Start/Stopp Schwierigkeit; 2. Klasse,...

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Beitrag von tinaspimboli - 04.02.12 - 14:47 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

aufgrund einer evtl. sogenannten Start/Stopp Schwierigkeit unseres Sohnes sind wir nun beim SPZ und er hat schon 2 Test hinter sich und am 22. ist die Auswertung. Endlich.

Das Problem ist, daß unser Sohn etwas zu spät anfängt mit seinen Aufgaben und ihm dann die Zeit fehlt. Noch ist das in der 2. Klasse kein Problem und das Halbjahreszeugnis war super und viel besser als wir dachten.
Dennoch unsere Sorge bleibt, da er eben nicht so schnell ist wie vielleicht andere.
Nun frage ich mich, wird so etwas mit der Zeit besser. Hat jemand von Euch Kids mit eben solcher "Problematik" und ist es mit der Zeit -vielleicht aufgrund Entwicklungsschüben besser geworden-? Es gibt ja sooo viele Kinder, die etwas verträumt sind, was ich so lese aber mir fehlen Infos, ob es besser wird oder sich wie ein roter Faden durchs Leben zieht.

Danke für den Erfahrungsaustausch.

LG, Tina

Beitrag von booty2001 - 04.02.12 - 15:59 Uhr

Hallo,

gerade in den ersten zwei Schuljahren haben Kindeder immer wieder dieses Problem.
Du solltest dir da nicht zuviele Sorgen machen.

Meist legt sich das im 3. oder 4. Schuljahr und so lange der Inhalt des Unterrichts sitzt, ist alles im Rahmen!

LG

Beitrag von luka22 - 04.02.12 - 16:23 Uhr

"Star-Stopp"-Schwierigkeit????

Davon habe ich ja noch nie etwas gehört. Es werden wohl jeden Tag neue Schätze aus den unendlichen Tiefen des Schülerkrankheitenozeanes geborgen...

Das Halbjahreszeugnis war super, was wollt ihr denn noch herausholen? Müssen Kinder auf Knopfdruck funktionieren? Das sagt doch schon der unsägliche Name der neueste Krankheit: Start/ Stopp...fehlt nur noch der Schuss und GO!!!

Dürfen sich Kinder nicht 5 Minuten am Anfang eines TEstes nehmen, um sich alles in Ruhe anzuschauen? So ein Verhalten ist löblich und nicht therapiebedürftig! Da die Noten gut sind, würde ich als Eltern jetzt mal auf Stopp drücken.

Grüße
Luka

Beitrag von tinaspimboli - 04.02.12 - 16:55 Uhr

Weißt Du Luka, wenn das so einfach wäre was Du schreibst.

Beim 1. Lehrergespräch (nach 3 Wochen!!!) war auch schon die Start/Stopp Schwierigkeit Thema. Neben Wahrnehmungsstörungen, weil er eben nicht gleich das richtige Heft/Buch zur Hand hatte. Da haben wir ihn gelassen. Weiteres Gespräch, naja, wir warten ab.

Und nun wurden wir wirklich gedrängt,....und das Lehrergespräch läuft immer so ab: Schulisch ist alles okay, ABER,....
D.h. da kann man nicht auf Stopp drücken.

Zeugnis ist von den Fächern her super aber eben auch diese Schwierigkeit beschrieben.
Und das sein Arbeitsmaterial unorganisiet ist bzw. er es auch noch nicht für wichtig erachtet und die Bedeutung versteht.

Das Ergebnis beim Psychiater ist bestimmt völlig unauffällig aber dann ist es eben auch Aufgabe der Lehrkraft das zu regeln.

LG

Beitrag von luka22 - 04.02.12 - 17:13 Uhr

"Weißt Du Luka, wenn das so einfach wäre was Du schreibst."

Weiß ich doch...:-)

Mir ist nur gerade wieder die Hutschnur hochgegangen. Ich weiß von mir selber, dass man verunsichert ist, wenn Erzieher/ Lehrer auf bestimmte Defizite hinweisen. Man kann es ja auch nicht einordnen, wie massiv das Problem tatsächlich ist. Regt man sich nicht, obwohl einem eindringlich dazu geraten wurde, wirft es auch wieder ein schlechtes Bild auf die Eltern und es wird einem Desinteresse vorgeworfen. Die Lehrerin moniert auch jedes Mal, dass meine Tochter während Mathearbeiten abwesend ist und nur ins Leere starrt. Ich kenne meine Tochter und weiß, dass sie das tut, wenn sie völlig verunsichert ist und das ist sie eben oft in Mathe! Beim Aufsatz starrt sie nie ins Leere, sondern hat tolle Einfälle. Ich denke man sollte immer reagieren, wenn ein Kind unter einer bestimmten Verhaltensweise leidet. Bei mir sieht die REaktion so aus, dass wir zusätzlich zur Hausaufgabe Mathe üben, damit sie mehr Sicherheit gewinnt.
Vertrau einfach auf dein Gefühl! Wenn dein Kind dir völlig normal vorkommt, würde ich mich durch solche "Diagnosen" nicht groß aus der Ruhe bringen lassen.

Grüße
Luka

Beitrag von caro300 - 05.02.12 - 08:12 Uhr

Hallo Tina,

sowas habe ich eigentlich noch nie gehört. Unser Sohn ist auch ziemlich langsam. Er ist schnell abgelenkt. Es zeigt sich aber immer wieder das er eigentlich schneller sein könnte. Mein Sohn schafft es locker über eine Stunde an der gleichen Zeile zu verbringen. Er schafft es aber auch mit Druck die ganze Seite in 20 Minuten zu bearbeiten. In Mathe hat er eine zeitlang es geschafft nur ein bis 2 Aufgaben ins Heft zu schreiben, jetzt sind es manchmal schon über 10 Aufgaben. Vor kurzen hatte er einen Mathetest, es waren sehr viele Aufgaben und er hat sehr viele geschafft, vielmehr als im Unterricht.

Kinder wie dein Sohn träumen sich oft weg und brauchen dann immer wieder jemanden der sie zurück ins hier und jetzt holt. Und auch das Interesse für den jeweiligen Stoff muss da sein. Mein Sohn hat auch andere Fächer bei denen er voll bei der Sache ist.

Du hast ja selbst geschrieben, es klappt von der Leistung ganz gut. Die Schnelligkeit wird auch noch kommen. Das braucht eben seine Zeit.

Liebe Grüße

Carola

Beitrag von patty32 - 07.02.12 - 13:41 Uhr

Hallo Tina,

wir haben das gleiche Problem.

Hatten vor 2 Wochen unser Schüler-Eltern-Lehrer-Gespräch und da kan das Gleiche raus: Unser Sohn trödelt rum und wird deshalb mit dem ihm gestellten Aufgaben nicht fertig.
Was er aber z.B. in Tests fertig hat ist richtig.
Nun muss ich dazu sagen dass unser Sohn nen Durchscnitts-IQ von 126 hat (in einer von 4 Kategorien sogar 143) und somit an der Grenze zur Hochbegabung steht. Aber das, finde ich, hat nicht wirklich viel damit zu tun.
Da unser Sohn ( jetzt 8, auch 2. Klasse) Ganztagsschüler ist bin ich davon ausgegangen dass er seine Hausaufgaben in der Lernzeit in der Schule fertig macht, aber weit gefehlt. Er hat manchmal ganichts oder nur sehr wenig gemacht. Wenn ich ihn frage warum sagt er nur "weiß ich nicht". Prima.

Ich habe auch schon Angst gehabt dass er sich evtl. sein Leben "verbaut" weil er so ist und ab der 3. Klasse gibts ja Noten, aber jetzt habe ich von unterschiedlicher Seite gehört dass wir uns nicht solche Gedanken machen sollen, er findet schon seinen Weg.

Naja, dann lassen wir ihn...
Haben mit der Lehrerin vereinbart dass er wenn er Mo-Do was machen möchte noch HA machen kann aber er muss in der Woche keine machen (kommt ja auch erst mit dem Bus um ca 16:30 nach Hause). Übers Wochenende macht sie ihm dann Klebezettel in die Hefte/Bücher und gibt ihm Aufgaben für max 2 h (übers ganze Wochenende in 30 min-Abschnitten verteilt) auf die er schaffen kann trotz Trödeln.

Vielleicht könnt ihr die Lehrer ja auch mal ansprechen und sowas vereinbaren.
Wir machen übrigens auch 1x die Woche Ergotherapie mit Konzentrationstraining.

Naja, ich wünsche dass es bei Euch auch so langsam besser läuft und vielleicht sprichst Du die Sache auch mal beim Kinderarzt oder Kinder-Neurologen an. Ist ja nix Schlimmes :o)

Ich hoffe das Beste für Euch.

VLG Patty