.

Mir fällt auf, daß viele aus Haushalt & Co. eine reine "Wissenschaft" machen. Sie schreiben Putzpläne, Essenspläne, große Terminkalender für das ganze Jahr usw.

Gut, meine Termine trage ich auch in einen Kalender ein. Schließlich ist mein Kopf manchmal ein Sieb.

Aber ansonsten? Ich kaufe ein wenns nötig ist, freitags machen wir auch meist Großeinkauf. Die wichtigsten Dinge stehen auf dem Zettel, der dann oft zu Hause auf dem Küchentisch liegen gelassen wird.

Essenpläne und Putzpläne habe ich nie gemacht, nicht vermisst und nicht gebraucht.

Mir ist schon klar, daß andere anders leben und eben an solchen Plänen basteln. Was mich ehrlich interessiert ist, was bewegt einen Menschen, sich mit solchen Dingen wie Haushalts- und Putzplänen derart stark zu befassen, daß andere um Rat gefragt werden? Ich meine jetzt nicht, um einen Rat wie "Wie bekomme ich den Karottenfleck weg?", sondern eher die organisatorischen Fragen. Warum putzt Frau nicht einfach drauf los, wenns dreckig ist? Mal ganz wirsch gesagt;-). Vor allem, gibts nicht schönere Dinge, als sich damit zu beschäftigen, einen solchen Plan aufzustellen?

Warum also, werden Putzen & Co. zu einer "Wissenschaft" gemacht'?

Augustinchen

Beitrag von schnaki1 - 02.02.12 - 19:46 Uhr

Hallo,

ich kann dir nur zum Essensplan was sagen:
es macht es einfacher, sich vorher zu überlegen, was man kocht, denn dann hat man die Zutaten zu Haus und muss nicht nochmal los und man spart Geld, weil man einfach viel weniger Lebensmittel wegschmeißt und Zeit, weil man nicht ständig spontan noch was einkaufen muss.

Sonst halte ich das mit dem Putzen auch nicht so genau, je nach Zeit, Lust und Notwendigkeit wird eben mal losgewirbelt. Hätte ich dafür einen Plan, würde ich brechen!

LG,
Andrea

Beitrag von schachti2005 - 02.02.12 - 19:47 Uhr

Hallo!

Ganz einfach.
Weil Göttergatte und die Kinder sonst NIX tun würden, auch wenn sie über sämtliche Häufen etc. fallen würden.

LG

Beitrag von mamavonyannick - 02.02.12 - 19:48 Uhr

Hallo,

ja, das habe ich mich auch schon oft gefragt. Gut, die Essenspläne sind vllt gar keine schlechte Idee, zumindest wenn man 7 Tage die woche was anständiges auf den Tisch bekommen will. Um abwechslungsreich zu kochen sollte da schon ein Plan her, sonst wird (zumindest bei uns) schnell öde oder wir hätte immer nur "was schnelles".
Aber Putzen tue ich nicht nach Plan. Ich mache dann "einen Ritt durch die Bude" und dann ist wieder alles in Ordnung. Viel interessanter finde ich aber teilweise die Umfragen: "Wieviel Maschinen habt ihr in der Woche?" Wenn ich da immer höre, was ein 4-Personen-Haushalt wie unser so an waschmaschnine hat - da komm ich mir immer vor wie ein kleines Dreckschwein;-)

vg, m.

Beitrag von augustinchen - 02.02.12 - 20:00 Uhr

Über diese Umfragen bin ich auch schon gestolpert. Wegen Waschmaschinen oder wie oft Bügel usw. Da frage ich mich dann, wie kommt man darauf sich damit zu beschäftigen, wie viele Maschinen Wäsche man in der Woche wäscht. Ich muss ehrlich sagen, ich zähle da bei mir nicht mit. Hier bei uns wird gewaschen, wenn es nötig ist. Aber Gedanken um die Anzahl der Maschinen habe ich mir nie gemacht.

Beitrag von ayshe - 03.02.12 - 08:29 Uhr

Geht mir genauso.
Das Ding einfach eingeschaltet, wenn sich genug angesammelt hat oder auch mal später zwei nacheinander laufen gelassen, keine ahnung, wie viele das tatsächlich im Durchschnitt so pro Woche sind, interessiert mich aber auch nicht.

Beitrag von snickerdoodle - 02.02.12 - 19:48 Uhr

Unabhängig davon, dass Menschen Dinge unterschiedlich tun, hilft es gerade Berufstätigen durch Zeitmanagement und Alltagsstruktur (Essenspläne, Großeinkauf etc.) die wenige freie Zeit zu optimieren.

Wer viel Zeit zum Daddeln hat, kann natürlich auch viel Zeit vertrödeln.

LG
Snickerdoodle#winke

Beitrag von augustinchen - 02.02.12 - 19:57 Uhr

Danke für Deine Anwort. Ich habe oft den Eindruck, daß gerade die nicht Berufstätigen oder die, die nur wenige Stunden oder zwei Tage arbeiten, große Putzpläne erstellen. Das versteh ich nicht.

Beitrag von windsbraut69 - 03.02.12 - 07:15 Uhr

Ich glaube gar nicht, dass ausgerechnet die Berufstätigen und mehrfach Belasteten zig dieser Pläne haben, sondern meiner Ansicht nach viel eher die Volllzeit-Hausfrauen.

Das ist aber nur persönlicher Eindruck hier aus dem Forum und im persönlichen Umfeld.

LG

Beitrag von snickerdoodle - 03.02.12 - 10:10 Uhr

Ich glaube die Wahrnehmungen sind ohnehin stark subjektiv. Ich kenne viel zu wenig "Vollzeitmamis", die den ganzen Tag ihre Erfüllung in Haushalt und in den (abwesenden) Schul- oder Kindergartenkindern finden, um da einen Vergleich zu haben.

In unserem Freundeskreis sind eigentlich alle berufstätig, meine Kolleginnen ja sowieso;-) und da wurden Pläne schon mal als Erleichterung und funktionierende Strukturmöglichkeit erwähnt.

LG
Snickerdoodle#winke

Beitrag von ayshe - 03.02.12 - 08:31 Uhr

Das kann ich jetzt überhaupt nichjt bestätigen.
Ich halte mich überhaupt nicht mit solchen Konstruktionen auf, das würde mir auch die ganze Flexibilität nehmen.
Solche Pläne kosten Zeit und ich würde sie eh dauernd mißachten.

Beitrag von windsbraut69 - 03.02.12 - 09:25 Uhr

Denke ich auch.
Erstens sind schon die Pläne ein Zeitfaktor und zweitens werden sie sicher öfter umgeworfen, je eingespannter man ist.
Ich weiß z. B. heute nicht, ob ich nächsten Donnerstag Abend Zeit habe, ein bestimmtes Essen zu kochen, mal davon abgesehen, dass wir lieber spontan entscheiden, worauf wir auch beide Appetit haben.

LG

Beitrag von widowwadman - 03.02.12 - 09:57 Uhr

Eben, nach Plan essen, auch wenn ich keine Lust auf das Gericht habe faende ich doof

Beitrag von ayshe - 03.02.12 - 10:09 Uhr

Genau, so ist es bei uns auch.

Beitrag von sniksnak - 02.02.12 - 19:50 Uhr

Hi :-D

Diese Frage habe ich mir auch schon oft gestellt. Ich denke einfach, dass es einigen leichter fällt, auf diese Art ihren Tagesablauf zu strukturieren und zu organisieren!

Ich hab es mit einem Putzplan probiert - halt ich mich aber nicht dran. Ich putze, wenn's passt und nötig ist! Es gibt auch Leute, die sagen, sie machen ihre Wäsche 2-3x in der Woche. Das schaff ich nur selten, meistens komme ich auf 4-5x (leider!).

Das was ich jetzt mache, ist einen Essensplan - allerdings änder ich mindestens 2 Mahlzeiten in der Woche nochmal um :-p Allerdings wird dafür explizit 1x die Woche eingekauft, bzw zum Bauern gefahren und damit "arbeiten" wir dann - das spart Geld :-D

LG
die ansonsten planlose sniksnak

Beitrag von sonntagsmalerin - 02.02.12 - 20:51 Uhr

Wenn man nichts außer dem Haushalt zu tun hat, macht man wohl eine Wissenschaft daraus, damit man selbst sich und seine Aufgaben wichtiger nehmen kann ;-)
Dann wirkt es vielleicht nach außen hin besser, bedeutungsvoller.

Ist nur ne Vermutung, ich brauch keine Pläne, wann ich wie lange den Putzlappen schwinge. Wenn die Zeit da ist und es notwendig ist, wird es eben erledigt, und dann widmet man sich wieder spannenderen Aufgaben ;-)

Beitrag von bin.zurueck - 02.02.12 - 21:15 Uhr

ganz meine Meinung... Leben nach Plan wäre nichts für mich-sowas kenne ich nur aus der WG-Zeit. Es ging aber nicht anders, sonst hätten die andere nicht gemacht ;-)
lg

Beitrag von sonntagsmalerin - 02.02.12 - 21:20 Uhr

Klar, in einer WG bietet sich so etwas an, sonst ist man nachher womöglich die Blöde ;-)

Aber Leben nach Plan ist langweilig, wo sich der Plan vermeiden lässt und übers Ziel hinausschießt, lasse ich den lieber weg ;-)

Beitrag von emeri - 03.02.12 - 09:03 Uhr

deswegen lebt man als frau am besten nur mit männern in wg's. (allerdings muss man da als frau schon sehr schmutzunempfindlich sein). da waren putzpläne völlig uneffektiv, allerdings hat die androhung, kein einziges glas und keinen einzigen teller mehr zu spühlen bis der rest der wohung wieder glänzt gut gewirkt... die jungs hassten abwaschen und mir hat vor dem staubsaugen gegraust. hat "gut" funktioniert - für ne WG. kinder hätten in der wohnung allerdings keinen wohnen sollen... #rofl

Beitrag von luka22 - 02.02.12 - 21:17 Uhr

"Was mich ehrlich interessiert ist, was bewegt einen Menschen, sich mit solchen Dingen wie Haushalts- und Putzplänen derart stark zu befassen, daß andere um Rat gefragt werden?"

Den Menschen bewegt gar nichts. Was sich irgendwann anfängt zu bewegen, sind die Berge an Wäsche, an Kruscht, Kram und Krempel.

:-)

Grüße
Luka

Beitrag von aurum79 - 02.02.12 - 21:26 Uhr

Hallo,

ja, diese Pläne kenne ich noch aus WG-Zeiten,:-) gehalten haben wir uns nicht wirklich dran.

Essensplan finde ich sinnvoll, ich lasse mich inspirieren, sonst gibt es ständig das Gleiche.#zitter Einkaufen gehen wir mit Zettel. Das hat aber eher wirtschaftliche als organisatorische Gründe. Im Haushalt bin ich jeden Tag eine Stunde am "Werkeln", je nachdem was zu machen ist. Was ich in der Stunde nicht schaffe, mache ich am nächsten Tag, immer das Wichtigste zuerst. Eine Wissenschaft daraus zu machen, finde ich eigenartig. Aber Haushaltsführung gehört zum Leben dazu, es ist nicht mein "Job", deshalb ist es auch nicht soooo wichtig...in der Zeit, in der ich meine Organisation verwalte, in Frage stelle und überlege, ob diese auf dem neuesten Stand ist habe ich mal schnell ein Zimmer gesaugt oder die Fettfingerabdrücke meines Kindes in der Wohnung beseitigt. #schein
Ich finde den Putzwahn mancher Frauen hier schon erschreckend, was man so mitbekommt.

Grüße!

Beitrag von alkesh - 02.02.12 - 21:55 Uhr

Essenspläne sparen Geld und Zeit!

Putz- und Haushaltspläne können helfen etwas strukturierter vorzugehen, Organisation ist nicht jedem in die Wiege gelegt und da helfen solche Pläne einfach!

LG

Beitrag von inblack - 02.02.12 - 22:16 Uhr

Warum putzt FRAU nicht einfach drauf los
#kratz

Wir kochen bewusst, es wird gesund und nach tollen Rezepten gekauft - da braucht man schon mal ungewöhnliche Zutaten. Außerdem schmeißen wir kaum noch etwas weg, weil die Mengen geplant sind.
Für uns ist das perfekt so.

Beitrag von gingerbun - 02.02.12 - 23:13 Uhr

Hm gute Frage. Ich putze auch ohne Plan :-) Zu Essen wird das gemacht worauf wir Lust haben. Ich hab auch irgendwie andere Prioritäten in meinem Leben. Bin aber auch ehrlich gesagt nicht gerade sehr organisiert. Eher so moderat. Aber das reicht ja :-)
LG!
Britta

Beitrag von ayshe - 03.02.12 - 08:27 Uhr

Das frage ich mich auch immer wieder.
Vllt haben manche zu viel Zeit oder sind zu unflexibel oder haben sonst keinerlei Überblick oder einen Kontrollzwang oder sie sie haben das Bedürfnis analytisch zu arbeiten, aber sonst keine Gelegenheit dazu #cool