Motorrad...ein Graus

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Beitrag von nager - 04.02.12 - 17:44 Uhr

Hallo,
ein Graus ist für mich wahr geworden: mein Mann hat sich nach über 20 Jahren wieder ein Motorrad gekauft. "Sein Lebenstraum"...wie er seit einem halben Jahr meint.
Stöhn-ich kann mich überhaupt nicht mit ihm freuen. Wir haben eine 3jährige Tochter und wohnen am Rande eines Ballungsgebietes. Hier ist so viel Verkehr und er hat keine Übung-
wahrscheinlich ist es eine Frage der Zeit bis was passiert. Ich kann einfach nicht über meine Bedenken hinweg sehen ;-(
Und frage mich noch nebenbei: er stöhnt ja jetzt schon, dass er sooo wenig Zeit für sich neben Arbeit, Verein und seinem "Wocheneinkauf" hat...wann will er dann groß fahren?

Am besten am Wochenende- dann hat er von Frau und Kind Ruhe...

Musste mir das mal von der Seele schreiben...
LG

Beitrag von wind_sonne_wellen - 04.02.12 - 17:52 Uhr

Hallo,

den gleichen "Lebenstraum" hatte mein Mann vor einigen Jahren auch.
Er hat sich eine kleine Maschine gebraucht gekauft mit wenig PS und wollte damit zur Arbeit fahren und am WE mal ne Tour etc.
Das hübsche Ding stand aber eigentlich nur in der Garage und wurde seeeehr selten mal rausgeholt. Zur Arbeit ist er glaub ich einmal damit gefahren, er hatte immer Angst vor schlechtem Wetter, wenn er dann heim muss...
Dann hatte er irgendwann seinen Bandscheibenvorfall und konnte sowieso nicht mehr fahren.
Hat das Maschinchen dann verkauft und noch Gewinn dabei gemacht!!!!!!!!!!!

Ich glaube meine Erzählung hilft dir jetzt auch nicht weiter, aber vielleicht geht es euch ja ähnlich ;-)

LG Petra

Beitrag von jane-marple - 04.02.12 - 18:15 Uhr

Hi,

so sind Männer um die / über 40 eben.

Denk positiv - er regt sich auch wieder ab.

Er wird schon merken, dass er keine 20 mehr ist.

Dann steht das Ding nur rum.

Komm dann aber bloss nicht mit so einem Kram wie: "Hab ich gleich gesagt." Oder "Das war doch klar."

Nimm es einfach hin.

vg

Beitrag von yozevin - 04.02.12 - 18:31 Uhr

Hallo

Oh Mann, ich kann dich total verstehen! Damit könnte ich auch nicht umgehen...

Mein Mann hat zwar den führerschein fürs Motorrad, hat seine Maschine aber zum Glück verkauft (völlig freiwillig und ohne Zwang, will ich noch anmerken!), nachdem wir uns kennenlernten... Dafür habe ich ihn dann geheiratet ;-) Naja und wegen verschiedener anderer Dinge auch noch, ich gebs zu #schein

Würde er sich jetzt wieder eine Maschine kaufen, würde ich vermutlich erstmal durchdrehen... Und dann an seinem gesunden Menschenverstand zweifeln... Und dann würde ich ihn wohl auf einen Verkehrsübungsplatz jagen, wenn er das Ding (was anderes ist es für mich nicht!) unbedingt behalten wollen würde...

Ich habe keinen Rat für dich, aber wie gesagt, ich verstehe dich total!

LG

Beitrag von tauchmaus01 - 04.02.12 - 18:54 Uhr

Kann Deine Sorge verstehen. Motoradfahren ist nunmal gefährlich und Unfälle immer sehr, sehr ungesund.
Vielleicht wäre es ja möglich das er beim ADAC ein Fahrtraining macht.....(gibt es sowas für Motorräder?)

Ich hoffe er hat wenigstens eine super Schutzausrüstung.

Meinem Mann würde ich einfach die Schlüssel klauen und im Gulli versenken #schein

Mona

Beitrag von masinik - 04.02.12 - 18:57 Uhr

He Du,

kann dich sehr gut verstehen.

Mein Mann fährt wie ein Irrer Fahrrad. Ca. 7000km im Jahr.
Aber das alles nur auf Feldwegen, im Wald oder in den Bergen. Wenn Straße dabei ist nur ganz wenig und kaum befahren.

Gut, vor einigen Jahren wollte er unbedingt wieder Rennrad fahren, was natürlich nur auf der Straße geht. Ich war absoult dagegen, aber er hat sich ein Rennrad gekauft. Ja, es hat ca. 3 Monate gedauert dann wurde er auf der Straße angefahren, hatte einen Unfall und lag mit Schlüsselbeinbruch im KKH.
Das Rad war Schrott..........und er von seinem Vorhaben geheilt.

Konnte mir dann natürlich nicht verkneifen "Hätte ich dir doch gleich sagen können"

Jetzt fährt er wieder auf seinen Feldwegen!!

Aber: ein Motorrad hätte er auch gerne. Abgesehen davon dass ihm eh die Zeit fehlt halte ich wieder mal nix davon und das weiß er auch.

lg
masinik

Beitrag von jurbs - 04.02.12 - 20:00 Uhr

er gibt viel geld aus ohne es mit Dir zu besprechen? wenn er dass darf, dann darfst Du es auch einfach wieder verkaufen ohne es zu besprechen!

Beitrag von parzifal - 04.02.12 - 21:38 Uhr

Du kennst die Einkomenmsverhältnisse nicht. Ebensowenig die Vermögensverhältnisse. Du kennst auch den Preis des Motorrades nicht. Du weißt also nicht ob es objektiv oder subjektiv "viel Geld" gekostet hat?

Und als Ergebnis dieses Nichtwissens kommst Du zum Schluss sie könne einfach Eigentum des Partners verkaufen? Weil es in Wirklichkeit ihr gehört?

Und Du weißt, dass es nicht besprochen wurde? Woher denn? Ich sehe nur, das sie allenfalls nicht zugestimmt hat.

Der Sachverhalt ist doch viel zu knapp um sich soweit aus dem Fenster zu lehnen.

Beitrag von moulfrau - 04.02.12 - 22:10 Uhr

Hi,
ich bin Ehefrau, 2 fache Mutter und liebe mein Motorrad.

Ich fahre seit 19 Jahren, habe meine Kleine BMW seit 11 Jahre. Es ist weniger geworden, mit den Kindern geht es ja nicht mehr so, aber ich liebe es. Mein Mann hätte gerne das ich sie verkaufe, aber "soweit geht die Liebe nicht".

Wenn Deiner keinerlei Übung hat, empfiehlt sich wirklich einen Kurs nochmal zu machen. Nicht in größeren Gruppen fahren und die ersten paar hundert Kilometer auch alleine zu fahren, nicht mit Sozius. Er muß immer mit der "Dollheit" der Autofahrer rechnen, er ist NIE im Recht, er ist der "Airbag", er muß Vorrausschauend fahren.

Mein Bruder ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen, das ganze Leben ist gefährlich, ohne Ende !!!

Gruß Claudia

Beitrag von berry26 - 05.02.12 - 12:22 Uhr

Hi,

ich kann dich auch verstehen. Mein Mann hatte vor 10 Jahren unverschuldet einen schweren Motorradunfall und hat sich und mir danach geschworen NIE wieder zu fahren. Naja vor 2 Jahren wollte er sich trotzdem eine kleine Maschine kaufen um in die Arbeit zu fahren (durch die Stadt). Das hat er dann 6 Monate lang gemacht und festgestellt das jeden Tag Bike fahren doch ziemlich nervig ist und gefährlich ist das mit den ganzen "Idioten" auf der Straße auch.

Jetzt ist Angeln sein Hobby!;-)

An deiner Stelle würde ich dem ganzen jetzt eher gelassen zusehen. Nicht meckern! Lass ihn einfach machen. Nach 20 Jahren wird er warscheinlich feststellen das es nicht mehr so toll ist wie es einmal war..;-)

LG

Beitrag von kleiner-gruener-hase - 05.02.12 - 12:36 Uhr

Wisst ihr was meine Mutter gemacht hat, als sich mein Vater von einer Erbschaft ein Motorrad gekauft hat? Sie hat den Motorradführerschein gemacht, sich eine eigene Maschine gekauft und nun sind sie zusammen unterwegs... :-p

Beitrag von alocin1970 - 05.02.12 - 13:46 Uhr

Hi,

ich finde es eigentlich nicht schlimm - gut, die mangelnde Übung geht natürlich nicht, da muss er - evtl. mit ein paar Fahrstunden - dran arbeiten. Natürlich ist Motorradfahren gefährlich, das ist klar, aber ich würde es ihm nicht verbieten. Allerdings wird er vermutlich eh keine Zeit zum Fahren haben, das erledigt sich dann von ganz allein. Mein Mann ist vor den Kindern leidenschaftlich Motorrad gefahren; seit 6 Jahren steht das Ding im Carport rum und verrottet (was ich eigentlich schade finde). Was natürlich nicht okay wäre, wenn dein Mann jeden Abend und jedes WE Touren fährt und sich so der Familie entzieht - so wie ein Kollege meines Mannes.

Ich wünschte mir manchmal, mein Mann würde sein Mopped reaktivieren und wenigstens zur Arbeit damit fahren, vielleicht wäre er dann etwas weniger gestresst, so als Ausgleich zum Job und Familienleben.

Mein Ausgleich ist auch nicht ganz ungefährlich - ich habe ein junges schreckhaftes Pferd und reite damit viel alleine aus, mein Mann sagt da auch nichts. Danach bin ich meist viel entspannter.

LG Nico

Beitrag von corny123 - 05.02.12 - 16:48 Uhr

Kann ich nicht nachvollziehen. Als wir Kinder bekamen, wurden unsere Motorräder verkauft, wir haben auch aufgehört mit Extremsportarten (Eisklettern und sowas). Ich finds verantwortungslose.

Beitrag von nordstern80 - 08.02.12 - 10:46 Uhr

Hey,

als 1. würde ich deinem Mann auch empfehlen ein paar Übungsstunden bei einem Fahrlehrer zu machen bzw. auf einem Übungsplatz ein paar Runden zu drehen. Hat meine Cousine auch gemacht, als sie nach 20 Jahren ohne Übung sich ein Auto kaufen mußte.

Mein Mann hat auch kaum Zeit - aber am WE ne Runde mal mit dem Motorrad drehen - das darf er natürlich. Allein fährt er mal 1 - 2 Std., in der Gruppe ist es mal der Sonntagnachmittag oder sogar der ganze Sonntag.

Ich finde da nichts dabei - ist ja nicht jedes WE. So kann mein Mann am besten Abschalten bzw. "runter kommen".
Und jetzt haben wir ne Motorradkombi für Junior gekauft - er (dann 5 Jahre) darf dann mitfahren, wenn er möchte.

Ich freue mich schon - wenn ich wieder ein Motorrad habe - dann machen wir das als Familienausflug ;-)

Grüße

nordstern