hallo ihr lieben,
unser sohn ist letzten sommer zur schule gekommen. seit unsere tochter 1,5jahre auf der welt ist, ist in unserer mutter sohn beziehung irgendwie der wurm drinne
...
ich habe mir immer mühe gegeben, mir für ihn zeit genommen, dass er sich nicht vernachlässigt fühlen musste. aber natürlich ändert sich einiges wenn man 5 jahre einzelkind war und plötzlich so ein kleines baby dazu kommt.
auf jeden fall ist es seit der einschulung schlimmer geworden. ich weiß nicht richtig wie ich es beschreiben soll. mein sohn hat ein sehr geringes selbstbewusstsein, was wir immer versuchen zu stärken, er gibt schnell auf,will vieles erst gar nicht ausprobieren usw.
gleichzeitig ist er ein totaler perfektionist alles muss perfekt sein, sonst rastet er aus.
z.z. ist er wieder in so einer phase, wo er ständig sofort ausrastet wenn as nicht klappt. z.b. er baut lego und es funktioniert nicht gleich so, dann schreit erbrüllt rum schimpft usw.ich sage ihm, dass ich ihm helfe aber nicht in so einem ton.
dann haut er ständig schimpfwörter raus, wo mir die ohren schlackern, klar bekommen sie so etwas in der schule von den großen mit. aber ich sage ihm auch, dass ich solche wörter zuhause nicht hören möchte und trotzdem kommen sie immer wieder. wenn seine kleine schwester nur mal aus versehen ganz kurz von ihm was in die hand nimmt, wird sie umgeschupst oder gehaun. 
...habe ich zeit für ihn schlage ich ihm vor, ein spiel zu spielen, raus zu gehen oder was zu machen wo er lust zu hat, aber nichts gefällt ihm....
gleichzeitig kann er so lieb sein, kuscheln. mit seiner schwester lieb spielen usw. aber irgendwie kommt er mir z.z. teilweise traurig vor, als wäre irgendwas nicht i.o. wenn ich ihn danach frage, sagt er aber es ist nichts. ... er ist da wies ein vater, er macht alles mit sich selber aus. leider... in der schule hat er freunde, aber so richtig feste auch noch nicht bis auf einen den er schon aus dem kiga kennt. die schule läuft sonst sehr gut, dafür das er der jüngste in der klasse ist.
also mir fehlt z.z. einfach der bezug zu ihm, da er mich auch ständig auf die palme bringt. mit den schimpfwörtern, und anderen blödsinn. was könnten wir tun, dass wir wieder einen bezug zueinander finden können?
danke uch
lg jayda
wie bekomme ich wieder den Bezug zu meinem Sohn (6,5 Jahre)
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Beitrag von jayda2009 - 04.02.12 - 12:54 Uhr
Beitrag von ballroomy - 04.02.12 - 18:55 Uhr
Kennst Du das Buch "Familienkonferenz" von Thomas Gordon?
Beitrag von jayda2009 - 05.02.12 - 15:28 Uhr
Ja, das haben wir, fand ich nicht gut. LG
Beitrag von patty1205 - 05.02.12 - 15:15 Uhr
Keine schnelle Hilfe, aber lesenswert.
" Wenn die Zähne wackeln - wackelt die Seele " ( Monika Hinrichsen + Renate Kviske)
LG Patty
Beitrag von lali333 - 06.02.12 - 09:55 Uhr
Hallo,
es ist bestimmt gerade nicht einfach für ihn. Er bekommt eine Schwester, wird eingeschult... das kann schon schwer für ein Kind sein.
Mein Großer (im November 6 geworden) ist auch vor 10 Monaten großer Bruder geworden und er hat sich zum Glück an seine Schwester gewöhnt
.
Aber wir mussten auch daran arbeiten. Aber ich habe auch ganz schlimme Angst vor der Einschulung
. Mit Veränderungen kommt er nämlich nicht so gut klar.
Aber wenn du sagst, er kuschelt gern, dann kuschel doch mit ihm! Bei uns ist seine Zeit, wenn die Kleine im Bett ist. Dann haben wir noch knapp ne Stunde zum bettfertig machen, Kuscheln oder/ und Vorlesen.
Erzähle ihm doch mal, was du den Tag über erlebt hast, worüber du dich geärgert oder gefreut hast. Vielleicht erzählt er dann auch was. Ich muss meinem auch immer alles aus der Nase ziehen aber auf die Tour lässt er sich meistens auf ein Gespräch ein. Und lass dich nicht zu schnell auf die Palme bringen. Bei uns gibt es auch keine Schimpfwörter. Wenn er so mit seinen KiTa-Freunden redet ist das eine Sache. Ignorier es mal und lobe ihn für Sachen, die er ganz toll macht!
Hast du ihm erklärt, dass die kleine Schwester ihn nicht ärgern will und noch nicht immer weiß, was sie macht? Unsere kleine macht auch schon mal gebaute Sachen vom Großen kaputt. Dann heißt es nur: "Hilfe, das Lego-Monster ist unterwegs...", er schimpft kurz sagt nein zu ihr und ich helfe ihm, die Sachen wieder aufzubauen. Er weiß, dass sie es nicht mit Absicht macht. Aber es gibt auch Momente, da ist er echt genervt und dann kommt seine Tür auch zu und ich nehme die Maus mit und lasse ihn allein spielen.
Meiner ist auch ein kleiner Perfektionist. Aber er ist schon viel gelassener geworden. Was hilft: Frage ihn, was passiert ist. Wenn z.B. der Turm umgekippt ist, kannst du ihm sagen, dass es ja ärgerlich ist. Dass du verstehen kannst, dass er sich darüber ärgert, weil er sich bestimmt ganz doll Mühe gegeben hat. Und dann kannst du ihm anbieten, zusammen mit ihm einen neuen Turm zu bauen oder ihn zu reparieren. Du musst ihm das Gefühl geben, dass du seinen Ärger verstehst. Und dass er sich an dich wenden kann, wenn er sich ärgert.
Und dann kannst du ihm Tipps geben, wie er mit seinem Ärger umgehen kann oder sich verhalten kann. Und du kannst ihm so auch zu verstehen geben, dass solche Gefühle normal sind, er aber seine Wut nicht z.B. an die Schwester durch schubsen etc. auslassen kann.
Und meiner weiß: "Schimpfen lässt sich manchmal nicht verhindern. Man muss ja wissen, wenn man was falsch macht. Aber auch wenn du mal schimpfst, hast du mich ganz doll lieb und möchtest nur, dass ich ein vernünftiger junger Mann werde."
Voll süß, wenn er mir das mal abends sagt, wenn wir den Tag Revue passieren lassen
LG lali333
Beitrag von heikeundleon - 06.02.12 - 14:34 Uhr
Hallo,
einiges von dem, was Du schreibst, kenne ich. Wenn z. B. beim Lego etwas schief geht, ist Dein Sohn ohnehin schon frustriert. Wenn Du ihn dann noch fragst, ob Du helfen sollst (ist ja gut gemeint), ist das aber gleich noch eine Niederlage für ihn.
Gerade die erste Zeit nach der Einschulung ist sehr anstrengend für die Kinder. Vielleicht schaffst Du es, Schimpfwörter zu ignorieren und die kleine Schwester in einer anderen Räumlichkeit zu beschäftigen.
Ansonsten, signalisiere ihm, dass Du immer für ihn da bist. Wenn er kuscheln kommt, auch mal alles stehen und liegen lassen.
Kannst regelmäßig etwas mit ihm allein unternehmen?
Gute Nerven und viele Grüße
Heike
