Meine Tochter findet keine Freunde im Kindergarten. Wie kann ich helfen?

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von andrea-74 - 04.02.12 - 22:37 Uhr

Hallo,

meine Kleine geht sein 08/2011 in den Kindergarten. Ende März wird sie 4 Jahre.

Sie hat mir ab und zu schon gesagt, das keiner mit ihr spielen will, aber bisher hat sie es immer nur kurz erwähnt und wirkte nie unglücklich. Die letzten Tage aber und auch heute Abend wieder erzählte sie mir weinerlich, das nie einer mit ihr spielen will und keiner ihr Freund sein will. Sie sagte, sie holt morgens öfters irgendein Spiel raus und fragt, wer mit ihr spielen mag, aber niemand mag. Egal ob Puppenecke, Bauteppich, Puzzletisch etc., sie darf nicht. Immer mit der Begründung, sie sei keine Freundin.

Wie kann ich ihr nur helfen?
Die beiden Erzieherinnen in ihrer Gruppe sagen man kann keinen zwingen und geben ihr dann was zum Basteln/Ausschneiden oder die Vorschulübungen der Großen, weil sie sich mit den Sachen für ihr Alter langweilt und sich stark fürs Lesenlernen und Wissensbücher interessiert. Aber das ist auch nicht optimal, oder? Mein Mädchen sagt, sie langweilt sich dort und fühlt sich einsam.

Kennt jemand das Ganze aus eigener Erfahrung und kann mir Tipps geben?

Danke im Voraus!

Viele Grüße
Andrea

Beitrag von meandco - 04.02.12 - 22:49 Uhr

ach mensch ... :-( die arme ... und die erzieher schauen nicht, dass sie ab und an bei einer gruppe beim spielen dabei ist #schock

also in deiner situation würd ich wohl mal ein kind nach hause einladen ... nicht die tochter das kind, sondern mit der mama ausmachen. oder auch mal wo treffen, zb mac doof ... vermutlich wird das dann schnell besser #pro

lg

Beitrag von angelinchen - 04.02.12 - 22:52 Uhr

Hallo
ich kenn das so ähnlich von meiner Tochter. Sie war am Anfang in einer Gruppe, wo sie seit Beginn nen schlechten Stand hatte, meiner Meinung nach durch die Erzieherin bedingt. Nach nem schlimmen Schlüsselerlebnis ganz am Anfang kam sie nie richtig in der Gruppe an, wechseln ging aber nicht, da alle anderen Gruppen voll waren.
Sie ist in diese Gruppe aktiv durch die Erzieher auch nie integriert worden. Sie ist halt nen Mädel, was erstens sehr groß für ihr Alter ist (1,15m, sie ist im Oktober 4 geworden) und damit schnell überschätzt wird, und sie kann sich sehr sehr gut auch allein beschäftigen. Sie ist in dieser Gruppe von einigen Mädels oft geärgert worden, und sie tat mir schon leid, aber es war nie so, dass man ihr angemerkt hätte, dass sie "leidet". Und es gab die Kinderpflegerin, eine ältere Dame (jetzt schon in Rente) wo die Chemie einfach passte, meine Tochter liebte sie über alles! das ging dann irgendwie alles.

Seit September ist meine Tochter nun in der Gruppe, wo mein Großer auch drin war (und wo sie schon immer rein wollte, aber nicht konnte). Anfangs zog sie sich auch aus der Gruppe raus, wurde aber perfekt von den Erzieherinnen immer wieder gezielt mit Kindern in Kontakt gebracht, und dann fand sie ihre nun allerbeste Freundin, und so langsam entwickeln sich so zarte Freundschaftsbande zu einigen Kindern, was für mich soooooo schön ist zu sehen!!!

Was man aber auch bedenken muss, ist dass sich mit 3 bei den wenigsten bereits Freundschaften bilden.

Ich sehe aber hier die Pflicht bei den Erzieherinnen, denn das was du beschreibst, sollte so nicht sein! Wenn sie bewusst auf Kinder zugeht, und dann immer wieder von allen abgewiesen wird, MÜSSEN die Erzieherinnen ihr helfen! So geht das nicht! Sprich sie mal in nem Elterngespräch drauf an, dass deine Tochter eben so erzählt und sehr traurig ist, und sie sie mal aktiv integrieren sollen, da sie das offenbar allein nicht schafft!

Wünsch euch alles Gute!
Anja

Beitrag von nana141080 - 04.02.12 - 22:54 Uhr

Hallo,

das ist in dem Alter noch "normal"! Das kann nächste Woche schon anders sein!

Was du machen kanns? EINLADEN. Wirklich, lade so oft wie möglich Kinder ein und wenn ein kind dann besonders gern kommt, dann wirste sehen das es auch im Kiga gut wird.
Darf man in euren kiga was mitbringen an Spielzeug? Also Kleinigkeiten wie ein "little Pny" oder was Mädels grad cool finden? Wenn mein Sohn sein Hot Wheels Monster Truck in Kiga mit nimmt steht eine Schar 4/5 Jähriger um ihn rum ;-)

Mein Großer ist auch so ein schüchterner und ruhiger. beobachtet lieber. Ich lad eben schon seit 3 Jahren OFT Kinder ein und wir sind viel unterwegs (auf Spielplätzen und in Vereinen!)

LG Nana

Beitrag von meandco - 05.02.12 - 00:17 Uhr

> das ist in dem Alter noch "normal"! <

ne ... normal ist dass das ab und an mal vorkommt. auch meine bekommt ab und an ne abfuhr - sie zuckt dabei noch nicht mal mit der wimper, denn zum einen gibts mal ne andere freundin/freund die/der daneben steht und sie vehement verteidigt dass sie die freundin ist und die anderen sie mitspielen lassen müssen. und zum anderen steht irgendwo schon wer anderer bereit der auch grade auf nen spielkameraden wartet ...

schlimm ist es wenn es überwiegend ablehnung gibt :-( und dazu noch erzieher die nicht sanft intervenieren damit sich das einpendelt ...#aerger

lg

Beitrag von nana141080 - 05.02.12 - 09:50 Uhr

Weder du noch die TE sind im Kiga dabei. Ich glaube nicht dass das Mädchen die ganze Zeit immer alleine spielt! Und sollte ein Kiga so inkompetent sein und das Kind nicht integrieren, sollte die Mutter einen Neuanfang in einem neuen Kiga anstreben. Sofern möglich.

Mit fast 4 Jahren ist es auch normal wenn ein Kind lieber zusieht. Vielen reicht das. Wenn das Mädchen jetzt allerdings anfängt Probleme damit zu haben, dann soll die TE eben meinen Vorschlägen "folgen" und Kinder einladen! Und vielleicht mal hospitieren im Kiga.

VG

Beitrag von meandco - 05.02.12 - 10:09 Uhr

sie schreibt dass sie das problem im kiga schon angesprochen hat. und die reaktion der erzieher scheint zu sein, dass das eben so ist ...

es scheint also was dran zu sein, sonst hätten ihr die betreuer versichert, dass sie sehr wohl immer wieder mal in spielgemeinschaften ist. dem ist aber nicht so, im gegenteil erklären ihr die erzieher wie sie versuchen die kleine abzulenken ...

und ja, auch meine tochter spielt noch oft für sich alleine - sowohl im kiga als auch zu hause, und das ist auch völlig io. aber sie beschwert sich auch nicht, dass die anderen sie nur ablehnen. wie gesagt, das kommt vor, ich hab es selbst schon mitgekriegt beim reinbringen. aber für sie ist das kein drama (eben weil es mal so und mal anders ist) und zieht dann einfach weiter - irgendwas findet sich immer zu tun ;-)

aber der rest ist klar: kinder einladen, hab ich ja oben auch schon vorgeschlagen.

Beitrag von mimi1410 - 04.02.12 - 23:38 Uhr

Hi,

ich seh hier auch die Erzieherinnen in der Pflicht, das Mädchen in Gruppenspiele einzubinden. Du schreibst auch, dass sie sich viel für die Vorschulübungen interessiert - kann es vielleicht sein, dass sie den gleichaltrigen etwas "großgescheit" vorkommt? Wir haben bei uns in der Gruppe ein Kind, mit dem die anderen auch nicht gern spielen, weil es allen immer alles erklärt und immer besser weiß ... die Erzieherinnen spielen oft mit ihr besondere Spiele, die die anderen dann anlocken und zum mitspielen animieren ...
LG MImi

Beitrag von meandco - 05.02.12 - 00:13 Uhr

kann aber auch sein, dass sie so kompensiert ... die anderen wollen nicht mit mir spielen - also mach ich lieber was was man sowieso alleine macht (bzw wird sie von den erziehern dazu animiert ...).

Beitrag von lina007 - 05.02.12 - 07:12 Uhr

Hallo Andrea,
ich kenne das auch. Mein Sohn hatte ein ganzes Jahr lang diese Schwierigkeiten und war immer alleine. Die Erzieherinnen unternahmen nichts, meinten, es gehöre zum Entwicklungsprozess...
Letztlkich geholfen hat, dass ich speziell einen Jungen so alle ein bis zwei Wochen zu uns nach dem Kiga eingeladen hatte. Der ist dann sein bester Freund geworden, geht aber mittlerweile schon in die Schule. Jetzt ist mein Sohn aber integriert und spielt flexibel auch mit anderen mit.
Viel Glück und gute Nerven, Lina

Beitrag von donaldine1 - 05.02.12 - 08:50 Uhr

Hallo,

sie ist nicht mal 4!

Da haben die meisetn Kinder keine Freundschaften. Oft halten es die Eltern dafür, weil sie die Kinder krampfhaft miteinander verabreden.

Laß ihr Zeit.

Meine Tochter hatte die ersten Verabredungen mit etwa 5. Und im Kindergarten spielte zu zunächst auch eher alleine. Sie ist allerdings auch nie hinter den anderen hergelaufen oder fragte nach, ob die spielen wollten.

Vielleicht liegt es auch gerade daran? Ich kann mir vorstellen, daß ein Kind dadurch angreifbarer wird, wenn es fragt, ob es mitspielen kann und die anderen lassen es dann nicht zu. Wie man da jetzt allerding konkret was für Deine Tochter machen kann, das weiß ich nun auch nicht.

Stärk Ihr den Rücken und warte noch ab, mein Tip.

LG
donaldine1

Beitrag von meandco - 05.02.12 - 09:40 Uhr

andere kinder zum spielen einzuladen ist ne soziale kompetenz und wird bei uns im kiga zb vom ersten tag weg gefördert. für meine tochter ist es völlig normal auf ein anderes kind zuzugehen und ein spiel vorzuschlagen.

was glaubst du denn wie das sonst läuft? die erzieherin geht hin und nimmt ein paar kinder und sagt: jetzt spielt ihr vater mutter kind! #kratz
ne, eins zieht los, sucht sich nen genehmen spielpartner und sagt was es gern machen würde - und die anderen sagen ja oder nein ... womit wir beim problem wären: zu ihr sagen alle nein :-(

Beitrag von donaldine1 - 05.02.12 - 12:04 Uhr

Na ja, also das, was manche Mütter -hier bei uns zumindest betreiben- das ist eindeutig krampfhaftes Verabreden. Hier gibt es Kinder, die müssen tagtäglich (!!) Verabredungen haben..... Ich persönlich finde sowas komplett übertrieben. Das hat auch nichts mehr mit sozialen Kompetenzen zu tun sondern mit Ferizeitstreß.

Außerdem habe nie behauptet, daß es nicht normal sei, auf andere zuzugehen. Genauso normal ist es aber eben auch, das es Menschen gibt, die sowas nicht so gut können. Und genau so normal ist es leider auch, daß man mal nicht erwünscht ist, wenn man auf jemanden zugeht.

Das alle nein sagen ist natürlich blöd, keine Frage.

Trotzdem kann man manches leider auch nicht erzwingen, meine Meinung.

LG
donaldine1

Beitrag von meandco - 05.02.12 - 17:22 Uhr

das nachmittags verabreden ist wieder ne ganz andere sache #augen ich erleb das hier bei uns auch ... und dazu gehen die kinder noch balett, skifahren, schwimmen, irgendeinen mannschaftssport und ... #schock wann bitte schön haben die freizeit??? ich finds schon stressig (allein für mich selber) wenn wir 1x jede bis jede 2. woche nen sporttermin haben und sie sich 1x pro woche mit einer freundin verabredet #schwitz

und wenn ich mal ne verabredung für sie ausmache, dann weil die kinder eigentlich sich schon einig sind. sprich ich oder die andere mama kommt abholen und die zwei stehen fertig auf der matte und wollen gemeinsam mitfahren #rofl;-) daher haben wir das besuchsproblem auch erst seit heuer - letztes jahr (mit 3) hatte sie daran überhaupt kein interesse. sie hat wohl ab und an beim heimfahren gefragt, aber zu hause war das schon wieder vergessen. manchmal hab ich mich schon gefragt ob ich mal wen einfach so einladen soll, hab mir den stress dann aber gespart, denn im kiga kam sie ja gut zurecht und war in die gruppe gut integriert. heuer plötzlich (4) war das thema. na, und dann haben wir eben was vereinbart ... mittlerweile will sie jede woche wo hin/bzw kommt ein kind zu uns #sonne

lg

Beitrag von rufinchen - 05.02.12 - 09:27 Uhr

Guten Morgen,

das tut mir sehr leid für deine Kleine. Wie sieht es denn mit euren sonstigen Aktivitäten aus? Hat sie keine Freunde ausserhalb des Kindergartens, mit denen ihr euch regelmäßig treffen könnt, um erst einmal einen Ausgleich zu schaffen? Geht ihr vielleicht zum Kinderturnen oder zur Musikschule? Unser Sohn hat dort auch Freundinnen gefunden, mit denen wir uns regelmäßig treffen. Es wäre ja schon mal ein Trost, wenn sie sonst einige Spielkameraden hätte.

Ich finde, die beiden Erzieherinnen machen es sich viel zu einfach. Es dürfte doch nicht so schwer sein, etwas Schönes mit deiner Tochter zu beginnen und so andere Kinder anzulocken. Das sollte doch schnell das Eis brechen. Ebenso Gruppenspiele, bei denen es ein gemeinsames Ziel für alle gibt. Haben sie keine Turnstunde im Kiga? Gerade dort sollte man doch durch spezielle Spiele Kinder in die Gruppe integrieren können. Zwingen kann man niemanden...nein das stimmt, aber man kann andere durchaus über den Tellerrand blicken lassen und Möglichkeiten eröffnen, das gilt auch für kleine Kinder. Das ist ja auch schon eine Art Mobbing durch kleine Kinder, klar sind die untereinander manchmal grob. (Unser Sohn hat mit einem Jungen immer nur gespielt, wenn sein bester Freund krank war und wenn dieser wieder da war, durfte der Junge nicht mehr mitspielen. Ich fand, das ging gar nicht und habe unserem Sohn ein paar Mal etwas dazu gesagt. Jetzt nach ein paar Monaten spielt er mit beiden, dh. es ist ein Dreiergespann und sie spielen natürlich auch noch mit den anderen Kindern. Man kann Kinder schon in eine soziale Richtung lenken, wenn man will.) Aber dass deine Tochter so ausgegrenzt wird, sprengt schon etwas den Rahmen. Ich würde auf alle Fälle noch einmal das Gespräch suchen.

Ansonsten könntest du dieses Buch den Erzieherinnen spenden:
http://www.amazon.de/Die-besten-Spiele-mehr-Sozialkompetenz/dp/376981729X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1328430378&sr=8-1

LG
Rufinchen

Beitrag von maschm2579 - 05.02.12 - 13:22 Uhr

Hallo,

meine ist auch seit 8/11 im Kindergarten und wird Mitte März 4 Jahre.

Sie kommt auch immer nach Hause und sagt: niemand will mein Freund sein.

Wenn ich sie dann frage was sie denn auf die Frage antwortet sagt sie ganz trocken: na auch nein

Ich habe Ihr jetzt erklärt das sie doch mal ja sagen soll wenn jemand fragt, weil das ein ganz blödes Gefühl ist.

Bei uns ist es aber so das die Erzieherinnen dann die Kids zusammen tun und dann spielen die auch zusammen. Also ich komme nie in den Kindergarten und meine Maus läuft irgendwo alleine rum. Sie spielt immer mit jemanden, ist aber der Meinung sie hat keine Freunde.

Irh beste Freundin ist eh mit Ihr in der Krippe gewesen und nachdem die zwei nach fat 3 Jahren getrennt wurden, gibt es keinen Ersatz. Das wird wohl so bleiben, die beiden verbindet eine Freundschaft wo laut Erzieherin kein anderes Kind zwischen kommt.

lg Maren

Beitrag von almura - 06.02.12 - 10:51 Uhr

Hi,

wir haben das auch hinter uns. Unsere ERzieherinnen haben sich auch Mühe gegeben, aber auch eingeleitete Spiele sind immer schnell im Sand verlaufen.
Als sich unsere Tochter mal damit an mich gesandt hat, habe ich sie die konkreten Situationen beschreiben lassen. Es kam heraus, daß sie immer gefragt hat, ob sie mitspielen darf.
Wir haben dann beschlossen, daß sie einfach mitspielt.
Und was soll ich sagen? Es hat funktioniert! Sie kam am nächsten Tag freudestrahlend aus dem Gruppenraum und seitdem ist es ständig besser geblieben.

Andere Tipps hast Du ja schon bekommen, von denen ich das einladen am wichtigsten finde.

LG
Almura

Beitrag von alinashayenne - 06.02.12 - 11:08 Uhr

Hallo!

Meinem Sohn geht es sehr ähnlich. Er ist jetzt schon 5, kam aber im September in eine neue Gruppe, weshalb der Kindergarten für ihn jetzt genauso "neu" ist, wie für deine Tochter.

Ich habe mich in meinem Leben schon sehr oft mit dem Thema Hochbegabung und allen möglichen Facetten beschäftigt. Hier spricht man das Thema aber besser nicht an ^^ na jedenfalls, denke ich persönlich, dass es schon zusammenhängen "kann". Leider ist es oft (nicht immer, aber eben oft) so, dass besonders begabte Kinder, die sich - wie du ja auch schreibst - mit "altersgeeignetem" Stoff schnell langweilen - ein Problem mit dem Sozialverhalten haben.
Manche assoziieren damit leider nur das Auffällige, laute Aus-der-Reihe-tanzen. Probeme im Sozialverhalten müssen sich aber keineswegs so zeigen.
Manchen Kindern fällt es einfach schwer, direkt auf andere zuzugehen oder es fehlt ihnen einfach die richtige "Art", fremde Kinder anzusprechen.

Mein Sohn tut mir auch unendlich leid, weil er auf der einen Seite natürlich Freunde haben will, auf der anderen Seite aber eben doch ein Einzelgänger ist. Er möchte gerne mit Buben seines Alters spielen - und meiner Meinung nach hätte er das dringend nötig. Aber - so wild und selbstsicher er auch oft im Spiel wirkt - er traut sich nicht, "fremde" Kinder einfach anzusprechen. Das macht er einfach nicht. Dazu kommt natürlich, dass die meisten Kinder sich schon ein Jahr länger kennen, weil sie eben schon früher in dieser Gruppe waren. DA gibt es eben schon Freundschaften, Nachbarn, Grüppchen, die nicht gerne neue Kinder in ihre GEmeinschaft aufnehmen.
Auch wenn die KIndergärtnerin ein Spiel für bspw. 5 Kinder herrichtet, macht er nicht mit, wenn die Kinder die mitmachen, nicht seine "Freunde" sind.

Er ist wirklich schlau - und obwohl er weiß, dass es um Freunde zu werden, erstmal eines Kennenlernens bedarf - aber das schafft er offensichtlich nicht so recht.

Ich glaube nicht, dass man den Kindern wirklich "helfen" kann. Außer Tipps geben, wie man Kinder ansprechen könnte. Nicht selbst vorschlagen, was gespielt werden soll, sondern vielleicht versuchen mal mitzuspielen wenn die andern was spielen (wobei das wirklcih viel verlangt ist von einer 3jährigen...#kratz)
Du könntest - wenn die Kinder wenigstens manchmal zusammen spielen - vielleicht einmal eines am Nachmittag zu euch nach Haus einladen? Das würde das Kennenlernen vielleicht erleichtern. Oder zu einer Party - falls deine Tochter bald Geburtstag hat?

Aber das einzig Einfache und Richtige wäre wohl die Erzieherinnen nochmal befragen, wie sie die Sache sehen. Ich würde ihnen erzählen, was dein Mädchen erzählt, dass niemand mit ihr spielen möchte, obwohl sie auf der Suche nach Freundschaften ist - sich also nicht zurückzieht und lieber alleine spielt (so ist es nämlich mehrheitlich bei meinem Sohn). Vielleicht können die ja helfen und eben bei Gruppenspielen deine Tochter mehr miteinbeziehen, mit anderen zusammenwürfeln wenns um Teams geht usw.usf. So würde sie integriert werden, ohne sich selber so anstrengen zu müssen.

Ich wünsch euch alles Gute und hoffe, dass sich diese Dinge noch bessern.
Lg.Nina