Baugutachten einsehen - wg. plötzlichem Kita Abriß

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Beitrag von dunki - 05.02.12 - 08:39 Uhr

Hallo,
seit einigen Tagen wissen wir das unsere Kita ganz plötzlich abgerissen werden soll und die Kinder in ein Übergangsquartier kommen. Ein Gutachten hat ergeben das sich eine Sanierung, bei dem 40 Jahre alten Bau nicht mehr rechnet. Es drückt wohl Wasser von unten und auch das Dach bekommt der Dachdecker nicht mehr dicht.

Angeblich besteht keine akute Gesundheitsgefahr für die Kinder. Doch bisher war immer das Geld knapp und alles was gemacht wurde mußte durch Elterninitiativen finanziert werden und jetzt soll es plötzlich so fix gehen? Eine Mutter hat sich beim Träger jetzt erbeten das Gutachten einsehen zu dürfen, doch er will es nicht so recht rausrücken und bittet um einen persönlichen Gesprächstermin und Vertruen.

Kann mir jemand sagen ob man gestzlich geregelt einen berechtigten Anspruch hat?

Dank vorab.

Dunki

Beitrag von ina_bunny - 05.02.12 - 08:43 Uhr

Gesetzlicher Anspruch???

Selbst wenn, ein Laie versteht das doch sowieso nicht.
Oder seid ihr selbst Gutachter oder Architekten?

Verstehe den Sinn eures Vorhabens nicht.

LG Ina

Beitrag von nick71 - 05.02.12 - 08:52 Uhr

"Angeblich besteht keine akute Gesundheitsgefahr für die Kinder."

Geh mal davon aus, dass das der Wahrheit entspricht...die Läuse setzt sich so schnell keiner in den Pelz.

"Kann mir jemand sagen ob man gestzlich geregelt einen berechtigten Anspruch hat?"

Ich wüsste nicht, worauf ein gesetzlicher Anspruch basieren sollte.

Ihr habt lediglich die Möglichkeit, eure Kinder nicht in den Kindergarten zu schicken, so lange sie nicht umquartiert sind...die Beiträge werdet ihr aber wohl weiterhin bezahlen müssen.

Beitrag von kate27 - 05.02.12 - 10:46 Uhr

Hallo,

ich kann dich glaub als Einzige voll und ganz verstehen, da die zwei vorherigen Antworten mal wieder zu wünschen übrig lassen ;O(( Aber so ist urbia

Ich selber bin im Elternbeirat unserer Kita und ich weiß, dass der Elternbeirat da informiert werden müsste. Kannst du den nicht mal fragen, was los ist? denn eigenartig ist die Sache ja wirklich. Erst ist kein Geld da und dann gehts knall auf Fall.

Und auch wenn du das Gutachten nicht verstehen würdest, wovon ich NICHT ausgehe, kann man immer noch jemanden fragen, der sich damit auskennt.

Ich kann mir vorstellen, dass du dir Sorgen machst, dass irgendwelche Spätfolgen sein könnten, die man jetzt noch nicht weiß. Oder seh ich das falsch?

Also dann frag nach ;O)

GLG Kathrin

Beitrag von dunki - 05.02.12 - 14:23 Uhr

Hi,
vielen Dank für Deine Rückmeldung. Ich denke einfach wenn der Träger und die Stadt merken das die Eltern sich nicht so einfach mit den wenigen Infos abfertigen lassen, dann wird man sicher vorsichtiger und geht mit dem Thema sensibler und verantwortungsvoller um. Ich denke das unser "Horizont" durchaus ausreichend sein wird um ein Gutachten zu lesen.... ;-) , für den Notfall ist ein guter Freund von uns aber auch Architekt und sicher bereit mal querzulesen.

Natürlich machen wir uns Sorgen um unsere Tochter, wie Du ja auch schon schreibst um etwaige Spätfolgen.

Ich werde ihn heute Abend mal anrufen, vielleicht kann er mir mit entsprechenden Gesetzen dienen.

Vielen Dank und schönen Sonntag noch.

LG
Dunki

Beitrag von kate27 - 05.02.12 - 14:55 Uhr

Wenn du magst, kann ich morgen unsere Leiterin mal ansprechen, wie es wäre wenn :O) Gib mir einfach per PN Bescheid ;O)

GLG Kathrin

Beitrag von parzifal - 05.02.12 - 17:21 Uhr

Bedankst Du dich nur bei den Rückmeldungen die dich verstehen (übersehen wirst Du die anderen Rückmeldungen ja wohl nicht haben)?

Beitrag von dunki - 07.02.12 - 11:30 Uhr

Mit so wenig konstruktiven Rückmeldungen kann ich nichts tun.

Im übrigen bedanke ich mich grundsätzlich schon in meinem 1. Beitrag vorab für alle Rückmeldungen.

Also kein Grund zum meckern.

Beitrag von parzifal - 09.02.12 - 06:07 Uhr

Du hast recht. Du bedankst dich bei denen die dir gar nicht groß weiterhelfen können wegen ihrer "konstruktiven" Rückmeldung extra nochmal (weil sie Deine Meinung teilen?).

Diejenigen die aber kritisch den Sinn und Nutzen Hinterfragen und wissen wollen, ob Ihr Architekten etc. seit, die werden ignoriert.

Kein Dank. Keine Rückantwort.

Zieh den Schuh einfach an.

Beitrag von dunki - 13.02.12 - 11:02 Uhr

Sorry, aber ich habe echt keine Langeweile und kann durchaus selber entscheiden wann und wem ich antworten möchte und ich denke das wirst Du akzeptieren müssen ob es Dir nun paßt oder nicht.

Im übrigen kann ich Dir versichern das uns die Einsicht in das Gutachten schon weiterbringen würde, denn wir sind in der Lage dieses zu verstehen. Ggfs. gibt es noch weitere Fachleute in unserem Umfeld. Uns geht es um die Sicherheit und Gesundheit unserer Tochter. Ich denke das ist Grund genug.

Beitrag von parzifal - 13.02.12 - 15:46 Uhr

Du braucht es etwas deutlicher bzw. verstehst nicht worum es geht richtig?

Also etwas deutlicher:

Du ignorierst Personen die kritische Rückfragen haben und bei denen die Dir nach dem Mund reden bedankst Du dich einschleimend.

Jetzt verstanden?

Und keine Angst. Aufgrund Deines weiteren Verhaltens gehe ich nicht davon aus, dass man daran zukünftig noch etwas ändern kann. Also akzeptiere ich diesen Stil. Ich darf ihn doch aber kritisieren oder nicht?

P.S.

Es geht nicht um den Grund, weshalb du tätig werden willst.

Beitrag von kanische - 05.02.12 - 21:01 Uhr

Glaub mir, du wirst es eh nicht verstehn was da drin steht. Wenn die Kommune will, das ein Gebäude abgerissen wird und nicht renoviert, dann kann man das Gutachten ganz einfach so schreiben wie es sein soll. Das nennt sich kaputtrechnen. Sie brauchen das Gutachten ja nur um es im Budget durchzubringen.

LG

Beitrag von snuggel - 06.02.12 - 11:20 Uhr

Du weißt schon, wie öffentliche Haushalte geplant werden?

Am Anfang vom Jahr wird ein Haushaltsplan verabschiedet in dem alle Kosten, die im laufe dieses Jahres anfallen, veranschlagt sind. Alles was hierdurch nicht abgedeckt werden kann, kann entweder in dem Jahr nicht gezahlt werden (also auch nicht in Auftrag gegeben werden, weil nicht veranschlagt) oder muss aus einem andern Topf (also Elterninitative, Spendenaktion usw.) finanziert werden.

Für kleiner Reparaturen in Kitas/Kindergärten gibt es ein gewisses Budget, was aber sicherlich sehr klein ist und wirklich nur für wichtige und absolut notwendige Dinge verwendet werden kann.

Baumaßnahmen können nur dann durchgeführt werden, wenn diese ausdrücklich im Haushalt veranschlagt wurden. Möglicherweise wurde Euer "Neu-"Bau schon mehrere Jahre mangels entsprechnder Kohle auf die lange Bank geschoben und hat jetzt (auch durch das Gutachten) endlich piorität gegenüber anderen Dingen bekommen?

Die Gefährdung der Kinder in der Einrichtung bis zum Abriss ist eine andere Sache - allerdings wird die ein Laie kaum aus dem Gutachten herauslesen können.

Warscheinlich ist es einfach so, dass die Sanuierungskosten die Neubaukosten übersteigen und auch unrentabel sind, da es sich ja ohnehin um ein veraltetes Gebäude handelt.

Bei mir im Nachbarort wurde eine Schule nach so einem Gutachten geräumt und keiner durfte mehr dort rein wegen akuter Einsturzgefahr (gestern noch Unterricht - heute durfte man schon nicht mal mehr die vergessene Jacke rausholen). Einige Eltern sind dann auf eigenes Risiko rein und haben noch alles Mögliche rausgeholt - vorallem Bastelsachen, Tische, Stühle und private Dinge der Kinder. Anstatt diese Schule dann abzureißen um einem Einsturz zuvor zu kommen, stand das Ganze dann noch bestimmt zwei Jahre leer #schock, da der Neubau ja an einer anderen Stelle begonnen werden sollte. Letztendlich musste die Abrissbirne ran und der Bau hat sich standhaft gewert - soviel zu Thema Bau-Gutachten. Nach über 4 Jahren können die Kinder nun auch endlich wieder im Ort in die Schule!!