Hallo,
Bin mal wieder hier und weine mir grad die Augen aus dem Kopf wenn ich all die traurigen
Schicksale hier lese...
Meine Schwiegereltern haben vor einem Monat ja versucht sich das leben zu nehmen
(siehe mein Beitrag vom 3.Januar)
Mein Schwiegervater ist dabei ja gestorben und mittlerweile konnten wir uns verabschieden
und er wurde eingeäschert.
Meine Schwiegermutter ist ja an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt und möchte gern eine gemeinsame Beerdigung also "wartet" jetzt seine Urne bis wir beide gemeinsam beerdigen
können...
Das allein ist schon so schlimm das ich gar nicht weiß woher wir die Kraft nehemn sollen
meiner Schwiegermutter jetzt beizustehen und sie in den Tod zu begleiten.
Aber der Gedanke das dann mein Mann und sein Bruder beide Eltern gleichzeitig
zu Grabe tragen müssen bricht mir endgültig das Herz.
Hinzu kommt das wir am 09.02. vor 2 Jahren unser Baby in der 11.SSW verloren haben weil das Herzchen einfach aufgehört hat zu schlagen...
Und schwanger bin ich leider auch trotz vieler medizinischer versuche nicht mehr geworden und in 2 Wochen werde ich 43 Jahre alt.
es ist einfach zu viel im Moment das ich das Gefühl habe es nicht tragen zu können.
traurige Grüße von Franzismama
Selbstmordversuch der Schwiegereltern vor einem Monat -fortsetzung-
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Beitrag von franzismama - 03.02.12 - 12:19 Uhr
Beitrag von naeuze - 03.02.12 - 12:32 Uhr
...und da weiss man auch gar nicht wie man Dich jetzt trösten soll...!
Deine Schwiegereltern haben gemeinsam eine Entscheidung getroffen..sie wollten sich gegenseitig nicht beim Sterben zuschauen und hatten wohl auch beide einfach Angst vor der Entwicklung der Krankheit..und dem was damit dann passiert. Diese Entscheidung ist für die, die wir die Menschen ja lieben, sicherlich kaum bis wenig verstehbar. Aber es ist und war das, wozu sie sich entschieden haben. Für ältere Menschen ist das wichtig.Sie haben oft ihr ganzes Leben miteinander verbracht..und wollen jetzt nicht mehr alleine sein..und den anderen auch nicht leiden sehen.
ich seh meine Mutter... meine Eltern waren 55 Jahre verheiratet und mein Dad starb letzten August..einfach so..an einem Tag waren wir noch auf einem Geburstag zusammen und am nächsten Tag hatte er einen Herzinfakt.. 16 Tage Koma später..tod..ohne nochmal aufzuwachen... meine Mutter ist seitdem wie erstarrt. Es gibt Tage da geht es...aber es ist täglich ein Alptraum. Sie waren nie getrennt voneinander...55 Jahre lang.
Für deine Schwiegereltern ist/war das getrennt sein, nie eine Option. Erfüllt Ihnen den letzten Wunsch... begrabt sie zusammen und sehr es als unsterbliche Liebe an. Findet eine Möglichkeit Euch von Deinem Schwiergervater zu verabschieden... vielleicht mit einer Trauerfeier...oder einem gedenkgottesdienst...der Tod ist unausweichlich und Deine Schwiergermutter möchte nicht leiden... also begleitet sie in den Tod und geht den letzten Ganz mit ihr..!das ist so wichtig..! es zerreisst mich schon innerlich Dir das alles so zu schreiben. ich habe innerhalb 1 Jahres meinen großen Bruder und meine große Schwester durch Krebs verloren..jetzt meinen Vater...es ist nicht leichter innerhalb eines Jahres von 2 so wichtigen Menschen abschied zu nehmen..als am gleichen Tag...das warum wirst Du nicht ändern...
ich drück Dich in Gedanken ganz feste...und wünsche Dir alles erdenklich liebe und gute...
Ich zünde heute Abend eine Kerze für Deine Schwiegereltern an...
Beitrag von holidaylover - 03.02.12 - 16:07 Uhr
ich kann deine schwiegereltern gut verstehen. nach der diagnose auf das ende "zu warten" und langsam vor sich hin zu sterben ist grausam.
die schwester meines mannes ist daran gestorben.
steh deinem mann bestmöglich bei, die trauer kann ihm leider keiner abnehmen.
für kiwu Ü40 gibt es einen netten club: http://www.urbia.de/club/Fast+schwanger+mit+2+mal+20
lg
claudia
Beitrag von liebelain - 03.02.12 - 17:45 Uhr
Liebe Franzismama,
bei aller absolut verständlichen Trauer und Hoffnungslosigkeit, die Ihr momentan durchlebt, werft bitte einen winzig kleinen Blick auf den durchaus rührenden Hintergrund dieser Geschichte: ein Paar, das sein Leben miteinander geteilt hat und seine diversen Krankheiten, möchte auch den Tod miteinander teilen. Sie planen ihr gemeinsames Ende minutiös - wer weiß, was sie sich vorgestellt haben. Sie verabschieden sich hoffnungsvoll nur kurz voneinander, womöglich, um sich gleich auf der anderen Seite gesund wieder zu treffen.
Mir fällt hier gerade die Szene am Ende des Films "Der 200-Jahre-Mann" ein, in der Andrew stirbt und Portia seine Hand drückt und sagt "Gleich sehen wir uns wieder." (hier zu sehen, ab ca. 7:50 Min. http://www.youtube.com/watch?v=8CfXNAi0wkU).
Das Schicksal macht den beiden einen gnadenlosen Strich durch ihre Rechnung und trennt die beiden. Nun sind beide allein und warten darauf, dass Deine Schwiegermutter von ihrem Leiden erlöst wird. Da der Lebenswille ohnehin nicht mehr da ist, gönnt ihr einen friedlichen Abschied. Lasst ihr mit einer guten Palliativtherapie Schmerz und Leiden lindern und seid einfach nur noch ihre letzten Tage/Wochen/Monate für sie da. Versucht, ihren Wunsch zu akzeptieren, denn sie möchte wieder zu ihrem Mann, wo sie schon die ganze Zeit sein wollte.
Ja, die beiden Söhne werden ihre Eltern gemeinsam zu Grabe tragen müssen - erfüllen damit aber deren innigsten Wunsch. Schon das alleine darf ihnen ein großer Trost sein. Sie vereinen die sterblichen Überreste ihre Eltern, nachdem sie gegen ihren Willen getrennt worden waren. Wer kann das im Regelfall schon für seine Eltern tun?
Für die kommende Zeit wünsche ich Euch alle Stärke und die Kraft, Eure (Schwieger-)Mutter loslassen zu können.
Herzlich, liebelain
Beitrag von binnurich - 03.02.12 - 21:35 Uhr
tut mir sehr leid für euch.
weißt du was mir in so einer Situation manchmal hilft, sind Gedanken, von denen ich weiß, dass es nicht unbedingt so stimmt, aber irgendwie mag ich Märchen und die helfen mir dann:
so hat euer Sternchen dann bald seine Großeltern, die mit ihm gemeinsam spielen können und da oben in vielen Jahren auf euch warten und bis dahin sind sie alle nicht allein
Beitrag von zauber04 - 05.02.12 - 21:07 Uhr
hallo , ich kann dich so gut verstehen , und kann dir nur sagen sei für deien mann da .ich weiss zu gut wie es ihm gehen muss ,denn leider ist mir genau das passiert wovor du angst hast .ich habe meine eltern in einen sehr kurzem abstand verloren meine mutti ist am 13.10.2011 nach nur vier wochen diagnose lungenkrebs gestorben eigentlich hatten die ärzte gemeint das sie noch 6 monate hat .leider hat sie eine sepsis bekommen und ist schon schon wenige std nach der diagnose sepsis gestorben .ich hätte mir sehr diese 6 monate natürlich am liebesten noch ganz lange gewünscht ,denn so wie es bei mir gelaufen ist konnten wir uns nicht mal von meiner mutti verabschieden ,sie war plötzlich tot .das tut so weh .ja und mein dad ist am 23,12.2011 auch zu den sternen gerreist,er hatte eine schwere lungenkranheit und leider auch eien sepsis bekommen an der er nach 12 tagen kampf leider verstorben ist .ich kann dir garnicht richtig beschreiben wie ich mich grad fühle . aber ich kann dir sagen sei für deinen mann da der braucht dich jetzt . ich wünsche dir und deinem mann alles gute und viel kraft .zauber
