Abraten vom Gymi aber Kinder selbst dort hinschicken? Frustposting

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Beitrag von barbarelle - 05.02.12 - 11:34 Uhr

Hallo Urbinis,

wir Eltern haben ja nun in BW die Verantworung auf welche weiterführende auch immer unsere Kinder anzumelden. Nichts desto trotz wollen mein Mann und ich selbstverständlich auf den Rat des Klassenlehrers hören. Noch hatten wir kein Gespräch.

Mein Kind bringt gute bis sehr gute Leistungen. In Deutsch und Englisch ist sie Klassenbeste. Mathe hat sie enorme Fortschritte gemacht ... allerdings hat sie durch das diagnostizierte ADS ein paar "Eigenarten" die aber keinen stören und gut im Griff sind.

Die Eltern mit denen man sich oberflächlich und hin und wieder austauscht schlagen die Hände über den Kopf zusammen und finden das Gymi soooooooooooooo furchtbar. G8 ist grausam, die Hausaufgaben zu viel und überhaupt 2 x die Woche Mittagschule ... die armen Kinder! Letzt hat die Mutter einer Mitschülerin bei mir angerufen (deren Kind natürlich auf's Gymi gehen wird). Ihr Anruf (getarnt als smalltalk) zielte nur darauf hinaus, uns das Gymi auszureden. Dabei haben wir uns noch in keinser Weise geäussert, wohin das Kind gehen wird.

Man rät mir ab unser Kind dort anzumelden, sie solle doch lieber den "bequemeren Weg" über die Realschule nehmen und dann Fachabi. Ihre Kinder sollen aber SELBSTVERSTÄNDLICH auf das Gymi, weil die das ja selbst wollen und überhaupt in einem Akademikerhaushalt sei es ja ein NoGo das Kind auf die überfüllte und heterogene Realschule zu stecken.

Tja. Mein Beitrag ist eigentlich sinnvoll-sinnlos. Vielleicht könnt ihr mir erklären, warum man es so nötig hat und sich so einmischt?

Mein Kind selbst wollte bis vor kurzem selbst auf's Gymi aber ihr ist es letzten Endes egal.

Liebe Grüße und nichts für ungut. Ich musste das mal los werden und ein paar Meinugen (egal ob wohlwollend oder nicht ;-) ) hören.

B.

Beitrag von leiahenny - 05.02.12 - 11:42 Uhr

Es ist doch egal was andere sagen, Eltern erzählen gerne über ihre Kinder.

Wenn dein Kind die Noten hat, dann ist das Gym oder vielleicht noch eine Gesamtschule der richtige Weg. Lass Dich nicht verunsichern,

Beitrag von barbarelle - 05.02.12 - 11:47 Uhr

Hallo Leiahenny,

egal ist es uns sowieso. Ich hinterfrage nur, warum es manche so nötig haben.

Gesamtschulen gibt es hier in BW leider noch nicht. Sollen noch entstehen aber wann genau weiß man noch nicht.

LG

B.

Beitrag von misssaintmary - 05.02.12 - 11:45 Uhr

Hallo,

das kommt mir superbekannt vor. Bin auch aus B-W, mein Kind hat eine Gymiempfehlung, kommt aber auf die RS. Da nicken Eltern immer total verständnisvoll - prinzipiell genau das gleiche wie bei dir, und schicken ihre Kids dann mit Notenschnitten bis 3,0 aufs Gymi.

Den Mythos "Gymnasium" habe ich noch nicht wirklich durchschaut. Prinzipiell muss jedes selbst schauen, wie er klar kommt, warum es aber so viele Eltern gibt, die ihren Kindern das Gymi unter schlechten Startbedingungen antun, niemals zugeben, dass das Kind überforder ist und nur, wenn nichts mehr geht, das Kind wieder runternehmen, oft Jahre zu spät, das blicke ich nicht.

Ich selbst war eine Wackelkandidatin, auf der RS, habe hinterher Abi gemacht und studiert und alles war gut.
GLG

Miss Mary

Beitrag von barbarelle - 05.02.12 - 11:52 Uhr

Hallo Miss Mary,

danke dir. Tja, wir wollen die Beurteilung der Lehrer abwarten. Ich favorisiere das Gymi aus 3 Gründen: 1) Sprachlich ist mein Kind sehr talentiert und dort könnte es in den sprachlichen Zweig. 2) Es gibt nicht so unsäglich viele Fächerverbünde wie in den RS und HS und 3) Dieses Jahr wollen die Gymnasien am Ort verstärkt "Sport und Bewegung" einführen. DAS ist für ein ADS-Kind wie meines ein 6er im Lotto.

Nach sportlicher Betätigung wächst sie (was die Konzentration angeht) über sich hinaus.

SELBSTVERSTÄNDLICH hat die RS hier einen sehr guten Ruf und sie würde garantiert nicht untergehen ;-)

LG
B.

Beitrag von misssaintmary - 05.02.12 - 11:56 Uhr

Hi,

ich denke, jeder kennt sein Kind am besten und wenn man selbst nicht von krankhaftem Ehrgeiz geplagt ist, dann macht man das schon richtig.

Ich verstehe die Motive der Eltern nur nicht, wenn sie praktisch subtil versuchen dafür zur Sorgen (wie in deinem Beispiel), dass andere Kinder nicht aufs Gymnasium gehen - ist das ein kindlicher Versuch, das Gymnasium und sich selbst aufzuwerten, indem man dafür mitsorgt, dass nicht jeder hinkommt?

Ich bin mir meiner Entscheidung für mein Kind sicher, auch, weil mein Kind mit Druck nicht gut umgeht, viel Zeit für sich selbst braucht, mit 5 eingeschult wurde und dann immer zu den jüngsten gehören wurde. Und die Noten überzeugen mich auch nicht. Die Klassenlehrerin ist mit mir einer Meinung - daher lehne ich mich entspannt zurück und bestaune auch die Eltern um mich, die sich so verhalten, wie du auch beschrieben hast, oder einen überall ausfragen (ALDI, etc) und behaupten, dass sie noch nichts wissen, sie aber schon die Voranmeldungen getätigt haben. Ich finde das ist so ein Kindergarten.

GLG
Miss Mary

Beitrag von barbarelle - 05.02.12 - 12:01 Uhr

Jap ... das werde ich auch tun. Meine Tochter ist wohl auch so ein Wackelkandidat. Ihr Noten passen perfekt aber Noten sind für uns nicht alles. Das was du schreibst ist wichtig.

Kann das Kind mit Druck und dem Tempo umgehen? Der Lehrer kennt sie im Klassenverband und hat andere Kriterien, die wir halt (obwohl wir unser Kind gut kennen) nicht sehen.

Alles wird gut ;-)

LG
B.

Beitrag von misssaintmary - 05.02.12 - 12:39 Uhr

Hallo,

ich denke, wenn das Kind generell ein Gymnasiumtyp ist, man selbst bereit ist, auch ein Scheitern zu akzeptieren, dann kommt es nicht auf ein oder zwei Zehntel an. Notengebung ist ohnehin eher subjektiv.

Das Problem sind nicht nur das G8 und seine Anforderungen, sondern auch, was die Eltern daraus machen. Aber das war -zumindest bei uns in der Stadt- schon immer so, auch wenn sich der Ton verschärft hat. Bei mir in der Klasse war ein Mädchen, die schrieb vom ersten Schultag an nur 1er. Sie konnte im Kindergarten schon Lesen, Schreiben, etc. Heute wäre sie mit Sicherheit als "hochbegabt" eingestuft worden.

Die Eltern sahen es erst total entspannt, sie wurde mit uns eingeschult, ein Wechsel in eine höhere Klasse abgelehnt, die Begabung wurde über Französisch- und Geigenunterricht abgepuffert, sie spielte jeden Mittag mit uns auf der Straße und im Wald.

In der Nähe hier gibt es ein sehr gutes Gymnasium, das im Ruf stand, besonders begabte Kinder besonders zu fördern. Das Mädchen wurde also nicht auf dem hiesigen Gymi eingeschult, sondern dort. Kaum dort, durchliefen sie und ihre Eltern eine seltsame Metamorphose und sie erklärte uns eines Abends, dass sie nun nicht mehr mit uns spielen würde, weil sie zu einer "Elite" gehörte und wir eben nicht. Auch die Eltern, bis dann noch völlig geerdet, wurden einfach überheblich und komisch. Sie machte das Abi mit 1,0 und legte eine unglaubliche Karriere hin.

Ich denke, sie ist heute sehr einsam, wir sind nun um die 40, ich treffe sie ab und an mit ihrer Mutter beim Einkaufen. Auch hier war dieses "hurra, wir sind abgehoben" Verhalten einfach total kontraproduktiv.

GLG
Miss Mary

Beitrag von 3wichtel - 06.02.12 - 08:39 Uhr

Bei mir ist es genau anders herum:

Ich hab das G8 immer sehr kritisch beäugt und auch viel Gestöhne von den Eltern gehört. Nun hatten wir das Elterngespräch für die Schullaufbahnempfehlung für meinen Großen. Und die Lehrer sehen ihn ganz klar auf dem Gymnasium!

Und jetzt komme ich ins Grübeln: War meine Einschätzung vorher falsch? Habe ich mich von dem Gejammer der anderen Eltern "infizieren" lassen?

Darf ich meinem Sohn eine Kompetenz, die seine Lehrer ganz klar sehen, absprechen, nur weil ich das ganze Elite-Gelaber der Gymnasien abstoßend finde???

Schon schwierig, diese ganze Entscheidung.

Beitrag von connie36 - 05.02.12 - 12:04 Uhr

Hi
Lass sie doch reden. Meine grosse ist in der 6. Klasse auf dem gymi. Sie hatte nur deshalb in der 5. Klasse zweimal nachmittagsunterricht, weil sie eine zusaetzliche ag gewaehlt hatte. Sonst nur 1x. Jetzt in der 6. Klasse hat sie eine woche 2x und die andere woche 3x nachmittagsschule. Ohne ag! Wenn sich dein kind auch hinsetzen kann zum lernen (meine tochter hasst mathe!) ist das ganze recht gut zu packen.
Horch dir das geprahle mancher muetter an, zum einen ohr rein, zum anderen raus und denke dir deinen teil.
Lg conny

Beitrag von barbarelle - 05.02.12 - 13:08 Uhr

Danke Conny,

wir hatten uns ja schon ausgetauscht zu dem Thema meine ich (?). Du kennst meine Einstellung. Nichts überstürzen und abwarten was der Lehrer sagt ;-)

LG
B.

Beitrag von connie36 - 05.02.12 - 18:41 Uhr

Hi, ja kann durchaus sein, das wir uns darueber unterhalten haben;-)
Ich denke auch, man kann sich durchaus auf das urteil der lehrer verlassen. Sie haben dein kind in den letzten vier jahren unterrichtet, und kennen dein kind von einer seite, die du nicht kennst. Wenn die lehrerin der meinung ist, versuchen, dann wuerde ich es auch wagen. Runter geht es leichter, als rauf! Die einstellung hatte ich auch, als unsere aufs gymi kam. Und mit ein bisschen hintenran klemmen, ist es echt zu packen!
Lg conny

Beitrag von suameztak - 05.02.12 - 12:06 Uhr

Hallo,

ich glaube, das ist dieses "mein Kind soll besser sein als die andern". Je mehr Eltern das Gymnasium ausgeredet wird, desto weniger Kinder aus dem Bekanntenkreis gehen aufs Gymnasium und desto besser steht dann das eigene Kind im Vergleich da. Traurig, wenn man so etwas nötig hat!

LG

Beitrag von barbarelle - 05.02.12 - 13:08 Uhr

Unter dem Aspekt hatte ich es noch nicht betrachtet ... Danke ;-)

Beitrag von jazzbassist - 05.02.12 - 12:18 Uhr

Also das Gymnasium mit G8 furchtbar zu finden und sein Kind trotzdem dort hinzuschicken, finde ich absolut legitim. Manchmal sind die Wege, die unsere Kids bestreiten sollten, halt mal etwas steiniger. Das sollte man m.E. auch seinem eigenen Kind erklären, wenn es dort - bei der Wahl zur weiterführenden Schule - ein wenig mit einbeziehen möchte und auch, warum es sich vielleicht lohnt, trotzdem diesen steinigen Weg zu gehen. Also ich finde das G8 auch eine der schlimmsten bildungspolitischen Entwicklung der letzten Jahre, und, trotzdem ist mein Kurzer - als er noch in Deutschland gelebt hat - auf ein Gymnasium gegangen. Ich finde nicht, dass sich das böswillig widerspricht.

Warum aber bei Ihnen irgendwelche Mütter von Mitschülerinnen Ihrer Tochter anrufen, einzig - um Ihnen das Gymnasium auszureden - ist mir ernsthaft ein Rätsel. Sind die Gymnasiumsplätze denn dermaßen rar bei Ihnen? War bei uns damals, in meiner alten Nachbarschaft, nicht so. Klar gab es auch dort Neid, Gehässigkeit, bescheuerte Eltern und Akademiker … und viel tratsch, nur, solche »Du, die XYZ hat versucht, uns das Gymnasium auszureden….«-Gespräche habe ich zumindest nicht mitbekommen und ich denke, dass sich auch meine Frau tierisch darüber aufgeregt hätte (ich es also mitbekommen hätte, wenn es sowas gegeben hätte).

Andererseits … in meiner alten Nachbarschaft hatten m.E. alle Eltern eine Meise, wenn es um die eigenen Sprösslinge ging … da möchte ich auch meine Frau und mich auch nicht ausschließen #schein. Man kam halt doch irgendwie immer wieder recht schnell auf die Sprösslinge zu sprechen … und wenn die im gleichem Alter waren, wurde da auch über die gleichen Themen gesprochen, von »Nein, wir haben Jesse auf eine Privatschule angemeldet« über »Nein, Jesse ist noch nicht trocken« … keine Ahnung, wie oft dann der jeweils andere Gesprächspartner das irgendwie falsch Interpretiert hat.

Aber, warum haben Sie da am Telefon nicht einfach mal kritisch nachgefragt, als das Gepräch in diese »Naja, wir sind ja Akademiker, wir müssen unser Kind ja auf das Gymnasium stecken, geht ja gar nicht anders«? Ich meine, dass muss man sich dann ja auch nicht stillschweigend anhören … sonst ruft die wohlmöglich nochmal bei Ihnen an :-p

Beitrag von barbarelle - 05.02.12 - 13:05 Uhr

Hallo Jazzbasist,

nein, die Gymnasiumsplätze sind nicht rar. Im Gegenteil. Hier wurden Kinder sogar mit einem Notendurchschnitt von 1,6 auf die Realschule geschickt, vor lauter G8 Paranoia.

Der O-Ton lautete bei dieser Akademiker-Geschichte: "Naja und WIR können unsere Kinder ja immerhin unterstützen wenn sie in einem Fach hängen sollten". Tja ... daraufhin habe ich nur erwidert "Wir verfügen über Gute Freunde, die unser Kind unterstützen könnten und könnten zur Not noch Nachhilfe finanzieren".

Mir kommt es so vor, dass gerade die Akademiker-Eltern entweder sehr entspannt sind oder eben total der Panik verfallen, wenn die Realschule oder gar Hauptschule drohen.

LG
B .

Beitrag von katalin - 05.02.12 - 15:47 Uhr

Hallo Mr. Jazzbassist,

wie sind Sie, bzw. Ihr Sohn dann zufrieden mit dem englischen Schulsystem? So im Vergleich zu Deutschland...

LG und Danke schön,

Katalin

Beitrag von jazzbassist - 05.02.12 - 19:53 Uhr

Also Jesse sieht das glaube ich alles in einem »kleinerem Rahmen« … also er sieht da in erster Linie eine andere Schule mit anderen Fächern/Lehrern und anderen Mitschülern. Von dem … wie in Deutschland … einige Lehrer/Fächer/Mitschüler ganz ganz toll sind … das meiste »ganz okay/naja« … und einige wenige für ihn eher »grrrrrrrr« sind. Also so gesehen alles genau wie in Deutschland. Es legen sich bei ihm mittlerweile sogar die ersten Zweifel, dass man ihn in seiner Schule wegen seiner Schuluniform verprügeln könnte #huepf.

Ansonsten geht es bei seinem Zufriedenheitsindex aber eher um Dinge, die nichts mit dem Schulsystem an sich zu tun haben. Also er hat hier einen viel kürzeren/bequemeren Schulweg, was er ganz ganz toll findet (gerade jetzt im Winter). Er wollte - leider - mitten im Schuljahr zu uns ziehen … was die erste Zeit immer mal wieder für einen ziemlich schlecht gelaunten Jesse gesorgt hat, einfach, weil da Fächer bei waren, die er so - in Deutschland - gar nicht hatte; in einigen Fächern war man an ganz anderen Themen dran (von denen er dann auch nicht den Anfang mitbekommen hatte) … also - der war hier die erste Zeit schon Nachmittags stellenweise total mies drauf, weil er schulisch total viel nachholen musste und Hausaufgaben plötzlich doppelt so lange dauerten und das Ergebnis immer noch nicht »(für ihn) in Ordnung« war etc. Auch hatten wir zum ersten Mal die Situation, dass er mal für die Schule etwas mehr als 5 Minuten lernen musste, um überhaupt irgendwie mitzukommen, auch … dann waren so - ganz zwangsläufig - seine ersten Noten etwas bescheidender (was bei ihm dann sofort zu so einer »Jetzt verbarrikadier ich mich im KiZi und komm nicht mehr raus«-Reaktion führt :-[) … das hat sich so allmählich zum Glück alles eingespielt.

Und seine Eltern … tja … also wir haben vom deutschen Schulsystem - zumindest vom Gymnasium - jetzt nicht mehr sooo viel mitbekommen, um das wirklich beurteilen zu können (wir hatten - die letzten 2 Gymnasialjahre - eine etwas ungewöhnlichere Familiensituation). Und hier in England … also die ersten Wochen mal außenvorgelassen … mittlerweile ist das wieder so das, wir die letzten 2 Jahre von unserem Sohn auch aus Deutschland gehört hatten. Also Hausaufgaben werden irgendwie gemacht - mal in den langweiligen Unterrichtsfächern, mal Abends, mal morgens am Küchentisch … ab und an werden dort mal Vokabeln gelernt und vor einer Arbeit werden auch wirklich mal die ansonsten verstaubenden Schulunterlagen rausgeholt; er kommt trotzdem mit ganz tollen Noten nach Hause... Es scheint also vom Niveau genau so zu sein, wie ein G8 Gymnasium (wir können das total schlecht beurteilen). Also was wir aus Deutschland öfters mal gehört hatten, war, dass unser Sohn dort ab und an mal ziemlich groggy wirkte (trotz der oben geschilderten »Arbeitsmenge« nach der Schule), und, auch bei uns am Wochenende wirkte der manchmal irgendwie Kraftlos … dass haben wir hier in England gar nicht mehr. Wobei wir auch damals nie herausgefunden hatten, woran das überhaupt lag. Wie geschrieben, er hatte einen ziemlich umständlich Schulweg, Wochende begann und endete wegen der Pendellei ziemlich stressig ... kann also an allem möglichen gelegen haben.

Beitrag von katalin - 05.02.12 - 19:59 Uhr

Danke für die ausführliche Antwort! Ich hatte gefragt, weil wir selbst manchmal darüber nachdenken, nach England zu ziehen und uns die verschiedenen Schulsysteme daher beschäftigen!

LG, Katalin

Beitrag von bi_di - 05.02.12 - 12:27 Uhr

Elitefühlen macht halt keinen Spass, wenn viele Elite sind - wertet das Ganze irgendwie ab...

Grüsse
BiDi

Beitrag von barbarelle - 05.02.12 - 13:07 Uhr

Eben ... ;-) Danke

Beitrag von kathrincat - 05.02.12 - 12:48 Uhr

es ist doch egal was andere sagen, bei den noten wäre dein kind auf der real doch unterfortert. wieso ist g8 so schlimm, zu unsere zeit war es doch normal!

Beitrag von barbarelle - 05.02.12 - 13:10 Uhr

Keine Ahnung warum es so schlimm ist. Ich hatte Zeiten, da würden alle Eltern die Hände über den Kopf zusammenschlagen, wenn sie mein Pensum kennen würden... und das ab der ersten Klasse (war im Ausland)...

Abwarten. Sollte mein Kind dort hin kommen, kann ich ja berichten ;-)

Beitrag von kathrincat - 05.02.12 - 15:50 Uhr

hier ist in der ersten klasse auch 1 stunde hausaufgaben normal, wenn ich sowas sage werde ich auch nur angesehen, klar wenn sie langsam arbeiten dann auch länger. schule ist nun mal kein ponnyhof. ich versteh das mit dem g8 eh nicht, also zu meiner schulzeit war es normal, dann waren es in einigen bundesländern ein jahr mehr und jetzt haben die halt wieder g8. und wer was werden will muss nun mal lernen! und das man nachmittag unterricht hat find ich auch normal

Beitrag von locke1910 - 05.02.12 - 13:07 Uhr

Hi.
Unser Großer geht aufs G8 - meine erste Wahl war es nicht!
Ausschlag gab die Lehrerin, die meinte, dass er sich immer am Klassendurchschnitt orientiert-> an einer Gesamtschule wäre das Niveau nicht so anspruchsvoll, also würde er sich keine Mühe geben (müssen)... Ihre Aussage und da sie ihn vier Jahre im Unterricht erlebt hat, für uns nachvollziehbar;-)
Alle anderen Meinungen ausser seiner eigenen haben uns nicht interessiert...
Würde auf Durchzug schalten und mal das "Eltern-Läster-Buch" lesen; ich habe herzhaft gelacht beim Lesen und mich selber und meinen Bekanntenkreis und andere Eltern wiedererkannt:-p
Nimm' es locker, man trifft immer wieder Eltern, die sich "aufwerten" bzw ihr Kind, indem sie andere abwerten - solange Du selber mit den Lehrern die Fähigkeiten Deines Kindes einschätzen kannst, seid Ihr auf der sicheren Seite!
Und was mußten wir uns anhören...
Da er bereits mit 5,75 Jahren eingeschult wurde, gingen die Meinungen über ihn von "hochbegabt" zu "überfordert" zu "ganz normales Kind"...
Wir sind da dickfellig - solange ER sich wohlfühlt und gut mitkommt, ist alles io für uns; würde er "scheitern", sprich zb nicht versetzt werden usw, dann hätte er nicht mal ein Jahr "verloren", da er früher eingeschult wurde...
Und - als ehemalige Gymnasiastin: Meine (und auch die meines Mannes) berufliche Laufbahn hätten wir auch OHNE Abi machen können - die damals drei zusätzlichen Jahre empfanden wir eher als Luxus, als Zeit, in der andere bereits arbeiteten und wir ein doch recht lockeres Leben hatten!
Denn einem Lehrer kann man eher eine Entschuldigung unterjubeln, weshalb man zu spät/garnicht zur Schule erscheint - einem Vorgesetzten nicht;-)
Und mit 16 hätte ich jedenfalls nicht gewußt, was ich mal machen will...

GlG, Locke